Wieder ein Vorfall an der belarussisch-polnischen Grenze

Foto: Pixabay (Symbolbild)


Erneuter Vorfall an der belarussisch-polnischen Grenze. Wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtete, wurde ein 20-jähriger Iraker vom belarussischen Grenzdienst bewusstlos aufgefunden. Vor den Journalisten erzählte er, dass polnische Grenzbeamte gegen ihn Elektroschocker, Hunde und Waffen eingesetzt haben, um ihn über die Grenze auszustoßen. Nahe der Grenze im Kreis Swislotsch hatte eine belarussische Grenzstreife den bewusstlosen Ausländer aufgefunden, welcher allem Anschein nach misshandelt wurde. Zur Zeit des auffindens standen auf der gegenüberliegenden Seite polnische Grenzbeamte und schauten gleichmütig zu. Die gerufenen Notärzte stellten fest, dass sich der Mann in einem Schockzustand befand und sich über Übelkeit, Schmerzen im Bein und eine am Zaun zugezogene Risswunde beschwerte. Der physische Zustand des Mannes war schlecht, doch die polnischen Mediziner gaben ihm zuvor lediglich ein Schmerzmittel.


Der Iraker wurde wurde zunächst in das nahegelegene Krankenhaus abtransportiert und auf der Intensivstation medizinisch behandelt. Später wurde er in die Chirugie überführt und dort weiter behandelt und verpflegt. Die Chefärztin Larissa Klimtschuk bestätigte dies und sagte zudem, dass der Mann einen irakischen Pass und einen negativen PCR-Test einer polnischen medizinischen Einrichtung bei sich hatte.


Bei dem gefundenen handelt es sich um einen 20-jährigen Iraker welcher zusammen mit seinen Freund 4 Tage in Polen verbracht hatte. "Wir waren im Wald, hatten nichts zu essen und nichts zu trinken. Ich war frustriert und erschrocken. Die polnischen Grenzer haben mich über die Grenze zurückgeschoben. Sie hetzten Hunde auf mich, bedrohten mit Waffen und setzten Elektroschocker ein. Sie warnten mich, das sich nicht zurückkomme, sonst werden sie mich töten", so der Iraker. Wo sich zu diesem Zeitpunkt sein Freund aufhält oder befindet wisse der Iraker nicht.


Aus der in Polen angefertigte medizinische Notfallkarte geht hervor, dass der Iraker am 20. September von polnischen Grenzbeamten in einen Sommerhaus gefunden wurde. Die polnischen Grenzbeamten haben ihn folglich zur belarussischen Grenze gebracht und zurückgeschoben.



Bericht vom BelTA (russ.)


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