Ab Januar 2021: ID-Karte und Reisepass für Belarussen

Foto: Pixabay (Symbolbild)


Ab Januar 2021 wird in Belarus statt den bisherigen üblichen Pässen ID-Karten und Biometrische Reisepässe für Auslandsreisen ausgestellt. Dies wird ein großer Schritt zur Digitalisierung von Dienstleistungen werden. Der erste Stellvertretende Minister für Kommunikation und Informationstechnologien, Pawel Tkatsch, erzählte in einen Interview mit BelTA, ob die elektronische Registrierung in Belarus eine Zukunft hat und wie es um die Entwicklung der digitalen Pässe steht.


Die ab Januar 2021 ausstellenden Pässe unterscheiden sich zwischen dem Inländischen Pass (ID-Karte) und dem Biometrischen Reisepass für Auslandsreisen. Die ID-Karte ist ein interner Personalausweis mit integriertem Chip, einer elektronischen Biometrischen Identifizierung sowie einen kryptographischen Authentifizierungstoken. Dieser Lichtbildausweis enthält u.a. Angaben wie: Name, Vorname, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft, Geschlecht, Nummer, Art und Gültigkeit des Dokuments und die Unterschrift des Besitzers. Für Auslandsreisen wird ein biometrischer Reisepass notwendig werden. Auch in diesem ist ein Chip integriert, welche Angaben zur Person enthält und das Ein- und Ausreisen ermöglicht.


Zusätzliche Angaben werden nicht in voller Länge angegeben, sondern in Form einer Kodierung auf dem Pass vorzufinden sein. Angaben zur Person, die Registrierung, Anzahl der Kinder, Ehestand, etc. werden in dem Staatlichen Digitalen Informationssystem eingetragen. Die ID-Karte ist dabei primär zur Identifikation von Personen vorgesehen, kann aber auch für wichtige Administrative Verfahren genutzt werden, welche durch eine E-Signatur auch rechtsgültig würden.


Besitzer einer ID-Karte können zukünftig auch Waren und andere Dienstleistungen bezahlen. Dies ist im Staatsprogramm für digitale Entwicklung bis zum Jahre 2025 vorgesehen. Hierfür müssen jedoch vorerst noch Technische Voraussetzungen, wie die Ankopplung des Personalausweises an die Digitalen Zahlungssysteme sowie die Integration in die Infrastruktur der Banken, geschaffen werden. Die ID-Karte kann dabei zukünftig auch andere Ausweise ersetzen. Zum Beispiel die Geburtsurkunde, den Führerschein, den Studentenausweis, die Krankenkarte, den Militärausweis und andere. Für die Umsetzung sollen in den jeweiligen Institutionen ein Softwaregestütztes Informationssystem entwickelt werden um so einen Umstieg auf die ID-Karte zu ermöglichen.


Die ID-Karten und Biometrischen Pässe wurden bereits von Informationsdienstleistern, Entwicklern von Informationssystemen und digitalen Services erfolgreich getestet. Interessierte Behörden und Institutionen können Ihren Service auf die Kompatibilität mit der neuen ID-Karte überprüfen lassen. Die ID-Karten entsprechen allen Sicherheitsnormen. "Kryptotech", der ID-Entwickler wird in kommender Zeit rund 800 Testmuster an Staatliche Stellen und Organisationen übergeben. Zudem kann das Unternehmen auch auf Anfrage weitere Testmuster herstellen. Für die Umstellung der Behörden auf die Arbeit mit den neuen ID-Karten sind 10 Jahre vorgesehen. Allerdings wird die Überbrückungszeit durch die rapide Entwicklung Digitaler Ressourcen und deren schnellen Einsatz wesentlich verkürzt werden, so dass von einen früheren nutzen der Digitalen Funktionen mit der neuen ID-Karte ausgegangen werden kann.