Spenden für Belarus

There are 6 replies in this Thread. The last Post () by andi_s.

  • Hallo Zusammen,


    da mir in diesem Jahr Belarus und die Menschen dort durch meine Freundin sehr ans Herz gewachsen sind, würde ich gerne etwas Geld spenden für Organisationen, die dort soziale Projekte durchführen und den Menschen helfen. Kennt ihr Wohltätigkeitsorganisationen, die in Deutschland anerkannt sind und soziale Projekte in Belarus unterstützen?

    Bei meiner Internetrecherche bin ich auf SOS Kinderdörfer gestoßen, die dort wohl aktiv sind. Aber vielleicht kennt jemand noch andere, spezifisch auf Belarus ausgerichtete Organisationen?


    Für Anregungen wäre ich Dankbar,


    Andreas

  • Im Moment ist der Stand der Dinge so, die humanitäre Hilfe aus Deutschland kam zum Erliegen, die Kindererholungen in D finden auch nicht statt.

    Der Präsident hat das ausgesetzt, Belarus sei selbst in der Lage seinen Kinder gute und gesunde Ferien zu ermöglichen. Eine Zusammenarbeit wie in den

    vergangenen 25 Jahren zwischen BY und D Vereinen/Fonds gibt es zur Zeit defacto nicht.

  • andi_s
    Organisationen an welchen gespendet werden kann, gibt es doch auch auf einen Klick genug, wie u.a.:

    Im übrigen...

    Noch vor dem bestehen von Belarusinfo gab es meiner Zeit (noch in Deutschland lebend) eine Seite Namens Tschernobyl-Diarys, welche Spenden für (nicht nur) Opfer und Geschädigte entgegennahm und an Heimischen Organisationen weiter geleitet wurden. Belarusinfo wurde "indirekt" auch nur aus diesem Grunde weitergeführt und es besteht die Absicht die vorherige Präsenz in Belarusinfo zu intrigieren und damit den Menschen direkt vor Ort zu helfen. Dies jedoch nur und auch nur dann, wenn direkter Kontakt besteht (wie auch im alten Projekt bestanden hat) um "zuversichtlich" und "nachweislich" sein und zeigen zu können, wo die Spenden gelandet sind. Um eines gleichen hier unter Belarusinfo wieder zum Leben zu bringen, Bedarf es jedoch vorab weitere Informationen zu diesem Thema. Letztere liegen nicht nur durch das zuvor genannte und geführte Projekt, sondern auch durch viele weitere Informationen durch Tschernobyl selbst und den mehr oder weniger geschädigten Zonen (wie u.a. und um nur große Städte zu nennen auch Mosyr, in welcher man selbst gewohnt hat, Gomel und vielen weiteren), Behörden im Bezug zum Zugang der Sperrzone uvm., (ehemaligen) Familienangehörigen (Ex-Frau und dessen Familie) mit einen sogenannten "Tschernoyl-Ausweis, etc. zur Hand. Lediglich müssen all diese Informationen zusammengefasst werden, welches kein Kinderspiel ist. Sicher ist aber eines, dass das ehemalige Projekt hier auf Belarusinfo wieder seinen Platz finden wird. Wie gewohnt wird, sobald dieses hier veröffentlicht wird, auch in unserem Changelog, erwähnt (wo eines gleichen derweil bereits als "in Bearbeitung" gekennzeichnet) wurde.


    Mosyr

    Dem stimme ich Dir, ohne darauf weiter einzugehen, gerne zu. Traurig das es so gekommen ist oder so kommen musste. Ändern wird es jedoch so ohne weiteres keiner und das weder Du noch ich. Nicht bös gemeint, doch selbst wenn Du oder ich es wollten, würde es so ohne weiteres keine Bewerkstelligen können. Zumindest was diesem Sinne anbelangt. Die Ausnahme besteht in diesem Sinne nur des reinen Vertrauens der jeweiligen Organisatoren - oder - (wenn man es so will) der direkten Spende und somit mit einer Wortwörtlich "direkten" oder "indirekten" Spende über Personen bzw. Organisatoren welche direkt vor Ort sind. Persönlich kenne ich viele Menschen in u.a. auch Mosyr, welches wiederum eines der am stärksten betroffenen Gebiete gewesen ist (Du wirst es sicher selbst wissen) und auch einige Menschen, welche seit eh und je wieder in der Sperrzone (genannt: "roter Wald") leben. Selbst, wenn auch mit viel Bürokratie verbunden, selbst da gewesen und könnte hier dazu ein Roman schreiben. Nicht nur ein Grund warum das alte Projekt hier auf Belarusinfo wieder seinen Platz finden wird - und - (abseits dessen) auch nicht das letzte mal gewesen ist, die Menschen vor Ort zu begegnen (Bürokratie oder Sperrzone hin oder her).


    Gruss,
    Andreas

  • Belarus.Andreas : Danke für die Liste. Gab es die hier schon irgendwo? Dann habe ich sie vorher nicht gefunden.
    Gegoogelt habe ich natürlich auch und darüber z.B. die SOS Kinderdörfer gefunden. Aber z.B. auch die Human-Rights-Belarus.org, die wohl schon seit 2019/20 nichts mehr veröffentlicht haben. Da hätte ich kein gutes gefühl, dass mein Geld noch irgendwo ankommt.

    Deshalb hatte ich gedacht, ich frage hier mal, ob jemand persönliche Erfahrungen mit irgendeiner Organisation hat, so dass ich mir halbwegs sicher sein kann, dass die Gelder auch ankommen...

  • andi_s
    Persönlich kann ich über die Links zu den genannten Organisatoren nichts sagen, da ich in keinen Kontakt mit diesen stehe. Persönlich war es und ist es mir auch bisher wichtiger etwaige Spenden dort ankommen zu lassen wo diese auch tatsächlich landen. Mit anderen Worten, ich mit diesen zuvor in Kontakt stand, diese getroffen habe und vereinbart werden konnte wo die Spenden wirklich landen werden. Alles andere macht für mich in diesem Sinne (wenn es auch nicht offiziell bekannt wäre) keinen Sinn. Mein vormaliges Projekt beschäftigte sich ausschließlich mit (in- oder indirekten) Tschernobyl geschädigten, welche vor Ort (Familien, Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser, etc.) und wurde zu diesen auch 100% weitergeleitet. Da es ein rein privates Projekt, wie auch jetzt Belarusinfo gewesen war/ist, ist es auch jetzt dauerhaft beabsichtigt (und derweil auch in Bearbeitung), dass alte Projekt über Tschernobyl hier in Belarusinfo zu intrigieren. Lediglich fehlen dazu noch weitere Reisen, Kontaktaufnahmen und Informationen um das etwaige Spenden auch dort ankommen würden, wie auch Jahre zuvor. Belarusinfo selbst wird aber jedoch nach wie vor Werbe- und Kostenfrei bleiben und wird niemals etwaige Einnahmen aus solchen Spenden erzielen, sondern statt dessen nachweislich mit Fotografien, Worten oder Schecks nachweisen, dass jeder Cent dort angekommen ist, wo er auch gebraucht wird und das nicht nur in Namen von Belarusinfo sondern auch von mir, weil mir genau diese Menschen ans Herz gewachsen sind. Geschichten dazu, genauso wie Tschernobylausweise (bzgl. der Abreise aus der Sperrzone nach dem Unfall) liegen bereits zu genüge vor und rührten einen zurvor mehr zu tränen als sich ein jemand vorstellen kann. Mehr dazu aber im bald veröffentlichenden Special hier auf Belarusinfo. Diesbezüglich bitte ich aber noch um ein wenig Geduld, da dies nicht von heute auf morgen geschehen kann/wird. Danke!



    Nachtrag:
    Nein, die Liste gab es hier bisher noch nicht, aber eine Art dieser Liste mit vielen Einträgen würde auch auf dem Special "Tschernobyl" hier auf Belarusinfo veröffentlicht werden. Wer aber nun aber letztlich für wen spendet (gleichermaßen ob hier oder dort) bleibt unabhängig von Belarusinfo selbst. Jegliche Spenden die über Belarusinfo (nach der Veröffentlichung der speziellen Seite) eingerichtet wurde, werden auch zu 100% an den jeweiligen Personen, Familien, Kindergärten, Schulen, etc (mit Angabe von Name, Anschrift, etc. sowie Kopie der Abgaben) hier veröffentlicht werden. Persönlich kann jener einen Teil von Spenden einbehalten, in welchen mir aber der Mehrwert liegt auf diesen zu verzichten und den Menschen vor Ort zu helfen. Kurz und bündig würde mit diesem Projekt jeder Cent dort ankommen wo er gebraucht würde. Dies würde sich u.a. auch hier abstimmen lassen wo die nächste Spendensumme (mit Angabe) angebracht wäre. Doch dazu ist es im Moment noch zu früh, da zuvor noch die ein oder andere Reise sowie auch Absprache ansteht und natürlich das Projekt hier auf Belarusinfo selbst veröffentlicht wurde.


    Gruss,
    Andreas

  • SOS Kinderdörfer und aus dem Ausland unterstütze Organisationen sind in der Regel finanziell und materiell gut situiert. Die erhalten Geld und Unterstützung von grösseren Organisationen.


    Wenn Eure Freundin aus Belarus kommt, würde ich mich mal im Umkreis ihres Herkunftsorts informieren. In Belarus gibt es hunderte Kinderheime, welche keinerlei staatliche Unterstützung erhalten und hauptsächlich vom Goodwill der Bevölkerung oder von der Kirche abhängig sind. In vielen dieser Heime befinden sich Kinder mit Behinderungen oder sonstigen gesundheitlichen Problemen, welche gar nicht bedarfsgerecht untergebracht sind oder mangels Geld gar nicht die richtige oder dringend notwendige ärztliche Betreuung erhalten.


    Falls sie keine direkten Beziehungen zu Belarus haben, empfehle ich, das Rote Kreuz Belarus zu unterstützen. Die sind im ganzen Land in verschiedenen Bereichen sehr engagiert.

  • Vielen Dank an Alle, für diese wertvollen und inspirierenden Gedanken!

    Ich dachte zunächst, ich spende an eine in Deutschland anerkannte Institution, damit ich die Spende von der Steuer absetzen kann, dadurch einen entsprechend höheren Betrag spenden kann und sich letztendlich der deutsche Statt auch beteiligt. Aber vielleicht macht es tatsächlich Sinn bei meiner nächsten Reise mal etwas Geld direkt dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird.

    Viele Grüße,

    Andreas