Belarus: Gegensanktionen waren wie ein "unerwarteter Schlag"

There are 8 replies in this Thread. The last Post () by Rob.

  • Zum Thema Sanktionen gibt derweil wohl jeder Politiker sein Senf dazu ...


    "Die nächsten Sanktionen des Westens gegen Weißrussland werden keinen Nutzen bringen und die Europäische Union mit einem Bumerang treffen". Diese Meinung hat der Bundestagsabgeordnete der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Waldemar Gerdt, gegenüber dem Fernsehsender "Belarus 1" geäußert. "Mangelnder politischer Wille und Druck aus dem Ausland erlauben der EU keine angemessene Politik gegenüber dem Staat", so der Politiker.


    Mehr dazu im Video (russ.): Tvr.by - Waldemar Gerdt: Anti-Weißrussland-Sanktionen nützen der EU nicht


    Gruss,
    Andreas

  • Wer anderen eine Grube gräbt... oder es anders formuliert auszudrücken: "Wenn die EU anderen (Belarus) eine Grube gräbt, muss sie sich nicht wundern, wenn sie selbst hinein fällt"


    Zwar halte ich diese ewige Sanktionerei für Sinn- und Verstandlos, doch dass hier früher oder später das Fass zum überlaufen kommt, war außer Frage. Von der ersten, über die jetzige fünfte, bis hin zur Ende Januar 2022 geplanten sechsten Sanktion gegen Belarus. Obendrein kommt dann noch, die weit mehr als nur erhöhte Militärpräsenz an der ukrainisch- und polnischen Grenze zu Belarus und das wohl bemerkt schon vor der Flüchtlingskrise. Denn wie ich bereits in einen anderen Beitrag berichtete, wurden bereits schon vor der Flüchtlingskrise diverse Militärische Fahrzeuge auf der polnischen Autobahn in Richtung Belarussische Grenze von einen guten Freund gesichtet. Das sich Belarus eines gleichen nicht beinahe Monat für Monat in die Schuhe schieben lässt und einfach alles so auf sich nimmt, sollte auch den klügsten deutschen Politiker von vorne herein klar sein. Da die Sanktionen und dort das Militäraufkommen und als nächstes folgt der Knopfdruck oder wie? Wenn sich Situationsbedingt nicht bald beide Hühner zusammensetzen und die Henne ausdiskutieren, werden die Streitigkeiten und den daraus folgenden Folgen sicher unaufhaltsam werden. Besser wird es "so" jedenfalls für beide Seiten nicht werden.


    Gruss,
    Andreas

  • Das ganze BY Gerassel ist doch nicht ernst zu nehmen. David gegen Goliat. Was denn für Sanktionen gegen Europa? Lasst die Kirche einfach mal im Dorf!

    Polen und Belarus waren noch nie Freunde und werden es auch nicht mehr!

    Der jetzige Ärger kommt doch erst seit der Methode Flüchtlinge aktivieren. Kein Land der Welt wird wenn es Ordnung und

    Gesetze hat, seine Grenze unbeschützt lassen. Das wünschten sich hier im Moment auch viele,viele deutsche Bürger!

    Niemand aus der EU hat diese Leute nach BY bestellt. Das ganze Verhältnis war durch Minsk 3 schon einmal weitaus besser!

  • Mosyr

    keiner der beiden Unionen ist vom anderen Abhängig oder kann vom anderen abhängig gemacht werden. (Über-)Leben können und tun beide auch unabhängig voneinander. Nur eben jeder auf seine Art und Weise und dem des Möglichen. Sanktionen hin oder her. Das Europa nun aber von Seiten Belarus Sanktioniert wurde, dass lässt sich doch eindeutig aus dem Artikeln "Belarus: Ab 1. Januar Lebensmittelembargo gegen Europa", sowie "Belarus: Gegensanktionen waren wie ein unerwarteter Schlag" entnehmen. Zwar wird die Gegensanktion der EU keine (Über-)Lebenswichtige Funktion wegnehmen, doch ganz so ohne weiteres wird sie es dennoch getroffen haben. Denn viele Produkte und Waren werden z.T. in voraus und in Massen produziert um diese folglich ins Ausland (u.a. Belarus) zu exportieren. Wenn dieses aber, wie es nun eingetroffen ist, von heute auf morgen mittels der Sanktion untersagt wird, bleiben die Hersteller auf die im voraus hergestellten Produkte / Waren sitzen. Sicherlich können diese auch in andere Länder exportiert werden, doch sind nicht alle von unendlicher Haltbarkeit und zudem gehen die Hersteller von einer (wie vor der Sanktion) kurzen Abnahme aus, welche sich jedoch Situationsbedingt verschiebt und Zeit kostet schließlich auch Geld. Letztlich kann eines gleichen sicher wieder ausgebadet werden, doch so ganz ohne wird und kann es sicher auch nicht verkraftet werden,

    Der jetzige Ärger kommt doch erst seit der Methode Flüchtlinge aktivieren.

    Das ist so nicht ganz richtig, denn gegen Belarus wurde schon viel früher Sanktionen erhoben. Angefangen und die erste Sanktion wurde nach den Wahlen gegen Belarus erhoben. Doch dazu im folgenden hier einmal ein genauer Ablauf und Datumsangabe aus welchen zu entnehmen ist wann und wie alles angefangen und seinen Lauf genommen hat:

    Datum:
    2. Oktober 2020EU verhängt Sanktionen wegen Unterdrückung und Wahlfälschung
    16. November 2020Sanktionen gegen Alexander Lukaschenko und 14 weitere Amtsträger wegen andauernder Unterdrückung verhängt
    17. Dezember 2020EU verhängt drittes Sanktionspaket wegen anhaltender Unterdrückung
    24. Mai 2021EU-Führungsspitzen verurteilen erzwungene Landung in Minsk und fordern neue Sanktionen
    4. Juni 2021EU für belarussische Fluggesellschaften gesperrt
    21. Juni 2021Bewerberländer und EWR-Länder schließen sich dem Ratsbeschluss über ein Überflugverbot an
    21. Juni 2021Viertes EU-Sanktionspaket wegen anhaltender Repressionen und der erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine
    2. Dezember 2021Fünftes Sanktionspaket wegen fortgesetzter Menschenrechtsverletzungen und Instrumentalisierung von Migranten


    Kein Land der Welt wird wenn es Ordnung und

    Gesetze hat, seine Grenze unbeschützt lassen. Das wünschten sich hier im Moment auch viele,viele deutsche Bürger!

    Dies beruht sich aber auf Gegenseitigkeit. Denn wie bereits in meinen vorherigen Beitrag genannt wurde, wurden bereits schon vor der Flüchtlingskrise einige Militärische Fahrzeuge auf polnischer Seite in Richtung der Belarussischen Grenze transportiert / aufgefahren. Dabei stellt sich nun die Frage wer sich hier etwas gefallen lassen muss. Ein verständlicheres Beispiel dazu: Wenn ich Dir ein Panzer mit gezielten Rohr vor Deiner Haustür parke und Du eines gleichen in der Garage stehen hättest, so würdest Du in diesem Fall sicher auch Gebrauch von ihm machen. Denn letztlich und wie Du selbst schon sagtest, würde kein Land seine Grenze ungeschützt lassen. Belarus genauso wenig wie Deutschland, die EU oder jedes andere x-beliebige Land.

    Niemand aus der EU hat diese Leute nach BY bestellt.

    Das wurde so auch nicht gesagt. Weder von mir noch im Artikel. Vergleicht man jedoch die Anzahl der Flüchtlinge welche an der belarussisch-polnischen Grenze stehen und derer die über andere Länder bereits in die EU illegal eingereist sind, macht es mir viel mehr den Eindruck, dass aus dem Problem an der belarussisch-polnischen Grenze (bewusst) aus einer Fliege ein Elefanten gemacht wird. Allein in Italien ist der Ansturm von Flüchtlingen seit letzten Jahres um mehr als das doppelte angestiegen. Wo es im November 2020 noch knapp 6000 waren und anschließend am Anfang des Jahres 2021 nur noch etwa 1000 waren, sind es aktuell 9500. Wohl bemerkt sind es an der belarussisch-polnischen Grenze bedeutend weniger.


    Weitere Informationen zu Flüchtlingen, der Herkunft, die Anzahl an Asylanträgen, etc. findet man im übrigen auf der Homepage der EU: Statistik zur Migration nach Europa.


    Gruss,
    Andreas

  • Hallo Andreas, keine der von dir aufgelisteten Sanktionen ist nicht ohne Zutun von BY enstanden. Wie man in den Wald hineinruft ................ Ich meine, ich kenne Belarus, mag es sehr, noch mehr die Menschen dort und bin auch immer gern dort! Aber ich stelle gerade fest, ich sollte mich an meinen alten Grundsatz halten, halte dich aus der Politik heraus. Wenn Du dich nun bemüht fühlst, weil Du im Moment dort lebst, alles mittragen oder gar erklären zu müssen, ist das für dich ehrenhaft! Von meiner Seite aus ist das Thema Politik damit erledigt. Ich werde wieder meinem alten Grundsatz folgen.

  • Mosyr

    aus den letzten Beitrag konnte man entnehmen, dass die Kirche im Dorf gelassen werden sollte und dies bezog sich auf die Gegensanktionen gegen der EU. Entsprechend dessen auch meine Antwort dazu. In wie fern und ob nun Sanktionen Gerechtfertigt sind, steht hingegen auf einen anderen Blatt Papier. Persönlich muss ich weder hier noch woanders überall meinen Senf dazu geben, Fakt ist jedoch aber, dass es zu einer Sanktion gegenüber der EU gekommen ist und mehr wollte ich damit auch nicht klar stellen. Ja, dass "Wie man in den Wald ruft" ist vollkommen korrekt und stimme Dir in diesem Punkt auch gerne überein. Wenn jedoch zwei Seiten in den Wald rufen, denn dann kommt das Echo jedoch aber auch von beiden Seite zurück. Grundlos ist und war das jedoch auch nicht! Denn letztlich würde sich niemand ans Bein pinkeln lassen ohne entsprechend darauf zu reagieren.


    Was den Beiträgen im Allgemeinen anbelangt, so wird hier garantiert niemand dazu gezwungen werden sich an etwaigen Beiträgen zu beteiligen. Kurz: Alles kann, aber nichts muss! Möchte jemand an einer Diskussion teilnehmen, so kann er/sie das gerne tun. Möchte er oder sie sich aber eines Themas enthalten, so muss und wird dieses natürlich respektiert.


    Gruss,
    Andreas

  • Wenn man die Politik in Deutschland verfolgt plus das Säbelgerassel , stellt man fest das Deutschland industriell geschwächt werden soll. Die Gaspipeline (Nord stream 2 ) soll unseren Machthabern nach nicht in betrieb gehen. Also Gasknappheit ; steigende Preise. Das gleiche im Stromsektor. Die Republik wird von externen Energieversorgern abhängig gemacht wodurch die Preise steigen. Bei Firmen ca. 70% Strompreiserhöhung.

    Dadurch wird die Arbeitslosigkeit gefördert. Kurzarbeit ist auch arbeitslos.

    2023 die Einführung des Digitalen € , was die Leute dann später noch abhängiger machen wird.

    Durch die Provokationen zwischen Russland und der EU ,wird mit den ganzen Sanktionen hauptsächlich Deutschland in den Ruin getrieben. Export Nation. Ohne Rohstoffe und billige Energie kein Export König mehr .

    Allein Magnesium ist im Preis um 3000% gestiegen. Ohne Magnesium kein Aluminium mit der passenden Festigkeit. Ohne Aluminium Druckguss : keine Autoindustrie, kein Computer ,u.s.w.

    Allein das schwächt den Standort Deutschland extrem schwer.