Drohung gegen neue EU-Sanktionen: "Europa den Gashahn zudrehen"

  • Aufgrund der ständig steigenden Sanktionspakete seitens der EU, war aus meiner Sicht von vorne herein klar, dass Belarus dies nicht mehr lange auf sich nehmen bzw. dulden würde und genau eine solche Reaktion früher oder später kommen wird. Zwar sind es bisher nur Worte, doch würde ich persönlich nicht davon ausgehen, dass es nur bei eines gleichen bleiben muss. Schließlich steht der große Bruder an der Seite von Belarus und hatte ebenfalls schon mit Reaktionen auf die Sanktionen gegen den kleinen Bruder ausgesprochen.


    Angefangen mit der Wahl und den daraus entstandenen Protesten, dann der Vorfall mit der Ryanair-Maschine, jetzt die heikle Situation mit den Flüchtlingen an der belarussisch-polnischen Grenze und morgen? Im allgemeinen bleibt es jedoch spannend, wie dieser Konflikt letztlich beendet werden soll. Nachgeben müsste hier aber nicht nur einer.


    Gruss,
    Andreas

  • Ich meine mal, viel Wind um nichts!

    Das wird der große Bruder nicht zulassen, noch nie hat Russland Lieferungsvereinbarungen nicht eingehalten oder mißachtet.

    Das das nun ausgerechnet für einen kleineren "Partner" passieren wird, ich denke nein!

    Da stehen für Russland weit aus wichtigere Dinge auf der Tagesordnung. Nordstream 2, das wäre das Ende, insbesondere unter der ggf. neuen Regierung.

    Diese Steilvorlage wird Putin nicht liefern! Erpressen darf dei EU sich auch nicht lassen, das wäre dann eine Kette ohne Ende!

    Irgend wie ein wenig "David gegen Goliat"!

    Sollte es doch anders kommen, die EU wirds überleben. Gas wird auch woanders her bezogen, andere (z.B. übern Teich) warten nur darauf in die Breche springen zu können.

    Meine Meinung, schauen wir mal! Insgesamt (von beiden Seiten) alles Mist und zwar großer!!

  • Mosyr

    erpressen lassen darf sich keiner. Weder Belarus, Deutschland, die EU oder Russland. Das steht außer Frage. Lediglich findet derweil ein Spiel auf sehr dünnen Eis statt, in welchen bereits von allen Seiten an Deiner genannten Kette gezogen wird. Wie und wann dieses Spiel ein Ende nehmen wird, steht derweil noch offen und wir hoffen einmal, dass dies zum einen bald und zum anderen friedlich geschehen wird. Bezüglich des Gases, so kann der genannte Kran sicherlich nicht so ohne weiteres einfach zugedreht werden. Dies allein schon Vertragsbedingt nicht. Auch liefert Gazprom derweil große Mengen Gas über Jamal-Europa täglich 29,4 Millionen Kubikmeter nach Deutschland und über die Ukraine 88 Millionen Kubikmeter pro Tag in europäische Speicheranlagen. Außerdem werden laut Gazprom zusätzlich 11 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa geliefert um den Bedarf abzudecken. Wenn jedoch, was damit meinen vorherigen Worten anbelangt, der Kran zugedreht werden würde, so hätte dies sicherlich auf verschiedenen Arten Nachspiele und auch Nachteile. Mal ganz abgesehen von den Wirtschaftlichen Zusammenhängen, wäre dies sicherlich auch keine Lösung des derzeitigen Konflikts, sondern würde man damit eher noch Salz in die Wunde streuen, welches die Suppe letztlich zum überkochen bringen würde.


    Gruss,
    Andreas

  • Belarus.Andreas

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