Belarus: Gedenken an die Holocaust-Opfer

There are 2 replies in this Thread. The last Post () by harald.düsseldorf.

  • Hallo Belarusfreunde,


    für all diejenigen die sich für Geschichtliche Hintergründe von Belarus interessieren, zeigt Belarus 1 heute Abend ab 20 Uhr (18 Uhr MEZ) eine Übertragung zum Gedenken an den Holocaust des ehemaligen Dorfes Khatyn. Im Beisein des Staatsoberhauptes wird heute an allen Opfern des niedergebrannten Dorfes erinnert und ein belarussisches Gebet geführt. Zudem wird am heutigen Vorabend, des heutigen 78. Jahrestag, an jene Familie erinnert, die durch Hitlers Bestrafer am 22.März 1943 keine Chance hatten am leben zu bleiben. Jene der Einwohner in Khatyn wurden damals in Ihren Häusern eingeschlossen und bei Lebendigen Leibe verbrannt. In Erinnerung an die Tragödie von Khatyn wird dazu heute Abend eine Musikalische sowie auch Theatrische Komposition abgehalten zu welchen hunderte von Menschen erwartet werden. Am morgigen 22.März findet zum Abschluss des Gedenkens an jene Opfer von Khatyn die Blumenverlegung statt.


    Gruss,
    Andreas

  • Erinnerung an die Opfer des Holokaust, Gedenkstädte Minsk, Grube Jama.

    Allein von Düsseldorf aus über 900 deportierte


    Vor 76 Jahren, am 10. November 1941, wurden vom Güterbahnhof Düsseldorf - Derendorf aus 992 jüdische Frauen, Männer und Kinder in das Ghetto Minsk deportiert. Erst nach 92 Stunden erreichte der Zug sein Ziel in der weißrussischen Hauptstadt. Es war der Transport mit der größten Zahl an Düsseldorfer Bürgern, nur fünf Deportierte hatten am Ende den Holocaust überlebt.


    Die Ereignisse sind heute hier in Düsseldorf kaum mehr im öffentlichen Bewusstsein. Anders in Minsk : Die Geschichtswerkstatt leonid Lewin dokumentiert die Geschichte des Ghettos, an vielen Stätten in Minsk und Umgebung gibt es Mahnmale, die an das Schicksal der aus ganz Europa nach Minsk deportierten Juden erinnern.


    Für die Minsker Bürger ist es ein großes Anliegen, die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherschaft aufrecht zu erhalten. So ist es selbstverständlich, die Stätten der Erinnerung aufzusuchen und immer frische Blumen zu bringen. Zum Gedenken an all die Opfer, die von weit her verschleppt wurden, um hier ermordet zu werden.