Migrationskrise: Lukaschenko besucht Flüchtlinge im Logistikzentrum

  • Manchmal versteht ein Mensch die Welt nicht mehr und das sicher ganz besonders, wenn er/sie vor geschlossener Schranke steht. Da bringen auch Kundgebungen mit Worten wie "Wie lange werden wir noch leiden?" und"Warum werden wir nicht durchgelassen?" nichts. Denn vorab sollte jedem klar sein, dass nicht jeder einfach so von A nach B reisen kann, da sonst Diplomatisches wie Visum oder in diesem Fall eher Asyl Sinnlos wäre. Das Leid und so leid es einen auch selber tut, tun sich die Menschen damit jedoch nur selbst an und das zum einen aus dem Grunde, dass sie (wie genannt) nicht einfach so von A nach B reisen und Grenzen übertreten können und zum anderen auch nicht eingeladen wurden sich an der Grenze zu versammeln bzw. zu bleiben. Die Möglichkeit ein solches Drama zu vermeiden bestand bereits schon vor der angegangenen Reise. Wenn dann aber dennoch so blauäugig und auf Teufel komm raus los marschiert wird, dann obliegt die Schuld weder an Belarus, noch Deutschland, der EU oder anderen Staaten, sondern lediglich und nur an der Person selbst.


    Das, wie aus den Worten: "Belarus wird alles tun, was die Flüchtlinge wollen" hervor geht, Belarus die Flüchtlinge nicht im Stich lassen wird, wage ich jedoch zumindest auf Dauer gesehen zu bezweifeln. Dies besonders aus dem Grunde, da die Unterstützungen dieser auch eine Menge kosten und wie ein jeder weiß, fällt der Groschen nun einmal nicht einfach so aus heiterem Himmel. Die Dankbarkeit mit Worten der Flüchtlinge wie "Wir sind ihm dankbar, dass er uns jede Hilfe versprochen hat, sowohl bei der Rückkehr nach Hause als auch bei der Weiterreise nach Deutschland." sind zwar lieb und nett, genauso wie schön und gut gemeint, aber dafür wird sich Belarus auf Dauer auch nichts kaufen können. Wobei ganz abgesehen nie davon die Rede gewesen war, dass Belarus den Flüchtlingen bei der Weiterreise nach Deutschland behilflich sein wird, so wie von diesem Flüchtling die Rede war.


    Kopfschütteln bekomme ich jedoch bei Worten wie: "Ich will nach Deutschland". Toll und andere wollen nach Mallorca, New York oder nach Timbuktu und können es auch nicht ohne weiteres (aus welchen Gründen auch immer). Würde aber nun ein jener von uns einfach drauf los latschen, ständen wir alle irgendwo vor geschlossenen Türen. Doch sich dann vor geschlossener Schranke zu beschweren, dass niemand durchgelassen wird und dies zudem mit den Worten "Ich will nach Deutschland" klingen nicht nur, sondern sind m.E. eine Dreistigkeit schlecht hin.


    Ein paar Gedanken und Kommentare zu einzelnen Zitaten der Flüchtlinge:

    • "Wir wollen nicht in Polen bleiben. Wir gehen nach Deutschland. ..."
      Erstens sind sie nicht in Polen, sondern in Belarus und zweitens klingen die Worte "Wir gehen nach Deutschland" nach einer Aussage und nicht nach einen Wunsch und damit dreist.
    • "Wir wollen nicht zurück nach Kurdistan. Dort sind wir dem Tod ausgeliefert. ..."
      Wenn man sich zur Winterzeit auf dem Weg macht, jedoch dann fest sitzt, würde letztlich auf Dauer das gleiche bei raus kommen.
    • "Wir sind keine Terroristen. Wir wollen in Europa leben"
      Es soll keine Unterstellung oder dergleichen sein, aber eines gleichen würde ein Terrorist (wenn es einer wäre) sicher auch von sich behaupten.
    • "Wir finden das alles sehr wichtig. Wenn alle Präsidenten in Europa so wären wie Sie, gäbe es keine Probleme"
      Widerspreche ich einmal mit dem, dass es gut ist, dass wir nicht alle gleich sind, da wir andernfalls in ein noch größeren Chaos leben würden.
    • "Ich habe in meinem Land mein ganzes Hab und Gut verkauft, um nach Europa zu gelangen"
      So verrückt, wenn nicht gar bedeppert, muss einer auch mal sein und sein komplettes Hab und Gut zu verkaufen und das ohne Sicherheiten zu haben im Zielland überhaupt leben zu können / dürfen, geschweige denn dort überhaupt anzukommen.
    • "Wir sind nicht verrückt, wie man uns nachsagt! ..."
      Klingt nicht nur nach dem vorherigen Zitat anders, sondern auch aus dem Grunde sich einfach mit den Gedanken auf dem Weg zu machen quasi jede Grenze passieren zu können. Anscheint haben noch nicht alle Menschen auf der Welt etwas von der Existenz eines Visums oder eines Asylantrags gehört. Zumal eines gleichen auch nicht immer zugestimmt werden muss.
    • "Das demokratische Europa hat uns keine einzige Chance gegeben"
      Wenn das doch schon klar war, frage ich mich, warum dennoch die Füsse in die Hände genommen wurden?

    Gruss,
    Andreas