Hilfe durch kleinere Geldbeträge für das tägliche Leben

There are 15 replies in this Thread. The last Post () by Belarus.Andreas.

  • Hallo, gibt es eine Möglichkeit offiziell kleinere Geldbeträge an Freunde zu überweisen, im Moment durch die politischen Verhältnisse sicher etwas prisant, hat aber damit

    direkt nichts zu tun. Die Hilfe gäbe es auch zu jeder anderen Zeit.

    Eine normale Überweisung von Konto zu Konto funktioniert schon mal nicht. Eine aktive BY Bankverbindung vom Empfänger hätte ich.

    Westernunion wollte ich nicht nutzen , da gibt es viele schlechte Kritiken.

  • Da würden sich diverse Möglichkeiten anbieten:

    1. Per Zweit-Karte / Konto
      Beschaffung einer zweiten Karte oder eines Zweit-Kontos, limitiert oder unlimitiert (ganz nach Vertrauen des Empfängers) und Übergabe der Bankkarte an dem Empfänger. Damit wäre es dem Empfänger möglich das Guthaben vom Zweit-Konto abzuheben - oder - aber über das Guthaben des eigenen Kontos zu verfügen. Wobei bei letzteren das Vertrauen schon sehr groß sein muss!
    2. Per Banküberweisung
      Probleme hatte ich bis Dato noch nicht gehabt. Lediglich wird dazu die SWIFT Nummer und die Üblichen Kontodaten benötigt. Wie das in der derzeitigen Situation ausfällt, kann ich leider nicht genau beantworten, da die letzte Überweisung schon mehr als ein Jahr zurück liegt und entsprechend dem die Aussage abweichen kann. Die Überweisung selbst ist fast genauso teuer ist wie z.B. WesternUnion. Die Gebühren können aber von Bank zu Bank auch unterschiedlich ausfallen, so dass ein jener dort bei seiner Bank des Vertrauens selbst nach haken sollte. Problem ist nur, dass die Überweisung per Bank etwa 2 Wochen beansprucht bis auf die Buchung zurück gegriffen werden kann.
    3. Alternativen zu WesternUnion
      Alternativ kann man abseits der WesternUnion auch auf die Dienste von Azimo , Transwire oder anderen Unternehmen wie z.B. bei Cuex aufgeführt sind zurück greifen. Ferner wäre auch Skrill, PayPal oder ähnliche Anbieter eine Möglichkeit, nur mit dem Unterschied, dass dann doppelt Gebühren anfallen würden.
    4. Vertrauensperson
      Die Mitgabe einer Vertrauensperson des gewünschten Betrags. Problem dabei ist das Vertrauen und natürlich auch das, dass die Vertrauensperson auch den Ort besuchen wird / will, wo das Geld auch Tatsächlich ankommen soll.
    5. Per Post
      Per Einschreiben sicherlich auch eine Variante, welche bei Dokumenten auch unproblematisch verläuft und auch binnen 7-10 Tagen in Belarus ankommt. Wie das beim Versand von Bargeld ist, kann ich jedoch nicht sagen, da ich bis Dato damit noch keine Erfahrung(en) gemacht habe. Meiner Meinung nach wäre aber Punkt 1-3 die bessere und sichere Alternative.

    Gruss,
    Andreas

  • Ich nutze Western Union seit 18 Jahren, um Geld nach Belarus zu senden.


    Habe bisher noch nie Probleme gehabt, hat immer alles einwandfrei funktioniert. Und die Gebühren halten sich auch in Grenzen.


    Gruß aus Berlin, Thorsten

  • Abgesehen davon, dass Mosyr Western Union, so wie er geschrieben hat, aus diversen Kriterien vermeiden möchte, kann ich diese auch nur empfehlen. Der große Nachteil sind jedoch die Gebühren und diese nehmen sich die Western Union auch gleich zwei mal zur Brust. Wenn jemand Geld per Western Union nach Belarus versenden möchte, so kostet dies natürlich eine Transfergebühr (Standard- oder Express-Versand), welche sich von den Transfergebühren unterscheiden. Doch Western Union hat auch seine eigenen Umrechnungskurse und die haben es z.T. in sich. Wenn die Banken in Deutschland oder Belarus auch von einen Umrechnungskurs von angenommen 1 Euro = 1,40 USD sprechen, so kann es über Western Union 1 Euro auch mal eben nur 1,09 USD sein (also fast 1:1 zwischen Euro und USD) und das ist ein derber Verlust! Bei einen Euro mögen das nur ein paar Cents sein, aber bei Hunderten oder Tausenden macht sich genau das bemerkbar. Bei einen Blick auf die offizielle Seite von Western Union un ein Klick auf den Details-Button, wird seitens Western Union auch kein Blatt vor dem Mund genommen und dem Kunden mitgeteilt, dass Western Union auch an den Wechselkursen verdient. Aber sieht selbst:



    Gruss,
    Andreas

  • Hallo Zusammen,
    ich war geschäftlich 2019 und2020 in Mozyr zur Inbetriebnahme (Nov 2019: 3 Wochen, Juli/Aug 2020 5 Wochen) einer Trocknungsanlage für Salz bei Mozyrsalt.

    Ich habe dort Freundschaft mit einer Familie geschlossen. Seit Anfang dieses Jahre unterstütze ich diese Familie finanziell.
    Zuerst mit Western Union. Wie schon erwähnt sind die Gebühren relaiv hoch und der Wechselkurs Eur -> USD nicht gut.

    Seit Juni dieses Jahres überweise ich Geld mit PAYSEND. Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein.
    - Der Sender benötigt eine Kreditkarte
    - Der Sender benötigt ein Handy um SMS/Nachrichten empfangen zu können

    - Der Empfänger benötigt eine Kreditkarte. Der Sender benötig die Info von der Vorderseite dieser Kreditkarte
    - Der Sender muß sich bei PAYSEND registrieren
    Ablauf Geldtransfer
    Für den Geldtransfer muß sich der Sender auf der Homepage von PAYSEND anmelden.
    Dies geschieht mit seiner Handynummer. Er bekommt eine Nachricht mit einem Sicherheitscode (fünf Ziffer).
    Diesen eingeben und schon kann der Geldtransfer nach eingabe der eigenen Kreditkarte und die des Empfänger beginnen.
    Die Gebühr ist 1,50€ je Transfer.
    Kleiner Haken dabei ist der Sendelimit.
    Standard ist Basis mit 1000€ innerhalb 6 Monaten.
    Es gibt noch Standard mit 5000€ innerhalb 6 Monaten. Dafür müssen Nachweise erbracht werden.
    Der Empfänger erhält in wenigen Minuten das Geld auf seine Karte gebucht.
    Bei mir meldete sich die Bekannte innerhalb fünf Minuten via WhatsApp dass das Geld angekommen ist.
    Der Wechselkurs EUR -> BYN wird während dem Vorgang angezeigt.

    Schöne Grüße aus dem Schwabenland (DE, Kreis Ravensburg)
    Boogie Tom

  • Ich habe mal Andreas seine Nr. 2 gwwählt. Hat ohne Probleme geklapp die Überweisung. Nun heißt es etwas warten, ich tippe bis zu 3 Tagen, mal sehen was dann ankommt.

    Melde mich wieder dazu.

  • Mosyr

    Mit 3 Tagen ist es aber sehr sehr knapp bemessen, denn da Belarus nicht der EU angehört, dauern Überweisungen entsprechend länger. 2-3 Wochen sind da keine Seltenheit! Bei meinen ersten Versuch musste seitens der Commerzbank (früher Dresdner Bank) ein Formular ausgefüllt werden, mit welchen sich die Bank absichert, da Geld in einen Nicht-EU-Land überwiesen würde. Also quasi eine Absicherung aus Seiten der Bank (Betrugsgründe, etc.). Aber generell gab es meinerseits damit noch nie Probleme, so wie auch mit der Western Union.

    Kurzum: Wenn Zeit vorhanden ist, dann ist die Banküberweisung ausreichend. Wenn es jedoch dringend ist, dann kam ich mit der Western Union nie schlecht weg und bekam immer alles binnen Sekunden/Minuten. Allerdings sollte man sich auch die Kosten genauer ansehen, denn bei einer Banküberweisung kann das Spielchen auch schnell genauso teuer werden, wie per Western Union. Per Commerzbank würde eine Überweisung (so wie ich in Erinnerung habe) von 300 Euro z.B. auch etwa 25 Euro kosten, welches letztlich nicht viel mehr als bei der Western Union ist - Nachteil ist bei der Western Union nur der gesagte eigene Kurs, aber eben auch schneller. Nur für welchen Anbieter sich jemand nun Entscheidet, muss ein jener selbst wissen (Eilig oder nicht, Mehrkosten oder nicht, etc.).


    Zum letzten Punkt sind wir / bin ich natürlich sehr auf Deine Rückmeldung gespannt.


    Gruss,
    Andreas

  • Mosyr

    "Mit 3 Tagen ist es aber sehr sehr knapp bemessen, denn da Belarus nicht der EU angehört, dauern Überweisungen entsprechend länger. 2-3 Wochen sind da keine Seltenheit! Bei meinen ersten Versuch musste seitens der Commerzbank (früher Dresdner Bank) ein Formular ausgefüllt werden, mit welchen sich die Bank absichert, da Geld in einen Nicht-EU-Land überwiesen würde. Also quasi eine Absicherung aus Seiten der Bank (Betrugsgründe, etc.). Aber generell gab es meinerseits damit noch nie Probleme, so wie auch mit der Western Union.

    Kurzum: Wenn Zeit vorhanden ist, dann ist die Banküberweisung ausreichend. Wenn es jedoch dringend ist, dann kam ich mit der Western Union nie schlecht weg und bekam immer alles binnen Sekunden/Minuten. Allerdings sollte man sich auch die Kosten genauer ansehen, denn bei einer Banküberweisung kann das Spielchen auch schnell genauso teuer werden, wie per Western Union. Per Commerzbank würde eine Überweisung (so wie ich in Erinnerung habe) von 300 Euro z.B. auch etwa 25 Euro kosten, welches letztlich nicht viel mehr als bei der Western Union ist - Nachteil ist bei der Western Union nur der gesagte eigene Kurs, aber eben auch schneller. Nur für welchen Anbieter sich jemand nun Entscheidet, muss ein jener selbst wissen (Eilig oder nicht, Mehrkosten oder nicht, etc.)."

    Ich habe festgestellt dass der Höchstbetrag, welcher mit Western Union sofort überwiesen wird, 300 Euro beträgt! Wenn man mehr sendet, wird das Geld rund einen Monat zurückgehalten.

    Ausserdem sind die Gebühren viel zu hoch!


    Deshalb habe ich für meine Familie in Belarus Schweizer Prepaid Karten eingerichtet. Jeden Monat wird das Taschengeld meiner Tochter und das Monatsbudget meiner Frau auf die Prepaidkarte aufgeladen. Dieses Geld ist sofort verfügbar, und ich kann die Kartennutzung auf der App überwachen. Die Gebühren für eine Aufladung betragen etwa 1 Euro pro 100 Euro. Für die Bezahlung und Bezüge an Geldautomaten gibt keine Gebühren. Dafür ein Jahresgebühr von 45 Euro. Die Karten haben sich schon nach einem Monat Nutzung ausgezahlt.




    Gruss


    Duri

  • duri_candrian
    Im Bezug auf die Western Union:

    1. Der Höchstbetrag beträgt 5000 USD pro Tag / Auszahlung
      (Wenn ein Betrag gesendet und abgeholt wurde, kann die nächste Zahlung in voller Höhe vorgenommen werden)
    2. Die Auszahlung kann entweder normal oder per Express vorgenommen werden
      (Normal dauert es ein paar Werktage, aber kein Monat und per Express ist es innerhalb weniger Sekunden verfügbar)
    3. Die Gebühren (auch wenn sehr hoch) werden Prozentual errechnet, haben aber auch ein max. Wert.
      (Kleinere Beträge haben ein Mindestsatz und größere werden prozentual errechnet)

    Die Möglichkeit mit einer (zweiten) Bank- bzw. Prepaid-Karte ist natürlich eine gute und günstige Alternative. Allerdings muss dabei auch auf die Auszahlungsgebühren und die Akzeptanz der jeweiligen Banken in Belarus geachtet werden. Denn eine solche Karte würde demjenigen hier auch nichts bringen, wenn keine Bank die Karte akzeptieren würde - oder - die Bank, welche die Karte akzeptieren würde zu weit weg ist.


    Gruss,
    Andreas

  • @duri_candrian, ja mit einer Sparkarte der der Postbank haben wir das auch so gemacht. Hat eine ganze weile gut geklappt, dann plötzlich funktionierte das nicht mehr. Der Geldautomat akzeptierte die SparCard nicht mehr. Die von Dir erwähnten Schweizer Prepaid Karten hören sich sehr interessant an. Kannst Du dazu ggf. noch etwas sagen. Wie funktioniert das? BG Mosyr

  • Wunder gibt es eben doch anscheinend, das Geld ist nach drei Tagen auf dem Konto vom Patenjungen eingegangen und verfügbar.

    27 € Bearbeitungsgebühr bei der Postbank, 350 € voll auf seinem Konto.

  • Mosyr

    Dann war es wohl möglich eine "normale" Überweisung per Western Union. Die 27 Euro liegen aber auch nur an der Staffelung der Kleinbeträge. Denn wenn Du nur 300 überwiesen hättest, dann wäre es weniger gewesen. Die nächste Staffelung liegt bei (so weit ich mich erinnere) 301-700 und 701 -1000 Euro. Die Staffelungen kann ich aber gerne erfragen und hier aufführen. Wobei ich aber denke, dass es hier an dieser Stelle einen Minderwert hat bzw. haben wird, da die WesternUnion ohnehin teurer ist als andere Dienstleister bzw. Möglichkeiten, aber eben auch zuverlässig und binnen Sekunden Verfügbar. Im übrigen habe ich heute wieder etwas empfangen (Kurs: 1.09 USD = einigermaßen normal) ;)


    Gruss,
    Andreas

  • Nein, keine Western Union, direkt von meinem Postbankkonto auf sein Belarus Bankkonto! Kurs war dann 1:3,0.... 1052 sind für 350 gutgeschrieben worden. Im ganzen noch erträglich.

    So eine Tabelle der Gebührenordnung wäre nicht schlecht. Das Schweizer Prepaid Karten Modell ist dennoch interessant.

  • Dann habe ich das ins falsche Ohr bekommen, entschuldige.

    Aber 27 Euro für eine Banküberweisung ist dann Gegenüber der WesternUnion dennoch teuer. Denn die WesternUnion nimmt bei einer Express-Zahlung bis zu 300 Euro gerade einmal 24 Euro. Wie teuer eine normale Überweisung per WesternUnion ist (also kein Express), kann ich leider nicht sagen, aber wird sicherlich günstiger sein. Was der Tabelle anbelangt, so werde ich diesen nachgehen und dies hier als gesonderte Seite mit Vergleich zu anderen Dienstanbietern aufführen. Dafür bitte ich aber bereits vorab um etwas Geduld. Danke.


    Gruss,
    Andreas