Ab 1. Dezember steigende Rente von 5,4% im Durchschnitt

There are 8 replies in this Thread. The last Post () by Belarus.Andreas.

  • Kein Vermögen, aber besser als nix!

    Wie es die Senioren schaffen von dieser kleinen Rente zuleben, ist mir ohnehin ein Rätsel.

    Kenne ich doch die Preise für das tägliche Leben und nicht alle haben Garten, Land oder Viehhaltung zur Eigenversorgung.

    Mittlerweile muss man ja auch für Gas, Strom z.B. bezahlen. Wasser ist wohl auch im Gespräch bzw. an einigen Orten schon

    kostenpflichtig.

  • Mosyr

    Das schaffen obliegt mehr an dem (wie Du auch sicher selbst weißt), dass sich diese untereinander unterstützen. Man könnte sagen wie in alten Zeiten, wo der eine die Milch hat und der andere die Eier und diese werde dann einfach untereinander getauscht, wenn etwas gebraucht wird. Natürlich ist und besteht das täglich Leben nicht nur aus Eiern, Milch, etc. sondern auch aus Baren, doch auch da wird sich innerhalb der Familie stehts geholfen, weil hier und da der ein oder andere Dollar gebunkert wurde.
    Ja, dass gute alte Land, welches es auch einmal in Deutschland (zu meiner Kindheit) gab und auch hier in Belarus mehr und mehr zu neige geht. Aber: Schade! Wenn ich hier auf die Dörfer schaue, dann sehe ich hier noch 80+ Frauen áuf dem Acker ackern und das von teils morgens bis abends, welches man in Deutschland nicht mehr sieht oder gar vorstellen kann. Das meiste ist doch nur noch Fertigfrass ala 3min-Terrine oder aber Schnellfutter aus der Mikro. By the way .... Was würde es auch für eine andere Möglichkeit geben. Geld ist alles und das muss erarbeitet werden und aus dem Grunde hat ein Otto-Normal-Bürger eben auch keine Zeit,Platz oder Geld dafür eben eigenes anzupflanzen. Hier in Belarus ist es (Gott sei dank!) im Moment noch anders (und hoffen wir das dies auch so bleiben wird), dass die Menschen sich hier noch eigenes anbauen können. Eigene Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Co. ... Was gibt es schöneres und leckeres als im Sommer auf dem eigenen Land zu gehen und sich mal eben schwups die wupps sein eigenes Gemüse vom Feld zu holen um damit ein frischen Salat zu machen und zu bemerken, dass eine Tomate noch eine Tomate ist! In Deutschland jedenfalls kaum noch vorstellbar - Schade!


    Für die Kommunalen Abgaben mussten aber m.E. immer bezahlt werden. Belehre mich wenn dem nicht so sein sollte. Aber das Abgaben für Wasser derweil auch im Gespräch sind, würde mich schon interessieren. Denn hier an meinen "Haus am See" habe ich ein Bohrloch (52m) bohren lassen und zahle nichts (außer Elektro für die Pumpe natürlich). Für kommunales Wasser ist natürlich nach wie vor eine Gebühr (pro qm³), so wie bei jedem der in einer MIetswohnung bzw. Haus wohnt und dabei kommunales Städtisches Wasser bezieht fällig. Aber bei einer eigener Bohrung ist das, insofern man nicht eine gewisse Tiefe erreicht (von Ort zu Ort unterschiedlich) unendgeldlich. Das für Strom und Gas bezahlt werden muss, dass sollte jedoch nichts ungewöhnliches sein und denke, dass dies auch zuvor immer so gewesen ist. Auch wenn ich hier erst 7 Jahre wohne, kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass Strom und Gas hier zuvor kostenlos gewesen wären. Das wäre auch zu schön um wahr zu sein ;)


    Gruss,
    Andreas

  • In den neunziger Jahren war Telefonzelle auf der Straße kostenfrei, weil keine Münzen. Das war so. Und die Oma der Familie schimpfte lautstark herum weil sie plötzlich Stromgeld für Licht

    zahlen mussten, das hätte zuvor nicht gekostet.

    Beim Brunnen zahlen wir auch nur den Strom für die Pumpe, unser Brunnen auf der Datscha ist 27m tief, der Meter mit Material kostete 100 €


    Du hast schon recht, klar ist es schön selbst anbauen zu können. Aber auch diese Leute werden in BY immer weniger. Die Abwanderung in die Stadt und dahin wo einigermaßen bezahlte Arbeit ist

    macht dem Land echt zu schaffen. Die Dörfer werden immer leerer. Unser Eindruck das geht derzeit schneller als bei und in D. Schau dir doch mal die Ballungszentren in BY an, es dauert nicht mehr lange

    und Brest schließt sich an Terespol an. Der Abstand wird von Jahr zu Jahr geringer, wir sehen es ja jährlich.


    Eine gute Freundin war bis vor kurzem Chefin einer Kolchose die für 7 Dörfer zuständig war. Das ist ein Mamutjob, insbersondere unter den geg. techn. Bedingungen. Von daher kennen wir einige

    Geschichten und Umstände die einen immer wieder staunen lassen und man kann nur den Hut vor diesen Leuten ziehen. Viele ihrer Arbeiter/Bauern müssen auch mit solchen Renten klarkommen.


    Klar lebt man auf dem Land, lebt man auch etwas anders-das war schon immer so, gilt aber eben nicht mehr für die Städter die keine Landzusatzverpflegung hinter sich haben.

  • Mosyr
    Was den Strom bzw. eher den Kosten dafür anbelangt, so vielen Dank für die Informationen welche mir nicht bekannt waren.
    Du hast für einen 27m tiefen Brunnen 100 € pro Meter, also 2700 € bezahlt??? Ich hoffe, dass sich da ein Fehlerteufel in Form von einer null zu viel eingeschlichen hat, denn der Endpreis ist schon wirklich sehr übertrieben hoch! Ich habe für mein 52m tiefes Bohrloch inkl. Pumpe (bis zu 4qm³/h) , Betonringe , Ausgleichsbehälter , Elektronik (zur Druckregulierung) , Anlieferung , Bohrung und Arbeit genau 1000 $ (USD) bezahlt und das auch der Umstände halber, dass bei der ersten Bohrung der Bohrer gebrochen war und eine zweite Bohrung angesetzt werden musste. Entsprechend dem sind 2700 € für ein Brunnen schon eher unverschämt! =O


    Ja, dass selbst anbauen ist sicher etwas schönes (und leckeres) welches auch hier im Lande weniger und weniger wird. Selbst die jüngeren Menschen die es noch auf dem Dorf halten, lassen selbst alte Holzöfen wo zuvor die (Groß-)Eltern noch Babka drin gebacken haben abreißen, weil diese (Holzöfen) in deren Augen nicht mehr ansehlich sind oder keinen nutzen mehr haben. In meinen Augen absolut unverständlich, denn so ein Holzofen frisst kein Brot, kostet nichts, aber kann immer von guten nutzen sein. Aber: Die Zeiten ändern sich und dies auch hier im Lande. So schade es auch ist, wenn man solches liest oder mitbekommt, werde ich jedoch dagegen stemmen und auf Babka aus den Holzofen und frischen Gemüse aus dem eigenen Garten plädieren und diesem nachgehen ;)


    Natürlich werden die Städte wie Minsk, Brest, Gomel und Co. immer weiter wachsen, während die Dörfer zunehmend immer kleiner und kleiner werden, weil sich die Einwohner mehr und mehr in die Städte verlagern. Der eine bzgl. der Arbeitsangebote und der andere einfach nur weil es sonst niemanden mehr gibt auf dem Dorf. Aber: Es gibt Menschen die genau ein solches Leben wollen (und davon kenne ich genug) und wiederum andere wollen nur in die Stadt, dort studieren, dort arbeiten und dann im Rentenalter wieder zurück ins Dorf. Ansichten gibt es da genug und da bleibt nur zu sagen: Jedem das seine. Wobei dies nichts schlechtes bedeuten/heißen soll, sondern lediglich nur, dass wir alle unterschiedliche Ansichten und Lebensvorstellungen haben. Kurz: Der eine mag die Stadt und der andere das Dorf.


    Kalchos für 7 Dörfer? Au weh ... da wäre selbst Deine Argument des Mammut-Jobs zu harmlos ausgedrückt. Da ich selbst hier schon auf diversen Dörfern gelebt habe, konnte ich auch entsprechend viele Menschen mit solchen Berufen kennenlernen. Allerdings nicht in einen solchen Umfang. Dennoch kann ich aber sicher sagen, dass selbst denjenigen die eines gleichen nur ein oder zweiach ausführen, diesen das schon "Hals über Kopf" ausreicht und das im wahrsten Sinne des Wortes! Entsprechend dem an dieser Stelle auch meinen Respekt an all diejenigen die eines solchen nachgehen!


    Gruss,
    Andreas

  • Das mit dem Brunnenkosten kann man sicher nicht vergleichen. Service hier in der westlichen Welt kostet, im "Osten" ist das anders. Dort sind 1000 Dollar schon ein Sümmchen, hier hingegen eben

    nur ein "Pinaz". Bei den 100 € je Meter ist bis auf die Pumpe alles mit dabei. Ein Handwerker hier kostet zwischen 35-85 € die Stunde. Die können es sich jetzt aussuchen und einen Brunnen bohrt man

    ja auch nicht so oft. Dieses Geld ist gut angelegt, wir haben 1a Trrinwasserqualität. Was will man mehr!



    @B.A. "Jedem das seine", sei blos froh das hier einige User nicht mehr mitlesen 8);(:)

  • Mosyr
    Dann habe ich Dich wohl missverstanden, denn ich ging von den Preise in Belarus aus und nicht in Deutschland. Denn das sich diese Preise unterscheiden sollte, dass sollte jedem klar sein. Mein reden, entschuldige wenn dies dem vorherigen Worten von mit nicht hervor ging, sollte uch nur auf die Belarussischen Preise bezogen sein und nicht auf die Deutschen. Für Deutsche Preise ist dieses sicherlich normal (kann ich aber nicht sagen, da ich seit eh und jeh dort nicht mehr lebe). Aber wenn 1A Trinkwasser-Qualität vorhanden ist, dann alles gut :thumbup::)


    Was den anderen Usern anbelangt, so sei ihnen Glück, Gesundheit und Wohlergehen gewünscht. Auch dann wenn es hier und da Auseinandersetzungen gegeben hat. Aber da hat das eine wieder mit den anderen (wenn auch Rechtens) nicht zu tun und möchte auch nicht weiter darauf eingehen. Wenn es aber jemand möchte, dann besteht jederzeit die Möglichkeit dieses per Kontaktformular oder per PN hier zu tun. Alles andere hat sich mit den erlöschen der entsprechenden Accounts erledigt.


    Gruss,
    Andreas