Featured Khatyn

Khatyn (russ. Хатынь) ist ein ehemaliges Dorf und seit 1969 eine staatliche und zentrale Kriegsgedenkstätte (Memorial) für alle Opfer die durch der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen sind.

Die nationale staatliche Gedenkstätte Khatyn erinnert an die über 600 verbrannten Dörfer, welche mitsamt Ihren Einwohnern seit Beginn des zweiten Weltkriegs vernichtet wurden. Khatyn, welches einer der vielen Dörfer war, liegt etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Minsk und wurde nach 1945 nie wieder aufgebaut. Noch unter der sowjetischen Führung wurde im Jahre 1969 die Gedenkstätte Khatyn errichtet, welche an das SS-Massaker von 1943 erinnert.


Auf dem heutigen Gelände wurden an jeder Stelle wo einst die Häuser von Khatyn standen, die Grundrisse durch eingelassene Betonbalken angedeutet und zudem mit einen symbolischen Schornstein versehen der an die Brandruinen erinnert. Zum Gedenken schlägt alle 30 Sekunden eine Glocke im Glockenturm zusammen mit allen anderen Glocken der früheren Häuser. In jedem dieser Schornsteine sind die Anzahl und das Alter der jeweiligen Opfer eingetragen.


Am Eingang zu Khatyn steht eine 6 Meter hohe Bronzeskulptur, welche Josif Kaminskij darstellt der seinen toten Sohn Adam auf seinen Armen trägt. Unmittelbar dahinter befindet sich die symbolische Dorfscheune, die an die Vernichtung der Dorfbewohner erinnert.


Auf dem Friedhof der verbrannten Dörfer des Kathyn Komplexes befinden sich 185 Gräber. Ein jenes Grab steht dabei für ein Dorf welches im Jahre 1943 durch der so genannten Strafoperation zerstört wurde. Auf jeden dieser Gräber befindet sich zudem eine Urne mit dem Heimatboden sowie eine Aufschrift des Dorfnamens und den Kreis wo sich das Dorf zuvor befand.


Von den 433 Belarussischen Dörfern, welche ebenso wie Khatyn niedergebrannt, jedoch nach den Krieg wieder aufgebaut wurden, sind in Form von Zweigen in den symbolischen "Bäumen des Lebens" verewigt. Davon wurden alleine im Kreis Logojskij 21 Dörfer samt der Bevölkerung niedergebrannt. Lediglich 11 dieser 21 Dörfer wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut.



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