BY Führerschein in Deutschland umschreiben

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Haba.

  • Hallo zusammen


    Ich habe im Januar in Pinsk geheiratet und jetzt wird meine Frau für 3 Jahre zu mir nach Deutschland kommen.

    Sie will auch ihren Führerschein hier umschreiben lassen.

    Hat jemand damit Erfahrung ob es einfach so geht?


    Gruß Detlef

  • Deine Frau kann bis zu 6 Monaten nach der ersten Anmeldung (= Wohnsitzmeldung bei der Meldebehörde) in Deutschland fahren. Es ist empfehlenswert, innerhalb dieser Frist die Umschreibung durchzuführen, da dann nur die theoretische und praktische Prüfung abgelegt werden muss, nach Ablauf der 6 Monate muss der deutsch Führerschein komplett neu erworben werden. d.h. mit den entsprechenden Mindeststunden Theorie (14 Stunden für Klasse B) und Praxis (Je 5 Stunden Überlandfahrt, 4 Autobahn und 3 Nachtfahrt). Insgesamt kommen bei Umschreibung Kosten von 700 - 800 € auf deine Frau zu.


    Das Prozedere ist wie folgt:


    Anmeldung bei einer Fahrschule deines Vertrauens zum Zweck der Führerscheinumschreibung. Die Fahrschule stellt eine Bescheinigung für die Ordnungsbehörde aus und übernimmt auch die Anmeldung für die theoretische und praktische Prüfung.

    Dort kann in der Regel auch die benötigte Erste-Hilfe Ausbildung gemacht werden.


    Für die theoretische Prüfung gibt es gute Lernsoftware auch auf Russisch, die Prüfung kann auch auf Russisch abgelegt werden.

    Für die praktische Prüfung empfiehlt es sich, vorher 2-3 Fahrstunden zu nehmen, um den Fahrlehrer und das Auto, das bei der Prüfung benutzt wird, kennenzuzlernen.


    Für das Ordnungsamt wird hier in München wird benötigt:


    Bei allen ausländischen Führerscheinen und Fahrerlaubnis-Klassen:

    • Personalausweis oder Reisepass
    • biometrisches Passfoto
    • Ausländischer Führerschein im Original (muss zum Zeitpunkt der Umschreibung noch gültig sein)
    • Übersetzung des ausländischen Führerscheins (Übersetzungen bieten folgenden Stellen an: ADAC oder Öffentlich bestellte und vereidigte Übersetzer)
    • Nachweis über die Dauer des Besitzes des ausländischen Führerscheines (nicht notwendig, wenn sich die Dauer des Besitzes aus dem Führerschein ergibt)
    • Bestätigung über die erste Anmeldung in Deutschland anhand einer erweiterten Meldebescheinigung (nicht notwendig, wenn Ihre erste Anmeldung in München erfolgt ist und Sie seitdem ständig hier wohnen)
    • Bestätigung der Fahrschule, bei der Sie angemeldet sind.


    Hinweis zur Gültigkeitsdauer von Nachweisen:


    Bei Antragstellung nicht älter als ein Jahr:

    • ärztliche Untersuchung zur gesundheitlichen Eignung
    • Untersuchung zur gesundheitlichen Eignung durch eine amtlich anerkannte Untersuchungsstelle für Fahreignung oder durch einen Betriebs-/Arbeitsmediziner

    Bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre:

    • Sehtest eines Augenarztes oder Augenoptikers
    • Untersuchung des Sehvermögens durch einen Augenarzt oder Betriebs-/Arbeitsmediziner

    Ohne zeitliche Begrenzung:

    • Ausbildung in „Erster Hilfe“


    Gruß

    Christoph

  • Also ich empfinde das ganze Prozedere Fahrerlaubnis (FE) für Ausländer her wie dort nur als Geldschneiderei. Das ist völlig unnötig.

    Der einzige der hier verdient ist Vater Staat und seine Erfüllungsgehilfen.

    Das ist Bevormundung vom Feinsten!

    Jeder der eine gültige Fahrerlaubnis hat, kann fahren, hat er doch gelernt. Für mich gleich in oder aus welchem welchem Land ein

    Fahrer kommt. Die Belarusen z.B. fahren auh nicht dümmer wie wir und andere, die Verkehrsbeschilderung ist auch gleich. Ampeln

    zu Teil moderner wie hier im reichem Deutschland. Also ....


    Ein Fahrer der ständig als Transitreisender durch `s Land fährt muss auch keine neue FE machen. Nur Geldschneiderei!!!

  • Deine Frau kann bis zu 6 Monaten nach der ersten Anmeldung (= Wohnsitzmeldung bei der Meldebehörde) in Deutschland fahren. Es ist empfehlenswert, innerhalb dieser Frist die Umschreibung durchzuführen, da dann nur die theoretische und praktische Prüfung abgelegt werden muss, nach Ablauf der 6 Monate muss der deutsch Führerschein komplett neu erworben werden. d.h. mit den entsprechenden Mindeststunden Theorie (14 Stunden für Klasse B) und Praxis (Je 5 Stunden Überlandfahrt, 4 Autobahn und 3 Nachtfahrt). Insgesamt kommen bei Umschreibung Kosten von 700 - 800 € auf deine Frau zu.

    MOin!


    Das ist definitiv falsch. Auch nach 6 Monaten muss man nur die theretische und praktische Prüfung ablegen, man darf nur nach 6 Monaten nicht fahren. Wir haben gerade den Führerschein meiner Frau umschreiben lassen und wir haben damit angefangen , als sie schon 18 Monate hier war. Es ist trotzdem empfehelnswert wie sschon gesagt, ein paar Fahrstunden zu nehmen, da ein paar Regeln doch anders ind und damit man weiß, worauf die Prüfer achten, insbesondere Schulterblick etc.

  • Danke euch für die Infos.

    Und wie Mosyr schon sagt ja das ist Geldschneiderei.

    Ich denke wir lassen das, da sie nur 3 Jahre in Deutschland sein wird. 2023 ziehen wir eh nach Belarus um.

    Reicht wenn ich meinen dort umschreiben muss.

  • Lieber Marco!

    Gegen Regelanpassungen hat bestimmt niemand etwas. Eine solche Schulung/ Einweisung kann nicht schaden! (Das sollte generell gelten) Einen aber als Neuanfänger im jeweiligen besuchten Land, nur weil man nicht der entsprechenden Nationaltät ist, einzustufen?

    Das ist für mich die immer gerade viel berufene Diskreminierung und Abzoge!!! Wie geschrieben, eine Fahrerlaubnismus (musste doch jeder machen) das vielleicht 1% da irgendwiea durchgekommen ist, das ist so! Das gibt es hier auch!

    Das Natinalgefassel darf aber nicht dazu führen das andere zu doof wären, ein Fahrzeug zu führen.


    Nicht alle, die sich derzeit hier etablieren wollen, wirtschaftlich aus Sicht der Einwanderung könnte man es verstehen, haben eine angeforderte Ausbildung..

    Aber auch das sollte sich prüfen lassen. Vielleicht wäre dann der eine oder andere Fahrer die wir so dringend suchen doch zu finden!.


    Also immer Kopf hoch!!

  • Lieber Marco!

    Gegen Regelanpassungen hat bestimmt niemand etwas. Eine solche Schulung/ Einweisung kann nicht schaden! (Das sollte generell gelten) Einen aber als Neuanfänger im jeweiligen besuchten Land, nur weil man nicht der entsprechenden Nationaltät ist, einzustufen?


    Das ist für mich die immer gerade viel berufene Diskreminierung und Abzoge!!! Wie geschrieben, eine Fahrerlaubnismus (musste doch jeder machen) das vielleicht 1% da irgendwiea durchgekommen ist, das ist so! Das gibt es hier auch!

    Das Natinalgefassel darf aber nicht dazu führen das andere zu doof wären, ein Fahrzeug zu führen.

    ALso ich finde man sollte mal Nationalismus hier außen vorlassen und die Situation ein wenig nüchterner betrachten. Denn auch Russland oder Belarus verlangen Prüfungen für den Führerschein, wenn man sich dort dauerhaft niederlässt. In Deutschland kann man die theoretische Prüfung sogar in Russisch ablegen, kann man das in Belarus auf Deutsch? Soweit ich weiß nicht. Ich kann auch nicht wirklich deine Argumentation nachvollziehen, dass die Leute als Fahranfänger behandelt werden. Wie gesagt, du kannst sofort nachdem dein Antrag auf Umschreibung bearbeitet wurde, zur theoretischen und praktischen Prüfung gehen, davon hält dich keiner ab. Sie sollen halt nur ihre Kenntnisse nachweisen. Sie müssen eben nicht die ganzen Pflichtstunden und THeorieunterricht nachweisen, den hier die blutigen Fahranfänger nachweisen müssen
    Eine Fahrprüfung ist ja sogar schon für Senioren ab einem gewissen Alter in der Diskussion. Würde man hier auch von Diskriminierung bzw Nationalismus sprechen? Die sind auch ihr ganzes Leben Auto gefahren.

  • Achtung!

    Bei einer Umschreibung behält in der Regel die Straßenverkehrsbehörde den ausländischen Führerschein ein!

    Ein BY-Staatsbürger darf in BY aber nur mit seinem BY-Führerschein fahren.

    Man hat zwar die Möglichkeit die Führerscheine bei Bedarf beim Straßenverkehrsamt wieder zu tauschen. Wo sich aber die Frage stellt: Wie darf ich zu den Grenzen fahren??

    Es gibt eine Ausnahmeregelung, dass man beide Führerscheine behalten kann, aber das muss man beantragen und ist ein nicht leichter Kampf mit der Behörde.

    Haben wir hinter uns!

    Hätten wir das eher gewusst, hätte meine Frau hier einfach einen neuen Führerschein gemacht und gut wäre es gewesen...

  • wie lange darf man denn umgekehrt als Deutscher in Berlarus mit dem Deutschen Führterschein fahren

    bis man diese umelden muss

  • Bis zu 3 Monaten, danach muss der weißrussische Führerschein gemacht werden.


    If you are planning a long stay in Belarus and going to drive a car, you should take into account that your domestic driver's licence or International Driving licence allows you to drive in Belarus for a 3-month period.

    To drive a car for a longer time on Belarusian territory you should obtain a Belarusian driver's licence. For this you should attend a 3-month course in a driving school in Belarus (or other CIS country) and pass the knowledge and driving skills tests administered by the State Traffic Inspection (traffic police). (Siehe hier)

  • Mein Statement hat sich nicht auf ein Land bezogen, das sehe ich für alle gleich! Egal in welchem Land, es ist Abzoge vom feinsten-nur weil man sich nicht wehren kann.

    Das gilt natürlich auch für ältere Verkehrsteilnehmer. Hier wäre die ärttlich Ausnahme wenn offensichtlich jemand nicht mehr in der Lage ist zu fahren. Die meisten älteren

    Verkehrsteilnehmer werden zwar etwas langsamer, dafür um so vorsichtiger. Nationalismus liegt mir mehr als fern!

  • Man kann auf Antrag die Frist auf 12 Monate verlängern . ( Weil man wieder zurück reist um zb. das Studium fertig zu machen oder sonst ein Blödsinn ) Kostet so 25 Euro . Meine Frau ist also ca. 11 Monate hier rum gefahren , so ca. 15.000 km und musste dann zur Prüfung. Ist da natürlich mit dem Auto hin gefahren. Dann noch eine Prüfung zu machen, ist IMHO absoluter Blödsinn . Bei uns waren es so um die 400 Euro . 4 Fahrstunden und die Prüfung . ( Theorie hat sie selbst gebüffelt ) . Also diese nicht Anerkennung von Ausländischen Abschlüssen / Führerscheinen ist ein sehr zweischneidiges Schwert . Mal als Beispiel : Medizinstudium in Moskau , dann zerfällt die UDSSR . Einer der Absolventen wohnt in Litauen und damit EU. Abschluss anerkannt . Einer in Belarus vielleicht nur 20 km auseinander, Abschluss nicht anerkannt. Als es noch genug Doktoren gab, so vor 15-20 Jahren kenne ich genug Aussiedler Ärzte, ( besonders Frauen ), die in KIK an der Kasse standen. Jetzt ist die Lage anders, und schon läuft das mit der Anerkennung . :-( Heinz

  • Leute, das ist halt so. Persönliche Meinungen bringen nichts.
    Unsere Erfahrung war halt, dass es bei einer Umschreibung von BY Fahrerlaubnis zur D Fahrerlaubnis ein Kampf ist, dass man den BY Führerschein behalten darf und nicht zur Verwahrung beim Straßenverkehrsamt bleibt.

    Man muss eh die theoretische und die praktische Prüfung machen..

    Also kann man den Führerschein auch gleich komplett machen und man hat keinen Ärger...

  • Man muss eh die theoretische und die praktische Prüfung machen..

    Also kann man den Führerschein auch gleich komplett machen und man hat keinen Ärger...

    Das sehe ich etwas anders. Neu machen heißt alle Pflichstunden sowohl Theorie wie auch Praxis . Und das kostet ne menge Geld . Den alten kann man nach etwas Diskussion meist eh behalten ( spätestens wenn man was schriftliches verlangt, ist meist vorbei ). Wenn nicht , holt man sich beim nächsten Besuch in BY einfach einen neuen.