Aufenthaltsgenehmigung

There are 5 replies in this Thread. The last Post () by Belarus.Andreas.

  • Hi,


    ich freue mich über die Infos die man hier finden kann, Vielen Dank dafür.


    Im Netz kann man an verschiedenen Stellen lesen, das wenn man eine eigene Immobilie bewohnt, man auch problemlos eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung erhält (Voraussetzung also eigene Immobilie und dauerhafter Wohnsitz).

    Hier Info: Auswandern & Migration in Belarus steht dann auch, das eine Aufenthaltsgenehmigung durch Immobilienerwerb möglich ist.

    Hier aber https://belarusinfo.de/index.php?auswandern-und-migration/ : Der Anspruch auf eine Aufenthaltsgenehmigung durch ein Immobilienerwerb wurden vor Jahren abgeschafft, so dass allein durch ein Erwerb einer Immobilie kein Anspruch mehr auf eine Aufenthaltsgenehmigung besteht.


    Könnte das mal einer klarstellen?


    Gruß

    Squizzy

  • squizzy

    zuerst einmal willkommen bei uns auf Belarusinfo ;)


    Korrekt ist, dass wenn jemand in Belarus eine Immobilie erwirbt und dort mit einen ständigen Wohnsitz gemeldet ist, dass der bzw. diejenige dadurch eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung mit einer Gültigkeit für jeweils ein Jahr erhält. Diese, temporäre Aufenthaltsgenehmigung (auch "Registrierung mit festen Wohnsitz" oder "Registrierung mit ständigen Wohnsitz" genannt) kann vor Ablauf natürlich auch stets um jeweils ein weiteres Jahr verlängert werden.


    Der Beitrag im Forum (Info: Auswandern & Migration in Belarus), welcher im übrigen auch von mir geschrieben wurde, ist derweil schon nach vielen Jahren und weiteren Erkenntnissen veraltet. Ein Grund warum auf Belarusinfo der Ratgeber Auswandern & Migration erstellt und veröffentlicht wurde. Jedoch muss ich eingestehen, dass der Forenbeitrag nach dem verfassen des Ratgebers nicht angepasst wurde und so zu Unsicherheiten zwischen beiden kommen konnte. Diesbezüglich wurde der Forenbeitrag nun editiert und mit einen Hinweis versehen, so dass es zu keinen weiteren Unstimmigkeiten führen wird. Entsprechend den Unannehmlichkeiten möchte ich Dich bitten diese zu entschuldigen und mich zugleich bei Dir für den Hinweis recht herzlich bedanken!


    Gruss,
    Andreas

  • Kein Problem, ich freue mich über die Informationen. Das macht die Sache doch verständlich.


    Wenn wir schon beim Thema sind: Weisst Du was es mit der Aufenthaltsgenehmigung per Investition auf sich hat? Geld in eine staatliche Institution zu stecken klingt ja jetzt weniger nach Investition (so mit Verzinsung und Ausstiegsmöglichkeit) als nach Geldspende an den Staat. Kauft man sich da eine ständige Aufenthaltsgenehmigung, ala Karibik?


    Vielen Dank für Deine Mühe.

  • squizzy
    Bei der Möglichkeit handelt es sich um Investoren welche in Belarus mindestens 150.000 Euro in Investitionsobjekte (einschließlich auch Immobilien) investiert haben. Genauere und offizielle Informationen dazu müsste ich hier in Belarus selbst erst einholen, da ich persönlich nicht zu dieser Methode gegriffen habe. Allerdings schwirrt mir noch im Kopf mal gehört zu haben, dass wenn z.B. in Immobilien investiert wurde, die dadurch entstehenden Einnahmen (z.B. Miete) an den Investor gehen bzw. Prozentual gesehen an den Investor übergehen. Jedoch würde ich diese Aussage erst einmal mit Vorsicht genießen, da mir selbst keine offiziellen Informationen zu dem Thema "Aufenthaltsgenehmigung per Investment" vorliegen. Sollte ich jedoch in absehbarer Zeit wieder in der Stadt sein, so wäre es kein Problem diese Informationen von der Ausländerbehörde (russ. ОВИР) einzuholen.


    Die Frage ist letztlich nur ob überhaupt jemand mal eben eine solche Summe auf der Hand hat. Zudem aber auch ob so viel in Belarus investiert werden sollte, wenn doch schon zugleich die Frage besteht, ob man im Zweifelsfall eines Absprungs sein Geld wiederbekommen würde.


    Gruss,
    Andreas

  • Grundsaetzlich fand ich die Frage interessant was es noch an Alternativen gibt. Ein möglicher Shortcut zu einer staendigen Aufentaltsgenehmigung haette was.


    Aber bei solchen Konstrukten ist dann meist das Kleingedruckte wichtig und die Frage was da an Fallstricken zu erwarten ist, bzw. was an weiteren Projekten vorgegeben wird (Firmengründung, Steuertara, etc.). Insofern gebe ich Dir Recht: Das wird wohl zu viel des Guten.


    Nochmals Vielen Dank für Deine Mühen.


    Gruß

    Squizzy

  • squizzy

    nichts für ungut und gern geschehen!

    Das eines gleichen Interessant ist, steht außer Frage. Für mich persönlich wäre es zwar keine Option, aber das bedeutet nicht, dass es für mich nicht interessant wäre zu wissen was alles dahinter stecken würde. Entsprechend dem werde ich dies einmal bei meinen nächsten Besuch beim OVIR aus reinster Neugier erfragen. Glücklicherweise habe ich hier auf den Ausländeramt (russ. ОВИР) eine nette und Hilfsbereite Dame, welche einem bei allen Fragen beiseite steht. Interessant wäre es in meinen Sinne nicht für mich persönlich, sondern viel mehr für Belarusinfo selbst, mit welchen solche Informationen weiter gefüttert werden können.


    Alles im allen würde ich aber auch nicht davon ausgehen, dass es allein mit der Investition getan ist. Nehmen wir als Beispiel die Investition in Immobilien, so würden allein dafür mindestens die Jährlichen Abgaben wie Steuern und Versicherungen zu buche schlagen. Bei einen solchen Wert wäre es aber ganz bestimmt kein Einfamilienhaus oder ein Haus im Dorfe, sondern viel mehr ein Mehrfamilienhaus, wo zu guter letzt auch mehr Abgaben anfallen würden. Handelt es sich dann noch um ein Neubau oder aber eine Renovierungsbedürftige Immobilie, so würden noch weitere Unkosten wie die des Bauamts (russ. БТИ) hinzukommen. Gehen wir noch ein Schritt weiter und gehen von einen Neubau aus oder aber ein Altbau, welche noch nicht über kommunale Anschlüsse (Gas, Wasser, Kanalisation, Strom, etc.), so würde dieses ebenfalls noch einmal zu buche schlagen. Eingerechnet würde dieses nach meiner Auffassung sicherlich nicht bei einer Investition einer Immobilie und das ist u.a. nicht wenig zur heutigen Zeit. Beispiel: Liegt ein Haus in unmittelbarer Nähe der Zugangsstrasse und jemand möchte einen zentralen Gasanschluss zu sich legen lassen, so wäre dies nicht alleine damit getan, sondern muss dazu vorab erst einmal ein Projekt beim Bauamt eingeholt werden (kostenpflichtig). Erst anschließend würde die Firma den Gasanschluss verlegen. Kostenpunkt waren damals (ca 5-7 Jahre zurück) etwa 2.500 $ und das ohne Projekt vom Bauhof! Zur Erinnerung: Wir reden hier nur vom Gasanschluss und nicht von weiteren kommunalen Anschlüssen wie Wasser, Strom, Kanalisation, etc., welche letztlich noch dazu kommen würden. Heutzutage würden die genannten 2500 $ aber schon allein nicht mehr nur für den Gasanschluss am Hause ausreichen, denn teurer wird es von Jahr zu Jahr im jedem Lande - auch in Belarus.


    Gruss,
    Andreas