Heirat in Minsk

There are 3 replies in this Thread. The last Post () by Dariusz.

  • Hallo zusammen,


    ich habe einige Eure Erfahrungen durchgelesen. Hut ab muß ich sagen.8)


    Altes Link:

    erweiterte Meldebescheinigung


    Danke Andreas.;)



    Ich bereite mich auch langsam vor auf die Heirat in Minsk:saint:



    Dazu habe ich ein paar Fragen auf die ich keine Antwort gefunden habe.



    Als ich heute bei Standesamt Bochum angerufen habe und das Wort "Apostillen" genannt habe.. wußte keine darüber Bescheid:)


    Ich und meine Verlobte wir sind beide geschieden.

    Das wird denke ich für meine Angaben im Standesamt einfacher zu sein denn alle meine Daten stehen im Register.



    Meine Fragen lautet:


    Nach dem ich das Ehefähigkeitszeugnis bekomme, wo kann ich es mit einer Apostille beglaubigen?

    Werden eventuell Unterlagen von meiner verlobten benötigt?


    Wie lange habt ihr auf das Ehefähigkeitszeugnis gewartet?


    Das gerichtliche Scheidungsurteil muß ich es auch mit einer Apostill beglaubigen?

    Denn eine Ausfertigung habe ich bereits vom Gericht bekommen, die ist schon beglaubigt jedoch steht drauf kein "Apostille"




    Meine Verlobte war heute in Standesamt Minsk:



    Zum Heiraten erforderliche Dokumente benötigt:



    - Deutscher Reisepass

    - Übersetzung des Deutschen Reisepasses (Übersetzung durch Belarussischen Übersetzer einschließlich Beglaubigung eines Notars)

    - Ehefähigkeitszeugnis mit Apostille


    -gerichtliches Scheidungsurteil mit Apostille

    - eine Frau:)


    Vielen Dank im Voraus


    Gruß


    Dariusz

  • Dariusz

    vorab erst einmal nichts zu danken und gern geschehen ;)


    Schon seltsam, wenn die Mitarbeiter in Dein zugehörigen Standesamt in Bochum nichts von einer Apostille wissen. Aber wiederum auch richtig, denn das Standesamt ist nicht für eine Apostille zuständig, sondern das jeweilige Landgericht. In Deinem Falle wäre dies das Landgericht Bochum (Kosten: 25€ / Dauer: sofortige Aushändigung binnen 30min insofern es kein großes Besucher Aufkommen gibt). Für das Ehefähigkeitszeugnis ist jedoch das Standesamt zuständig. In Deinen Fall das Standesamt Bochum. Dieses nimmt alle erforderlichen Unterlagen entgegen und leitet dies an das zuständige Kammergericht weiter, wo letztlich auch das Ehefähigkeitszeugnis bearbeitet und ausgestellt, zum Standesamt zurück gesendet und Dir letztlich auch dort ausgehändigt wird (Kosten bei nur deutschen Recht: 40€ / Kosten unter Beachtung ausländischen Rechts: 80€). Die Bearbeitungsdauer eines Ehefähigkeitszeugnisses kann u.U. mehrere Monate dauern. Dies obliegt daran ob die vorliegenden Dokumente erst im Ausland überprüft werden müssen. So sind Wartezeiten von bis zu 6 Monaten oder mehr nicht ungewöhnlich! Das Gerichtliche Scheidungsurteil wird nur Landesintern für das Standesamt- sowie das Kammergericht zur Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses benötigt, so dass eine Apostille Landesintern dafür nicht notwendig ist. Im Ausland könnte dieses aber anders aussehen und somit mein Rat: Sämtliche Dokumente welche für das Leben oder Heiraten im Ausland vorhanden bzw. benötigt werden beglaubigen und mit einer Apostille versehen lassen und zudem Kopien davon machen! Gleiches habe ich damals auch gemacht und bin damit auch immer gut gefahren wie man so schön sagt. Zudem sollte man bedenken, dass sich Gesetzeslagen überall auch mal schnell ändern können und, wie als Beispiel in diesem Fall, auch von heute auf morgen plötzlich eine Apostille verlangt wird. Dann wäre eine Heimreise oder Bürokratische Aufwand aus dem Ausland heraus teurer und Zeitaufwändiger, als wenn diese von vorne herein beschafft würden ;)

    Gruss,
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    vielen lieben Dank!!!


    Sehr gute Nachricht mit der Apostille in Landgericht Bochum.

    Ist nicht weit von mir entfernt. Ich wohne ja so zusagen in Zentrum:)


    Du hast vollkommen Recht was die wichtigen Dokumente angeht. Ich fange jetzt schon mal an alles zu sammeln.

    Damit danach bei dem Einzug nach Minsk alles glatt geht.


    Ich melde mich dann wieder.


    Gruß


    Dariusz

  • Hallo zusammen,


    ein kleines Update:


    Es betrifft die Menschen die schon ein Mal verheiratet waren.


    Info vom Standesamt in Deutschland / Bochum / das heißt Mann oder Frau die in Deutschland leben und geschieden sind brauchen folgende Unterlagen:


    In meinem Fall da ich in Deutschland lebe für das EFZ benötige ich nur:


    -gültiger Personalausweis


    Alle anderen unten stehenden Dokumente sind bereits in meinem Register vorhanden.



    - originale Geburtsurkunde / ohne Übersetzung denn die liegt in meiner Sammelakte /

    - Aktuelle Abschrift aus dem Eheregister / Lebenspartnerschaftsregister

    - Antrag auf Ausstellung eines EFZ im Original und UNTERSCHRIEBEN - gibt es Online als Formular.



    Von meiner Verlobte wird benötigt:


    - beglaubigte Kopie des Reisepasses - ohne Apostille


    Alle unten stehenden Dokumente müssen eine Apostille haben.


    - Geburtsurkunde mit Apostille - übersetzt und beglaubigt

    - Eheurkunde bzw. Bescheinigung aus dem Archiv über die Eheschließung

    - Familienstandsbescheinigung (nicht älter als 6 Monate)

    - Eine Vollmacht der Verlobten vor, in der ich für die Anerkennung der Scheidung beim OLG Düsseldorf bevollmächtigt werde.


    Unterlagen über die Scheidung:


    Zusätzliche Bemerkungen:


    Scheidungen

    bis zum 31.08.1999: Scheidungsurkunde

    zwischen dem 01.09.1999 und dem 31.12.2012:

    Scheidungsurteil nebst Rechtskraftnachweis, der auch durch den weißrussischen Pass erbracht werden kann, in dem die Scheidung vermerkt ist.


    seit dem 01.01.2013:

    bei standesamtlichen Scheidung: Scheidungsurkunde des Standesamtes

    bei gerichtlichen Scheidungen: Scheidungsurteil nebst Rechtskraftnachweis.

    Eine Apostille ist immer erforderlich.


    Ganz Wichtig:


    Schriftstücke, die nicht in deutscher Sprache ausgestellt sind, sind mit durch einen amtlich anerkannten und für ein Oberlandesgericht in Deutschland zugelassenen Dolmetscher gefertigter deutscher Übersetzung vorzulegen. Werden Schriftstücke vorgelegt, die im Original in anderen als lateinischen Schriftzeichen ausgestellt sind, ist die Übersetzung vom Dolmetscher nach ISO-Norm R9 (1995) vorzunehmen. Die Übersetzung und eine Kopie des Originals sind untrennbar miteinander zu verbinden.



    Gruß


    Dariusz