Posts by Belarus.Andreas

    Haba
    Das Honig von Bienen produziert wird wird hier wohl sicher jeder wissen. Genauso, dass Honig eben nicht gleich Honig ist. Denn wie auch bei anderen Lebensmitteln gibt es auch beim Honig große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Schließlich ist ein 0815-Kaffee aus dem Discounter um die Ecke auch nicht das gleiche wie der beim Italiener. Das schiermi Honig nach Belarus versenden möchte, würde mich beim normalen Honig sicher auch wundern, denn solcher kann hier, wie bereits genannt wurde, an jeder Ecke und in jedem Dorf/Stadt erworben werden. Bei außergewöhnlichen Sorten wie die von ihm genannten Neuseeländischen Mānuka und Tāwari Honigsorten aus Übersee sehe ich das jedoch ein wenig anders ;)


    Soeben nach beiden gesucht und den Manuka darunter gibt es auch in Belarus zu kaufen: iherb.com: Manuka Honig(ru)


    In BY kann man sogar Nutella kaufen. Die leben ja nicht hinter dem Mond dort. Obwohl ich Milka besser finde😁

    Milka und Nutella haben aber auch nur eines miteinander gemeinsam und das ist der Kakao-Bestandteil. Ansonsten zwei verschiedene paar Schuhe ;)


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr

    Für die Liste nichts zu danken. Das solche Materialien und Produkte nach Deutschland oder generell in die EU exportiert werden, würde ich nicht als große Anstrengungen betrachten. Natürlich gibt es bei Pilzen und Beeren gewisse Beachtungen wie Untersuchung(en) auf Radioaktivität und den üblichen Zoll-Formalitäten, aber letztlich ist das nur Papierkram der relativ flott erledigt ist. Bei allen anderen Materialen und Produkten (abseits der Landwirtschaftlichen und ähnlichen) entfällt z.B. die Untersuchung auf Radioaktivität und macht die Sache letztlich nur leichter als bei Pilzen und Beeren.


    Das der große Bruder nicht erfreut ist, dass wenn Belarus das von Russland erhaltene/erworbene Mineralöl nach Deutschland oder der EU weiter verkauft, dass kann sicher ein jener gut nachvollziehen. An der Stelle des großen Bruders würde ich sicher auch kein erfreulichen Gesichtsausdruck haben. Richtig ist aber, so wie Du schon geschrieben hast, dass sich die EU alle anderen Materialen und Produkte auch innerhalb der EU beschaffen kann. Das steht außer Frage. Problematisch wird es nur bei dem Ergas oder aber Öl und da hat Belarus schon etwas in der Hand was Deutschland bzw. die EU weh tun könnte. Betrachten wir dieses mit einen anderen Beispiel: Wenn dem kleinen Bruder weh getan wird, so sagt er es dem großen und dieser wiederum mit dem, der dem kleinen weh getan hat und genau dann ist der Kran zu! Thematisiert gesehen würde dies nichts anderes bedeuten, dass wenn die EU Sanktionen gegenüber Belarus erhängt, dass Belarus mit seinen großen Bruder spricht und dieser entweder die Preise erhöht oder aber direkt den Kran dicht machen würde. Zwar kann Deutschland und die EU auch vieles selbst beschaffen, aber in manchen Punkten sind auch diese von gewissen Materialen und Produkten abhängig und werden dieses auch sicher (bezgl. des Konsum- oder Konsumverlangens) bleiben.

    BY, selbstständiges Land, selbstständige Entscheidungen, so soll es sein!

    Dem stimme ich voll und ganz zu!


    Gruss,
    Andreas

    Sicher, 0815-Honig zu schicken hat keinen Sinn. Wir haben aber aus dem Neuseeland-Urlaub doch außergewöhnlichen Mānuka und Tāwari Honig mitgebracht und wollten damit der Verwandtschaft eine Freude machen.

    In solch einen Fall wäre dies natürlich etwas anderes, als einen so wie Du bereits nanntest 0815-Honig, versenden zu wollen. Insofern es aber um den eigentlichen Versand geht, so würde ich empfehlen dies bei der Botschaft in Deutschland anzufragen, ob der Honig eingeführt werden darf. Denn es wäre schon schade, wenn ein solcher Honig direkt beim Zoll vernascht oder in den Müll wandern würde und Deine liebsten letztlich nichts davon haben werden.


    Gruss,
    Andreas

    schiermi

    zuerst einmal herzlich willkommen und unserer stets unterhaltsamen und gemütlichen Runde 8)

    selbstgemachte Plätzchen, Süßigkeiten & ein Glas Manuka Honig aus NZ

    Abseits vom Gewicht und Warenwert (siehe unten) sollten Plätzchen und Süßigkeiten kein Problem darstellen. Bei Honig wäre ich mir aber nicht so sicher, denn Honig ist ein tierisches Produkt und darf normalerweise nicht eingeführt werden. Kleine Erleichterung: Die Eurasischen Wirtschaftskommission (EAWK) hat am 8.Dezember beschlossen, das Einfuhrverfahren nach Belarus für 17 Produktgruppen zu vereinfachen (darunter auch Honig). Zitat: Das Einfuhrverfahren wird für 17 Warengruppen vereinfacht, darunter Honig. Entsprechend dem sollte auch die Einfuhr von Honig möglich sein.

    Andererseits frage ich mich warum gerade Honig nach Belarus eingeführt werden sollte, wenn dieser doch auch hier in fast jeden Ort frisch vom Imker erworben werden kann? Wenn ich da an meinen Nachbarn denke, dann würde ich garantiert kein Gedanken daran setzen mir Honig aus Deutschland zusenden zu lassen, wenn ich des gleichen doch auch von ihm bekommen kann ;)

    Alles in allem nicht wertvoller als 60-100 €. Leider mussten letztes Mal die Empfänger bei Annahme eines vergleichbaren Paketes noch Gebühren bezahlen (ich denke Zoll oder etwas wie Einfuhrumstatzsteuer);

    Dazu ein Zitat der Belarussischen Botschaft in Deutschland:

    Darüber hinaus werden ab 14. April 2016 keine Zölle in Bezug auf die Waren erhoben, die innerhalb eines Monats in den internationalen Postsendungen und (oder) durch Kurierdienste an eine physische Person auf dem Gebiet der Republik Belarus zugestellt werden, wenn der gesamte Zollwert solcher Waren 22 Euro und deren Gesamtgewicht 10 kg nicht übersteigt.

    Entsprechend dem würdest Du mit 60-100 Euro Warenwert, des gleichen um ein vielfaches überschreiten, welches natürlich bei der Einfuhr Steuerlich abgeglichen werden müsste. Wie viel dieses letztlich kosten würde, kann u.a. mit dem Online-Kalkulator (ru) errechnet werden.

    Gibt es eine Möglichkeit diese schon vorab zu entrichten oder einen Treuhandservice in BY, der das Paket annimmt und nach Begleichung (bezahlt von uns) der Gebühren national weiter versendet?

    Ob solches schon vorab beglichen werden kann, kann ich Dir persönlich nicht sagen. Zwar sind Deklarationen auch vorab möglich, aber wie dieses beim versenden von Lebensmittel auf Postalischen Wege aussieht, kann ich Dir leider nicht beantworten. Entsprechend dem würde ich Dir empfehlen Dich dazu direkt mit der Belarussischen Botschaft in Deutschland in Verbindung zu setzen. Die Kontaktdaten der Belarussischen Botschaft in Deutschland findest Du hier: Botschaft und Konsularabteilungen oder auf der offiziellen Präsenz der Botschaft.


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr
    Für eine Zeit arbeitete ich hier in Belarus als Manager für den Verkauf von Waldpilze- und Beeren, welche nach Deutschland und in die EU exportiert wurden. Wenn man jedoch den öffentlichen Zahlen der Belarussischen Botschaft in Deutschland glauben schenken darf, so wäre jedoch der Export von Waldpilzen- und Beeren eher ein prozentueller Minderwert - siehe folgender Tabelle:


    Mineralprodukte (Erdöl und Erdölprodukte)55,9%
    Produkte der Forst- und Holzwirtschaft14,7%
    unedle Metalle und deren Erzeugnisse11,2%
    Maschinen, Ausrüstungen, Geräte und Instrumente6,7%
    Produkte der chemischen Industrie3,8%
    Textilien und Textilwaren2,6%
    Baustoffe2,3%
    Produkte der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie2,1%


    Stand: 2019 - Quelle: germany.mfa.gov.by: Handels- und Wirtschaftsbeziehungen


    Das Mineralprodukte wie Erdöl auch mit auf der Liste stehen, darauf hätte man auch selbst kommen können. Aufgrund dessen, dass ich das Glück habe in naher Zukunft für eine der größten Metallfirmen in Belarus (stellen u.a. Metalle für Belarus-Traktoren, das AKW, etc. her) als Export-Manager arbeiten zu dürfen, sind mir entsprechend auch seit kurzen bekannt, dass Metalle und Metallprodukte nach Deutschland und die EU exportiert werden. Nichts desto trotz denke ich aber dennoch, dass Belarus sich mit solchen Worten und Taten nicht vielleicht selbst ins Bein schießen würde. Bis Dato sind zwar noch keine offiziellen Worte gefallen, sondern wurde dieses viel mehr per Medien angedroht, dennoch würde ich solches aus Belarussischer Sicht und dem daraus folgenden Nachfolgen für Belarus nicht für gut heißen lassen. Besonders weil, so wie Du schon genannt hast, dass letztlich mal wieder die Einheimischen dafür bluten müssten.


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr

    Auch dann, wenn in dem Haus, wie auf dem Bild Deines Beitrags zu sehen ist, nette und freundliche Menschen wohnen würden, würden mich durch die Tür wohl keine zehn Pferde kriegen. Alleine der Anblick, dass die eingebrochene Wand nur noch vom Türrahmen (wenn man diesen so noch nennen kann)gehalten wird, lässt mir ein Schauer über den Rücken jagen. Mal abgesehen davon, dass es schon an einer Lebensmüdigkeit grenzt, dass Haus überhaupt zu betreten, geschweige denn darin noch zu wohnen, lässt mir nicht nur beim Bauherren, sondern auch beim BTI (БТИ) Zweifel aufkommen.


    Das stille Örtchen, welches man so sicher nicht bezeichnen kann, ist so traurig es auch ist, auch keine Seltenheit. Toiletten ohne Brille gibt es auch heute noch wie Sand am Meer. Was sich Restaurants, Cafes und gar öffentliche Einrichtungen dabei denken einzusparen, bleibt mir ein Rätsel. Gleichermaßen aber auch der Sinn und Verstand von abgetrennten WC-Kabinen ohne Türen. Wenn ich mir nur vorstelle, dass wenn jemand dort sein Geschäft erledigt und ein dritter vor einen vorbei zur nächst unbesetzten Toilette geht, wage ich wahrhaftig dies als "stille Örtchen" zu bezeichnen.


    Bezüglich den Fahrstuhl kann ich nur sagen, dass ich in einen ebenso Mehrstöckigen Hochhaus, auch schon schlimmeres gesehen habe. Fehlende Kennzeichnungen zu den Etagen sind auch hier keine Seltenheit. Aber die (Bela-)Russen sind bekanntlich gut im improvisieren und, wie zu erkennen, kennzeichnen sich dies auch einfach mal schnell selbst. Das Du die Etage ebenso angeritzt hast überzeugt damit auch von Deinen Improvisationstalent ;)^^


    Gruss,
    Andreas

    Dariusz

    An dieser Stelle hoffen wir mal, dass Du auch bei der Einreise von der Quarantäne verschont bleiben wirst. Zwar sehe ich da im Moment eher schwarz, aber will dieses zu Deinen Gunsten nicht zu laut gesagt haben. Dennoch gibt es auch bei der Quarantäne Unterschiede zwischen Selbstisolation und der Zwangshaften Quarantäne. Bei ersteren müsse ein jener zwar daheim (oder am Ort der Registrierung) verbleiben (sprich: Selbstisolation), aber hätte zumindest die Möglichkeit bei seinen Freunden, Bekannten, Verwandten oder der Familie zu verbleiben bzw. diese durch dessen Besuch zu sehen. Bei der Zwanghaften Quarantäne sieht das hingegen anders aus. Doch hoffen wir die bessere Option, dass es weder zum einen noch zum anderen kommen wird.


    Für Rückmeldungen schon bereits vorab herzlichen Dank!


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr

    Was den Zuständen der Strassen anbelangt so ist das, abseits dessen das sich auch schon vieles gebessert hat, vollkommen richtig. Viele würden eines gleichen noch nicht einmal als Strasse an sich bezeichnen, sondern eher als Trampelpfad oder vergleichbaren. Wo man auf der Strasse jedoch noch die Möglichkeit hat, etwaige Schlaglöcher auszuweichen, bleibt es so manch einen Wohnungseigentümer-/mieter jedoch verwehrt spröde Kabel in Verteilerdosen, total verrostete Heizkörper im Treppenhaus, herab gekommene oder gar überaus gefährliche Sicherungskästen, wirrlose Kabelstränge im Hausflur, etc., zu umgehen. Zumindest bis diese dann eines Tages entweder von der Kommune ausgetauscht wurden oder es, was wir nicht hoffen wollen, zu einem Brand führen wird.


    Kommen wir vom Haus in den Garten und damit zur allzeit bekannten Sommerdusche. Als ich damals im Jahre 2013 nach Belarus gekommen bin, gab es eine solche Sommerdusche bei der früheren SchwiMu auch. Diese wurde im Frühjahr, Sommer und selbst auch im Herbst genutzt (in kälteren Zeiten wurde das Wasser jedoch draußen über den Feuer aufgekocht). Was zu den kälteren Jahreszeiten im ersten Moment eine kalte Überraschung war wurde im Winter ins Haus in einer altbekannten Zinkwanne verlegt und dies ist auch heute noch auf vielen Dörfern zu sehen. Wir haben zwar ein Bad im ersten und zweiten Haus (gr. Sommerküche), aber eine Sommerdusche, wenn auch nicht so modern (ironie) wie die von Dir abgebildete, wird es auch bei uns im nächsten Jahr geben. Ich persönlich mag es im Sommer bei heißen Temperaturen im freien eine Dusche zu nehmen ;)


    Autowerkstätten mag es in Belarus viele geben, aber nicht jeder Belarusse nutzt eines gleichen, wenn man(n) es doch auch selbst tun kann. So kommt es das man mit Nachbarn mal so eben ein Auto mit vier Mann einseitig angehoben und der fünfte dann Baumstumpen (wie auf dem Bild von Dir zu sehen ist) darunter gestellt hat. Warum auch eine Hebebühne mieten oder in die Werkstatt fahren, wenn man es auch selbst machen kann? Was für uns schockierend ist, dass ist für den Belarussen wie üblich normal. Ich würde es jedoch nicht tun und rate auch jeden von solchen Konstruktionen ab!


    Ja, der gute alte Basar! Von der Schraube bis zur Banane und vom Rasenmäher bis hin zu ganzen Schweineköpfen ist dort alles zu bekommen. Nun ja, sagen wir fast alles, denn wie Du schon angedeutet hast muss dazu auch das nötige Kleingeld vorhanden sein. Fakt ist aber, dass selbst wenn man sich vorgenommen hat nur über den Basar zu gehen und sich des gleichen anzusehen, dass man trotz alle dem nicht ohne irgendetwas nach Hause geht. Irgendwas findet man dort immer und auch dann wenn man etwas spezielles sucht, welches woanders nicht aufzutreiben ist. Mit kurzen Worten ein Einkaufsparadies!


    Apropro einkaufen: Nur das nötigste? Dann würde ich mal sagen, dass dies für einen großen Festtag, Feiertag, Geburtstag oder einer Hochzeit vorgesehen war. Von mir jedenfalls: "На здоровье" ;)

    Nebenbei ein kurzer, passender und bekannter Witz: Kommt ein (Bela-)Russe in den Laden und sagt: "Eine Flasche Wodka bitte". Darauf die Verkäuferin: "Und was wollen sie dazu essen?" und der (Bela-)Russe: "Stimmt! 2 Flaschen Wodka bitte" ^^


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr

    Vorab recht herzlichen Dank für die Bilder! 8)


    Zum Haus in Narowlja gab es mal eine Dokumentation im Fernsehen, welche u.a. auch sehr interessant war. Den Eigentümern kann man wirklich nur ein großes Lob aussprechen bei solch einer Arbeit! Zum Vergleich des auf dem zweiten Foto abgebildeten und eher modernen Holzhaus, gefällt mir das erstere jedoch auch sehr gut. Gleichermaßen welches Haus oder welches Ausmaß ein Haus hat, aber ein solches Gerüst wie auf dem dritten Bild zu sehen ist, würde ich mein Lebe nicht kommen geschweige denn nutzen. Typisch für hier: Improvisation, welche man u.a. auch auf dem fünften Bild erkennen kann in welchen ein Stamm transportiert wird. Aber jucken tut es hier keinen, sondern eher als "normal" angesehen. Ganz so normal sind die Verkehrssicherungen hingegen nicht. Bei so manch Ladungen kam ich auch schon ins staunen, wie auch beim Anblick diverser Treppen. Gleichermaßen ob nun in einer Schule, ein Kindergarten, ein Krankenhaus oder selbst einer Baubehörde gibt es unregelmäßige Treppenstufe bei welchen man auch schnell ins leere treten kann.

    Bzgl. der Frage wie Frauen mit Stöckelschuhen solche Meisterwerke der Treppen hinauf- oder hinab gehen, würde ich dies mit Ironie beantworten, dass diese entweder ohne den nutzen des Absatzes oder per Kopfstand auf Händen die Treppe(n) nutzen. ^^


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr
    Dann habe ich Dich wohl missverstanden, denn ich ging von den Preise in Belarus aus und nicht in Deutschland. Denn das sich diese Preise unterscheiden sollte, dass sollte jedem klar sein. Mein reden, entschuldige wenn dies dem vorherigen Worten von mit nicht hervor ging, sollte uch nur auf die Belarussischen Preise bezogen sein und nicht auf die Deutschen. Für Deutsche Preise ist dieses sicherlich normal (kann ich aber nicht sagen, da ich seit eh und jeh dort nicht mehr lebe). Aber wenn 1A Trinkwasser-Qualität vorhanden ist, dann alles gut :thumbup::)


    Was den anderen Usern anbelangt, so sei ihnen Glück, Gesundheit und Wohlergehen gewünscht. Auch dann wenn es hier und da Auseinandersetzungen gegeben hat. Aber da hat das eine wieder mit den anderen (wenn auch Rechtens) nicht zu tun und möchte auch nicht weiter darauf eingehen. Wenn es aber jemand möchte, dann besteht jederzeit die Möglichkeit dieses per Kontaktformular oder per PN hier zu tun. Alles andere hat sich mit den erlöschen der entsprechenden Accounts erledigt.


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr
    Was den Strom bzw. eher den Kosten dafür anbelangt, so vielen Dank für die Informationen welche mir nicht bekannt waren.
    Du hast für einen 27m tiefen Brunnen 100 € pro Meter, also 2700 € bezahlt??? Ich hoffe, dass sich da ein Fehlerteufel in Form von einer null zu viel eingeschlichen hat, denn der Endpreis ist schon wirklich sehr übertrieben hoch! Ich habe für mein 52m tiefes Bohrloch inkl. Pumpe (bis zu 4qm³/h) , Betonringe , Ausgleichsbehälter , Elektronik (zur Druckregulierung) , Anlieferung , Bohrung und Arbeit genau 1000 $ (USD) bezahlt und das auch der Umstände halber, dass bei der ersten Bohrung der Bohrer gebrochen war und eine zweite Bohrung angesetzt werden musste. Entsprechend dem sind 2700 € für ein Brunnen schon eher unverschämt! =O


    Ja, dass selbst anbauen ist sicher etwas schönes (und leckeres) welches auch hier im Lande weniger und weniger wird. Selbst die jüngeren Menschen die es noch auf dem Dorf halten, lassen selbst alte Holzöfen wo zuvor die (Groß-)Eltern noch Babka drin gebacken haben abreißen, weil diese (Holzöfen) in deren Augen nicht mehr ansehlich sind oder keinen nutzen mehr haben. In meinen Augen absolut unverständlich, denn so ein Holzofen frisst kein Brot, kostet nichts, aber kann immer von guten nutzen sein. Aber: Die Zeiten ändern sich und dies auch hier im Lande. So schade es auch ist, wenn man solches liest oder mitbekommt, werde ich jedoch dagegen stemmen und auf Babka aus den Holzofen und frischen Gemüse aus dem eigenen Garten plädieren und diesem nachgehen ;)


    Natürlich werden die Städte wie Minsk, Brest, Gomel und Co. immer weiter wachsen, während die Dörfer zunehmend immer kleiner und kleiner werden, weil sich die Einwohner mehr und mehr in die Städte verlagern. Der eine bzgl. der Arbeitsangebote und der andere einfach nur weil es sonst niemanden mehr gibt auf dem Dorf. Aber: Es gibt Menschen die genau ein solches Leben wollen (und davon kenne ich genug) und wiederum andere wollen nur in die Stadt, dort studieren, dort arbeiten und dann im Rentenalter wieder zurück ins Dorf. Ansichten gibt es da genug und da bleibt nur zu sagen: Jedem das seine. Wobei dies nichts schlechtes bedeuten/heißen soll, sondern lediglich nur, dass wir alle unterschiedliche Ansichten und Lebensvorstellungen haben. Kurz: Der eine mag die Stadt und der andere das Dorf.


    Kalchos für 7 Dörfer? Au weh ... da wäre selbst Deine Argument des Mammut-Jobs zu harmlos ausgedrückt. Da ich selbst hier schon auf diversen Dörfern gelebt habe, konnte ich auch entsprechend viele Menschen mit solchen Berufen kennenlernen. Allerdings nicht in einen solchen Umfang. Dennoch kann ich aber sicher sagen, dass selbst denjenigen die eines gleichen nur ein oder zweiach ausführen, diesen das schon "Hals über Kopf" ausreicht und das im wahrsten Sinne des Wortes! Entsprechend dem an dieser Stelle auch meinen Respekt an all diejenigen die eines solchen nachgehen!


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr

    Das schaffen obliegt mehr an dem (wie Du auch sicher selbst weißt), dass sich diese untereinander unterstützen. Man könnte sagen wie in alten Zeiten, wo der eine die Milch hat und der andere die Eier und diese werde dann einfach untereinander getauscht, wenn etwas gebraucht wird. Natürlich ist und besteht das täglich Leben nicht nur aus Eiern, Milch, etc. sondern auch aus Baren, doch auch da wird sich innerhalb der Familie stehts geholfen, weil hier und da der ein oder andere Dollar gebunkert wurde.
    Ja, dass gute alte Land, welches es auch einmal in Deutschland (zu meiner Kindheit) gab und auch hier in Belarus mehr und mehr zu neige geht. Aber: Schade! Wenn ich hier auf die Dörfer schaue, dann sehe ich hier noch 80+ Frauen áuf dem Acker ackern und das von teils morgens bis abends, welches man in Deutschland nicht mehr sieht oder gar vorstellen kann. Das meiste ist doch nur noch Fertigfrass ala 3min-Terrine oder aber Schnellfutter aus der Mikro. By the way .... Was würde es auch für eine andere Möglichkeit geben. Geld ist alles und das muss erarbeitet werden und aus dem Grunde hat ein Otto-Normal-Bürger eben auch keine Zeit,Platz oder Geld dafür eben eigenes anzupflanzen. Hier in Belarus ist es (Gott sei dank!) im Moment noch anders (und hoffen wir das dies auch so bleiben wird), dass die Menschen sich hier noch eigenes anbauen können. Eigene Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Co. ... Was gibt es schöneres und leckeres als im Sommer auf dem eigenen Land zu gehen und sich mal eben schwups die wupps sein eigenes Gemüse vom Feld zu holen um damit ein frischen Salat zu machen und zu bemerken, dass eine Tomate noch eine Tomate ist! In Deutschland jedenfalls kaum noch vorstellbar - Schade!


    Für die Kommunalen Abgaben mussten aber m.E. immer bezahlt werden. Belehre mich wenn dem nicht so sein sollte. Aber das Abgaben für Wasser derweil auch im Gespräch sind, würde mich schon interessieren. Denn hier an meinen "Haus am See" habe ich ein Bohrloch (52m) bohren lassen und zahle nichts (außer Elektro für die Pumpe natürlich). Für kommunales Wasser ist natürlich nach wie vor eine Gebühr (pro qm³), so wie bei jedem der in einer MIetswohnung bzw. Haus wohnt und dabei kommunales Städtisches Wasser bezieht fällig. Aber bei einer eigener Bohrung ist das, insofern man nicht eine gewisse Tiefe erreicht (von Ort zu Ort unterschiedlich) unendgeldlich. Das für Strom und Gas bezahlt werden muss, dass sollte jedoch nichts ungewöhnliches sein und denke, dass dies auch zuvor immer so gewesen ist. Auch wenn ich hier erst 7 Jahre wohne, kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass Strom und Gas hier zuvor kostenlos gewesen wären. Das wäre auch zu schön um wahr zu sein ;)


    Gruss,
    Andreas

    Dein Gedanke, dass Ausbildungskosten dem Heimatland erstattet werden sollten, würde ich nur befürworten. Denn wie Du schon sagtest, wurde genau das auch vom Staat und den Steuerzahlern gezahlt. Entsprechend dem wäre in dem Falle eine Rückerstattung nur mehr als Gerechtfertigt. Zu den von Dir genannten Beispiel mit dem aussperren, sehe ich das aussperren auch gleichzeitig wie ein einsperren an. Wortwörlich vielleicht nur indirekt verständlich, doch wenn ein Arzt z.B. von Belarus nach Polen gehen würde und Batka meint ihm die spätere Rückreise nicht zu ermöglichen, dann wäre es ein aussperren. Allerdings auch gleichermaßen ein einsperren im Ausland, wenn ihm die Rückreise verwehrt bleibt. Klingt einem Gefängnis nah und damit macht Batka nun wirklich alles andere als gute Reklame für sein Land.


    Gruss,
    Andreas

    Update:

    • Hashtags
      Die bewährte Hashtags-Funktion, so wie sie auch in diversen sozialen Netzwerken vorkommen, wurden hinzugefügt. Um Hashtags zu nutzen bedarf es lediglich ein Rautezeichen vor dem entsprechenden Wort oder Namen zu setzen. Als Beispiel würde mit #Belarusinfo ein Hashtag auf Belarusinfo gesetzt werden, welches dann so aussehen würde: #Belarusinfo. Ähnlich wie bei der @-Funktion für Benutzernamen wird auch bei den Hashtags die Auto-Vervollständigung im WYSIWYG Editor unterstützt, so dass sobald ein #-Zeichen gefolgt von 3 Buchstaben geschrieben wird, bereits Vorschläge zu Hashtags angezeigt werden.
    • GPX-Maps
      Mit GPX-Maps werden ab sofort auch Routenplanungen und Geocaching-Spots in Beiträgen unterstützt. Zur Nutzung der GPX-Maps muss lediglich die entsprechende .gpx-Datei über den Dateianhang hochgeladen und im Beitrag eingebunden werden. Um eine .gpx-Datei aus einer Route von GoogleMaps zu erstellen kann zum Beispiel Mapstogpx.com genutzt werden.

    Gruss,
    Andreas

    Sagen wir es mal mit anderen Worten, dass alle Staatsbürger immer die Möglichkeit gewährt bleiben sollte, in Ihrem Heimatland zurück zu kehren und das ganz gleich aus welchen Grund oder Gründen sie zuvor das Heimatland verlassen haben. Das Heimatland bleibt eben das Heimatland und das auch selbst dann, wenn ein Herr Präsident (aus welchen Gründen auch immer) dagegen sieht / spricht. Vorteile für ein dagegen sprechen wird es aber garantiert nicht geben, sondern werden sich im Gegenteil dann wohl noch mehr für ein gehen als bleiben oder zurück kommen entscheiden und was das dann für Folgen haben würde, dass wird wohl ein jener wissen. Im kurzen: Weniger Bürger = Weniger Steuerzahler = Weniger Land (in dem Sinne betrachtet).


    Gruss,
    Andreas

    Mosyr

    Ja, dass ist wohl wahr, dass ein jener ein solches auch heute noch überall im Land finden kann. Einiges konnte ich dabei selbst schon sehen. Konnte dies aber nicht immer auf die schnelle fotografieren. Andere hingegen habe ich lokal gespeichert und wiederum andere liegen nicht weit vom Wohnort weg, so dass ich diese bei Gelegenheit auch nachreichen werde.

    Über Bilder von Dir würde ich mich natürlich sehr freuen ;)

    Gruss,
    Andreas

    Sicherlich möchte sich Belarus in Punkto Energie unabhängig machen und genau da trifft im Bezug der Atomenergie auch der Nachteil auf dem Vorteil. Nur das genau aus dem Energiegewinn eines Atomkraftwerks der Nachteil von 1986 nicht (an)erkannt wird, sondern lediglich die Vorteile der Stromgewinnung, mit welchen weitere E-Züge, Straßenlaternen, etc. in Betrieb genommen werden können. Natürlich kann man ein solchen Energiebedarf verstehen, aber warum dies ausgerechnet Atomenergie sein muss, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Alternativen gibt es schließlich genug, nur sind diese auf Dauer kostspieliger als ein Atomkraftwerk und entsprechend dem wird hier wohl lieber getreu billiger und mehr, als teurer und weniger gebaut. Zwar ist der Bau eines Atomkraftwerks im Vergleich zu anderen Energiegewinnungen nicht günstig, hat aber dafür eine lange Nutzungszeit und höhere Energiegewinnung als andere. Dazu eine Tabelle aus Wikipedia:


    Typ

    Baukosten in €/kW (max)

    Primär-Energie-Kosten

    effektive Nutzungszeit

    Bauzeit

    Besonderheit
    Gaskraftwerk460hoch40 %kurzsehr flexible Lastanpassung, günstige Investitionskosten
    Kohlekraftwerk1250mittel85 %mittelsehr klimaschädlich (CO2), radioaktive Asche, Umweltbelastung
    Wasserkraftwerk1500keine60 %langkeine Brennstoffabhängigkeit, sehr flexible Lastanpassung, abhängig von der geographischen Lage
    Kernkraftwerk5000niedrig85 %langgeringe Flexibilität, hohe Entsorgungs-, Endlagerungs- und Rückbaukosten
    Windkraftanlage980 onshore
    1950 offshore
    keine20 % onshore
    35–50 % offshore
    kurzkeine Brennstoffabhängigkeit, wetter- und standortabhängig
    Photovoltaikanlage1240keine10 %kurzkeine Brennstoffabhängigkeit, tageszeit-, wetter- und standortabhängig,
    Installation auf bebauten Flächen, konkurriert ev. mit Endkundenstrompreis

    Quelle: Wikipedia


    Baukosten, max. Energiegewinnung, Nutzungszeit hin oder her. Aber mit den Gedanken an Tschernobyl und seine (Spät-)folgen, sollten sich auch anderen Gedanken gewidmet werden als nur die Effizienz zur jetzigen Energiegewinnung. Doch an die Menschen die damals verstorben sind oder noch heute an den Spätfolgen leiden denkt in diesem Moment wohl keiner. Erbärmlich!


    Gruss,
    Andreas