Weichen die Dämme endlich auf ?

  • Alexander Lukaschenko hält es für notwendig, die ersten Erfolge auszubauen, die Belarus auf dem Weg zur Kooperation mit europäischen Staaten in den letzten zwei Jahren erzielt hat. Das erklärte Präsident Alexander Lukaschenko heute beim Treffen mit belarussischen Botschaftern und Konsulatsleitern, wie ein BelTA-Korrespondent berichtet.


    Für einen ausgeglichenen außenpolitischen Kurs brauche Belarus gute Beziehungen mit der EU, sagte der Präsident.


    „Europa bleibt nach wie vor wichtigster Handels- und Wirtschaftspartner für Belarus, eine sichere Quelle für neue Technologien und Anlagen“, sagte der Staatschef.


    Der europäische Markt sei gesättigt, hier herrsche eine harte Konkurrenz, sagte Lukaschenko. „Und wenn wir unsere Produktion an europäische Kunden verkaufen konnten, so sollen wir sicher sein, dass sich diese Produktion auch in anderen Regionen der Welt einer hohen Nachfrage erfreuen kann“. bemerkte der Staatschef.


    Belarussische Betriebe kurbeln ihre außenwirtschaftliche Tätigkeit trotz US-Sanktionen immer schneller an. So sind in Belarus derzeit 382 Unternehmen mit US-Kapital registriert, dabei sind allein in den letzten 2 Jahren 100 neue Unternehmen gegründet worden. „Wir haben ein gutes Fundament geschaffen“, sagte der belarussische Staatschef.

  • So sind in Belarus derzeit 382 Unternehmen mit US-Kapital registriert


    Das wundert mich eben. Weiss jemand welche groesseren amerik. Unternehmen in BY taetig sind, ich meine ausser
    Mc Doof und Zuckercola ? P + G, Gillette ?

  • Vorhin vergessen zu schreiben:


    Die EU waere ganz schnell bereit alle Sanktionen fallen zu lassen,
    wenn Luka den "Ausverkauf" von BY starten wuerde. Dazu dienen
    sicherlich auch ein Grossteil der US Registrierungen.

  • Ich fänd es gut, wenn die Sanktionen gegen Luka mal beendet werden und die Beziehungen zwischen By und EU vertieft werden.


    Ich habe in By bisher keine US Unternehmen außer Mc FettBurger und Coke wahrgenommen :silly:

  • Mir faellt noch Autovermietung am Flughafen ein, weiss aber nicht mehr welche.


    Aber vielleicht hat Grodno noch was anzubieten.

  • Hab ich, ich sehe das ganz einfach, aus wirtschaftlichen Gründen umgehen die meisten US-Firmen und auch deutsche Unternehmen die Sanktionen, verstecken ihr Risk-Capital oder Investment in "Schachtelfirmen" ! Ein Beispiel, für die habe ich 2 Jahre gearbeitet :


    1. VW - braucht für seine Fahrzeugflotte Kabelsätze, die die vorgefertigt werden
    2. VW beauftragt, man höhre, den japanischen Konzern "Sumitomo" - die kaufen von VW die Rechte, VW wird Aktienhalter
    3. Sumitomo verlagert offiziell seine Produktion nach Gorzow in Polen - die widerum lassen in BY, als "verlängerte Werkbank" produzieren ....zum Schluus geht alles "steuerfrei" dank Zollunion, nach RU in Nishninowgorod,,,und munter wird Gold Audi und Skoda montiert ....noch Fragen !


    -so machens US Pharmakonzerne, IT-Bereiche, die Zigarretenindustrie, IKEA, verschiedene Bekleidungshersteller im textilen Bereich von Damenunterwäsche....und, und, und


    .....und auch wir ich und mein Partner, leider...haben in unserer geschl.AG , amerikanisches Riskcapital - weil andere nicht bereit waren ein Startup zu finanzieren !

  • Mir ist noch eingefallen, daas Opel (GM) in BY doch irgendein Modell zusammenschrauben laesst.


    Zu deinem Bsp. VW:
    Warum laesst man die Kabelbaeme nicht gleich in RUS herstellen, sondern um 20 Ecken ? Das verteuert das Ganze doch nur.


    Eure AG was macht die, welche Branche ?




    i

  • ...es verteuert es nicht, eine Arbeiterin im 3 Schichtssystem in BY in Grodno, wo sie gefertigt werden kostet 250,-EUR, in RU schon 700,-EUR, in PL 1500,-EUR...da sind Transportkosten billiger wie Lohnzahlungen....und das ist eine Sonderwirtschaftszone und damit "steuerfrei" !!!!


    Wir beschäftigen uns mit alternativen Energieformen und planen ein Windparkprojekt in Novogrudok für 2015 !



    -...Opel. ja das Fahrgestell für Corsa und Astra...läuft aber auch über DE...Amis treten nicht in Erscheinung :woohoo:

  • Für einen ausgeglichenen außenpolitischen Kurs brauche Belarus gute Beziehungen mit der EU, sagte der Präsident.


    das ist so richtig ,
    ich denke aber das BY und Lukaschenko von den aktuellen Spannungen Russland mit der Ukraine
    einen Nutzen zieht und ziehen will ,
    man versucht von Seiten des Westens Lukaschenko wieder etwas zu umgarnen , Sanktionen zu lockern , sich anzunähern ,
    weil der Westen sich davon wieder einen Nutzen gegen Russland verspricht ( eine ähnliche Situation haben wir im Moment ja im Iran ) Lukaschenko fühlt sich vielleicht dabei noch geschmeichelt oder für wichtig , Der Westen möchte BY mit Russland untereinander ausspielen , Länder untereinander auszuspielen war immer die Doktrin der USA und dem englischen Pudel ,
    Ich halte diese Entwicklung für gefährlich eventuell Russland in den Rücken zu fallen ,
    denn die wahren Feinde können einem morgen schon wieder fallen lassen
    so wie es schon so oft die Geschichte gezeigt hat ,

  • Ich finde auch BY sollte sich weiter nach Osten orientieren und an vorhandene Stukturen festhalten bzw. ausbauen
    (auch asiatischer Markt)


    Man liest ja gerade wie die Amis dem Iran wieder in den Ar... kriechen. Grund: Wenn man es doch geschaft haben
    sollte die russ. Energieversorgung nach Europa zu kappen, dann so vorerst der Iran ein Teil der Luecke fuellen damit
    Europa nicht friert bzw. die Amis ihr Schiefergas liefern koennen und Europa davon abhaengig ist. Ich hoffe die Iraner
    wissen die Russen zu schaetzen und lassen sich nicht auf die Amis und EU ein.

  • Der ganze Kapitalismus zielt nur auf Gewinn . Heute hole ich den von Russland , morgen mag ich die Russen nicht mehr und gehe zu meinem Erzfeind Iran . Übermorgen ist der Russe wieder gut oder andere . Lukaschenko ist gut beraten die EU nicht für lull und lall ins Land zu lassen . Die kleinen Leute in Belarus werden nie etwas davon haben . Ich war in Supermärkten in Vitebsk oder in Magazinen. Die Produkte aus Europa sind so teuer das sie keiner kaufen kann . 500 g Kaffee 12 € . Meine Familie in Vitebsk und Polozk freut sich wenn ich Kaffee mitbringe. Ich persönlich hoffe das es nach dem Kapitalismus noch etwas anderes und besseres gibt ,werde es aber sicher nicht mehr erleben . Schönes Wochenende .

  • da kommt nichts mehr nach dem Kapitalismus ,
    die Marktwirtschaft wie sie mal von Ludwig Erhard , Wohlstand für Alle,, ausgerufen wurde existiert schon lange nicht mehr ,
    , wo Unternehmen soziale Verantwortung tragen müssen usw ,
    es wird bald keine Deutschen Unternehmen mehr geben , die werden bald alle in Händen von Hedge Fonds und in ausländischen Händen gehen wenn das Tempo so weitergeht , der Staat hat seine Verantwortung von Energie , Telekomunikation , bald auch Wasser in private Hände verkauft , dabei aber keinen Cent Schulden zurückgeführt ,
    wir leben in einer assolzialen Marktwirtschaft , wo Banken und Staaten die Milliarden verzockt haben alternativlos gerettet werden ,
    und Arbeiter die einen Kassenbon falsch abgerechnet haben die Existenz zerstört werden ,
    Wo statt Armut und Not beseitigen in der Welt Feindbilder aufgebaut werden um Raketenschirme zu installieren , wo immer perviedere Waffen an korrupte Staaten geliefert werden um Geschäfte zu machen , Wo man überlegt ob man einen Atom Krieg gewinnen könnte
    lange kann da nicht mehr gut gehen , wird unweigerlich zu Krieg führen wenn nicht bald die Venunft siegt