Lukaschenko über neue Taktik der Straßenproteste

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Wie die Nachrichtenagentur BelTA mitteilte, hat der Staat die Situation nach dem Szenario der Buntrevolution nun im Griff. Dies teilte der Belarussische Staatschef A.Lukaschenko im Palast der Unabhängigkeit mit.


"Nach dem wir das Szenario der Buntrevolution ruiniert haben, kontrollieren wir im Großen und Ganzen die Lage, dürfen uns aber nicht beruhigen. Wir dürfen uns keinen Illusionen hingeben: wir sind gegen neue Destabilisierungsversuche nicht gesichert. Sie warten entweder ab oder eine neue Etappe dieser Buntrevolution beginnt", so A.Lukaschenko.


Zudem vermerkte er auch, dass der Staat schon an solchen Straßenaktionen gewohnt ist, so dass diese nicht mehr ernst genommen werden. "Das sind auch Technologien, mit denen man unsere Wachsamkeit abstumpfen und neue, radikale Proteste organisieren will. Die Proteste sind wirklich nachgelassen. Sie haben auch an mehr Radikalismus gewonnen. Diese Radikaler (es betrifft in erster Linie Minsk) versuchen, Neugierige, Jugendliche, Kinder zu provozieren. Sie wechseln ständig ihre Taktik ab. Jemandem fehlt es deutlich an Blut und sakralen Opfern", so der Präsident weiter.


Die Ex-Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja hätte auch zum Opfer fallen können, wurde jedoch auf ihre Bitte hin rechtzeitig nach Litauen ausgeführt, erinnerte er.


"Wir sehen auch eine andere Seite: die Menschen in Minsk haben verstanden, was sie verlieren können. Dasselbe betrifft sogar Grodno, Brest. Sie haben alle Vorteile dieser Straßendemokratie an sich selbst geprüft, indem sie in kilometerlange Staus gerieten. Die Eltern können ihre Kinder nicht wegen Schreie auf den Straßen ins Bett bringen. Die Destruktivität dieser Bewegung liegt auf der Hand. Sie setzen sich für einen Dialog ein und beharren selbst auf unerfüllbaren Forderungen", so betonte der Präsident.


Der Staatschef musste stellte fest, dass die Protesierenden ihre Kundgebungen als friedlich nennen, jedoch gleichzeitig die Anhänger hetzten und Staatsbeamte, Militärangehörigen und dessen Familien mit Gewalt drohten. Allerdings würde es keine überflüssige Gewalt geben. Einen Teil der Minsker bat der Präsident dabei um Verzeihung und Geduld.


Die Protestierenden plädieren für den Wohlstand im Land, allerdings wollen sie auch die belarussische Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Damit wollen sie, dass ihre Vorschläge unter schlimmeren Wirtschaftsverhältnissen unterstützt werden. Dies sei jedoch eine dumme Taktik, bemerkte A.Lukaschenko


Der Präsident hat weiter auf die Arbeit der Sicherheitsdienste hingewiesen. "Die Rechtspflegeorgane wissen zu arbeiten, haben sich an die Situation gewohnt, bewahren Ausdauer, Ruhe und vernünftige Flexibilität. Die Sicherheitsdienste müssen in erster Linie gesetzestreue Bürger verteidigen. Gesetzestreue Menschen dürfen keine Ansprüche an uns stellen. In dem Sinne rechne ich mit genauer und adäquater Reaktion der Sicherheitsdienste. Es ist unzulässig, wenn Protestierende die Militärangehörigen mit Steinen, Pflastersteinen, Stäben bewerfen", unterstrich der Präsident.