Info: Auswandern & Migration in Belarus

Es gibt 119 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Belarus.Andreas.

  • Da sind ja nun ein paar (mehr) Fragen aufgekommen. Aber nun gut, packen wir's an und stellen alle zufrieden ... U+1F609



    @Scheka

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    habe paar fragen an die Leute wo nach belarus ausgewandert sind, glaub der belarus.Andreas ,und der Mr. Rossi, vielleicht fehlt noch jemand,?


    Soweit hast Du das schon richtig erkannt. Allerdings gibt es (auch wenn der ein oder andere nicht im Forum registriert ist) schon noch weitere die nach Belarus ausgewandert sind. Der gute MrRossi, der ebenso gute Mario und meine Wenigkeit sind da nur ein Bruchteil. Denn es gibt noch weitere. Jedoch werde ich, bezüglich Datenschutzes der jeweiligen Personen, auf direkte Namensnennungen, verzichten - ich denke das wirst Du verstehen. Dennoch kann ich Dir sagen, dass mir im gesamten (zumindest bisher) 4 Belarus-Auswanderer bekannt sind - aber es gibt sicher noch mehr U+1F609



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    Weswegen habt ihr euch dafür entschieden? Seid ihr wegen eurer Frau dorthin ausgewandert?


    Bei mir war der Hauptgrund, wie bei vielen anderen auch, die Frau. Da Sie selbst ein Sohn (15) und eine Tochter (9) hat, wäre es für die Kinder, aufgrund dessen das diese in deutschen Schulen eben auch in deutscher Sprache unterrichtet werden würden, aber die Kinder die deutsche Sprache bis Dato dafür nicht ausreichend beherrschten, kaum möglich. Demnach habe ich nach meiner 1. Reise nach Belarus meinen Entschluss getroffen alles "Hab und Gut" welches nicht in zwei Koffern passte in Deutschland verkauft und mich dann, nur 1 Monat später nach meiner 1. Reise, auf den Weg ins Abenteuer begeben - und das, um es mal dazu zu sagen, ohne jegliche Sprachkenntnisse (Meine Frau konnte kein Deutsch verstehen/sprechen und meine Wenigkeit konnte kein Russisch verstehen/sprechen. Der Grund für die Auswanderung war natürlich die Frau und die Kinder, aber es gab auch noch weitere Gründe, wobei die Frau und Kinder natürlich der Hauptgrund waren/sind, wie u.a.: die friedlich freundlichen Menschen und Gesellschaft, die Kultur, die wohl grenzenlose Natur und die ruhige und schöne Stille im Dorfe U+1F60A



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    Wo lebt ihr dort?


    Nach meiner Auswanderung habe ich (nicht nur auf Wunsch meiner Frau) ein Holzhaus im Dorf erwoben, da wir beide eher die Naturumliegende, ruhige und gesellige Dorflebensart bevorzugen als in einer EW in einer (Groß)Stadt. Wobei sich da Geschmäcker unterscheiden und jeder selber wissen was er/sie will. Selbst wohnen wir in einen ca. 9km entfernten Dorf im Stadtkreis Пружаны (Pruzhany). Nur etwa 1,5km entfernt von Аранчыцы (Arančycy) in welchen sich auch der Bahnhof mit direkter Zuganbindung nach Брест (Brest), Кобрын (Kobryn), Бяроза (Biaroza), Івацэвічы (Ivatsevichy), Баранавічы (Baranovichi), Минск (Minsk) aber auch weiter nach Витебск (Witebsk), Москва (Moskau) und sogar bis Novosibirsk und St. Petersburg und das sogar ohne irgendwo umsteigen zu müssen. Warum auf dem Dorf? Weil wir hier im Dorf alles haben was man zum Leben benötigt: Ein Laden nur 50m vom Haus entfernt, Kindergarten (1km); Schule (1,3km); Meldeamt, Bank, Laden (1km); Bahnhof und viele weitere Läden (1,5km); Badesee inmitten der Natur (1,7km) und die Stadt Пружаны (Pruzhany) nur 9km in welcher sich ebenfalls viele weitere Läden, Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Eislaufbahn, Kegelbahnen, Restaurants & Bars, Basare, Standesamt (wo wir auch geheiratet haben) & weitere Ämter und Behörden, sowie auch ein weiterer Badesee mit Bootsvermietung, u.v.m.



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    Wie lange schon?


    Ausgewandert Mitte 2013 - alles andere ist Rechungssache U+1F61B U+1F609



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    Gefällt es euch?


    Keine Frage ... U+1F60E



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    Seid ihr dort berufstätig?


    Bisher, aufgrund der zu lernenden Sprache nicht, aber da es für Migranten mit einer Aufenthaltsgenehmigung, verständlicherweise, eine Pflicht ist eine Berufliche Tätigkeit nachzugehen werde ich dieses auch tun. Sprache bereits sehr gut gelernt und Beruflich vorbereitet so dass der Startschuss zur eigenen Firma, so wie man Sie damals auch in Deutschland geführt hatte, nun auch hier in etwa 2 Monaten starten kann. Abgesehen davon habe ich vor kurzen noch eine nette Bekanntschaft gemacht, welche leider aufgrund Erkrankung Ihre Arbeit nicht mehr nachgehen kann und nun Ihren Beruf aufgeben oder vergeben möchte. Aber mal sehen was da, in den kommenden Tagen wenn sie aus den KH wieder raus kommt, genaueres bei raus kommt U+1F609



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    Weil belarus ist ja normal kein Auswanderungs Land für deutsche, viele gehen von dort weg um besser zu leben


    Jein (sprich: Ja und Nein). Der eine geht von Belarus nach Deutschland - weil er/sie es will. Der andere geht von Deutschland nach Belarus - weil er/sie es will. Prinzipiell würde ich das nicht verallgemeinern. Es gibt immer die eine und die andere Seite. Was dem Leben bzw. den Lebensstandard anbelangt, so kann ich nach meinen Erfahrungen bisher sagen, dass man in Belarus sehr wohl gut leben kann U+1F60E



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    Falls es in Germoney soweit ist das man hier nicht mehr sicher leben kann, dann wandere ich mit meiner Freundin auch dorthin


    Auch wenn es bei mir damals so war das wir einander die Sprachen nicht konnten und uns somit gegenseitig gelehrt haben, so kann ich Dir und auch allen anderen nur eines ans Herz legen: "Auswandern tut man nicht mal eben so". Ich sage dieses nur aus dem Grunde, da es auch viele gibt die ausgewandert sind, aber letztlich schneller wieder da sind wo sie hergekommen sind und das weil diese Menschen entweder keinen Rückhalt hatten, sich nicht intrigieren konnten (denn das muss der der auswandert und nicht die Einheimischen) oder aber sich mit allen überschätzt hat. Jedoch will ich Dir mit diesen Worten auch kein Unmut machen. Denn wenn es "was auch immer" für Komplikationen gibt, so gibt es auch so schöne, hilfsbereite und ratgeberische Foren wie dieses, wo der eine den anderen mit Rat und Tat beiseite steht. U+1F609



    ,,, und weiter ...


    @Hirsch

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    Bin gerade dabei ein paar Fragen zu formulieren und schon ist wieder jemand schneller wie ich und das bei den (leider) nur paar Leuten hier.


    War ich das etwa? ... U+1F61A



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    denn dann sieht man zumindestens, das ich nicht nur ein einzelner Spinner bin, der so langsam in good old Germany anfängt, sich so seine Gedanken zu machen.


    Nein ein Spinner bist Du mit Deinen Gedanken ganz bestimmt nicht. Meiner Meinung nach und so wie man es immer und immer wieder in "Good old Deutschland" sieht, gibt es von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen und Familien die das gute alte Land hinter sich lassen und sich in einen anderen Land eine neue Heimat aufbauen. Klar bleibt auch für diese Menschen Deutschland die Heimat, aber eben die Alltägliche Heimat eben woanders. Die Gründe reichen dafür, ohne diese nun alle aufzuführen, von hier bis ins unendliche.



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    V.wg. Deiner Abarbeitungsliste bezüglich Aufenthaltsgenehmigung Belarus, vielen herzlichen Dank übrigens dafür. Es ist eine Sache eine belarussische Frau zu haben, die sämtliche Gesetze und Bestimmungen des Landes im Netz finden und mir erklären kann. Aber es ist eine völlig andere, die persönlichen und praktischen Erfahrungen eines deutschen Migranten in Belarus aus dessen Sicht und dessen Erfahrungen zu kennen. Das kann Dir eigentlich keiner bezahlen.


    Bezgl. der Abarbeitungsliste nichts zu danken. Warum sollte ich meine Erfahrungen bzw. meine Gangart nicht anderen zur Verfügung stellen? Ehrlich gesagt sollte man, wenn man schon in einen solchen Forum vertreten ist, dann auch seine Erfahrungen mit anderen teilen und das ist mir ehrlich gesagt, insoweit man helfen konnte, auch mehr wert als alles andere - somit, nach Deinen Worten her, muss einen dafür auch keiner bezahlen U+1F609
    Die von Dir genannten Gesetze und Bestimmungen eines Landes gibt es zwar zu Hauf im Netz. Aber leider nicht alles und vieles wird man auch erst vor Ort erleben wenn man ins kalte Wasser gesprungen ist. Doch genau aus dem Grund gibt es auch wieder Foren wie dieses, wo einen andere Menschen die bereits ins kalte Wasser gesprungen sind dann anderen Menschen, welche den gleichen Traum haben auszuwandern, zu helfen.



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    O.k., nach Russland selbst, das wäre natürlich ein Traum, den mittlerweile vielleicht/bestimmt, schon so einige in diesem Land träumen, aber nach Belarus, wohl eher wenige bis gar niemand.


    Persönlich finde ich Russlands weite auch sehr interessant und schön, aber leben kannst Du dort auch nur in den kleinen bis großeb Städten. Denn das oder ein solches Dorfleben, so wie hier in Belarus, dass wirst Du in Russland ganz bestimmt nicht haben bzw. erleben. Auch wenn Belarus Russlands kleiner Bruder ist, so unterscheiden sich die beiden Länder, zumindest in der Lebensweise (wenn man nicht gerade in einer Stadt in Russland wohnt/lebt) doch sehr. Solltest Du ein Dorfleben in Russland beabsichtigen, dann wirst Du es zum einen schwer haben einer Beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können und selbst dann wenn Du es dann könntest, dann verdienst Du (ich sage es mal so) weniger als ein Bettler. Abgesehen davon findest Du in russischen Dörfern (zumindest Mehrheitlich vom Männlichen Geschlecht her gesehen) mehr Wodka-Abhängige als alles andere. Sicherlich gibt es das hier und in Deutschland auch, aber dort um ein vielfaches mehr. Solltest Du hingegen in der Stadt leben, so findest Du vielleicht schneller eine Arbeit womit Du Dein täglich Brot kaufen kannst, aber dabei sollte man auch bedenken, dass die Mieten bzw. EW auch um ein vielfaches teurer sind. Ich könnte Dir jetzt noch vieles weiteres erzählen, doch das sprengt dann nun (abseits der bisherigen vielen Worte) den Rahmen. Sagen kann ich Dir das ganze aus dem Grunde, da Schwiegermutter in Wladiwostok geboren wurde und studiert hat, der Bruder meiner Frau in Lipetzk wohnt und ich somit auch schon einiges aus Russland gehört habe. Im übrigen haben wir, durch unsere Heirat, eine sehr weiterreichende Familie welche unter anderen aus: "Russland" , "Ukraine" , "Kasachstan" , "Belarus" und auch Deutschland kommen U+1F60E



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    War es bei Dir genauso und/oder glaubst Du, das es aufgrund dieses handschriftlichen Zusatzes, im Falle eines Falles, eventuell Probleme mit den zuständigen belarussischen Behörden geben könnte?


    Nein. Zuerst habe ich mir selbst eine Farbkopie von allen Dokumenten angelegt. Anschließend bin ich zur Meldebehörde und habe denen einfach vorgegaukelt, dass ich diese Dokumente hier als beglaubigte und apostilierte Kopie seitens der hierigen Behörden benötige. Stimmt zwar nicht, aber das wusste dort keine(r) anders und gab mir direkt ein Stempel samt Unterschrift auf die Dokumente. Wenn Du in Deinen Falle aber nur ein Beiblatt mit Unterschrift hast und damit dann Deine Apostille dazu bekommen hast, dann ist es letztlich doch auch egal wie und wo zuvor die Beglaubigung unterschrieben wurde. Denn die Apostille ist ein (ich sage es mal so) "höheres Dokument" und dann ist es völlig egal wo zuvor die Unterschrift der Beglaubigung gewesen ist. Diesbezüglich mach Dir mal keine Sorgen, denn ... "Alles wird gut" U+1F609



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    Wie gesagt, nach Russland selbst, wäre eine völlig andere Frage und Kategorie, aber für mich/uns eben nicht machbar.


    Nein. Machbar ist bekanntlich alles, man muss es nur wirklich ernsthaft wollen! Wenn Du oder auch jemand anderes in einen anderen Land auswanderst, dann sind die Kriterien für eine Migration (zumindest meißtens) immer gleich: "Eheschließung" , "Eigentumserwerb" oder gewisse Einzahlungen in die Staatskassen - Nein, damit meine ich keine Bestechungsgelder oder ähnliches, sondern Fördergelder bzw. Investitionen. Machbar wäre, insofern man die Kriterien zur Migration nachkommt, alles U+1F609



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    Dies würde vielleicht/bestimmt sogar meinem nicht vorhandenem Fremdsprachentalent, ungeahnte Höhen und meinerseitige Bemühungen verleihen.


    Sagen wir es mal mit den Worten ... Wenn Du oder wer auch immer auswandert, dann findet in den Moment eine Migration in einen Lande statt und das Wort Migration sagt eigentlich schon alles - nämlich sich im Land, der Kultur, der Lebensweise und allen was dazu gehört zu migrieren. Dazu gehört natürlich auch die Sprachkenntnis und dies bedeutet nicht nur zu verstehen! Sprachkenntnis = verstehen, sprechen, lesen und schreiben. sicher magst Du am Anfang da Deine Schwierigkeiten haben, aber wenn Du so wie ich ein wenig Fantasie hast, dann kannst Du Dich schon (zumindest anfangs) mit "Kopf, Händen und Füßen" verständlich machen - glaube mir, die Menschen schauen Dich hier nicht blöd an oder lassen Dich kalt da stehen. Im Gegenteil! Ich habe damit damals auch keine schlechten Erfahrungen gemacht und abseits meiner Frau und Familie wurde mir auch von jenen anderen (z.B. im Zeitungsladen, auf dem Basar, etc.) das ein oder andere gelehrt. Dennoch solltest Du einen festen willen haben Dir die Sprache aneignen zu wollen und abseits dessen kann ich Dir da noch eines mit auf dem Wege geben ... "Russisch ist gar nicht so schwer wie es viele in Deutschland behaupten"! Lass Dich da nicht von anderen verunsichern, denn m.E. ist russisch sogar einfacher als die deutsche Sprache, aber das sieht jeder anders.



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    Aber ich sehe sehr, sehr dunkle Wolken über meine Heimat aufziehen, ohne hier jetzt noch näher darauf eingehen zu wollen.


    Die habe ich schon Jahre vor meiner Auswanderung kommen sehen und da ist es bekanntlich besser zu früh als zu spät U+1F609



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    Nun, wie ich mittlerweile verstanden habe, gibt es ja auch noch die Alternative "MrRossi", jährlich zu verlängerndes 1-Jahres-Visum. Abgesehen von den jährlich anfallenden Kosten für das Visum, Auto versichert und versteuert in Deutschland, mittlerweile Maut für Nicht-Zollunions-Angehörige in Belarus, sehe ich wenig Sinn in diesem Modell, aber bestimmt ist mir auch nur vieles entgangen bzw. habe es nicht verstanden.


    Sicher wäre auch ein Dauervisum für mich damals eine Möglichkeit. Aber für mich war dieses auch nur eine Möglichkeit, jedoch aber keine Option! Denn wenn ich mit meiner Frau doch hier in Belarus zusammen leben will, dann muss und will ich "früher oder später" (lag an den Sprachkenntnissen damals) auch eine Berufliche Tätigkeit nachgehen um die Familie auch Dauerhaft ernähren zu können. Zwar habe ich durch eine in Deutschland vermietete EW eine Mietseinnahme von welcher man hier auch gut leben kann (dazu gesagt meine Frau arbeitet zzgl. noch als Buchhalterin), aber dennoch will und werde ich arbeiten wollen. Aber das funktioniert eben nicht mit einem Dauervisum! Zudem bietet einen eine Aufenthaltserlaubnis auch viele weitere Vorteile, auf welche ich aber jetzt nicht genauer eingehen werde, denn das wurde hier den Rahmen sprengen. Wenn es von Interesse sein sollte, dann bitte einen kleinen anstupser geben und ich werde Dir auch darauf antworten U+1F609



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    Natürlich, im Falle der Aufenthaltsgenehmigung, theoretische Führerscheinprüfung in russisch nach spätestens 3 Monaten, habe ich hier ja auch gelernt. Eine Hürde, die für mich wahrscheinlich auch nach 3 Jahren nicht zu reissen wäre. O.k., war übertrieben, aber nach 3 Monaten oder auch nur 1 Jahr bestimmt nicht machbar.


    Nach meiner bereits im Forum geschilderten Erfahrung (ja ich weiß jetzt - selbst schuld) auch gefragt, dass wie ein Migrant ohne Sprachkenntnisse nach 3 Monaten eine theoretische Prüfung ablegen kann/soll? Sprachliche Kenntnisse waren zwar vorhanden, aber diese beruhen sich viel mehr auf den Alltag, all den was im Hause und in der Familie geschieht, den einkaufen in diversen Läden und Geschäften, Gespräche mit Freunden und einige Amtsgänge bzw. Anrufe wie u.a. neue Gasflaschen, Holz für den Ofen, etc. Aber all das hat ja nun mal nichts mit dem Autofahren, den Verkehr, erste Hilfe und Motortechnische Fragen zu tun, welches alles u.a. bei einer theoretischen Prüfung abgefragt wird/werden kann - je nach Fragebogen. Im Grunde weiß man ja bereits alles, da man im Besitz eines Führerscheins ist, aber der Führerschein wurde eben in der deutschen Sprache gemacht und gelernt und nicht in russisch (sprich: Fragebogen auf russisch lesen, verstehen und das passende Kreuzchen machen). Nach der bereits geschilderten Erfahrung ist es mir mittlerweile auch Schnuppe wo der Führerschein liegt. Denn einerseits habe ich, in Falle eines Falles das man zusammen mit Kind und Kegel nach Deutschland geht noch eine beglaubigte Kopie des Führerscheins und könnte mir den auch beim Amt einfach als verloren neu ausstellen lassen aber andererseits haben wir hier sehr sehr gute Bahnanbindungen die ohnehin (selbst bei Buisnessklasse) günstiger wären als mit den Auto zu fahren und im weiteren habe ich mittlerweile ein Taxifahrer als guten Freund der mich für schlappe 80.000 vom Stadtzentrum nach Hause fährt. Abseits dessen aber auch so, ohne der Fahrerei ein sehr guter Freund U+1F60E



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    Ich hoffe, ich belästige hier keinen damit oder trete gar jemanden persönlich zu nahe. Sollte es dennoch so sein, so bitte ich darum, dieses zu entschuldigen, ist/war keine böse Absicht und meinen Kommentar/meine Fragen einfach zu löschen.


    Nein - Du belästigst hier keinen denn für solche Fragen ist ja auch ein Forum da und im weiteren werden hier auch keine Kommentare/Fragen einfach so gelöscht wenn diese doch Sachgemäß und mit einen gewissen Stil und Umgangston geschildert wurden. Anders würde es aussehen wenn es so "cool" ohne Still, Sachlichkeit und einer gewissen Umgangsform geschriebene werden würde U+1F609 U+1F604

  • Hallo Leute,
    Danke für die mehr als ausführlichen Berichte U+1F602 U+1F602
    Würde mich auch interessieren wieviele deutsche insgesamt in By leben,
    Schätze mal auf ca 100bis 200 ,v
    viele deutsche wissen nich mal wo sich belarus befindet, ganz abgesehen wie die Hauptstadt heißt, (kein Scherz)
    Also ich selber bin russlanddeutscher, in Russland geboren und 1996 aus Kasachstan nach Deutschland gekommen, deswegen wäre die Sprache kein Thema für mich dort, allerdings die Arbeit, selbst wenn ich eine gute finden würde ,wäre der Lohn nicht über 400 € hinaus U+1F633 , und wenn Mann die Preise für Lebensmittel nimmt, sind die fast auf deutscher ebene,
    Ich selber war jetzt über weinachchten und Silvester, das erste mal dort, auch in minks gewesen, hat mir super gut gefallen,
    bin oft in Russland gewesen ,und in belarus ist es schon etwas sicherer, sauberer, freundlicher als in old russia,


    Was mir noch nicht klar ist, habt ihr ein Visum für By? Oder ne Aufenthaltsgenehmigung, durch die Heirat eurere weißrussischen Frau? Oder wie schaut es bei euch aus,
    Und gibt es so was wie ein jahresvisum für By als deutscher Staatsbürger? Glaub nur geschaftsvisum und kein privatvisum,
    So jetzt genenug geschrieben, sollte kein Roman werden

  • @Scheka

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    Danke für die mehr als ausführlichen Berichte U+1F602 U+1F602


    Dafür meinerseits nichts zu danken und immer wieder gern.
    Frage mich nur warum die heulenden Smilies? Waren die Berichte denn so grottig, dass es zum heulen ist U+1F609



    Zitat

    Würde mich auch interessieren wieviele deutsche insgesamt in By leben, Schätze mal auf ca 100bis 200


    100-200? Naja, wenn ich dann mal auf Belarusfacts.by in die Statistik nachsehe, dann leben in Belarus etwa 2.500 Deutsche, so dass ich denke das Du mit Deiner Schätzung ein kleinen wenig daneben gelegen hast U+1F609
    Mehr zum Thema der Anzahl Deutscher (und anderen Nationen) in Belaurs ...



    Zitat

    viele deutsche wissen nich mal wo sich belarus befindet, ganz abgesehen wie die Hauptstadt heißt, (kein Scherz)


    Das liegt einfach daran das Belaurs im deutschen Sprachgebrauch "Weissrussland" anstatt "Belarus" genannt wird.
    Persönlich habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht als ich mich bei meiner Auswanderung in der Heimatstadt abgemeldet habe. Da wurde mich auch gefragt wo ich denn in Zukunft wohnen würde und als ich denen dort daraufhin mit "Belarus" antwortete dachten diese wahrscheinlich an einen Land in der Karibik oder so. Da diese es nicht genau wussten fragten diese nochmal nach und ich antwortete diesen dann mit "Weissrussland" und schon war es auch für Beamte einleuchtend - Beamte eben U+1F609 U+1F604



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    wäre der Lohn nicht über 400 € hinaus U+1F633 , und wenn Mann die Preise für Lebensmittel nimmt, sind die fast auf deutscher ebene,


    Das Einkommen würde ich nicht verallgemeinern, denn das liegt einmal daran wo man wohnt (Dorf, Stadt oder Großstadt), was man gelernt hat und wo und als was man arbeitet. So kann es sein dass einer auf dem Dorfe mit 100$ auskommen muss und der Nachbar 250-300$ nach Hause bringt. Sicherlich und das ist irgendwie auch einleuchtend verdienen die Menschen in einer Großstadt wie Minsk, Witebsk, etc. etwas bis viel mehr als die auf/in einen Dorfe. Aber man sollte auch bedenken, dass die Mieten bzw EW in der Großstadt um einiges teurer sind als die in einer Kleinstadt. Wer hingegen (so wie wir) auf dem Lande in einen Holzhaus leben, fährt eben in die Stadt zum arbeiten und lebt hingegen nach dem Feierabend in ruhiger Umgebung. Bei den Preisen kann ich Dir zusprechen, dass diese zumindest z.T. den Deutschen Preisen nahekommen. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern - denn wir hatten schon die Erfahrungen im Euroopt bei uns gemacht, dass Angebote ausgeschrieben wurden, aber diese hier günstiger waren. Auf Nachfrage sagten diese uns, dass ein Euroopt in der Großstadt nicht immer die gleichen Preise hat wie ein Euroopt in einer Kleinstadt. Ob das nun wirklich und dauerhaft so ist kann ich nicht sagen und ist mir ehrlich gesagt auch schnuppe. Zumindest so lange wie ich meinen "Jacobs Monarch (400g)" löslichen Kaffee für 149.000 BYR bekomme U+1F609 U+1F604
    Ansonsten gibt es doch auch den Basar wo man auch vieles jeden Tag zu günstigen Preisen bekommt. Da habe ich auch schon meine Freunde gefunden, die jede Woche in die Ukraine fahren um Produkte für den Verkauf einkaufen. Wenn man dann mal einen Wunsch hat braucht man denen das nur zu sagen und die besorgen einen das dann.



    Zitat

    in belarus ist es schon etwas sicherer, sauberer, freundlicher als in old russia


    Das ist wohl wahr! Persönlich habe ich weder hier in der Kleinstadt noch in Brest einmal dreckige oder verschmutze Strassen gesehen. Da laufen stets Menschen rum und kehren "bis zur letzten Zigarettenkippe" die Strassen sauber, gießen Blumen, leeren den Müll und was auch immer. Das habe ich so in Deutschland noch nicht gesehen und da sollte sich das "Merkelchen" mal eine dicke Scheibe von abschneiden und den (ohne es zu verallgemeinern) den faul auf den Allerwertesten sitzenden HARTZ4-Empfängern die in Talkshows mit nem T-Shirt da sitzen wo Handschriftlich drauf steht "Schei** auf Arbeit". Da kann einen echt der Kragen platzen!!! Aber das lernt das Merkelchen nicht und wird es auch nicht, dass es genau für solche auch gewisse arbeiten gibt - aber nein, dann wird noch erhöht, erhöht, erhöht. Kein Wunder denn: Merkel sagt weiter "Willkommen im Schlaraffenland" U+1F62E



    Zitat

    habt ihr ein Visum für By? Oder ne Aufenthaltsgenehmigung, durch die Heirat eurere weißrussischen Frau?


    Also ich habe nur bei meiner ersten Reise und meiner anschließenden Auswanderung ein Visum gehabt. Anschließend habe ich, aufgrund zweierlei Gründen meine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Grund 1 wäre der "Haus und Grundstückserwerb" und 2. die nachfolgende Eheschließung mit meiner Frau.



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    Und gibt es so was wie ein jahresvisum für By als deutscher Staatsbürger?


    Da frag mal unseren MrRossi, denn der hat wenn ich mich jetzt nicht irre ein Jahresvisum gehabt. Aber das bekommst Du so ohne weiteres für "Privatbesuche" oder "Tourist" nicht. Da bleiben Dir nur die Möglichkeiten eines Visums für "Privatbesuche","Touristenvisum","Transitvisum" und "Geschäftsvisum".



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    So jetzt genenug geschrieben, sollte kein Roman werden


    Sorry aber da muss ich jetzt ein wenig schmunzeln, denn wenn das ein Roman sein soll, dann schau Dir mal gewisse andere Beiträge meinerseits an oder um Dich persönlich zu überzeugen sende mir mal Deine Email, dann bekommst Du nen Roman U+1F609
    Kann Dir u.a. unser Admin (MH) und auch MrRossi bestätigen, denn die müssen sich damit des öfteren abkämpfen U+1F61C U+1F604

  • @ Belarus.Andreas & MrRossi


    Habe gerade Eure Antworten gelesen und muss es ersteinmal sacken lassen.


    Deshalb ersteinmal nur soviel.


    Meine "ursprüngliche Strategie" war ja, mich ersteinmal im Forum hier bekannt zu machen, Vertrauen zu erwecken blablabla... und erst später "ans Eingemachte" zu gehen.
    Aber irgendwie werde ich langsam ziemlich ungeduldig, was die Situation in Deutschland/EU betrifft.
    Ohne hier näher darauf eingehen zu wollen, dieses Forum ist bekanntermaßen nicht der richtige Platz dafür, weiß man, wenn man sich mit all den Hintergründen beschäftigt hat, das hier alles in Zukunft eher sehr viel schlechter als doch noch besser werden wird.
    Aber lassen wir das aus besagtem Grund.


    Eure Antworten und Hilfsbereitschaft hauen mich augenblicklich einfach nur um.
    O.k., ich kenne Euch beide "virtuell" schon sehr lange, auch aus dem anderen Forum, aber ich bin halt nur ein unbekannter Nick-Name für Euch, hier gerade mal 3 oder 4 Tage alt, nennt mal wohl "asymetrische Situation".


    Während MrRossi der wohl eher "kühl kalkulierende" ist, hat mich auf dem anderen Forum Belarus.Andreas, eher noch mehr beeindruckt.
    Dachte damals, was für ein bewundernswerter Romantiker, um nicht zu sagen Spinner, habe Dir und Deinen Ideen/Gedanken damals keine Halbwertzeit von nur 1 Jahr gegeben.
    Umso mehr freut es mich heute aus ganzem Herzen, das Du es geschafft hast und alles, bis auf das Auto/Führerschein U+1F622 , wohl so gekommen ist, wie Du es Dir erhofft/erträumt hast!


    Natürlich schreibe ich, ala MrRossi, hier auch nicht alles, was meinerseits noch so relevant wäre für eine Übersiedlung ins Ausland, man nennt es wohl "persönliche Verhältnisse" etc.
    Ich will es einmal so formulieren, Rentner bin ich (leider, oder besser gesagt Gott sei Dank) noch nicht, Immobilien besitze ich auch keine mehr, den Rest lassen wir an dieser Stelle einfach mal offen.
    Nur soviel, Reichtum in welcher Form auch immer, existiert nicht, aber ein "ein- oder zweijähriger Sprachkurs" vor Ort in Belarus wäre durchaus verkraftbar.
    Dazu meine Frau, belarussische Akademikerin mit entsprechender "Weiterbildung" und Berufserfahrung hier.


    Und ich?
    Habe keinerlei Angst vor irgendwelcher Arbeit, auch wenn ich mir dabei "die Hände schmutzig machen müsste".
    Bin leider aber auch kein IT'ler wir Ihr zwei Beiden, die im weltweit, vollkommen ortsunabhängigen Homeoffice, ihr Einkommen generieren können.


    Im Gegensatz zu hier in Deutschland (niemals!!!), würde ich in Belarus sogar die Straßen fegen und mich, solange ich keine ausreichenden Sprachkenntnisse habe, sogar noch sehr gut dabei fühlen.
    Wir kennen ja alle hier, die mit Warnwesten Bekleideten, zumindestens in den belarussischen Städten, die frühmorgentlich die Wohnquartiere und Straßen fegen.
    Und die belarussische Arbeitslosenstatistik, irgendwas mit 1 - 1,5% wohl auch, nicht zu vergessen, das kaum erwähneswerte belarusische "Arbeitslosengeld".


    So, jetzt ist ersteinmal Schluss, muss ersteinmal nachdenken.


    Aber für Euch zwei Beiden, als sicher nur "brotlosen" Dank aus Eurer Heimat.
    Es gibt mittlerweile sehr, sehr viele Menschen in Deutschland, die, wenn sie es nur könnten, sofort Deutschland/EU verlassen würden.
    Um das zu wissen, reicht es völlig aus, so wie z.B. ich, die Kommentarspalten der hiesigen Mainstream-Online-Medien, (werden ja immer weniger, wohlgemerkt die zugelassenen Kommentare, nicht die Medien, ein Schelm der Böses dabei denkt), besser noch, die der alternativen Medien zu verfolgen.


    So kann Ich Euch zwei Beiden, natürlich weiß ich, das Ihr nicht so denkt, zunächst ersteinmal nur eines als Dank anbieten:


    Ihr habt alles richtig gemacht und es gibt zumindestens einen, der Euch zutiefst beneidet.


    Naja, natürlich nicht bezogen auf Belarus, sind es mittlerweile wohl auch hunderttausende in diesem Land, besonders die jungen und hochqualifizierten, Mediziner, Ingenieure, IT'ler etc., aber auch nicht zu vegessen, Handwerksmeister und Techniker, all die eben, die international gesucht und einsatzfähig sind.
    Wie sagte man früher so schön, "zur Wendezeit"?
    Die, die mit ihren Füßen abstimmen...


    Es könnte durchaus sein, das ich Euch noch einmal mit Fragen "belästigen" werde.
    Und ja, Ihr könnt das durchaus als "Drohung" verstehen U+1F604.


    Ansonsten werde ich mich auch weiterhin an Diskussionen und Beitragen hier beteiligen und so versuchen, dieses Forum voranzutreiben.


    Aber mit einem kann hier ich Euch leider nicht dienen.


    Mit deutschem Mainstream-tauglichen-blablabla, das dürfte ja wohl klar sein und ich hoffe, Ihr werdet dies verstehen und entschuldigen.
    Ich bin, was die internationale Politik betrifft, absolut Pro-Russland/"Putinversteher" und dulde auch keine (noch so unterschwellige) Anti-Belarus-Propaganda.
    Ist meine "Rote Linie", mache ich nicht mit, ob relevante Informationen für mich seitens dieses Forums, hin oder her.
    Ansonsten, wie schon angeboten, einfach nur löschen oder mich sperren...


    Aber mit solchen Sachen wie, der 1-Meter-LCD-TV ist in Deutschland halt 100 oder 150 Euro billiger als in Belarus, sollte man mir hier bitte nicht kommen.
    Ich gehöre noch zu der, mittlerweile wohl aussterbenden Art, die noch zwischen Lebensqualität und Lebensstandard, unterscheiden kann.


    Um den tschechischen Präsidenten Milos Zeman frei zu zitieren:


    "Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird, jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben sie das Recht zu sagen, dass dieses Land von Idioten regiert wird."


    Wie soll ich sagen, ich bin jeden Sommer mit meinem Schwiegervater und den Schwagern/Freunden in Belarus, ganz ohne Angelschein, an irgendwelchen Flüssen/Flüsschen/Seen/Teichen/Tümpeln angeln.
    Meist völlig erfolglos übrigens, kam nie mehr als ein paar mal eine mehr als 2-handlange Beute dabei heraus, natürlich außer, wenn wir mit über Nacht aufgestellten Netzen unterwegs waren, da gibt es regelmäßig fette Beute.
    Aber wie sagt man so schön?
    Der Weg ist das Ziel.
    Wir sind eines abends sogar nochmal beim örtlichen Fischgeschäft vorbeigefahren, um den Frauen auf der Datscha, genug Fisch für das abendliche Barbecue mitzubringen.
    Das wir u.a. auch Salzwasserfische gekauft hatten, haben die Frauen, natürlich wohl wissend, geflissentlich übersehen und "uns Angel-Helden", im weiteren Verlauf des Abends, den uns gebührenden Respekt gezollt U+1F60D U+1F618
    Aber das ist eine andere Geschichte.


    Ebenso, wie sich der werte tschechische Präsident wohl mit dem Wort "Idioten" irrt.
    Naja, er wollte/konnte wohl nicht das eigentlich gebräuchliche Wort, für solche Leute, benutzen.

  • Bekanntlich bedeuten "viele Fragen = viele Antworten", ähnlich meinen vorherigen Beitrag. Aber, wie der ein oder andere schon weiß (besonderen Gruß an MH und MrRossi U+1F604 ) bin ich in Punkto schreiben von Nachrichten und Beiträgen nicht verlegen und werde demnach auch, wie immer, darauf eingehen und alles was gefragt wird auch beantworten. Mir scherzhaften Worten: "Ihr habt es so gewollt" U+1F609 U+1F604


    @Hirsch

    Zitat

    Meine "ursprüngliche Strategie" war ja, mich ersteinmal im Forum hier bekannt zu machen, Vertrauen zu erwecken blablabla... und erst später "ans Eingemachte" zu gehen.


    Warten muss hier keiner um sich an Diskussionen zu beteiligen, denn schließlich ist dafür auch ein Forum da U+1F609



    Zitat

    Ohne hier näher darauf eingehen zu wollen, dieses Forum ist bekanntermaßen nicht der richtige Platz dafür, weiß man, wenn man sich mit all den Hintergründen beschäftigt hat, das hier alles in Zukunft eher sehr viel schlechter als doch noch besser werden wird.


    Das ist aber nicht nur zur heutigen Zeit so, dass viele aus Deutschland auswandern wollen, sondern war das schon mindestens 5 Jahre zuvor genauso gewesen. Die Frage ist bei denen die von einer Auswanderung träumen oder dieses in absehbarer oder unabsehbarer Zeit planen, nur dies: "wohin", "womit" und "mit wem" aber zudem auch, falls alle stricke reißen sollten (sprich: Notplan) "was dann"?



    Zitat

    Eure Antworten und Hilfsbereitschaft hauen mich augenblicklich einfach nur um.


    Mal immer schon auf den Hocker sitzen bleiben ... U+1F609
    Bezüglich den Antworten und der von Dir gesagten Hilfsbereitschaft, kann ich Dir (uns auch anderen sagen), dass was würde es einen als mittlerweile erfahrender Auswanderer bringen mit den Allerwertesten auf "Informationen", "Erfahrungen", etc. zu sitzen? Genau ... nichts! Zwar ist man seinen Weg gegangen und ist um einiges an Erfahrungen reicher geworden, aber es ist nicht meines Willens und auch nicht meine Art dieses nicht mit anderen zu teilen - im Gegenteil! Solange man anderen Menschen mit seinen Erfahrungen bereichern kann, werde ich dies auch tun! U+1F609



    Zitat

    O.k., ich kenne Euch beide "virtuell" schon sehr lange, auch aus dem anderen Forum, aber ich bin halt nur ein unbekannter Nick-Name für Euch


    Ehrlich gesagt bin ich schon lange nicht mehr auf den "anderen" Forum und werde das werde ich auch nicht mehr. Das hat so seinen, von mir hier schon mehrfach genannten Grund "Qualität geht vor Quantität". Das Du aber nun denkst, dass Du nur ein "unbekannter Nickname" bist, kann ich zweierlei nicht verstehen. Denn ...
    1. Ist der/diejenige(r) der/die hinter einen Nicknamen steckt noch immer ein Mensch und das sollte bedacht werden und ...
    2. bin ich mir zu 99,9% sicher wer im sogenannten "anderen" Forum hinter Deinen Nicknamen steckt U+1F61B U+1F609
    Denke nun aber nichts schlechtes, denn dann würdest Du ein falschen Gedanken haben. Doch aus diversen Gründen kann ich und werde ich den Nicknamen hier nicht schreiben. Dieses hat unter anderen nachfolgende Gründe (gleichermaßen ob nun Nickname oder nicht)
    1. Habe ich zwar Dein Avatar noch im Kopf, aber leider den Nicknamen nicht mehr
    2. Könnte ich mich zwar dort anmelden um diesbezgl. nachzuschauen, aber das wäre mir selbst (um es mal so zu sagen) zu Kindisch
    3. Datenschutz (wie gesagt ob Nickname oder nicht - das ist eine Sache des Respekts)
    Dennoch glaube mir, dass ich Dich (aufgrund Deinen damaligen Beiträgen, Deiner Schreibweise und weiteren) noch nicht vergessen habe U+1F61B



    Zitat

    Während MrRossi der wohl eher "kühl kalkulierende" ist, hat mich auf dem anderen Forum Belarus.Andreas, eher noch mehr beeindruckt.


    Danke für die Deinen Lorbeeren, doch ich kann Dir versichern das unser MrRossi (den ich mittlerweile schon des öfteren getroffen habe) ein, wie sagt man so schön, "Prachtkerl dank Chappi" ist und mit wem man wirklich gut plaudern und auskommen kann U+1F60A U+1F609



    Zitat

    Dachte damals, was für ein bewundernswerter Romantiker, um nicht zu sagen Spinner, habe Dir und Deinen Ideen/Gedanken damals keine Halbwertzeit von nur 1 Jahr gegeben. Umso mehr freut es mich heute aus ganzem Herzen, das Du es geschafft hast


    Ja ich weiß, denn ich habe Deine Worte aus den "anderen" Forum noch in den Ohren. Zugestehenderweise bin ich ein (buht mich ruhig aus) ein Romantiker und liebe diese Art das Leben zu genießen. Klar ist, dass mich damals, der ein oder andere im "anderen" Forum für einen Tagträumer oder mit anderen Worten einen Spinner gehalten haben, der wohlmöglich einfach nur schreibt aber nicht handelt. Aber ... so kann man sich irren U+1F609
    Bezüglich der von Dir genannten Halbwertzeit von nur einen Jahr kann ich Dir nur entgegen sprechen, dass meine Wenigkeit wie ein Atom ist und viel länger aushagen kann als sich ein Atom nur vorstellen kann. Denn "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg" U+1F60E



    Zitat

    Natürlich schreibe ich, ala MrRossi, hier auch nicht alles, was meinerseits noch so relevant wäre für eine Übersiedlung ins Ausland, man nennt es wohl "persönliche Verhältnisse" etc.


    Ehrlich gesagt nehme ich in solchen Dingen auch kein Blatt vor den Mund - warum auch? Sicherlich respektiere ich, dass wenn Du oder auch jemand anderes nicht alles schreiben/sagen will, denn das muss man auch nicht. Wenn jemand informationen, Ratschläge oder einfach nur Erfahrungen von einen wissen will, dann muss man dazu nicht die ganze Lebensgeschichte kennen. U+1F609



    Zitat

    Habe keinerlei Angst vor irgendwelcher Arbeit, auch wenn ich mir dabei "die Hände schmutzig machen müsste".
    Bin leider aber auch kein IT'ler wir Ihr zwei Beiden, die im weltweit, vollkommen ortsunabhängigen Homeoffice, ihr Einkommen generieren können.


    Kurz gesagt: "Wer arbeiten will, der wird auch Arbeit finden - man muss es nur wollen"!
    Dabei spielt es hier im Lande, mal abgesehen von den eigenen (Verdienst-)Vorstellungen, ob man ausgebildet ist oder nicht,keine Rolle. Denn letztlich gibt es immer Alternativen wie Du selbst schon sagtest "Strassen fegen" oder aber auch beim Kühe melken behilflich zu sein - dazu braucht man keine Ausbildung. Klingt für den ein oder anderen sicher Fassungslos oder aber Schockierend, aber das machen in unseren Dorfe nicht wenige und es stört denen auch nicht, denn "sie arbeiten" U+1F609
    Persönlich werde ich meinen alten Beruf wieder nachgehen. Aber wenn man keine andere Wahl hätte???



    Zitat

    Aber für Euch zwei Beiden, als sicher nur "brotlosen" Dank aus Eurer Heimat.


    Ein Dank wird, so wie Du sagtest, niemals "Brotlos" sein U+1F609



    Zitat

    Es gibt mittlerweile sehr, sehr viele Menschen in Deutschland, die, wenn sie es nur könnten, sofort Deutschland/EU verlassen würden.


    Wie schon weiter oben erwähnt, war das schon vor mindestens 5 Jahren zuvor nicht anders und daran wird sich in Zukunft, wenn dann nur so viel ändern, dass es noch mehr werden, aber bestimmt nicht weniger.



    Zitat

    So kann Ich Euch zwei Beiden, natürlich weiß ich, das Ihr nicht so denkt, zunächst ersteinmal nur eines als Dank anbieten: Ihr habt alles richtig gemacht und es gibt zumindestens einen, der Euch zutiefst beneidet.


    Vielen Danke für Deine Worte! Wenn Du unsereiner doch so sehr beneidest, dann bist Du gerne bei Deinen nächsten Besuch in Belarus, zumindest zu uns, gerne auf einen Kaffeklatsch, eingeladen um sich auch mal persönlich kennenzulernen U+1F60E



    Zitat

    Es könnte durchaus sein, das ich Euch noch einmal mit Fragen "belästigen" werde.
    Und ja, Ihr könnt das durchaus als "Drohung" verstehen U+1F604.


    Ehrlich gesagt mag ich keine Drohungen. Aber eine solche nehme ich gerne an ... keine Frage!
    Wenn Du Fragen haben solltest, dann scheue Dich nicht diese hier im Forum oder per PN zu stellen. U+1F609



    Zitat

    Mit deutschem Mainstream-tauglichen-blablabla, das dürfte ja wohl klar sein und ich hoffe, Ihr werdet dies verstehen und entschuldigen. Ich bin, was die internationale Politik betrifft, absolut Pro-Russland/"Putinversteher" und dulde auch keine (noch so unterschwellige) Anti-Belarus-Propaganda.


    Dafür musst Du Dich nicht entschuldigen, denn dem stimme ich vollkommen überein U+1F60E



    Zitat

    Ist meine "Rote Linie", mache ich nicht mit, ob relevante Informationen für mich seitens dieses Forums, hin oder her. Ansonsten, wie schon angeboten, einfach nur löschen oder mich sperren...


    Wie bereits schon einen Beitrag vorher gesagt, wird hier so ohne weiteres kein Beitrag gelöscht oder Forenmember gelöscht. Naja, solange er nicht ein auf "cool" macht U+1F609 U+1F604



    Zitat

    Aber mit solchen Sachen wie, der 1-Meter-LCD-TV ist in Deutschland halt 100 oder 150 Euro billiger als in Belarus, sollte man mir hier bitte nicht kommen. Ich gehöre noch zu der, mittlerweile wohl aussterbenden Art, die noch zwischen Lebensqualität und Lebensstandard, unterscheiden kann.


    Ehrlich gesagt kann ich nur Preise zwischen Belarus und Deutschland über den Internet vergleichen. Aber wenn es um unseren LCD-TV geht, dann bin ich mir sicher, dass es diesen in Deutschland, für den Kaufpreis, nicht geben wird (siehe dazu auch mein Beitrag im Thema: "Belarus bekommt ab Juli 2016 neuen Rubel")



    Zitat

    Um den tschechischen Präsidenten Milos Zeman frei zu zitieren:
    "Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird, jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben sie das Recht zu sagen, dass dieses Land von Idioten regiert wird."


    Ohne jetzt politisch zu werden und zu wollen, aber da hat der gute Herr in einem gewissen Sinne recht.



    Zitat

    Wie soll ich sagen, ich bin jeden Sommer mit meinem Schwiegervater und den Schwagern/Freunden in Belarus, ganz ohne Angelschein, an irgendwelchen Flüssen/Flüsschen/Seen/Teichen/Tümpeln angeln.


    Was soll ich dazu noch sagen, außer das (zumindest) diesbezgl. nicht nur Amerika ein freies Land ist U+1F609


  • Also ich selber bin russlanddeutscher, in Russland geboren und 1996 aus Kasachstan nach Deutschland gekommen,


    Hast Du noch einen russischen bzw. kasachischen Pass?
    Dann bräuchtest Du für Belarus kein Visum.


    Ansonsten - Privatvisum für ein Jahr gibt es nicht.
    Es sei denn Du hast eine weißrussische Ehefrau oder Kind (wohnhaft in Belarus).
    Geschäftsvisum gibt es bis max. ein Jahr aber nur mit "richtiger" Einladung einer weißrussischen Firma.
    Visa-Services die Dir sowas in Deutschland "besorgen" können sind mir nicht bekannt - das gabs früher (und auch heute noch für Russland) als die Regeln etwas lascher waren.


    Gruß

  • Nun ich fürchte, die meisten Russlanddeutschen hatten damals nichts eiligeres zu tun, als ihren russichen Pass loszuwerden und den deutschen zu bekommen.
    Aus damaliger Sicht durchaus verständlich.
    Heute aber unter Umständen ein wenig ärgerlich.
    Meine mich aber erinnern zu können, mal vor einiger Zeit etwas darüber gelesen zu haben, das Russland es im Ausland lebenden Ex-Russen, betrifft wohl mehrheitlich die in den ehemaligen mittelasiatischen Sowjetrepubliken zurückgebliebenen, die heute kasachische, kirgisische usw. Pässe haben, ein vereinfachtes Verfahren zur Repatrierung anbieten will.
    Das beträfe dann natürlich nur Russland, nicht Belarus, aber die beiden sind natürlich wieder durch die bestehende Zollunion eng verbunden. über deren genaue Regelungen keinen genauen Bescheid weiß.
    Wenn ich MrRossi aber richtig verstanden habe, gibt es in der Zollunion eine ähnliche Niederlassungsfreiheit wie in der EU.
    Inwieweit diese Absichtserklärung mittlerweile in die Realität umgesetzt wurde und wie praktikabel das ganze ist, weiß ich aber nicht.

  • Also zumindest Visa-Freiheit zwischen den Staaten.
    Aber ob das soweit geht, das auch Niederlassungsfreiheit gilt - bin ich überfragt.


    Es war ja mal im Gespräch, daß auch so eine Art Schengen-Visa für die Zollunion eingeführt werden soll.
    Also Visum für Belarus berechtigt auch zur Einreise nach Russland.
    Aber die reden da wohl schon etliche Jahre immer wieder mal - bisher ohne Ergebnis.


    Würde nämlich gerne kurzfristig wieder mal nach Russland zum Einkaufen :)


    ---


    Vielleicht hat Scheka ja "vergessen" seine kasachische Staatsangehörigkeit abzulegen, und sein Pass liegt noch in der Schublade (wenn überhaupt noch gültig)...

  • Ne, leider nicht, habe auch nie einen kasachischen oder russischen pass gehabt,
    D,h wenn ich meine Freundin heirate (die hat by pass) dann kriege ich ne Aufenthalts gehnemigung für ein Jahr? Falls ich dort leben möchte
    ,ist es auch möglich mit der Zeit belarusischen pass zu bekommen, das man dann 2 Pässe hat?
    Glaube aber eher nicht, das 2 gehen

  • Also Visum für ein Jahr ist kein Problem.
    Aufenthaltsgenehmigung prinzipiell auch nicht, musst aber u.a. dieses ganze medizinische Prozedere über Dich ergehen lassen (siehe oben).
    Und die Aufenthaltsgenehmigung gilt dann erstmal 2 Jahre und danach dann - ähh 5? glaub ich...


    Die weißrussische Staatsbürgerschaft kannst Du auch irgendwann annehmen.
    Aber den deutschen Pass wirst Du nicht behalten dürfen.
    Aus deutscher Sicht schon nicht und aus weißrussischer Sicht - kann ichs Dir grad nicht sagen.
    Müsste ich selber erst nach googeln.


    Gruß


  • Ich habe großen Respekt vor Menschen, die ihrem Leben erfolgreich eine neue Richtung geben und das auch noch in einem zunächst fremden Land.
    Dies aber u. a. mit der Schulausbildung der Kinder zu begründen ruft bei mir ein gewaltiges Kopfschütteln hervor. Ohne Frage gibt es viele Dinge, die man am deutschen Schulsystem kritisieren kann - dass aber das weißrussische bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten soll, ist absurd.


    Im sprachlichen Bereich wird ein Teil der Zeit mit der Doppelung Russisch / Weißrussisch verschwendet, die meiner Meinung nach so sinnvoll ist, wie in Emden Pflichtunterricht in Deutsch und Ostfriesisch zu erteilen. Die Fremdsprachenausbildung ist eine einzige Katastrophe. Englisch ist auf dem Papier seit Jahren Pflicht - im Alltag merkt man davon so gut wie nichts. Bei den weiteren Fremdsprachen sieht es noch bedauernswerter aus.
    Die russische Mathematik besaß Weltruf - inwieweit davon in Weißrussland noch etwas übrig ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn man als Erfolgsmaßstab der MINT-Fächer aber z. B. die produzierende Industrie nimmt (die ja von guten mathematisch-naturwissenschaftlichen Kenntnissen abhängig ist) scheint es damit auch nicht mehr zum Besten bestellt zu sein. Und dass man Schüler in der Grundschule wegen Platzmangels in zwei Schichten unterrichten muss und der Neffe meiner Frau daher über Monate erst Mittags in die Schule ging und abends nach Hause kam, habe ich in Deutschland auch noch nicht gehört.


    Nach der Schule geht es weiter. Den "Bologna-Prozess" halte ich persönlich für eine Katastrophe, aber auch hier rühmt sich Weißrussland ja, die Bachelor-Schmalspurausbildung "erfolgreich" umgesetzt zu haben. Und eine Berufsausbildung abseits der Uni, die auch nur im entferntesten die Qualität der dualen Ausbildung in Deutschland erreicht, sucht man in Weißrussland (aber natürlich nicht nur dort) vergebens.


    Ein zweiter Aspekt:
    Allein, dass Sie die Möglichkeit in Betracht gezogen haben, Weißrussland könnte Ihnen durch Visa-Entzug das Leben mit Ihrer Frau und Ihren Kindern verwehren, zeigt mir, dass Sie hinter der Rechtsstaatlichkeit dort ein großes Fragezeichen gesetzt haben.
    Derartige Zweifel würden mir schon reichen das Thema Auswanderung ad acta zu legen.


  • Die Fremdsprachenausbildung ist eine einzige Katastrophe. Englisch ist auf dem Papier seit Jahren Pflicht - im Alltag merkt man davon so gut wie nichts.


    Also, das kann ich nicht bestätigen. Die 15jährige Nichte meiner Frau war über Weihnachten bei uns in D zu Besuch. Ihr Englisch war sehr gut, denn anders hätten wir uns sonst nicht unterhalten können. Mein Russisch ist unterirdisch, dafür Englisch aber ziemlich gut.
    Auch so manche Verkäuferin kam mit dem Englisch nicht zurecht, da doch einige von denen viel schlechter sprachen als die Kleine.....


    Vielleicht wird es in BY mit Englisch besser, wenn die jüngere Generation mehr ins Berufsleben kommt. Ansonsten hast du recht. Mit Englisch kann man in BY so gut wie nichts anfangen......


    Aber ich würde zu den heutigen Bedingungen auch nicht dort leben wollen....

  • @Scheka

    Zitat

    D,h wenn ich meine Freundin heirate (die hat by pass) dann kriege ich ne Aufenthalts gehnemigung für ein Jahr?


    Siehe meinen ersten Beitrag zum Thema "Auswandern & Migration in Belarus" ...

    Zitat

    Um nach Belarus auszuwandern und sich dort mittels Aufenthaltsgenehmigung zu immigrieren
    (Migration) gibt es im gesamten für den Belarus-Auswanderer drei Möglichkeiten:
    1.) Firmengründung mit welcher min. eine xyz-Summe in Staatliche Kassen fließen
    2.) Erwerb eines Grundstücks mit Haus bzw. einer Eigentumswohnung
    3.) Eheschließung



    Zitat

    Falls ich dort leben möchte ,ist es auch möglich mit der Zeit belarusischen pass zu bekommen, das man dann 2 Pässe hat?


    Jein. Leben "ja" - zwei Pässe "Nein". Wie MrRossi schon richtig erahnt hat, ist es so, dass wenn Du nach Antragstellung samt Ärztlicher Untersuchung und allen was dazu gehört hinter Dir gebracht hast, dass Du dann erst einmal für 2 Jahre im Besitz der Aufenthaltsgenehmigung bist. Anschließend musst Du (1 Monat vor Ablauf der Aufenthaltsgenehmigung) nochmal zum OVIR um die Aufenthaltsgenehmigung um weitere 5 Jahre zu verlängern. Wenn auch diese 5 Jahre vergangen sind, dann hast Du prinzipiell zwei Möglichkeiten ...
    [ol]
    [li]Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung um weitere Jahre (glaube es sind dann mehr als 5 Jahre)[/li]
    [li]Annahme der Belarussischen Staatsbürgerschaft (Belarussischer Pass)[/li]
    [/ol]
    Solltest Du nach den gesamten 7 Jahre Aufenthaltsgenehmigung dann beabsichtigen, die Belarussische Staatsbürgerschaft anzunehmen, dann musst Du (laut Belarussischen Gesetz) zuvor Deine Deutsche Staatsbürgerschaft ablegen um letztlich die Belarussiche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Laut Deutschen Gesetz wäre es sogar u.U. möglich 2 Staatsbürgerschaften (also 2 Pässe) zu haben - siehe dazu: Bundesverwaltungsamt

    Zitat

    Darüber hinaus kann die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit bei Annahme der ausländischen Staatsangehörigkeit im Einzelfall vor dem Erwerb auf Antrag genehmigt werden (§ 25 Abs. 2 StAG).


    Das große aber daran ist jedoch, dass es seitens des Belarussischen Gesetzes, wie bereits erwähnt, nicht gestattet ist. Was geschieht und in wie weit die Belarussischen Behörden davon Wind mitbekommen, wenn man von den vorherigen Zitierten Absatz Gebrauch macht, kann ich aus bisheriger Unerfahrenheit nicht sagen. Allerdings, selbst wenn es seitens Deutschen Gesetzes eine Möglichkeit gibt, bedeutet dieses aber noch lange nicht, dass ein jener davon gebrauch nehmen kann bzw. dieses genehmigt wird. Denn wenn man davon gebrauch machen will, sollte man vorher den Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft (Doppelstaatler) stellen. Solltest Du dann vorher eine andere Staatsbürgerschaft angenommen haben, kannst Du eine nachträgliche Antragsstellung vergessen U+1F609
    Für die Aufenthaltsgenehmigung wird natürlich auch vom OVIR (bzw. eher dem Staat) verlangt, dass Du "früher oder später" auch eine berufliche Tätigkeit nachgehst (Das ist Pflicht!). Andererseits kann es sein, dass Deine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wird und was das dann bedeutet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Wenn jedoch alles rechtsmäßig verläuft und Du in Belarus nicht Straffällig o.ä. geworden bist, dann sollte einer Belarussischen Staatsbürgerschaft nichts mehr im Wege stehen - außer natürlich (genauso wie auch in Deutschland bei Migraten): Die Sprache!
    Es ist unabdinglich, dass Du in der Zeit in welcher Du die Aufenthaltsgenehmigung besitzt auch die Belarussische oder Russische Sprache erlernst und das mit "verstehen", "sprechen", "schreiben" und "lesen". Denn nach den 7 Jahren Aufenthaltsgenehmigung und Antrag der Belarussischen Staatsbürgerschaft wird von Dir ein Sprachtest verlangt. In wie weit dieser ausfällt und wie schwer oder leicht der ist, kann ich aufgrund unerfahrenheit in diesen Bereich nicht sagen. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass dieses Aufwändiger ist als die Sprachtests in Deutschland U+1F609



    @MiMo

    Zitat

    Würde mal sagen, wir sind Zeugen eines Auferstehungswunders, obwohl noch gar nicht Ostern ist.


    In welchen Bezug meinst Du das "Auferstehungswunder" des Hirsches?



    Zitat

    Dies aber u. a. mit der Schulausbildung der Kinder zu begründen ruft bei mir ein gewaltiges Kopfschütteln hervor.


    Sicherlich ist die Schulausbildung zwischen Deutschen und Belarussischen Schulen nicht zu vergleichen. Aber ich würde auch nicht sagen, dass die Belarussische Schulausbildung grottig ist. Sicherlich gibt es da von Schule zu Schule unterschiede, genauso wie in der Art der Schule. Aber generell ist die Schulausbildung dann auch wieder nicht U+1F609



    Zitat

    Im sprachlichen Bereich wird ein Teil der Zeit mit der Doppelung Russisch / Weißrussisch verschwendet, die meiner Meinung nach so sinnvoll ist, wie in Emden Pflichtunterricht in Deutsch und Ostfriesisch zu erteilen.


    Richtig, dass in den Schulen (zumindest überwiegend) "Russisch und Belarussisch" gelernt wird. Es gibt aber auch ausnahmen in denen entweder Russisch oder Belarussisch gelernt wird. Genauso sieht es mit den Fremdsprachen Englisch und Deutsch aus. Englisch und Deutsch beziehungsweise Englisch oder Deutsch ist nicht in allen Schulen gleichermaßen Pflicht. Das bedeutet, dass eine Schule z.B. deutsch als Fremdsprache lehrt und eine andere Schule eben englisch als Fremdsprache lehrt. Prinzipiell nicht schlecht, denn so kann man sich für eine der Fremdsprachen entscheiden. Problematisch wird es hingegen, wenn man einen Wohnortswechsel beabsichtigt und die Schule im anderen Wohnort eine andere Fremdsprache lehrt als die vorherige - sprich: Wohnort A (Schule: Fremdsprache Deutsch) -> umzug -> Wohnort B (Schule: Fremdsprache Englisch). Das würde, abseits dessen das für Kinder ein Schulwechsel ohnehin nicht so ohne weiteres ist, dass zudem noch dazu kommt, dass mit der bereits zuvorige gelernten Fremdsprache in der neuen Schule nichts anzufangen ist. Das ist m.E. das einzigste Problem, was an den Belarussischen Schulen vorhanden ist. Sicher, wie bereits erwähnt, kann man aber dennoch keine deutschen Schulen mit Belarussischen Schulen verlgiechen.



    Zitat

    Und dass man Schüler in der Grundschule wegen Platzmangels in zwei Schichten unterrichten muss und der Neffe meiner Frau daher über Monate erst Mittags in die Schule ging und abends nach Hause kam, habe ich in Deutschland auch noch nicht gehört.


    Das kennen wir hier auch zu gut. Das erste Jahr hier im Dorf war es so, dass unsere kleine morgens zur Schule musste und im letzten Jahr habe ich auch nicht schlecht gestaunt, als es dann gehießen hat, dass Sie im Folgejahr dann von Mittags bis Abends zur Schule muss. Ehrlich gesagt halte ich das auch nicht für Sonderlich gut, denn wenn beide Elternteile morgens zur Arbeit müssen, dann wäre ein Kind (z.B. 1 Klasse) alleine zu Hause und müsste auch alleine zur Schule gehen. Aber genau da ist der Haken den das ist bei Erstklässlern nicht erlaubt. Dies soll bedeuten, dass Eltern dafür zu Sorgen haben, ein Erstklässler/eine Erstklässlerin zur Schule zu begleiten und auch wieder abzuholen. Da fragt man sich schon wie das dann funktionieren soll, wenn die Eltern z.B. in der entfernten Stadt arbeiten und das Kind im Dorf zur Schule geht oder anders herum.
    Was die eigentliche Schulzeit jedoch anbelangt, so gibt es in Deutschland auch so genannte "Ganztagsschulen (Gesamtschule genannt), welche von morgens 8:00 Uhr bis Nachmittags 16:00 Uhr unterrichten (natürlich mit Mittagsessen, Pausen und einer Zeit nach 13:00 Uhr um seine Hausaufgaben in der Schule zu tätigen). Diese Art von Schule halte ich persönlich garnicht mal so schlecht - im Gegenteil, sogar für gut bis sogar sehr gut! Doch wie gesagt, kann man eben keine Belarussische schule mit einer Deutschen Schule vergleichen - genauso wie Länder unter sich. Denn wie sagt man doch so schön "Andere Länder - andere Sitten" U+1F609



    Zitat

    Allein, dass Sie die Möglichkeit in Betracht gezogen haben, Weißrussland könnte Ihnen durch Visa-Entzug das Leben mit Ihrer Frau und Ihren Kindern verwehren, zeigt mir, dass Sie hinter der Rechtsstaatlichkeit dort ein großes Fragezeichen gesetzt haben. Derartige Zweifel würden mir schon reichen das Thema Auswanderung ad acta zu legen.


    Also wenn es danach geht, dann ist es völlig egal ob man im Besitz eines normalen Visums, eines Dauervisums oder aber einer Aufenthaltsgenehmigung ist. Denn zuguterletzt kann der Belarussische Staat (bzw. das OVIR) einen jederzeit, insofern dafür Gründe vorliegen, ein Visum, ein Dauervisum und aber auch eine Aufenthaltsgenehmigung jederzeit entziehen und es heißt dann für einen "Auf Wiedersehen". Eine Gewissheit hat man also mit einer Aufenthaltsgenehmigung gegenüber einen normalen oder Dauervisum auch nicht. Wenn man sich jedoch an den Belarussischen Gesetzen hält und nicht Straffällig wird, dann hat man hingegen aber auch nichts zu befürchten. Aber man sollte schon gewisse Gesetze kennen. Denn es reicht eigentlich schon aus, wenn man mehrfach zu schnell fährt und/oder Verkehrszeichen nicht beachtet, nicht den Zebrastreifen zum überqueren der Fahrbahn nutzt, etc. Denn dann gibt es die Basiseinheiten als Strafe und wenn diese über einen gewissen Maß kommen, dann kann einen der Staat (bzw. das OVIR) die Aufenthaltsgenehmigung entziehen und es heißt "Adieu". Gleiches gilt natürlich auch für Besitzer eines Visums (gleichermaßen welcher Art). Zwar ist es für diejenigen die im Besitz eines Visum sind, egal wenn Sie z.B. geblitzt wurden, denn Ausländische Fahrzeuge werden diese dann sicher nicht nachgehen (zumindest habe ich dieses mehrfach gehört), aber wenn die GAI die Geschwindigkeit messen und dies im Visumszeitraum mehrfach vorkommt, dann kann auch ein Visum eingezogen bzw. für Ungültig erklärt werden.



    @Haba

    Zitat

    Vielleicht wird es in BY mit Englisch besser, wenn die jüngere Generation mehr ins Berufsleben kommt. Ansonsten hast du recht. Mit Englisch kann man in BY so gut wie nichts anfangen......


    Das ist wohl wahr. Zumindest bei der (ich sage es mal so) "älteren Generation" wird man weder mit Englisch noch mit Deutsch zurecht kommen. Bei der jüngeren Generation wird man hingegen vereinzelt sein Glück haben, dass diese Englisch oder Deutsch verstehen werden. Aber das ist eher eine Ausnahme und ich denke, dass wenn es so ist, dass es dann auch mehr die englische als die deutsche Sprache sein wird. Das auch selbst dann, wenn ich schon die ein oder andere auf "Odnoklassniki (ok.ru)" kennengelernt habe, die die deutsche Sprache lernen oder gelernt haben. Doch wie gesagt ist das, genauso wie die englische Sprache, eher die Ausnahme als die Regel U+1F609



    Zitat

    Aber ich würde zu den heutigen Bedingungen auch nicht dort leben wollen....


    Warum? Also ich und ich denke auch, dass ich damit auch in den Worten von unseren guten MrRossi spreche, dass Belarus schon sehr wohl Lebenswert ist und die Bedingungen dafür hat/bietet. Sicherlich ist nicht alles Gold, aber mal ehrlich - ist es das in Deutschland? Wenn ich mir die dortigen Bedingungen heutzutage ansehe, dann ist das auch nicht alles Gold was glänzt und besser wird es da ganz bestimmt auch nicht. Aber zurück zu Belarus. Wenn man in Belarus sein geregeltes Einkommen hat (ohne jetzt auf die Verdienstverhältnisse genauer einzugehen) und damit seine Familie ernähren kann (egal ob nun beide oder nur einer arbeitet), dann finde ich, dass man hier schon sehr gut leben kann. Sicherlich gibt es andere Faktoren wie unter anderen Krankenversicherung, Rentenabsicherung und weiteres, welches hier nicht wie in Deutschland ist, aber dafür gibt es wiederum andere Möglichkeiten sich damit bzw. dafür abzusichern. Klar und das sollte man auch vor Augen haben ist, dass eben genau das, viele Einheimische (aufgrund des Einkommens oder der Rente) "leider" nicht können. Doch generell sind die Möglichkeiten dazu gegeben U+1F609

  • So - habe jetzt das Importprozedere hinter mir.
    Ist eigentlich gar nicht so schwer - wenn man weiß was man will, wie es geht, und die Zöllner das auch wissen...
    Die Praxis schaute aber ein wenig anders aus.


    Ich machs mal kurz:
    Eingereist bin ich mit rotem Zoll/Ausfuhrkennzeichen aus Deutschland.
    Ankunft in Brest kurz nach Mitternacht, ziemlich leer - kamen gleich dran im roten Kanal.
    Der Zöllner hörte sich unser Begehren an... und wusste nicht Bescheid und suchte einen Kollegen.
    Der wiederum erklärte "unserem" Zöllner alles, und blieb für Rückfragen in der Nähe.
    Unser Zöllner - wirklich nett und bemüht - fragte uns nochmal etliche Sachen, und ging mit uns dann ins Hauptgebäude an den Schalter - da wo die Kopien und Deklarationen gemacht werden.


    Es wird für uns dort eine eigene "Transit-Deklaration" erstellt (Транзитная декларация).
    Die Frau am Computer musste auch erst lange Suchen, bis sie die nötigen Bildschirmmasken und Formulare gefunden hat - und musste den Zöllner auch immer wieder fragen, der wiederum seinen Kollegen fragen musste... Nebenbei fragte sie mich - ob ich wirklich hierhin (also Belarus) auswandern möchte... :)


    Nach vielleicht einer Dreiviertelstunde war sie dann fertig, dann zur Kasse (hab die Summe vergessen aber weniger als 400tRb), ihr anschließend die Quittung gezeigt und mit ihrer angefertigten Deklaration zurück zum Zöllner.
    Der verschwand dann in sein Häuschen und ward lange Zeit nicht mehr gesehen.
    Nach weiteren 45 Minuten oder auch länger war er fertig, gab uns alle Dokumente und den Laufzettel und verabschiedete uns. Er schaute noch nichtmal in den Wagen (der fast bis Oberkante vollgeladen war - und wir zuvor alles pro Karton aufgelistet hatten).


    Mit der Deklaration vom Zoll müssen wir dann binnen 2 Tagen mit dem Auto zum Zollhof in Mogilev (haben wir gestern gemacht).
    Dort auch nur Staunen und viele Fragezeichen.
    Ein Zöllner - er meinte er kennt mich von irgendwo her (?!)... nahm sich dann auch sehr freundlich der Sache an.
    Das Auto muss erstmal auf den Zollhof selbst, und wird dort bis zum Abschluß der Zollprozedur "verwahrt".


    Dann wieder gefühlte tausend Dokumente ausfüllen und einen Fragenkatalog abarbeiten.
    Z.B. wo genau ich geboren bin (inkl. Straße...), woher ich die Regelung mit dem zollfreien Import weiß, ob uns jemand für irgendeine Provision geholfen hat oder ich vorhabe den Wagen weiterzuverkaufen etc. etc.
    Dann ist der Zöllner mit mir noch zum Auto, hat sich die VIN zeigen lassen, hat Fotos gemacht, und ein paar weitere Fragen zum Baujahr etc. gestellt.
    Zum Schluß auf der üblichen Deklaration, die man von der Grenze her kennt, nochmal alles ausgefüllt.


    Danach 2-3Stunden warten (sind dann nach Hause gelaufen, der Zollhof liegt bei uns in der Nähe), und haben am Ende etliche Zolldokumente erhalten.
    Desweiteren die Verwahrung an der Kasse bezahlt - "Abholstempel" geholt, mit dem wir unser Auto wieder abholen konnten.


    Mit diesen Zolldokumenten müssen wir nun innerhalb von 10Tagen zur GAI, zur ganz normalen Anmeldung für die weißrussischen Kennzeichen.
    Dann noch zum TÜV & Versicherung abschließen und das wars :)


    Benötigt an Dokumenten unsererseits wurden:
    - Der Fahrzeugbrief aus dem unbedingt hervorgehen muss, wie lange mir das Auto bereits gehört (nur wenn mir der Wagen schon 6 Monate gehört, ist der Import zollfrei)
    - Fahrzeugschein
    - Ursprünglicher Kaufvertrag vom Auto als Grundlage für die Wertermittlung des Autos (ist vielleicht nicht unbedingt notwendig, aber vermeidet Diskussionen...)
    - meinen weißrussischen & deutschen Pass
    - die Transitdeklaration vom Grenzübertritt
    - Zeit & Geduld :)


    Gruß


    PS: Die Frau an der Kasse vom Zollhof - überraschenderweise sehr freundlich zu uns :) - fragte mich auch, warum ich hierhin auswandern will.
    Ich glaube, ich komme doch nochmal ins Grübeln... hehe...

  • Und ein paar weitere Updates:
    Letzte Woche waren wir bei der GAI zum Anmelden des Autos.
    Läuft fast wie in Deutschland, Wartenummer am Computer ziehen, und warten bis man aufgerufen wird.
    Der erste Schalter war erstmal zum allgemeinen Anmelden - und zum Abholen weiterer Dokumente.
    Dann wieder nach draußen, den Wagen kurz vorgeführt, ob er es auch wirklich ist.
    Danach zur Kasse die Anmeldegebühren zahlen, und gleich zur Versicherung den Wagen versichern lassen.


    Danach dann wieder Wartenummer für die nächste Sachbearbeiterin (sehr freundlich, und sehr hübsch ;) ).
    Die hat uns dann darauf aufmerksam gemacht, daß wir noch nicht die Recycling-Gebühr beim Zollimport bezahlt haben.
    Prinzipiell brauche ich das zwar nicht, aber spätestens beim Weiterverkauf, muß der Käufer das dann zahlen.
    Und da die Gebühr 2 Tage später verachtfacht werden sollte (statt 1Mio Rb, ganze 8Mio Rb) hat sie uns empfohlen, das lieber schnell nachzuholen - sonst wird das später unseren Verkaufserlös beträchtig mindern.


    Wussten wir nicht, beim Zoll hat uns keiner darauf aufmerksam gemacht...
    Also das Anmelden kurz unterbrochen, und wieder zum Zoll...
    Dort wieder Dokumente zeigen, andere Ausfüllen, Gebührenbeleg abholen...
    Dann zur Bank, bezahlen, und wieder zurück zum Zoll...
    Und dann wieder zur GAI...
    Wieder Wartenummer (die Dritte also inzwischen)... wieder an die Hübsche...
    Alles abgeben, kontrollieren, unterschreiben... und fertig.
    Die Schilder lässt man hier aber nicht machen inner Kennzeichenbude, sondern bekommt sie von der GAI ausgehändigt.
    Das dauert aber wieder 'ne Stunde... also kurz bummeln und einkaufen, wieder zurück und nochmal Wartenummer - Nummer 4.
    Dann Schilder entgegen genommen, Unterschrift und endlich fertig.
    Nein nicht ganz - nochmal zur Versicherung, um der Frau noch die eigentliche Kennzeichennummer mitzuteilen (wusste sie ja vorher nicht).
    Insgesamt dafür fast 'nen Tag gebraucht...


    Danach hat man dann 10 Tage Zeit den TÜV machen zu lassen.
    Haben wir jetzt gerade gemacht :)


    Zuvor muss aber noch die KFZ-Steuer bezahlt werden...
    Und der Wagen gewaschen sein... Schmutziger Wagen wird nicht akzeptiert.


    TÜV war easy - bin aber durchgefallen ;)
    Wie zuvor schon bei meiner Frau:
    - Lichtkontrolle nur vorne
    - Abgastest
    - Bremsentest
    - und einmal kurz unten nachgeschaut (keine 2Minuten...)


    Danach kam noch ein OberKontrollateur, der sich die VIN zeigen ließ - und mich dann durchfallen ließ, weil:
    Ich noch das "D"-Kennzeichen dran hatte *lol*


    Ich soll das erst abmachen, oder ein "BY"-Zeichen rüberkleben.
    Das D-Kennzeichen ließ sich aber nicht lösen - muss ich erst mit 'nem Heißluftfön ran...


    Naja - haben jetzt nochmal 20Tage Zeit zur Nachprüfung...


    Ansonsten benötigt man zum TÜV den weißrussischen Führerschein.
    Habe ich ja noch nicht, aber der von meiner Frau geht ohne Probleme (obwohl ja mein Auto)....
    Muß den Sinn dahinter nicht verstehen.


    Also irgendwann die nächsten Tage nochmal hin fahren...



    Gruß

  • dann kann Du ja jetzt in den Autohandel einsteigen U+1F604 wenn Du alles weisst
    ich kannte mal einen Deutschen der hat jedes mal wenn er seine Freundin
    in Minsk besucht hat ein Auto von Deutschland nach BY zum Verkauf mitgenommen ,
    na ja ob da jetzt noch was zu verdienen ist weiss ich nicht

  • @MrRossi

    Zitat

    Ich machs mal kurz


    U+1F62E Я в шоке ... kurz? Du schreibst bald mehr als ich und das ist schokierend U+1F604 U+1F609



    Zitat

    Nebenbei fragte sie mich - ob ich wirklich hierhin (also Belarus) auswandern möchte... :)


    ... zu spät U+1F61C U+1F602



    Zitat

    Dort auch nur Staunen und viele Fragezeichen.


    Die Fragezeichen über den Köpfen sieht man hier des öfteren, wenn diese dann gewahr werden, dass man aus Deutschland nach Belarus ausgewandert ist. Wobei diese sich wahrscheinlich denken: "Warum vom Regen in die Traufe?"
    Doch so schlecht/schlimm ist es hier dann auch wieder nicht - die wissen nur nicht wie es in -D- ist U+1F604



    Zitat

    Er schaute noch nichtmal in den Wagen (der fast bis Oberkante vollgeladen war - und wir zuvor alles pro Karton aufgelistet hatten).


    Блин ... dann hättest ja Kistenweise das köstliche "Zoigl" aus Deiner alten Heimat mitbringen können. Nicht zu vergessen die Riesenbrezeln und den Obazter und dann ganz herrlich und gemütlich ...



    Zitat

    oder ich vorhabe den Wagen weiterzuverkaufen


    Selbst wenn Du den Wagen weiterverkaufen würdest, frage ich mich was denen das von der GAI interessiert. Solange Du der Eigentümer bist und ein Recht auf den Import hast, dann sollte das denen doch "eigentlich" schnuppe sein. Verständlich wäre das, wenn man einen Wagen z.B. ohne Aufenthaltsgenehmigung und ständigen Wohnsitz in Belarus einführen möchte. Aber so ... U+1F615



    Zitat

    Dann noch zum TÜV & Versicherung abschließen und das wars :)


    Die TÜV-Untersuchung ist hier auch nicht in jeder Stadt gleich. Die einen strenger, die anderen schauen nur einmal über den Wagen drüber weg. Bei Versicherungen lohnt sich definitv ein Vergleich. Wir hatten damals eine Versicherung der Belgosstrakh (Белгосстрах) aber es gibt auch durch aus günstigere Versicherungen bei denen man u.U. auch den ein oder anderen Rubel einsparen kann. Allerdings und das sei dazu gesagt, sollte man die einzelnen Versicherungen schon genau vergleichen, denn eine günstigere Versicherung muss nicht unbedingt den gleichen Service bieten - so, wie auch immer: "Vergleichen lohnt sich" U+1F609
    Dazu passend: "INFO: Belarus Versicherungsanbieterübersicht"



    Zitat

    - Ursprünglicher Kaufvertrag vom Auto als Grundlage für die Wertermittlung des Autos (ist vielleicht nicht unbedingt notwendig, aber vermeidet Diskussionen...)
    - meinen weißrussischen & deutschen Pass


    Also bei uns brauchten wir damals einen Kaufvertrag. Jedoch und das sei dazu gesagt, haben wir das Auto nicht importiert sondern in Belarus gekauft. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Rolle spielt U+1F609



    Zitat

    - Zeit & Geduld :)


    ... die braucht man aber nicht nur bei der GAI U+1F61C U+1F604
    Abpropo GAI ...


    Zitat

    PS: Die Frau an der Kasse vom Zollhof - überraschenderweise sehr freundlich zu uns :) - fragte mich auch, warum ich hierhin auswandern will. Ich glaube, ich komme doch nochmal ins Grübeln... hehe...


    Bezüglich der Frau, war es wahrscheinlich mal wieder ne hübsche - gel? U+1F604
    Das mit den grübeln habe ich jetzt mal überhört/überlesen, denn das Du wieder zurück auswanderst, dass kommt nicht in die Tüte. Anderfalls blockiere ich persönlich die Grenze U+1F61B U+1F609



    Zitat

    Letzte Woche waren wir bei der GAI zum Anmelden des Autos. Läuft fast wie in Deutschland,


    Stimmt ... warten, warten, warten U+1F609



    Zitat

    Und da die Gebühr 2 Tage später verachtfacht werden sollte (statt 1Mio Rb, ganze 8Mio Rb) hat sie uns empfohlen, das lieber schnell nachzuholen


    Macht doch nichts! Schreibst beim verkauft in die Announce "Из Германии" und der Verkaufspreis versechszehnfacht sich U+1F604



    Zitat

    Die Schilder lässt man hier aber nicht machen inner Kennzeichenbude, sondern bekommt sie von der GAI ausgehändigt.

    ... und auf Wunsch gibt es in Belarus, genauso wie auch in Deutschland, auch Wunschkennzeichen. Aber dies, ebenso wie in Deutschland, natürlich gegen Preisaufschlag.



    Zitat

    Ich soll das erst abmachen, oder ein "BY"-Zeichen rüberkleben.
    Das D-Kennzeichen ließ sich aber nicht lösen - muss ich erst mit 'nem Heißluftfön ran...


    Wäre auch sehr schnell vor Ort gegangen. Denn bei den Deutschen D-Kennzeichen steht nur ein "D" aus welchen sich mittels schwarzen Edding auch ein "B" machen ließe und ein Platz für das "Y" würde es dann auch noch geben. Auch wenn das dann ein klein wenig kleiner ausfallen würde.
    Aber ... voila, Herr TÜV-Kommisar ... es ist ein BY und damit BYe BYe U+1F609



    Zitat

    Habe ich ja noch nicht, aber der von meiner Frau geht ohne Probleme (obwohl ja mein Auto)....
    Muß den Sinn dahinter nicht verstehen.


    Dem schließe ich mich an ...



    @Hanie

    Zitat

    ich kannte mal einen Deutschen der hat jedes mal wenn er seine Freundin in Minsk besucht hat ein Auto von Deutschland nach BY zum Verkauf mitgenommen , na ja ob da jetzt noch was zu verdienen ist weiss ich nicht


    Kurz gesagt: "Das waren noch Zeiten" aber genau diese Zeiten sind vorbei! Nach Belarus einführen kannst Du es schon, nur ist das dann auch eine Frage der Kosten und zudem wie das dann zu dem Verkaufsverhältnis steht und das wird sicher nicht gut sein U+1F609

  • Zitat

    Natürlich ist wieder mal mit der Transskription was falsch gelaufen.
    Mein Nachname ist vom kyrillischen zurück ins Lateinische falsch übersetzt worden.


    Das ist völlig normal, denn die Behörden und auch die hierigen Staatlichen Übersetzer nutzen eine genormte Übersetzung der lateinischen Buchstaben.
    Doch ehrlich gesagt mache ich mir deswegen keine Gedanken. Denn letztlich brauchst Du die Aufenthaltsgenehmigung ja ohnehin nur hier und die Behörden hier werden damit schon klar kommen. Für alles andere, wie in Polen oder Deutschland nutzt Du halt den Reisepass/Personalausweis und alles wird gut U+1F609


    Nee sorry - nix ist gut, sondern schlichtweg falsch!


    Der falsche Name wird dann zu Problemen führen, sobald ich mit weißrussischen Dokumenten in Ländern auftauche, die die Lateinische Schreibweise berücksichtigen.
    Beispiel?
    - Der Fahrzeugschein des weißrussischen Autos auf meinen Namen.
    Was wird wohl der polnische Zöllner an der Grenze dazu sagen, wenn der dort eingetragene Name nicht der ist, der in meinem dt. Pass steht.
    - Oder Kontoeröffnung in Weißrussland mit meinem "falschen" Namen.
    Da steht dann der falsche Name auf der Kreditkarte... (der aber bisweilen zur weiteren Legitimation per Pass etc. wichtig ist).
    - Oder mein (zukünftiger) weißrussischer Führerschein, der dann nicht mit meinem dt. Pass übereinstimmen würde


    Für die Ausstellung dieser weißrussischen Dokumente wird nämlich der falsche Name im weißrussischen Ausländer-Pass genommen.
    Mein deutscher Pass tut da gar nicht interessieren.


    Also:
    Nachdem ich jetzt den TÜV habe (Nachkontrolle war gestern), gehts es an die Korrektur des Namens-Fehler.
    OVIR informiert, gestern neue Passfotos gemacht, und heute dann wieder hin (zum OVIR).
    Sobald ich den neuen Pass dann habe, wieder zur GAI, um dort den Namen zu korrigieren...


    Erst danach traue ich mich wieder über die Grenze (mit dem auf mich zugelassenen Auto).



    Gruß