Lukaschenko weist Vorwürfe zum Faschismus zurück

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Ich bin ein internationaler Mensch und setze mich für Frieden, Völkerverständigung und Harmonie zwischen den Religionen ein, so der Staatsoberhaupt beim Besuch des Landmaschinenherstellers Gomelmasch vor den Journalisten.


Eine der Fragen lautete, dass in letzter Zeit viele Kritiker das Vorgehen des Belarussischen Präsidenten als "faschistisch" bezeichnen. Darauf reagierte A.Lukaschenko mit der Bemerkung, dass er ein internationaler Mensch sei und könne so kaum als "Faschist" stigmatisiert werden. "Alle sehen meine Politik. Ich war schon immer stolz darauf, dass in Belarus fast 100 Nationalitäten in Frieden und Harmonie zusammenleben. Ich war immer stolz darauf, dass in Belarus der interkonfessionelle Frieden herrscht. Ich habe immer behauptet, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg zum Gott finden kann. Ich bin kein Nationalist. Faschismus ist die höchste Form des Nationalismus. Nur ein eingefleischter Nationalist kann Faschist sein. Das ist nicht mein Fall", so der Staatsoberhaupt.


"Ich bin Gegner der weiß-rot-weißen Flagge. Das sage ich ganz offen: das sind faschistische Symbole. Das Volk hat 1995 beim ersten Referendum über die Staatssymbole diese Fahnen abgelehnt und mehrheitlich für die aktuelle Flagge gestimmt. Deshalb kann mir in dieser Frage kein Vorwurf gelten", so Lukaschenko weiter.


Wie BelTA berichtete, betonte der Staatschef, dass er es nicht dulden wird, dass im Zentrum der Hauptstadt Fahnen wehen, an welchen im zweiten Weltkrieg Porträts von Adolf Hitler angebracht waren. Die Symbole werden allmählich vom Staat beseitigt und die Menschen über die Historischen Hintergründe aufgeklärt. Denn schließlich hat das Belarussische Volk im zweiten Weltkrieg am schwersten gelitten.


A.Lukaschenko wurde zudem auch nach den Protestmärschen gefragt, welche jedes mal Sonntags unter einer neuen Losung in Minsk stattfinden. Diese seien oft sehr provokativ. "Jede Revolution hat seine Losungen. Aber lassen Sie sich nicht irreführen. Ich habe oft gesagt: Wir haben keine Revolution, weil wir keine Revolutionäre haben. Wer aus Belarus ausgereist war und heute über Telegram-Kanäle das Land aus dem Gleichgewicht bringt, der lebt dort in Saus und Braus. Und diejenigen, die hier geblieben sind und auf Proteste gehen – das sind Menschen, die ich mit meinen eigenen Händen geschaffen habe. Das sind Menschen, die sechsmal mehr verdienen als die Arbeiter in Ihrem Betrieb. Sie wollten ihre kleinbürgerliche Revolution machen. Aber sie sind keine Revolutionäre. Denn richtige Revolutionäre – sie waren zu allem bereit. Sie wussten, dass sie sterben konnten, und sie glaubten an ihre Ideen."


Die Pläne der Staatsgegner, so wie der Staatschef glaubt, sollten einen "Blitzkrieg" in Belarus durchführen. Diese Pläne sind jedoch nicht aufgegangen. Viele von ihnen rufen derweil wieder zur Ordnung auf.


"Der Staat hat all die Protestaktionen und Märsche sehr lange geduldet. Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, waren Sabotageakte auf der Eisenbahn. Dann habe ich eindeutig gesagt – das sind terroristische Taten.


Das ist die Frage der Stabilität und Ordnung im Staat. Wir werden uns damit schon fertig. Aber wir müssen zu den Menschen gehen und ihnen erklären, was sie gewinnen und was sie verlieren können", so der Staatschef.