Info: Auswandern & Migration in Belarus

Es gibt 119 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Belarus.Andreas.

  • [Fortsetzung...]


    Hatte jetzt die letzten Reste aus meiner Wohnung in Deutschland mitgenommen.
    Darunter eine Waschmaschine, Geschirrspüler, Schrank, Teppiche, 2 Matrazen, Computer, Monitor, Drucker, Staubsauger und 8 weitere Umzugskartons.
    Der Van war schlicht voll :)
    Alles auf Papier aufgelistet inkl. Seriennummern und vermutlicher Restwert.


    Damit dann über die Grenze.
    Zuerst der Pole:
    Lies erstmal 10Minuten auf sich warten (ich war der Einzige in der EU-Spur).
    Die anderen BY-Fahrer in den "All-Passport"-Spuren schauten immer wieder zu mir herüber (wg. meiner BY-Nummer am Auto und/aber stehen in der EU-Spur).
    Endlich kam der Zöllner schaute grimmig und wollte schon was sagen, als er meinen Pass sah.
    "Ah, Deutsch Pass... ok weiterfahren" (Also zum Schlagbaum).
    War dann sehr freundlich und sprach in Kommando-Deutsch zu mir :)
    Also: "Auto Öffnen!!", "Was ist das!!" (Liste gezeigt), "Ok, Warten!!".
    Und am Ende bei der Pass-Rückgabe: "Klar! Auf Wiedersehen!!" :)


    Dann zu den Weißrussen, kurzes Warten auf der Brücke, dann relativ zügig zur Passkontrolle und roten Kanal.
    War eigentlich voll, aber ich hatte Glück mit meiner Spur.
    Der Zöllner dort kannte uns schon, kurz erklärt "Umsiedelgut", lies sich die Packliste zeigen, und meinte kurz, ich solle grob auf der Deklaration was schreiben "ala" Umsiedelgut wie beschrieben, Gesamtwert und Kilogramm.
    Er sagtedabei aber auch - welcher Wert genau & Kilogramm ist gar nicht so wichtig. :)


    Während meine Frau die Deklaration ausfüllte ging er selbst mit meinen Pass ins Zollgebäude um eine Fotokopie anzufertigen!
    (Musste dafür auch nichts zahlen).
    Keine 5 Minuten später - fertig.
    Ohne tatsächliche Kontrolle des Autos. (wie gesagt, der Wagen war proppenvoll, und die Hinterachse lag schon fast an den Begrenzungspuffern)


    Einfach nur genial :)
    Knappe 50Minuten für den Grenzübertritt gebraucht.
    Kein Vergleich zu der vorherigen Einreise...

  • Und nur so zur Info, falls irgendwer, das mal jemals brauchen sollte:
    "Wohnsitzerklärung zur Vermeidung von Doppelbesteuerung"
    bzw.
    "certificate of tax residence"


    Das gibt es im örtlichen Finanzamt und findet sich unter "Administrative Prozedur 18.9":
    http://www.nalog.gov.by/ru/adm5-18.9/


    "Meine" Sachbearbeiterin konnte damit zwar was anfangen, aber fing dann an zu diskutieren, ob sie das für 2016 überhaupt schon ausstellen darf, da ich noch keine 183Tage in 2016 anwesend war.
    Und dann meinte sie, 2015 gelte nicht, weil ich da die 183Tage nicht AM STÜCK in Belarus anwesend war...
    Das die 183Tage-Regel das "AM STÜCK" gar nicht beinhaltete, wollte sie nicht glauben.
    Diskutier und diskutier, Anwalt des FAs hinzugezogen...


    Naja jedenfalls habe ich jetzt dieses Zertifikat.
    Fast.
    Es ist in russisch und englisch geschrieben. d.h. die Vorlage und Feldbezeichnungen sind so.
    Die Inhalte hat sie aber nur in russisch geschrieben, was natürlich keine EU-Behörde lesen kann.


    Also muss ich damit nun auch noch zum Übersetzer.
    Nerv...

  • Scheinbar wirds hier zum Monolog, oder meinem persönlichem Blog :)
    Huhu Andreas, noch da?
    Deine Kabelinstallation abgebrannt, oder im selbstgebuddeltem Pool ertrunken?
    Oder dem Wodka erlegen? ;)


    Egal.


    Also vorgestern zum ersten Male meine Steuererklärung gemacht.
    Brauche sie doch nur Quartalsweise zu erstellen.
    Das geschieht über ein eigenes Programm "E-Declaration" ( http://portal.nalog.gov.by/juridical/arm413 ).
    Man wählt das gewünschte Quartal aus, trägt an zwei Stellen sein Einkommen ein, hakt ein paar Dinge an - die Steuer wird gleich automatisch ausgerechnet und eingetragen und fertig.
    Digital signieren, online versenden, und das wars.
    Kein Vergleich zu einer deutschen EkSt.-Erklärung mit Mantelbogen, Anlage EÜR, G, D, N, Kind usw...


    Danach bei der Bank den Steuerbetrag gleich Online bezahlen und man hat seine Steuerschuldigkeit getan.
    Falls doch mal was nicht stimmen sollte meldet sich die zuständige Finanzbeamtin per Handy (so fast regelmäßig bei meiner Frau).


    Steuern muss ich 5% auf mein Einkommen zahlen, sonst nix.
    Keine Umsatzsteuererklärung, da ich keine Umsatzsteuer zu zahlen brauche.
    Das einzige, was bei mir noch an Extraarbeit anfällt:
    Für den Zeitpunkt an dem ich das verdiente Geld aus dem Ausland überwiesen bekommen habe, muss ich auf der Webseite der Nationalbank, den damals gültigen Kurs heraussuchen um das Einkommen in Rubel umzurechnen, denn in Rubel muss ich ja meine Steuern bezahlen.


    Gruß

  • Danke für die hilfreichen Beiträge.


    Die Texte hat aber kein Deutscher geschrieben, sondern ein Weißrusse mit guter Sprachkenntnis.


    Dass Heiraten easy ist, halte ich für ein Gerücht. Überall, nicht nur in Deutschland, braucht man Dokumente, überall zieht es sich ...:-((


    Dies mein Kommentar. Nicht beleidigt sein.


    Der Gedanke dieser Webseite ist an sich dagegen super. Schließlich ist auf diesem Felde zu wenig bekannt und Erfahrungen sollten/müssen ausgetauscht werden!

  • @MrRossi

    Zitat

    Huhu Andreas, noch da?
    Deine Kabelinstallation abgebrannt, oder im selbstgebuddeltem Pool ertrunken?
    Oder dem Wodka erlegen? ;)


    Woher weißt Du, dass das Kabel abgebrannt ist, ich mir anschließend aus Frust Literweise Wodka
    reingekippt habe und dann im Volltrunkenden Kopf im selbstgebuddelten Pool abgesoffen bin U+1F604
    Nein ... Spaß beiseite, ich bin noch da und lauf so schnell auch nicht weg - keine Sorge U+1F609



    Zitat

    Scheinbar wirds hier zum Monolog, oder meinem persönlichem Blog :)


    Mmmh ... da schießt mir doch gleich wieder so ne Idee / Gedanken durch den Kopf U+1F607
    Es gibt für diverse Forensoftwares auch eine Blog-Extension welche im Profil der jeweiligen Forenmitglieder eine Art "Mini-Blog" zur Verfügung stellt. Ob es aber eine solche Extension auch für dieses Forensystem gibt, kann ich nicht sagen. Aber das wäre u.a. sicher eine Überlegung wert. Denn ich denke, dass sich damit sicher auch das ein oder andere gut in ein solchen Mini-Blog unterbringen lassen würde. Immerhin sind wir nicht die einzigen Belarus-Auswanderer. Kurz dazu erwähnt dachte ich immer ich wohne hier auf dem Lande alleine als Deutscher, aber ... Fehlanzeige! Denn nur 2km weiter hat es einen weiteren Deutschen Renter verschlagen mit dem man mittlerweile auch schon guten Kontakt hat. So siehst, dass ich nicht der alleinige Hinterwäldler bin U+1F61B U+1F609



    @domspatz69
    Zuerst einmal "Willkommen im Forum" und unserer stets freundlich, gemütlichen und Gesprächsreichen Runde U+1F60E


    Zitat

    Die Texte hat aber kein Deutscher geschrieben, sondern ein Weißrusse mit guter Sprachkenntnis.


    *hust* ... Also wenn Du jetzt die Texte von MrRossi und/oder meine Wenigkeit meinst, dann liegst Du mit Deiner Aussage aber gewaltig auf dem Holzweg! Denn MrRossi und meine Wenigkeit sind gebürtige Deutsche die lediglich nach Belarus ausgewandert sind. Die von Dir genannten Sprachkenntnisse beruhen sich somit viel mehr auf die Belarussische/Russische Sprachkenntnisse als die der Deutschen Sprachkenntnisse die, wie sollte es als Deutscher auch anders sein, ohnehin vorhanden ist U+1F609



    Zitat

    Dass Heiraten easy ist, halte ich für ein Gerücht. Überall, nicht nur in Deutschland, braucht man Dokumente, überall zieht es sich .


    Dem kann ich Dir leider auch nur wiedersprechen. Dokumente, ganz gleich ob in Deutschland oder Belarus, wirst Du für eine Trauung immer benötigen (siehe dazu den ersten Beitrag in diesen Thema, in welchen ich alle Voraussetzungen und Tips dazu geschrieben habe). So viel Dokumente sind es nicht und wenn es um die "Heiratsurkunde" geht, dann gibt es auch eine Möglichkeit dieses zu umgehen (siehe ersten Beitrag) - das klappt sehr gut U+1F60A
    Falls Du aber Fragen dazu haben solltest oder Du Dir unsicher bist, so kannst Du diesbezüglich gerne ein Thema erstellen in welchen Dir dann sicher geholfen wird. Wenn Du davon kein Gebrauch machen möchtest, kannst Du mir aber auch gerne eine PN senden und ich werde Dir dann über das PN-System gerne mit Rat und Tat beiseite stehen U+1F609



    Zitat

    Dies mein Kommentar. Nicht beleidigt sein.


    Keine Sorge! Ein Forum ist dafür da, dass sich die Menschen dort mit Ihren Erfahrungen und Meinungen austauschen.
    Und solange sich ein jener an die Forenregeln und das Menschliche )sprich: freundlichkeit miteinander) hält, wird hier auch so schnell keiner beleidigt sein. Wenn dies dann doch mal vorkommen sollte, dann gibt es den "Melden"-Button mit welcher dann nicht angemessene Beiträge gemeldet werden können und unser MH oder meine Wenigkeit, dann entsprechend eingreifen und/oder Maßnahmen erziehen werden U+1F60E

  • sondern ein Weißrusse mit guter Sprachkenntnis.


    Du bist der Erste dem das aufgefallen ist.
    Woran hast Du das gemerkt?
    Eigentlich vertausche ich nur noch selten die Pronomen.
    Aber ich weiß, manchmal rutscht mir auch der russische Satzaufbau ins Deutsche hinüber.
    *respekt*




    Zitat von "Andreas"

    Denn nur 2km weiter hat es einen weiteren Deutschen Renter verschlagen mit dem man mittlerweile auch schon guten Kontakt hat.


    Oha, wie hast Du ihn denn gefunden? Beim Ovir?
    Und kennt man ihn aus der "Online-Szene"?
    Tja, dann fürchte ich ja, das es um Deine Fortschritte in Russisch bald wieder vorbei sein wird, wenn Du nun jeden Tag wieder Deutsch sprichst ;)



    Zitat von "Andreas"

    Es gibt für diverse Forensoftwares auch eine Blog-Extension


    Naja, nur war das nicht meine Intention hier einen Privatblog zu schreiben.
    Wird auf Dauer ziemlich langweilig...



    Gruß

  • @MH

    Zitat

    Technisch ist der Userblog mit nur ein paar Klicks umsetzbar... aber ob es sich lohnt...? U+1F609


    Ja, da hast Du natürlich recht, dass sich ein solcher Userblog nicht unbedingt rentieren würde.
    Andererseits denke ich da aber auch an den ein oder anderen Belarus-Auswanderer(in), welche in einen solchen Userblog seine Erfahrungen, Informationen, etc. unterbringen kann. Dabei denke ich u.a. auch an unseren MrRossi, der in einen solchen dann Themenbasiert seine Erfahrungen in Bezug auf die Selbstständigkeit in Belarus oder den "Traum vom Haus(bau/renovierung)" nieder schreiben kann. Andere wie Harald.Wirtz.Düsseldorf könnte seine Fotos samt Beschreibungen verfassen und/oder auch meine Wenigkeit z.B. die Fortschritt am Großprojekt "Garten-Schwimmteich" - um diese Worte dem MrRossi mal vorweg zu nehmen U+1F609 U+1F604
    Sicherlich wird/würde nicht jedes Forenmitglied von einen solchen Userblog gebrauch nehmen, weshalb ich Deine Worte natürlich verstehen kan und diesen Gedankenflitzer (der mir ja immer mal wieder zu diversen Themen durch den Kopf braust) mal einfach im Raum stehen lasse. Vielleicht äußert sich ja noch ein anderer/eine andere dazu, was er/sie davon hält oder halten würde U+1F609

  • Der ganz normale Banken-, Einnahmen-, Devisen-, Dokumentationswahnsinn in Belarus:


    Heute gerade wieder erlebt.
    Zur Vorabinformation:
    - Ich, gemeldeter Einzelunternehmer
    - Bank, Businesskonto Rubel & Euro
    - bekomme Valuta (Euro) aus Deutschland als Verdienst.


    Geld wird per Swift auf ein spezielles Transitkonto überwiesen.
    Das muß aber erst durch die Bank freigegeben werden, und das geht wie folgt:


    Original Rechnung einscannen, im Bankenportal als Dokumententyp Nr. 157 hochladen, mit Kurzbeschreibung was & wofür.
    Danach Dokumententyp Nr. 155 ausfüllen (nochmal was, wieviel, wofür, von wem), hochladen.
    Beide Dokumente digital (USB-Stick) signieren - danach "offiziell" an die Bank versenden.
    Warten... warten auf Bestätigung.


    Ok. 5-30 Minuten später, weiter:
    Valutaregistrierung, Dokumententyp Nr. 217 ausfüllen. Dort Zwangsumtausch in Prozent angeben.
    System schlägt 30% vor, aber seit 1.9. gelten eigentlich 20%... Telefonische Rückfrage bei der Bank, Ergebnis: Ja 20% bitte manuell ändern.
    Ok, Dokument geändert, hochladen, signieren, versenden.


    Weiteres Dokument, Typ Nr. 18:
    Dort wird angegeben, das die 20% eben vom Transitkonto auf mein Rubelkonto überweisen werden soll.
    Nr. 18 verweist dabei auf laufende Nr. von Dokument 217.
    Hochladen, signieren, versenden.


    Ein weiteres Dokument Nr. 18, um den Rest (also die 80%) auf mein normales Eurokonto zu überweisen.
    Hochladen, signieren, versenden.


    5 Minuten später:
    Das erstere Dokument Nr. 18 wird von der Bank abgelehnt...
    Telefonische Nachfrage warum, Antwort: Ja die Euro-Summe der 20% unterschreitet eine bestimmte Grenze.
    Dafür ist dann ein Dokument Nr. 62 zuständig..., das muss so und so ausgefüllt werden...
    Umtauschkurs bestimmt die Bank.


    Ok, Dokument Nr. 62 so und so ausgefüllt.
    Hochladen, signieren, versenden.


    5 Minuten später:
    Das Dokument Nr. 62 wird von der Bank abgelehnt...
    Telefonische Nachfrage warum, Antwort: Tippfehler im Verwendungstext...
    Dazu muss man wissen, das viele Zusatzinformationen, Kontonummern, Vertragsnummern, Dekretnr. und keine Ahnung was noch, dort manuell eingetragen werden muss.


    Ok, Dokument Nr 62 korrigiert.
    Hochladen, signieren, versenden.


    30Minuten später: Alles ok.
    Resultat nun: Transitkonto ist leer, Eurokonto hat die 80%, Rubelkonto hat die 20% Zwangsumtausch.


    Weiter gehts:
    Neues Dokument Nr 62 ausgefüllt, um meine nun legalisierten Euros z.T. auf mein Rubelkonto zu transferieren.
    Dazu nötig: Anruf bei der Bank für den aktuellen Kurs. Der ist unterschiedlich zu dem Kurs davor und ermittelt sich aus der eigentlichen Summe und der gerade stattfindenen Devisen-Auktion.
    Kurs wird genannt, In Dokument Nr. 62 eintragen.
    Hochladen, signieren, versenden. (Ist zeitnah zu machen, da der Kurs sich ja ändern kann...)


    30Minuten warten, alles ok.


    Habe jetzt meinen Verdienst komplett auf mein Geschäfts-Rubelkonto.


    Da brauche ich es aber nicht, sondern es muss zur freien Verwendung auf mein privates Rubelkonto.


    Also, neues Dokument, Nr. 09:
    Ausfüllen, Summe eintragen, Ziel ausfüllen, aber: Nicht einfach KontoNr. ala IBAN oder so.
    Nein, im Verwendungstext muss die Kontonr eingetragen werden, für wen und warum (Hier Bezahlung für September für mich selbst...)


    Hochladen, signieren, versenden.
    10Minuten später: Alles ok.


    Und bin dann gleich um 2% ärmer...
    Für Dokument Nr. 9 nimmt sich die Bank 2% Provision...


    2Stunden später ist das Geld dann endlich auf meinem privaten Rubelkonto,
    und darf nun nach belieben ausgegeben werden.


    ---


    Für das alles ging heute mal wieder der ganze Vormittag drauf.
    Da kann ich froh sein nur einmal im Monat Geld zu bekommen....

  • Belarusofil

    Zitat

    MrRossi, das "Haus, das Verrückte macht" (aus: "Asterix erobert Rom", 1976) gibt's also wirklich ;-) Klingt wirklich nach dem Ergattern jenes "Passierschein A38"!!


    Das könnte man, bei den ganzen Formalitäten, wirklich so oder besser gesagt "genau so" sehen wie Du schon mit dem 100%ig zutreffendet Video angedeutet hast. Dazu auch noch mal das Video für diejenigen die es noch nicht kennen ...
    3L8aFkOXjb8



    @MrRossi

    Zitat

    Der ganz normale Banken-, Einnahmen-, Devisen-, Dokumentationswahnsinn in Belarus:


    Mal abgesehen, dass es gleichen Formalitätenwahn bei der eigentlichen Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung gibt, ist dieses nun wirklich ein wahres "hin und her" und somit wie Belarusofil schon sagte wie bei Asterix und Obelix ... zum verrückt werden. Aber auch gut und schön zu hören, dass es letztlich, ebenfalls wie bei Asterix und Obelix, dann doch noch geklappt hat U+1F609
    Im übrigen hat auch das Unternehmen wo ich als Manager arbeite in etwa gleiche Formalitätenwahnsinn zu überwinden, wenn diese etwas ins Ausland nach Deutschland exportieren wollen und das nicht nur ein mal - sondern jedes mal wenn ein LKW den Weg nach Deutschland aufnimmt. Da müssen unter anderen auch jedes mal Dokumente wie u.a.: "Export-Lizenz" , "TARIC Nummer für den Zoll" , "Vertrag vom Abnehmer" , "Laborberichte bzgl. der Radioaktivität" , etc. etc. besorgt und ausgefüllt werden. Mal abgesehen davon, dass dieses dann zumeist auch immer Zeitgleich geschehen muss, denn jegliche Verzögerung könnte zu einer späteren Auslieferung kommen und damit eine "Vertragsstrafe von sich ziehen würde.

  • Und wie die Zeit vergeht...
    Seit über einem Jahr habe ich nun die Aufenthaltsgenehmigung und vor über einem Jahr mich aus D abgemeldet.
    Gibts irgendwas zu bereuen? Nein, ganz sicher nicht.
    Würde ich es nochmal machen? Ja, ganz bestimmt.


    Nach dem anfänglichen Behördenstreß läuft nun alles ganz normal, und ohne weitere Probleme.
    Arbeiten, Geld verdienen, sich um die Familie kümmern.
    Nebenbei Arbeiten am Haus, an den Autos... und was sonst noch so anfällt.


    Habe eigentlich immer gut zu tun.


    Ärger mit Behörden oder Finanzamt gibt es gar nicht - eher im Gegenteil.
    Die für mich und meine Frau zuständige Finanzbeamtin ist zwar nicht die liebenswerteste und etwas "ruppig", aber man kann sie immer anrufen, immer fragen, und sie hilft immer sofort oder lädt bei Problemen zu einer "Konsultation" zu sich ein.
    Kaffee und Kuchen gibts zwar dann nicht von ihr :)
    Aber Hilfe bei der Steuererklärung und wenn man was falsch gemacht hat, ruft sie einen selbst an, und muss auch keine (Steuer)-Strafe befürchten.


    Insgesamt muss ich sagen, alles noch sehr viel problemloser als es schon beim Finanzamt meines Ex-Kaffes in der Oberpfalz war.


    Nur eines vermisse ich jetzt doch noch stärker als zuvor:
    Ein saftiges leckeres Steak, medium mit Pfefferkruste und gebratenen Zwiebeln...
    Oder mal einen Gyros oder gebratene Nudeln vom Asiaten.


    Nun, hole ich nächste Woche mal nach.
    Geht für ein langes WE mal kurz mit Belavia nach Berlin. :)


    Grüße
    aus Mogilev

  • Und ein kleines Versicherungstechnisches Update:
    Meine deutsche Risiko-LV und sogar meine Unfall-/Berufunfähigkeitsversicherung darf ich auch mit Wohnsitz Belarus behalten


    Und auch hier ein ZwischenUpdate:
    Meine RisikoLV ist inzwischen abgelaufen.
    Also wollte ich eine neue abschließen.
    Keine Chance... Bei den üblichen Versicherungen nur möglich mit Wohnsitz in Deutschland.
    Über Versicherungsmakler hätte ich vielleicht eine abschließen können, wäre der Wohnsitz zumindest innerhalb der EU.


    Also stehe ich jetzt im Moment ohne RisikoLV da.
    Eine Weißrussische gibt es meines Wissens nicht, Russische habe ich zumindest mal drüber gelesen, aber ob die mich wiederum als Versicherungsnehmer akzeptieren, müssen wir erst noch in Erfahrung bringen.


    Da meine Unfallversicherung im Todesfall auch schon etwas zahlt, haben wir aber noch etwas Zeit uns darum zu kümmern.
    Bald steht ja wieder die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung an.
    Ende des Jahres sind die 2 Jahre um... wie die Zeit vergeht.


    Grüße
    aus Mogilev


    PS:
    Letztens haben wir Asia-Nudeln hier entdeckt, also gleich mal bestellt und kommen lassen.
    Das was kam, sah dann so aus:


    Lecker schaut anders aus...

  • Da nun meine jetzige 2-jährige Aufenthaltsgenehmigung zum Ende des Jahres abläuft, letzte Woche wieder beim OVIR gewesen.
    Die neue - diesmal 5-Jährige - beantragt.
    4 neue Passfotos, Fotokopie meiner Einzelunternehmer-Bescheinigung und Fotokopie der Heiratsurkunde.
    Zwei Unterschriften und ein paar Rubel bezahlt (zuvor schon Online) - fertig.
    Ganze 2 Minuten im Zimmer gewesen - macht sich doch ganz praktisch, wenn die OVIR-Beamtin MakeUp-Kundin bei meiner Frau ist ;)


    Anfang Dezember soll die Aufenthaltsgenehmigung dann fertig sein.

  • Vielen Dank für das Angebot.
    Aber im Moment läuft alles bestens.


    Nur die MaggiFix-Saucen sind alle - bräuchte wieder neuen Nachschub aus D (huhu Admin *wink* ) :)


    Bin aber nächsten Monat eh' wieder kurz in Frankfurt und werde dann wohl einkaufen, was in den Koffer passt :)


    Gruß

  • Hallo zusammen.
    Wir ziehen es auch in Erwägung nach Weißrussland auszuwandern.
    Wir sind eine vierköpfige Familie Mitte dreißig.
    Vor 24 Jahren wanderten wir schon mal aus, von Kasachstan nach Deutschland als Aussiedler, drum beherrschen wir, samt Kinder, die russische Sprache in Wort und Schrift.
    Finanz mässig schaut es bei uns auch gut aus, so dass wir uns ein Haus kaufen und ein Unternehmen eröffnen können.
    Wir sind hier in einer Gastronomie seit ca. 15 Jahren selbstständig, daher ist Erfahrungen vorhanden.
    Nun schlagen wir uns schon seit zwei Jahren mit diesem Thema herum und kommen nicht weiter, weil wir keine Erfahrungen von anderen Auswanderer gelesen haben. Steht irgendwie nicht viel im Internet über das Auswandern nach Weißrussland drin, bis ich auf diese Website gestoßen bin.
    Würde mich sehr freuen mehr von Euch zu erfahren, wie es so ist in Weißrussland?
    Liebe Grüße Nina

  • Hallo Nina!



    Wir ziehen es auch in Erwägung nach Weißrussland auszuwandern.
    ...
    wie es so ist in Weißrussland?


    Also ich finds prima hier :)
    Und jeden Tag etwas besser...


    Die Frage ist, warum ihr gerade nach Weißrussland wollt, und nicht z.B. nach Russland oder zurück nach Kasachstan.
    Habt ihr eine bestimmte Beziehung zu diesem Land, oder einfach nur "weil's näher ist" :)


    Wie oft und wie lange wart Ihr denn schonmal hier, um euch ein Bild von Belarus (und seiner Entwicklung der letzten 10-15 Jahren) zu machen.


    Habt Ihr Euch auch schon überlegt, wo in Belarus Ihr Euch niederlassen wollt?
    Eher Minsk (mehr Möglichkeiten in eigentlich allen Bereichen, aber auch alles teurer) oder eher Provinzstadt (wie z.B. Mogilev).
    Brest/Grodno - weil näher zu Polen? Oder Vitebsk/Mogilev - näher zu Moskau, oder Gomel, um mal öfter nach Kiev zum Shoppen zu fahren?


    Oder einfach nur aufs Land - dann sehe ich aber im Bereich Gastronomie dort etwas schwarz...


    Erzähl' doch mal etwas über Eure Motivation, und stelle vielleicht gezielte Fragen.


    So kann ich halt nur für mich und meine Familie sprechen: Uns gehts gut und haben es nicht bereut :)


    Gruß
    Michael

  • Hallo MichaelU+1F60A U+1F60A
    Wieso gerade Weißrussland, ja weil dort die Kriminalitätsrate viel niedriger ist als in Kasachstan oder Russland, obwohl ich Kasachstan sehr liebe und wir dort oft sind. Wir selbst waren leider noch nicht dort aber, ein Onkel von einem Freund meines Mannes lebt in Weißrussland und er ist auch begeistert. Wir fliegen nächsten Sommer nach Minsk und machen uns ein eigenes Bild:-) und wenn es uns so sehr gefällt wie wir es uns vorgestellt haben, dann würden wir den Ball ins Rollen bringen.
    Wenn, dann würden wir uns wahrscheinlich für Minsk entscheiden, bzw Umgebung, wo wir uns ein Haus kaufen können.


    Wie läuft es ab wegen der Staatsangehörigkeit? Wir alle haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Welches Visum müssten wir beantragen? Ein Arbeitsvisum?


    LG Nina