Belarus: Gegensanktionen waren wie ein "unerwarteter Schlag"

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"Diese Gegensanktionen stehen im Kontext der jüngsten Beschlüssen der Regierung zur Umsetzung des Importersetzungsprogramms. Dieses Programm umfasst 47 Unterprogramme und zelt darauf ab, Waren und Produkte im Wert von $9 Milliarden anderswo zu produzieren, statt sie aus dem Ausland zu importieren. Das bedeutet, belarussische Gegner werden mit Verlusten im Wert von $9 Mrd. rechnen müssen. Wir werden selbst diese Güter und den Mehrwert generieren", so der Experte Alexej Awdonin vom Belarussischen Institut für Strategische Studien.


Zudem hält er es für wichtig, dass die Einzelhandelsketten, welche derzeit von der Belarussischen Regierung verfolgte Politik übernehmen und nach den neuen Regeln zur Importsetzung spielen. Auch sollen alle Lebensmittelgeschäfte Belarussische Waren führen. Dabei hat Alexej Awdonin die Westliche Sanktionspolitik mit der Überproduktion in Verbindung gebracht, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtete.


"Diese Krise ist für jedes kapitalistische Modell typisch. Wegen der technischen Modernisierung von Kapazitäten wurden sehr viele Mitarbeiter entlassen. Heute werden viele Produkte hauptsächlich maschinell hergestellt. Aber die Absatzmärkte sind gesättigt. Jeder hat seine eigenen Produkte in Fülle. Mit Sanktionen schützt man seinen eigenen Markt, um die Überproduktion und die Finanzkrise zu überstehen", wie er weiter betonte.


Das Belarus der EU und der USA mit solch Gegensanktionen einen Schlag versetzt, war seitens des Expertens völlig unerwartet. "Das politische Establishment im Westens dachte immer, es sei stark und die Sanktionen würden einseitig sein. Dies ist ein Klischee-Denken, wo die Einsicht fehlt, dass ein kleines Land wie Belarus eine solche Herausforderung für den kollektiven Westen darstellt. Sie konnten uns nicht zutrauen, dass wir zu Gegensanktionen greifen und den Markt verschließen. Für den Westen bedeutet das de facto Mord. Aber die Realität sieht so aus: Wir lassen ihre Waren nicht auf den eigenen Markt und ersetzen sie durch ähnliche Waren anderer Produzenten."



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