Empfohlen Schloss Mir

Das Schloss Mir stammt aus dem 16. Jahrhundert und befindet sich im Woblasz Grodno nahe der gleichnamigen Stadt Mir. Seit der Jahrtausendwende im Jahre 2000 gehört das Schloss Mir zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Schloss Mir (russisch: Мирский замок / weissrussisch: Мірскі замак) stammt aus dem 16. Jahrhundert und befindet sich im Woblasz Grodno nahe der gleichnamigen Stadt Mir. Seit der Jahrtausendwende im Jahre 2000 gehört das Schloss Mir zum Weltkulturerbe der UNESCO. Mit dem enthaltenen gotischen, Renaaissance- sowie Barockelementen ist das Schloss Mir eine Beispielhafte Magnatenarchitektur aus Zeiten der Polnisch-Litauischen Herrschaft. Die fünf hoch ragenden Backsteintürme prägen dabei das Bild des Schlosses. Am Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das Karree einer Zitadelle angelegt welche von einer Schutzmauer, sowie fünf Türmen geschützt wurden. Die Schutzmauern haben eine Seitenlänge von je etwa 75 Metern und ergeben im gesamten ein Quadratischen Grundriss des Schlosses. Im Jahre 1568 wurde das Schloss Mir von dem Fürsten Radziwill übernommen, welcher dieses zu einer Adelsresidenz ausbauen lies. Dazu wurden zwei Wohnkomplexe entlang der inneren Mauer erbaut. Die Gigantischen Mauern und mit ihren Schießscharten überzeugen davon, dass das Schloss Mir als Wehranlage diente. Die auffallenden verzierten Turmfassaden, welche aus abwechselnden Backsteinroten und zudem weiß verputzten Feldern bestehen, überzeugen des hier residierenden Fürsten.

GESCHICHTE

1506–1510 Errichtung durch Herzog Juri Iljinitsch, welcher das Schloss Mir an gleicher Stelle erbauten ließ, an welchen zuvor Tataren ein hölzernes Feudalschloss niedergebrannt hatten.
1520 Fertigstellung des Schloss Mir
1568 Nach Aussterben der Iljinitsch ging das Schloss Mir an Mikołaj Krzysztof (das Waisenkind Radziwiłł) über.
1655 Das Schloss Mir wurde von den Kosaken Ivan Zalotarenko und der Armee des Woiwoden Alexei Trubetskoy geplündert und verwüstet.
1680 Katarzyna (Catherine) Radziwill aus der Familie Sobieski, begann nach dem Tod ihres Mannes Michail Kasimir, mit Restaurierungsarbeiten des Schloss Mir.
1706 Im April 1706 überfielen Truppen des schwedischen Königs Karl den 12. das Schloss Mir, wobei alles bisher wiederaufgebaute zerstört wurde.
1790 Nach dem Tod von Prinz Karol Stanislaus ging Schloss Mir an seinen Neffen, Prinz Dominic Geranium Radziwill, welcher sich während des Krieges von 1812 für Napoleon einsetzte.
1813 Mit dem Tod von Dominik Hieronim Radziwiłł geht das Schloss Mir an seine Tochter Stefania über, welche Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg heiratete.
Anschließend ging das Schloss Mir an ihre Tochter Maria über, welche den Fürsten Chlodwig Hohenlohe-Schillingsfürst heiratete.
1895 Maria und Chlodwigs Sohn Moritz zu Hohenlohe-Schillingsfürst verkauften später das Schloss Mir an dem russischen Prinz Nikolai Swjatopolk-Mirski, welcher nach dem Kauf mit der Rekonstruktion des Schlosses begann.
1939 Truppen der Roten Armee marschierten in die Stadt Mir ein.
1941 Während des Zweiten Weltkriegs besetzten die Deutschen das Schloss Mir, welche dieses als Ghetto für die jüdische Bevölkerung vor deren Ermordung missbrauchten.
1944 Nach der Befreiung im Juli 1944 fanden viele Bewohner der Stadt Mir, deren Häuser im zweiten Weltkrieg zerstört wurden, Zuflucht im Schloss.
1983 Beginn von Restaurierungsarbeiten.
1989 Weitere Restaurierungen des Schlosses, welches den Standort der Museumsausstellung vorsah, wurde genehmigt.
1992 Eröffnung der ersten Museumsausstellung im Süd-Westturm.
1994 Schloss Mir erhielt unter anderen ein Diplom, eine Medaille und eine Flagge der europäischen öffentlichen Organisation Europa Nostra für die Erforschung, den Wiederaufbau und Restaurierung des Architekturdenkmals.
2000 Eintrag als Weltkulturerbe der UNESCO
2010 Am 16. Dezember 2010 fand nach den Restaurierungsarbeiten eine feierliche Eröffnung des Schloss Mir statt.
2011 Schloss Mir erhielt am 1. April 2011 den Status eines unabhängigen Museums.

Kontakt

Schloss Mir

Straße Krasnoarmeyskaya, 2

231444 Mir
Region Grodno


Telefon (9.00 bis 18.00):

+375-1596-36270 (Anfragen)

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