Lukaschenko über neue Taktik der Straßenproteste

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  • Hallo zusammen,


    dazu ein paar Punkte aus meiner Sicht zum Thema:

    1. "hat der Staat die Situation nach dem Szenario der Buntrevolution nun im Griff"
      Natürlich wäre dies eine erfreuliche Nachricht, wenn damit Proteste und das damit zusammen hängende und unnötige Blutvergießen ein Ende nehmen würde. Andererseits klingen die Worte etwas übernommen, denn dass bereits alles gelaufen ist kann man so direkt auch noch nicht sagen, denn: "Wer weiß ob es das wirklich schon gewesen ist oder nur die Ruhe vor dem Sturm ist?" Wobei ich letzteres nicht hoffen möchte.
    2. "wir sind gegen neue Destabilisierungsversuche nicht gesichert"
      Klingt als würde da jemand weiche Knie bekommen :/
    3. "der Staat schon an solchen Straßenaktionen gewohnt ist"
      Solange sich Batka auf dem Thron hält, würde sich da m.M.n. auch in Zukunft nichts daran ändern. Zumindest so lange, bis eines Tages der Tag-X kommen wird.
    4. "Jemandem fehlt es deutlich an Blut und sakralen Opfern"
      Ich wage zu bezweifeln, dass die Einheimischen gerne an Protesten teilnehmen und dabei Gefahr laufen eins rüber gebraten zu bekommen und Ihr eigenes Blut damit zu vergießen.
    5. "Swetlana Tichanowskaja hätte auch zum Opfer fallen können, wurde jedoch auf ihre Bitte hin rechtzeitig nach Litauen ausgeführt"
      Zwischen ausgeführt und vor Angst geflüchtet liegen aber viele Welten.
    6. "und beharren selbst auf unerfüllbaren Forderungen"
      Unerfüllbar weil jemand nicht will und strikt daran mit allen Mitteln harrt. Unerfüllbar aus Augen der Einheimischen aber sicher nicht. Nur das ein Schreiben oder eben eine friedliche Demonstration mit Worten wie "Bitte geh" zum einen nicht ausreichen würde und zudem auch als illegal angesehen würde.
    7. "Allerdings würde es keine überflüssige Gewalt geben"
      Überflüssig ist gut gesagt, aber notwendig ist und wäre es auch nicht gewesen!
    8. "Dies sei jedoch eine dumme Taktik"
      Da frage ich mich welche Wahl sie denn sonst hätten bzw. welche Wahl sie denn im Gegenzug gelassen wäre?

    Gruss,
    Andreas