Lukaschenko: Warnung an den Westen den Unionstaat anzugreifen

Foto: Archivbild (Symbolbild)


Der Unionsstaat Belarus-Russland geht beim Aufbau seiner Sicherheit von der Notwendigkeit aus, eigene Grenzen zu schützen. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko heute vor Journalisten im Anschluss an die Besichtigung militärischer Objekte in Luninez.


"Wir bauen unsere Sicherheit auf, weil wir unsere Staatsgrenzen zu verteidigen haben. Wer hätte das gedacht, dass wir uns heute vor unseren Nachbarn schützen müssen? Dass wir nicht bloß irgendeinen Zaun errichten, sondern ein teures Sicherheitssystem an der südlichen Staatsgrenze?" wie A. Lukaschenko fragte.


"Belarus und Russland wollen keinen Krieg, das sage ich als Präsident von Belarus und als Vorsitzender des Obersten Rates des Unionsstaates. Die russische Staatsführung vertritt dieselbe Ansicht. Der Krieg wäre ein Desaster, das ist eine Katastrophe für Militärs und für Zivilisten, also für uns alle. Wir wollen keinen Krieg, weil wir nicht vergessen haben, was der letzte Krieg vor 80 Jahren in unserem Riesenreich angerichtet hat", so der Staatschef.


Er betonte dabei, dass jegliche militärische Aggression gegen den Unionsstaat, welche mit allerlei Sanktionen, Bedrohungen und Einschüchterungsversuchen einhergehen und verbündete Staaten in einem Kampf um das nackte Überlegen zwingen würde, welche entsprechende Gegenmaßnahmen unumgänglich machen wird.


"Belarus und Russland werden zurückschlagen müssen. Es wird eine Hölle sein. Man sollte sich lieber mit uns nicht anlegen. Niemand wird einen Krieg gegen uns gewinnen können. Wir sind stark im Geist, auch territorial sind wir allen überlegen – der Unionsstaat erstreckt sich von Brest bis Wladiwostok. Früher wollten uns viele angreifen. Wie das alles endete, haben wir nicht vergessen. Wir beanspruchen kein fremdes Territorium, wir haben genug Land, das wir aufrechterhalten und entwickeln müssen. Das ist unser Ziel. Aber ich möchte alle warnen, die es wagen, uns anzugreifen: Lassen Sie es lieber! Das ist keine Drohung, nur Warnung: Gott bewahre!"


Bereits am 17. Januar hat der Belarussische Staatschef A.Lukaschenko den Plan für gemeinsame operative Militärübungen von belarussischer und russischer Streitkräfte unter den Namen "Alliierte Entschlossenheit 2022", welche im Zeitraum vom 10. bis 20. Februar stattfinden wird, genehmigt. Die dabei stattfindenen Übungen finden auf den Truppenübungsplätzen in Obus-Lesnowski, Osipowitschski, Brestski, Goshski und Domanowski statt. Zudem werden dabei auch die Flugplätze Baranowitschi, Luninez, Lida und Matschulischi genutzt.


"Wie Sie wissen, haben wir mit dem russischen Präsidenten noch im Dezember 2021 vereinbart, außerplanmäßige gemeinsame Übungen an den Westgrenzen des Unionsstaates und an der belarussischen Südgrenze durchzuführen. Das werden ernsthafte Übungen sein, die wir auf dem sogenannten „belarussischen Balkon“ abzuhalten haben", so der Staatschef.


Wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtete, soll dass Manöver darauf abzielen, eine mögliche Konfrontation mit dem Westen (Baltikum, Polen) und dem Süden (Ukraine) abwenden zu können. Ein entsprechender Plan wurde dazu von den Verteidigungsministern von Belarus und Russland ausgearbeitet. Dazu werden in der Nähe der belarussischen Grenzen zu Polen und den baltischen Staaten über 30.000 Soldaten, Ausrüstungen und Waffen stationiert werden.


"Darüber hinaus hat Warschau die Führung des Nordatlantikblocks gebeten, ein mehrstufiges logistisches und technisches Unterstützungssystem in dieser Region einzurichten. Als Militärs stellen wir sofort die Frage: Warum?" so der Präsident. Seiner Meinung nach kann es nur eine logische Schlussfolgerung geben: Sie bereiten sich auf etwas Ernstes vor.


Die im Rahmen der Übung "Alliierte Entschlossenheit 2022" werden Übungen durchgeführt um einzelne Strecken der belarussischen Grenze gegen bewaffnete militante Gruppen zu verteidigen. Zudem werden Lieferwege für Waffen, Munition und anderen Mitteln, welche zur Destabilisierung der Lage im Land verwendet werden könnte, abgeschnitten und Straßen und Wege gesperrt. Ferner werden auch Übungen zum aufspüren, blockieren und zerstören illegaler bewaffneter Formationen sowie Sabotage- und Aufklärungsgruppen des Gegners durchgeführt.



"Es kann schlimm enden!" Lukaschenko warnt Westen vor Versuchen, den Unionsstaat anzugreifen.
(Video mit deutschen Untertitel)



Was haltet Ihr von den Übungen und den militärischen Aufgeboten an den Grenzen zwischen Belarus und der EU?

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