Peskow über den Ryanair-Vorfall: Belarus handelte nach internationalen Regeln

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"Wenn wir es richtig verstehen, gab es eine Meldung, dass an Bord der Maschine eine Bombe deponiert war. In Übereinstimmung mit den internationalen Regeln hat die Flugverkehrskontrolle die Piloten darüber gewarnt. Das war eine große Gefahr sowohl für die Crew als auch für alle Passagiere an Bord. Um diese Gefahr zu minimieren, wurden bekanntlich bestimmte Maßnahmen auf der Seite der Fluglotsen unternommen", sagte Dmitri Peskow.


Die Vorwürfe, dass die belarussischen Behörden auf irgendwelcher Art und Weise die Sicherheit russischer Fluggäste gefährdet hätten, hält der Kremelsprecher für unbegründet. Letztlich bestand für das ganze Flugzeug und dessen Insassen die mögliche Gefahr im Zusammenhang mit der Bombendrohung, so dass Belarus entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat. Dass die europäischen Fluggesellschaften aufgefordert wurden Belarus zu umfliegen, hält Peskow für eine voreilige Entscheidung, welche in Moskau auf Bedauern stößt."Man muss verstehen, dass diese Empfehlungen letztendlich die einfachen Passagiere treffen werden, weil sie dann eine oder mehrere Stunden mehr in der Luft verbringen oder die Flugtickets zu einem höheren Preis kaufen werden. Das ist sehr bedauerlich", so Peskow.


Nach Meinung des Kremlsprechers könne die EU anstatt den Fluggesellschaften sofort das Flugverbot über Belarus zu empfehlen, statt dessen den Vorfall mit der Ryanair-Maschine zuerst ojektiv untersuchen, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtete.


Der Kremelsprecher Dmitri Peskow schließt auch nicht aus, dass der Vorfall mit Ryanair beim nächsten Treffen zwischen Lukaschenko und Putin thematisiert werden würde.