Mehr als 1500 Flüchtlinge an der Grenze zu Polen

There are 8 replies in this Thread. The last Post () by Belarus.Andreas.

  • Derweil zu einer Situation geworden, welche von allen Seiten unverständlich ist. Aus Seiten der Flüchtlinge unverständlich sich ohne jegliche Mittel bei derweil Nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt überhaupt auf eine solche Reise zu begeben und das besonders, da es für sie offensichtlich sein muss, dass sie nicht eine x-beliebige Staatsgrenze übertreten können. Wenn dem so wäre, dann bedarf es auch keine Visumspflicht zwischen diversen Staaten, wenn ein jener von hier nach da wandern kann wie und wann er gerade möchte. Auf der anderen Seite die polnische Grenzbehörde, welche Flüchtlinge Unmenschlich behandeln (siehe Artikel: "An der belarussisch-polnischen Grenze wurde eine Leiche gefunden" und "Wieder ein Vorfall an der belarussisch-polnischen Grenze") und bereits seit geraumer Zeit auch mehrfach Panzer und andere Militärfahrzeuge in Richtung polnisch-belarussischer Grenze fuhren. Aus belarussischer Sicht ist es wiederum unverständlich, wie die Flüchtlinge überhaupt nach Belarus gekommen sind. Einfach so rein spaziert werden diese sicher nicht sein und zudem auch unverständlich, dass sich die Flüchtlinge nicht nur an der Grenze aufhalten, sondern ebenso direkt in der Hauptstadt Minsk. Alles im allen gleicht dieses jedoch beinahe einer Invasion.


    Migranten in MinskMigranten an der Grenze BY/PL

    Migranten an der Grenze BY/PLMigranten an der Grenze BY/PL

    Gruss,
    Andreas

  • Ist vielleicht ein bißchen naiv, aber warum beantragen die Flüchtlinge kein Asyl in Belarus?

    Die Möglichkeit sollte es geben und besser als im Irak ist es bestimmt.

    Auf jeden Fall besser, als an der Grenze bei Minusgraden zu erfrieren.

  • Hier wird ein böses Spiel mit den Menschen betrieben. Zu allem was Andreas eingangs schrieb gibt es nichts hinzuzufügen.

    Verantwortlich dafür sind alle politisch beteiligten die auch in der Lage wären solches Treiben zu verhindern.

    Alle Wirtschaftsflüchtlinge können nun mal nicht aufgenommen werden. Aber wie gesagt, ich sehe da die Politik Oberen in

    der Verantwortung hier wie dort!

    Ausbaden werden das wie immer "die kleinen Leute"!

  • andi_s
    Asyl werden diese in Belarus wohl nicht oder besser und im vorsichtigen gesagt nie bekommen. Belarus ist Belarus und kein Schlaraffenland wie Deutschland, wo einst Merkel und Co. bei solchen Angelegenheiten die Flüchtlinge (wenn auch nicht Wortwörtlich) mit einen Handschlag und einen monatlichen Batzen auf der Hand willkommen hieß. Wenn Hatchi und Oma schon nach Deutschland einreisen dürfen, warum dann nicht auch noch Ahmed der mit Kind und Kegel (und nicht nur) draußen in der Kälte, wie die fast 1500 anderen auch, vor dem Erfrieren steht? Wenn man es aber genau nimmt, dann stellt sich hier der doch so angepriesene und immer hoch gelobte Sozialstaat, welcher bereits und schon immer für x-beliebige im Staat lebende, eines gleichen tat? Der Unterschied liegt doch nur an den Worten "Ihr seid da" und "Diese sind hier" - mehr aber auch nicht.


    Mosyr

    richtig, dass "die kleinen" es ausbaden müssen. Die kleinen sogar im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man die Neugeborenen der Flüchtlinge an den Grenzen in Augenschein nimmt. Allerdings und dies ohne nun Vorwürfe oder Unterstellungen zu setzen, denke ich jedoch abseits dessen, dass die genannten Neugeborenen auch Familienangehörige der Flüchtlinge sind, dass diese u.a. auch "Mittel zum Zweck und Grund" sind, um damit mit Worten zeigen zu können: "Seht, wie Scheisse wir dran sind und beinahe in der Kälte erfrieren". Klingt hart, aber noch härter ist nicht nur das, dass ein jener Steuerzahler in Deutschland dann für eines gleichen arbeiten gehen müsste, diese dann aber nur die Hände aufhalten, kein Wort deutsch sprechen oder wollen geschweige denn es lernen wollen, nur Ansprüche stellen und kassieren und letztlich dann, wenn er/sie/es dann bereits im Schlaraffenland sind, Dir obendrein auf der Straße noch eins als Dankbarkeit auf die Nase klopfen. Wie gesagt sind oder müssen nicht alle so sein, doch die Dreistigkeit bereits schon vor der Grenze eines anderen Staates zu sagen: "Wir wollen nicht nach Polen, denn unser Zielland ist Deutschland" lässt doch bereits erahnen was gewollt bzw. gewünscht ist. Und nun die alles entscheidende Frage: "Warum ausgerechnet Deutschland?". Weil einem in Deutschland die Sonne aus dem Ar*** scheint oder einem das Geld vom Steuerzahler in eines gleichen gestopft wird oder warum? Warum nicht die Niederlande, Schweiz oder gar direkt in eine WG im Hause Brüssels? Weil in Deutschland die Sonne scheint, es stets warm ist und das Geld wie Regen vom Himmel fällt oder warum?


    Anmerkung: Wir sind alles Menschen und das gleichermaßen ob schwarz oder weiß, welcher Religion wir abstammen oder von wo wir kommen und ich würde es sogar begrüßen, dass ein Mensch den anderen hilft. Entsprechend dem sind die o.g. Worte nicht Rechtsextremistisch anzusehen.


    Gruss,

    Andreas

  • Andreas, Du sprichst wahre Worte und das sieht ein Vielzahl von deutschen auch so. Das sind aber alles Nazis! Die Mehrheit ( besonders im Westen) der deutschen scheint ihr Hirn abgegeben zu haben, leider! Und die Politik ist das schlechteste was wir je hatten. Da kommt jetzt auch noch einiges auf unser Land zu.

    Übrigens NaZi = Nicht am Zuzug interessiert, da gehe ich auch voll mit. Auch wenn einen die armen "Schw...." da an der Grenze nur leid tun können, ausbaden tuen es die kleinen Leute, hier sieht man es deutlich.

  • Mosyr
    es ist doch bekannt, dass wenn jemand etwas über xyz sagt, gleich als Nazi abgestempelt wird. Davon ist hier aber nicht die Rede (und sollte es auch nicht). Das der Westen und Osten beide gute und schlechte Seiten haben (ist berechtigt) und zeigt sich besonders im vergangenen und (noch) heutigen Jahr (beider Seiten). Doch selbst dann, wenn wir als Otto-Normal-Bürger es verstehen können / wollen oder würden, würden wir es ohnehin nicht können. Selbst dann wenn noch 10 tausend mehr Menschen, in noch nicht einmal vorhandenen Schlafsäcken da draußen bei Minustemperaturen verbringen müssten, bringt es letztlich ohnehin nichts darüber zu diskutieren. Denn Deine, meine und jene andere Worte werden es ohnehin nicht verhindern oder besser machen können (auch wenn es gewollt ist / wäre). Natürlich ist es nicht gut und schön mit den Gedanken zu leben müssen wie: "Mir geht's doch gut und was mit euch ist, dass ist mir Wuppe". Nein! Das würde ich persönlich auch nie sagen oder behaupten wollen oder würden. Im Gegenteil! Lediglich wollte ich nur die Tatsache auf dem Tisch legen, "wie" es ist, sein kann oder werden würde. Da können wir zusammen lachen (Ironie!) oder weinen, aber die Menschen vor Ort werden eh und immer die arme Sau (entschuldige) sein.


    Gruss,
    Andreas

  • Das Geschehen an der Grenze Pol./By ist ja wirklich schlimm. Mein Mitleid allerdings hält sich in Grenzen. *Die Wissen doch das man ohne Visa

    nicht in die EU einreisen kann/darf.

    Oder warum dann der Umweg über BY? Die das organisieren verstoßen wahrlich gegen einfachste Menschenrechte.


    Besonders schlimm sind wieder diese Schlepperbanden, die sich die Unwissenheit der "*Flüchtlinge" zu eigen machen. Wenn *die aber wie heute

    Morgen imFernsehen verlautet 16.000 € = 48.000 BYN pro Person an die Schlepper zahlen können, sind das auch keine Flüchtlinge. Unser BY

    Junge z.B. könnte das in Jahren nicht aufbringen.


    Und jetzt *alle aus humanitären Gedudel (ala 2015) alle einzulassen wäre das absolut falsche Signal. Vielleicht wird der nahende Winter, den gibt es in BY ja

    noch, es richten. Wäre ja nicht das erste Mal das der Winter entscheident eingreift!


    Mir tuen die Leute (Frauen und Kinder) die da Irrgeleitet werden schon leid- aber es hat sie auch niemand aufgefordert sich auf den Weg zu machen.

    Geordnete Migration geht anders.

  • Mosyr
    das die aus Ihren Heimatländern flüchten wollen obliegt z.T. aber auch daran, dass wenn diese dort das ein oder andere nicht nachgehen oder tun, einfach erschossen, gefoltert oder Lebenslang in unzumutbaren Zellen gesteckt werden. Dabei stehen die Menschen nun vor der Qual der Wahl. Entweder bleiben und u.U. im Heimatland erschossen, gefoltert oder Lebenslang in unzumutbaren Zellen gesteckt werden oder aber den Versuch einer Flucht auf sich zu nehmen. Das eines gleichen, so wie es hier geschieht, nicht legal ist, dass wird denen sicherlich bekannt sein. Allerdings ist die Angst im Nacken (aus Sicht des Heimatlandes) dann wahrscheinlich größer, als z.B. mit den Gedanken: "Wir haben es zumindest versucht", an der Grenze zu erfrieren, erschossen oder wegen illegaler Einreise verhaftet und abgeschoben zu werden. Ganz unverständlich ist die Flucht aus dem Heimatland jedenfalls nicht.


    Wenn es, so wie Du geschrieben hast, sich um Schlepperbanden handeln, dann wage ich ernsthaft zu bezweifeln, dass diese den Flüchtlingen über etwaige Gefahren wie der Illegalität, den Wetterverhältnissen, der Möglichkeit einer Abschiebung, etc. vorab informiert haben. Schließlich geht es solch Schlepperbanden nur um das Geld und nicht um den Menschen oder ob dieser heil und sicher im Ziel- / Wunschland ankommen wird. Hier lässt sich nur vermuten, dass diese den Flüchtlingen vorgaukeln, dass diese die Menschen zur Grenze bringen würden wo sie letztlich einen Asylantrag stellen können. Wenn an dieser Stelle noch der bekannte Honig ums Maul geschmiert wird, wird so sicher der ein oder andere weich und lässt sich darauf ein. Fraglich ist dabei jedoch, so wie Du bereits auch schon geschrieben hast, dass finanzielle. Denn selbst solch Schlepperbanden würden keinen Menschen von A nach B bringen ohne sich eines gleichen bezahlen zu lassen. Entsprechend ist fraglich woher diese die finanziellen Mittel haben?


    Bezüglich der allgemeinen Lage sehe ich das alles etwas Zwiegespalten. Zum einen sollten sich solch Menschen vorher über das notwendige Informieren und wenn dann den offiziellen und legalen Weg nehmen. Zum anderen kann ich deren Lage im Heimatland natürlich wiederum auch verstehen. Warum diese aber nun ausgerechnet kurz vor dem Wintereinbruch diesen Weg einschlagen ist für mich dennoch ein Rätsel. Als wenn diese selbst nicht wüssten, dass der Winter vor der Türe steht und diese nicht einfach jene Grenze nach Lust und Laune übertreten können. Wenn dies so wäre, dann wäre es auch kein Problem ohne Visum und PCR-Test zwischen Belarus und Deutschland oder anderen Ländern zu reisen. Wenn jemand so Blauäugig denkt oder ist, dann kann man nur sagen: "Wer nicht hören will, der muss fühlen". Klingt vielleicht ein wenig hart, aber ist letztlich nicht mehr als eine Tatsache, dass nicht einfach wie ein Karnickel über die Grenze(n) gehoppelt werden kann.


    Auch im Bezug der letzten beiden Absätze sehe ich als Knackpunkt: "Wie diese überhaupt nach Belarus gekommen sind"? Selbst wenn es Schlepperbanden gewesen wären, dann hätten die Flüchtlinge (je nach dem aus welchen Heimatland sie letztlich gekommen sind) zwischen 4-6 Grenzen verschiedener Länder überqueren müssen. Entweder über:

    • Aserbaidschan bzw. Armenien, Georgien, Russland, Ukraine und schließlich Belarus.
    • Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ukraine und letztlich Belarus.
      Allerdings wäre hier das EU-Ziel mit Bulgarien bereits erreicht.
    • Über das Mittelmeer, die Ukraine und anschließend nach Belarus.
    • Per Flugzeug
      (Gleichermaßen ob direkt oder mit Zwischenlandung)

    Das Schlepperbanden Flugzeuge einsetzen würden, wage ich mal ernsthaft zu bezweifeln, genauso wie dem, dass die Flüchtlinge von "Belarus Visa Frei" Gebrauch gemacht haben, um sich damit quasi direkt vor der Grenze einzusammeln und weiterziehen zu können. Insbesondere auch aus dem Grunde, da selbst wenn eine Einreise ohne Visum möglich wäre, der Flug dennoch einiges an Bargeld verschlungen hätte. Denken wir dabei u.a. an die großen Flüchtlingsfamilien von bis zu 5-Angehörigen (2 Erw. und 3 Kinder) die an der Grenze stehen, würden sich die Kosten für ein Flug von Iran nach Minsk alleine auf min 2191 € (nur Hinflug) beruhen. Man kann es letztlich drehen und wenden wie man möchte, aber verständlich ist und bleibt es dennoch nicht.


    Gruss,
    Andreas