Info: Auswandern & Migration in Belarus

There are 97 replies in this Thread. The last Post () by Belarus.Andreas.

  • OliverD

    Wenn sich der Wohnsitz außerhalb der EU befindet und nach Ende der Versicherungspflicht in Deutschland bereits 2 Jahre vergangen sind, können etwaige Rentenbeiträge ausgezahlt werden. Wird jedoch eine andere Staatsangehörigkeit angenommen, so kann die Beitrags-Erstattung u.U. ausgeschlossen werden. Siehe dazu auch den Hinweis unter Punkt 4 im vorherigen Beitrag.Sollte jedoch eine Rente monatlich ins Ausland überwiesen werden, so gehen die Überweisungskosten zu Lasten des Empfängers. Außerdem ist für all diejenigen, die außerhalb der EU leben, einmal im Jahr eine so genannte Lebensbescheinigung notwendig, mit welcher nachgewiesen wird, dass der Empfänger überhaupt noch am leben ist.


    Gruss,
    Andreas

  • Vielen Dank, Andreas !


    Darf ich fragen, wie diesbezüglich deine Strategie aussieht ? Lässt du dir deine Rente mit 67 (vorausgesetzt, dass alles so bleibt wie es jetzt ist) nach Belarus zahlen ? Ich gehe mal stark davon aus, dass auch du in Deutschland so einiges eingezahlt hast.


    Meine Gedanken sind folgende:


    1. Ich könnte mir die eingezahlten Beträge auszahlen lassen und könnte damit locker eine Existenz (Eisdiele, Lokal, Immobilie als Kapitalanlage, was auch immer) davon anschaffen und damit schon vor dem Renteneintritt ein Einkommen generieren. Muss dann halt auch im Alter funktionieren.


    2. Oder ich lebe bis zur Rente eben von anderen Dingen (was kein Problem ist) und erhalte dann mit 67 eine Rentenzahlung aus Deutschland, die höher ist als das derzeitige Durchschnittseinkommen (derzeit ca. 425 Euro) in Belarus. Wobei die meisten meiner Freunde in Belarus weniger als 425 Euro verdienen, aber das ist ja immer so eine Sache mit dem Durchschnitt.


    Eine eigene Immobilie, in der ich dann ziemlich kostenfrei lebe, wäre in beiden Fällen gegeben.


    Viele Grüße

    Oliver

  • OliverD

    persönlich würde ich das nicht als Strategie, sondern eher so bezeichnen was es letztlich auch eigentlich ist - eine Altersversorgung. Und diese ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, so dass man eines gleichen nicht pauschalisieren kann. Als Beispiel: Lebt jemand die ganze Zeit bis zum Renteneintritt in Deutschland und zahlt entsprechend Rentenbeiträge, wandert dann mit Eintritt des Rentenalters aus und lässt sich diese dann von Deutschland ins Ausland überweisen, so ist dies etwas völlig anderes, als jemand der zwar eine gewisse Zeit Rentenbeiträge in Deutschland eingezahlt hat, jedoch viel früher ausgewandert ist und somit nur ein Bruchteil der Rente bekommen würde. Unterschiede gibt es aber auch abseits dessen noch in mehreren Hinsichten, wie u.a.

    • Auswanderung in ein EU-Staat oder nicht EU-Staat?
      Wäre es ein EU-Staat, so würde die Rente auch weiterhin so bezahlt werden wie diese einen zustehen würde. Wandert jemand aber in ein nicht EU-Staat aus und möchte seine Rente beziehen, so kann dies, abseits der zur Last fallenden Überweisungskosten, zu Kürzungen bis hin zum Wegfall der Rentenzahlungen führen (siehe folgenden Punkt).
    • Im Ausland weiterhin als Deutscher mit Aufenthaltsgenehmigung - oder - Staatsangehörigkeit des entsprechenden Landes?
      Deutsche Staatsbürger haben natürlich ein Anspruch auf die Rentenzahlung. Allerdings kann es (wie o.g.) zu Lasten oder Kürzungen kommen. Nimmt ein Auswanderer jedoch eine andere Staatsbürgerschaft an, so bestehen keinerlei Ansprüche mehr gegenüber den vorherigen Heimatland (auch die Rentenzahlung!). Mit einer Aufenthaltsgenehmigung wäre ein jener zwar noch deutscher Staatsbürger, allerdings stuft die Rentenkasse ein jemanden der länger als 6 Monate im Ausland lebt als sozusagen abwesend ein, welches ebenfalls zu Kürzungen führen kann.
    • Wo Rente beziehen?
      Wenn jemand als Beispiel bis zum halben Rentenalter in die deutsche Rentenkasse eingezahlt hat, dann auswandert und im entsprechenden Zielland dann eine Berufliche Tätigkeit nach geht, mit welcher diese(r) auch dort in die Rentenkasse einzahlt, so könne die Rente von beiden Staaten (unter jeweils deren Steuerlichen Abzügen, etc.) bezogen werden. Dies entfällt natürlich in dem Falle, wenn jemand erst mit den Rentenalter auswandert - oder - rein gar nicht in Deutschland eingezahlt hat und seit eh und je im Ausland lebt. Kurzum: Wer nichts einzahlt der wird auch nichts bekommen. Zwar gibt es auch in Belarus eine Mindestrente, aber als Auswanderer mit Aufenthaltsgenehmigung wird es diese nicht gegen! Nimmt man jedoch die Staatsbürgerschaft an, wendet sich das Blatt. Allerdings auch mehr schlecht als Recht, denn die Mindestrente sind bei Leibe nicht sonderlich viel.

    Im Bezug auf Deine Beruflichen Ideen, klingt das alles so weit sehr gut. Problematisch wird es nur, dass ein Auswanderer so ohne weiteres hier in Belarus gar nicht arbeiten darf. Es sei denn es besteht eine Arbeitsberechtigung (z.B. mittels Visum oder beim ständigen Wohnsitz) oder eben mit einer Aufenthaltsgenehmigung mit welcher ein jener offiziell arbeiten oder gar eine Firma gründen kann/dürfte. Dein weiterer Gedanke im Immobiliengeschäft einzusteigen, würde sich in diesem Moment besser klingen, aber auch das eher mehr schlecht als recht. Denn als Auswanderer (Ausländer) kannst Du Dir zwar Dein Eigenheim kaufen um darin entweder Urlaubsweise- oder aber konstant leben, aber und das ist der springende Punkt, gibt es ein Belarussische Gesetzgebung welches Ausländern nicht ermöglicht mehr als xyz an Grund- & Land zu erwerben. Die genaue Anzahl war mir hierzu mal bekannt, doch derweil auch im Kopf verschollen, so dass ich diesbezüglich ein guten Freund einer nicht genannten belarussischen Behörde zu Rate ziehen müsste. Aufgrund dessen, dass ohnehin ein Arbeitsverbot für all diejenigen die mit einen ständigen Wohnsitz oder Visum in Belarus leben oder aufhalten, wäre es ohnehin nicht möglich Gewerbliche Vermietungen durchzuführen. Wie dieses bei privater Vermietung aussieht, ist mir derweil unbekannt (kann aber nachgefragt werden). Da dies aber Einkommen sind, wage ich stark zu bezweifeln, dass dies ohne eine Aufenthaltserlaubnis oder einer Staatsbürgerschaft so ohne weiteres möglich ist. Es sei denn, dass dies von der Lebensgefährtin oder Ehefrau übernommen wird. Dann wäre all dies von seiten eines Einheimischen und somit ohne Probleme möglich.


    Für ggfls. weitere (eher private Fragen) sende ich Dir hier eine PN zu, da solches nichts in einen offiziellen Forum zu suchen hat. Danke für Dein Verständnis. Alles andere kann natürlich hier weiterhin diskutiert werden - oder - wie bereits angedeutet in einen der bald kommenden weiteren Ratgeber nachgelesen werden ;)


    Gruss,
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    Ich bin ein Österreicher und wollte mich schon im Herbst lezten Jahres hier registrieren lassen.

    Grund: Auswandern nach Belarus, weil es mir und meiner Frau (russische Staatsbürgerin) wegen den überzogenen Corona-Maßnahmen in Österreich

    nicht mehr gefällt und wir gehört haben, dass Belarus da nicht mitspielt. Doch dann kam hier plötzlich die Info, dass in Belarus eine Maskenpflicht, sogar

    im Freien, eingeführt wurde - diese Nachricht kontrastierte aber zu einem Billy Six - Video, wo er aus Minsk berichtet - wo junge Leute ganz normal in

    Diskotheken fortgehen und Spaß haben. Wir haben daher entschlossen, mal abzuwarten und auch zu sehen, wie es bei uns so weitergeht mit Corona.

    Jetzt ist ein halbes Jahr ins Land gegangen - und bei uns in Österreich sind eine Unmenge von Kontrollmaßnahmen dazugekommen - auch die Einführung

    eines grünen Paßes steht bevor (Freiheiten nur wenn man geimpft ist).

    Daher meine erste Frage: welchen Corona-Einschränkungen gibt es eigentlich wirklich in Weißrussland? Finden Konzerte statt? Besuch dieser nur

    mit Maske?, Gibt es die Maskenpflicht im Freien? bzw. wo gibt es sie? Wird es streng kontrolliert? Gibt es Abstandsregeln? Gibt es Fernunterrricht in den Schulen?

    Gibt es Lockdowns?

    Und dann meine zweite Frage: Wäre es für meine Frau mit russischer Staatsbürgerschaft einfacher in Weißrussland eine Wohnung zu kaufen, gibt es hier

    Sonderregeln aufgrund des Unionsstaates zwischen Rußland und Weißrussland (auch wenn der nicht sehr mit Leben erfüllt ist).


    Das wärs dann erst mal. Vielen Dank im voraus für Deine Mühe.


    lg - Der Baer

  • Hallo Der Baer

    zuerst einmal willkommen bei uns und unserer stets unterhaltsamen Runde ;)


    Kommen wir zu Deinen Fragen...

    • Corona-Maßnahmen:
      In Belarus gibt es keine Ausgangsbeschränkungen oder andere Einschränkungen, wie man diese z.B. aus Deutschland oder anderen Ländern kennt. Auch eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit besteht nicht. Anders sieht es hingegen in Öffentlichen Einrichtungen (z.B. Ämter), Behörden (z.B. Miliz), Banken oder Geschäften aus, wo eine Maskenpflicht besteht. Ansonsten besteht in Belarus aber weder auf einen Konzert, in der Diskothek oder in der Öffentlichkeit eine Maskenpflicht.
    • Immobilienerwerb:
      Um eine Wohnung / Haus in Belarus zu erwerben bedarf es lediglich den eigenen Pass / Reisepass (ggfls. bei Ausländern eine Übersetzung mit Beglaubigung). Siehe dazu auch in unseren Ratgeber: Immobilienerwerb. Sonderregelungen sind mir in so weit nicht bekannt. Im kurzen: Wohnung / Haus suchen, Verhandlung(en) führen, Verkaufsvertrag schließen, erwerben und Besiter(in) sein.

    Sollten diesbezgl. noch Fragen offen sein, so gerne hier im Forum oder auch per PN an mich.


    Gruss,
    Andreas

  • Das mit dem Eigentum an Grund, Boden und damit Haus kenne ich anders. Der Erwerb war und ist für Ausländer nicht möglich.

    Wir hatten das mal mit einem Grundstück und Häuschen für unseren Jungen durch.

    Hat sich das geändert, dass würde mich wundern! Aber worüber sollte man sich heute hier noch wundern?

  • Mosyr

    Da muss ich Dir leider widersprechen!

    Der Erwerb von Eigentum ist in der Tat für Ausländer ohne Probleme möglich. Dies kann ich nach nun mittlerweile vier erworbenen Häusern mit Grundstück in meinen vergangenen Jahren hier in Belarus bestätigen. Einzig allein sind dafür, wie u.a. auch im Ratgeber zum Immobilienerwerb geschrieben steht, der übersetzte Reisepass, ggfls. ein Dolmetscher von Nöten (insofern man selbst der russ. Sprache nicht mächtig ist) und natürlich die entsprechenden finanziellen Mittel ;)


    Gruss,
    Andreas

  • Voraussetzung für den Erwerb einer Immobilie bzw. der langjährigen Nutzungsrechte für nichtrussische Ausländer in Weißrussland ist eine Aufenthaltsgenehmigung. Auch als Miteigentümer einer lokal operierenden Firma – in der Regel also eines Joint Venture, kann man indirekt Besitzer einer Immobilie in Weißrussland werden. Wichtig ist hier die Weißrussische Mehrheitsbeteiligung des Unternehmens – reine Tochterunternehmen ausländischer Unternehmen mit Sitz in Weißrussland spielen auf dem Immobilienmarkt immer nur als Mieter und nie als Käufer mit. Eigentümer würde aber in diesem Fall die Firma – nicht die Privatperson.

    © by ferienwohnung-netz.de. Bitte mit einem Link auf die Quelle verweisen: https://www.ferienwohnung-netz…enkauf-weissrussland.html



    Da ich keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder Staatsbürgerschaft habe wird es wohl doch nichts mit kaufen auf meinen Namen!! Das wird der Unterschied sein.






  • Mosyr

    Voraussetzung für den Erwerb einer Immobilie bzw. der langjährigen Nutzungsrechte für nichtrussische Ausländer in Weißrussland ist eine Aufenthaltsgenehmigung.

    Dem muss ich leider ebenso widersprechend und sagen, dass dies absolut nicht korrekt ist!


    Seit dem ich mich von meiner Ex-Frau scheiden lassen habe, habe ich auch keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. Denn insofern eine Aufenthaltsgenehmigung nicht durch andere Gründe (wie im ersten Beitrag genannt wurde) als eine Ehe erhalten wurde, würde diese bei einer Scheidung auch anuliert werden. Dennoch und das ist der springende Punkt, konnte ich vor meiner Eheschließung, als Ausländer ohne Aufenthaltsgenehmigung, ein Haus und Grund ohne Probleme erwerben. Des gleichen auch nach der Scheidung in welchen derweil zwei weitere Häuser mit Grundstück erworben wurden. Voraussetzungen sind lediglich der Reisepass mit Übersetzung und ggfls. ein Dolmetscher insofern jemand nicht der russ. Sprache mächtig ist. Im übrigen ist dafür auch kein spezielles Visum notwendig, so dass ein jener mit ein Touristenvisum einreisen, mittels seinen in Belarus übersetzten Reisepass und insofern notwendig einen Dolmetscher ein Haus samt Grundstück erwerben kann. Da ich persönlich eines gleichen im letzten Jahr letztmalig durch habe, kann ich damit garantieren, dass dies wie auch im Ratgeber zum Immobilienerwerb geschrieben wurde, vollkommen der Richtigkeit entspricht! Nachweise dafür liegen schwarz auf weiß auf der Hand und zudem würde ich andernfalls nun auch nicht hier im neuen Haus am See wohnen (können) ;)


    Entsprechend dem wird es auch Dir möglich sein eine Immobilie auf Deinen Namen zu erwerben und dies auch ohne Staatsbürgerschaft oder einer Aufenthaltsgenehmigung. Sollten dazu noch Nachfragen bestehen, so stehe ich dazu gerne hier im Forum, per PN oder auch nach Absprache telefonisch (u.a. WhatsApp, Viber, Skype, etc.) gerne zur Verfügung.


    Gruss,
    Andreas

  • Das Thema interessiert mich aus anderen Gründen. Ich habe es schon öfters gesagt/geschrieben, ich bin sehr gern in BY, fühle mich da auch zufrieden uns sicher, aber Auswandern .........

    Verstehe ich das richtig, Du bist geschieden, lebst aber immer noch in BY mit Hauptwohnsitz?

  • Mosyr

    Ob jemand nach Belarus auswandern möchte, lassen wir einmal dahin gestellt. Denn einer möchte es aus x-beliebigen Gründen und andere wieder nicht. Aber das sollte ein jener für sich entscheiden. Ansonsten hast Du das aber schon richtig verstanden, dass ich nach meiner Trennung mit meiner Ex-Frau, noch immer in Belarus mit einen festen Wohnsitz lebe und das sogar glücklich und zufrieden ;)


    Gruss,
    Andreas

  • Hallo an Andreas und alle alle anderen Mitglieder von einem Neu-Mitglied!

    Ich habe in Minsk eine neue Liebe gefunden und bin jetzt schon zum sechsten Mal über die Visa-freie Einreise über den Flughafen Minsk hier. Ich konnte ein Bankkonto eröffnen (bei der PRIORBANK) und eine Wohnung kaufen. Alles sehr spannend aber letzen Endes kein großes Problem. Wenn jemand Interesse an den Einzelheiten hat, kann ich meine Erfahrung gerne mal hier teilen.

    Heute wollte ich allerdings als stolzer Immobilenbesitzer eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung beantragen und bin damit gescheitert. Man hat mir gesagt, dazu bräuchte ich ein Visum. Ich müsse wieder nach Deutschland ausreisen, ein Visum beantragen, mit dem Visum wieder einreisen, und dann könne ich die Aufenthaltsgenehmigung beantragen.

    Kann das wirklich sein? Hat damit jemand Erfahrung? Kann ich vielleicht ein Visum auch hier in Minsk beantragen, ggf. am Flughafen? Ich bin noch eine Woche hier und hätte eigentlich gerne alles in dieser Woche geregelt.

    Vielen Dank schon mal,

    Andreas

  • andi_s
    zuerst einmal willkommen bei uns und in unserer stets unterhaltsamen Runde und zudem Glückwunsch zum Eigentum ;)


    Abseits dessen, dass viele Einzelheiten in unseren Ratgeber zum Immobilienerwerb bereits genannt wurde, kannst Du natürlich auch Deine Erfahrung hier gerne berichten. Da dies jedoch nicht dieses Thema direkt betrifft, so würde ich Dich bitten dazu ein neues Thema zu erstellen. Bezüglich der vorläufigen Aufenthaltsgenehmigung, sowie aber auch der Aufenthaltsgenehmigung selbst, wird es in absehbarer Zeit noch ein weiteren Ratgeber auf Belarusinfo geben, in welchen Detaillierte Informationen zu diesen Thema aufgeführt werden. Doch nun zu Deinen Anliegen. Eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung wird, wie der Name schon sagt, nur vorläufig ausgestellt und das auch nur insofern die Absicht, Gründe und Voraussetzungen dazu bestehen eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen. Die dazu notwendigen Voraussetzungen wurden hier im ersten Beitrag dieses Themas bereits genannt. Ohne eines dieser Voraussetzungen um eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen zu können, wird es auch keine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung geben. Also entweder heiraten oder mal eben 150.000 € in ein Staatliches Unternehmen investieren. Ansonsten: Keine Chance! Nur durch ein Immobilienbesitz gibt es bereits seit Jahren keine Aufenthaltsgenehmigung mehr!


    Bezüglich den Visum ein anderes Beispiel vorab. Ein guter Freund von mir ist mit einer Belarussin verheiratet und kann auch hier in Belarus ein Jahresvisum beantragen. Da Du wiederum Visa-Frei eingereist bist und Dich somit ohne ein Visum in Belarus aufhältst, wird die Dir gegebene Information sicherlich seine Richtigkeit haben. Da Du nicht verheiratet bist, sehe ich da in diesem Fall eher schwarz, dass Dir hier ein Visum ausgestellt werden würde / könnte. Doch selbst wenn es möglich wäre, wäre Dein Zeitlimit sicherlich das nächste Manko. Zwar würde ich Dir gerne Hoffnung machen wollen, aber in diesem Fall sehe ich da keine andere Chance als wie Dir bereits vom OVIR mitgeteilt wurde - sprich: ausreisen, Visum beantragen und wieder einreisen. Aber und das sei auch noch einmal gesagt, dass Du selbst dann immer noch nicht die Erforderlichkeiten für eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung entsprechen würdest (wie bereits o.g.).


    Bei weiteren Fragen gerne hier im Forum, per PN oder aber nach Absprache telefonisch oder per Messenger.


    Gruss,
    Andreas

  • Hallo Andreas,

    also das würde mich jetzt doch sehr überraschen, wenn es nach dem Immobilienkauf nicht möglch wäre, eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Das haben wir der beamtin ja gestern erklärt und das war für sie in Ordnung. Sie hat uns auch ein Merkblatt mitgegeben, auf dem sie alle unterlagen markiert hat, die wir benötigen, inklusive Besitzurkunde der Immobilie. Das einzige, was gefehlt hat, war das Visum. Sogar den vorgeschriebenen Kartonumschlag für die Unterlagen hatte ich zufällig dabei. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ohne einen Kartonumschlag gibt es auch keine Aufenthaltsgenehmigung...

    Ich werde hier weiter berichten. Wenn sonst noch jemand kürzlich Erfahrungen mit der Beantragung einer vorübergehenden Aufenthaltsgenehigung gemacht hat, wäre das natürlich auch interessant.

    Viele Grüße,

    Andreas

  • andi_s

    Eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung dient lediglich dem Zwecke um den Antragsteller eine Zeit einzuräumen, in welcher alle Unterlagen und Behördengänge (siehe im ersten Beitrag) für die Beantragung einer Dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung zu ermöglichen. Eine Aufenthaltsgenehmigung wird jedoch nur ausgestellt, wenn eine Ehe besteht oder aber mindestens 150.000 € investiert wurde. Letzteres kann eine Investition in einer Staatlichen Organisation oder auch einer Immobilie sein, nur muss diese Gewinnertragend sein. Bedeutet, dass dadurch Einnahmen erzielt werden müssten, welches in Deinen Falle (als Wohnimmobilie) nicht der Fall wäre. Vor einigen Jahren gab es noch die Möglichkeit eine Aufenthaltsgenehmigung durch einfachen Immobilienerwerb zu erhalten. Dieses wurde aber schon vor Jahren abgeschafft, so dass nur noch die beiden o.g. Punkte (Ehe oder Investition) als Möglichkeit zum Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung übrig bleiben.


    Das Merkblatt ist letztlich nichts anderes als ein einfaches gedrucktes Blatt Papier, auf welchen alle Notwendigkeiten aufgeführt sind, welche zur Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung notwendig sind. Die darauf dokumentierten Dokumente zum Immobilienerwerb (Kaufvertrag, Technischen Pass und Dokumente zum Haus/Wohnung/Grundstück), sind jedoch Abhängig vom Grund zur Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung (Ehe oder Investition), jedoch kein Zuspruch zum Erhalt der Aufenthaltsgenehmigung. Denn eine Aufenthaltsgenehmigung durch einer Wohnimmobilie gibt es nicht!


    Richtig ist aber, dass ohne ein Visum keine Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung möglich ist. Eine Pflicht zu einem Kartonumschlag gab es zu meiner Zeit damals aber nicht. Jedoch kann eines gleichen auch von Region zu Region oder von Stadt zu Stadt abweichen, da auch hier die Behörden teils andere Erforderlichkeiten erwarten.


    Gruss,
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    melde mich wieder mal - danke für Deine Corona-Infos bezüglich Weißrussland.


    Ich würde mich eigentlich am liebsten selbst mal im Land umsehen und

    dazu muß ich mal einreisen, wofür ich ein Visum benötige.


    Daher die Frage: Soll ich mich diesbezüglich einfach an die Botschaft

    hier in Österreich wenden? Sind Einreisen (auf touristischer Ebene)

    überhaupt möglich, so wie vor Corona-Zeiten?

    Braucht man vorher irgendeinen negativen Corona-Test? oder wird das

    dann an der Grenze erledigt?

    Ich plane zur Zeit mal, im Sommer 1 bis 2 Wochen in Belarus zu verbringen,

    Einreise am liebsten ganz normal mit Auto über Polen - irgendwo bei Bialystok.

    Will evt. auch Immobilienmöglichkeiten vor Ort zu checken. Habe ein paar

    Online-Immobilienbörsen gecheckt, will aber lieber etwas direkt vor Ort

    aussuchen. Soll angeblich auch günstiger sein.


    Danke für Deine Unterstützung. Mein Auswanderprojekt ist in einer frühen

    Orientierungsphase - und ich möchte erstmals mich vor Ort selbst umsehen,

    wie man so lebt in Weißrussland in Corona-Zeiten.


    lg - Der Baer

  • Der Baer


    Bzgl. des Visums gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder direkt über die Botschaft oder über eine Visa-Agentur. Eine Einreise ist, insofern ein negativer PCR-Test vorweisbar ist und sich anschließend für 10 Tage in eine Selbstisolation (Quarantäne) begeben wird, natürlich möglich. Der PCR-Test kann jedoch nicht direkt an den jeweiligen Grenzkontrollstellen gemacht werden. Was den Immobilien anbelangt, so kann ich Dir unseren Ratgeber: Immobilienerwerb ans Herz legen in welchen u.a. auch Anbieter und weitere Informationen aufgeführt sind. Vor Ort günstiger ist dabei aber relativ, denn gleichermaßen ob nun eine Immobilie aus dem In- oder Ausland gefunden wurde, wird sich abseits des hin und her feilschen, nicht sonderlich am Preis etwas ändern. Ein guter Gedankenanstoß, welcher zugleich auch sehr Ratsam ist, ist allerdings sich das Land erst einmal mit allen drum und dran (Mensch, Kultur, Leben, Alltag, etc.) anzusehen, sich damit und auch der Sprache vertraut zu machen und zu guter letzt auch selbst abzusichern, bevor der Schritt der Auswanderung gegangen wird - und das unabhängig von Corona-Zeiten.


    Gruss,
    Andreas