Belarus ist ein kleiner Fleck auf der Weltkarte, führt aber unabhängige Politik durch

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Dies erklärte der Präsident A. Lukaschenko beim Empfang des alten neuen Jahres.

Wie BelTA berichtete, sagte der Belrussische Staatschef zu Beginn, dass er sich besonders über die zahlreichen Gäste im Palast der Unabhängigkeit freut. "Dieses Jahr hat uns gezwungen, auf die Welt und auf unsere Rolle in dieser Welt mit weit geöffneten Augen zu schauen. 2020 war ein Jahr der Masken – viele zogen sie an, viele ließen sie aber fallen. Wir haben einander besser kennen gelernt. Wir haben neue Freunde gefunden und wurden von den alten Freunden enttäuscht. Wir haben Belarussen gesehen, die in einer schweren historischen Stunde die Ehre und das Gewissen nicht verraten haben, was ich in unserem pragmatischen Zeitalter für besonders wertvoll halte", betonte A.Lukaschenko.


Zuvor hatte A.Lukaschenko vor zwei Jahren im Palast der Unabhängigkeit gewarnt, dass Belarus eines Tages geprüft würde, ob es seine Unabhängigkeit würdig sei. "Die Zeit hat uns auf die Probe gestellt. Nun wissen wir die Antwort: wir sind unserer Unabhängigkeit würdig. Im Jahr 2020 hat man Belarus de facto einen Krieg erklärt. Er richtete sich aber nicht gegen den Präsidenten, Staatsbeamte und Sicherheitskräfte – er richtete sich gegen den ganzen Staat. Einen Staat, der nur ein kleiner bescheidender Fleck auf der Weltkarte ist, aber ungeachtet dessen eine unabhängige Außen- und Innenpolitik durchzuführen wagt“, erklärte A. Lukaschenko. "Das ist die eigentliche Ursache. Wenn Belarus ein schwacher Staat wäre, hätte man uns auch ohne Proteste und ohne Krieg vernichtet. Wenn wir im Gegenteil sehr stark wären wie China, dann hätte niemand gegen uns irgendeinen Anspruch erhoben. Obwohl China vor einer gewissen Zeit sehr intensiv unter Beschuss geraten war. Man denke nur an die Proteste in Hongkong."


Ohne einen starken Staat ist die Souveränität nichts wert. "Das ist besonders wichtig in einer Zeit, wo wir gerade vor einer umfassenden Verfassungsreform stehen. Eine starke Staatsmacht bedeutet nicht, dass es nur eine starke Person gibt. Das ist eine Nation, die sich einigt, wenn der Staat angegriffen wird. Wir haben diesen Angriffen standgehalten, weil wir einig waren in unserem Bestreben, den Frieden und die historische Wahrheit, unsere Lebensweise und Mentalität zu erhalten. Wir haben das Jahr 2021 zum Jahr der Volkseinheit erklärt. Das ist nicht nur eine Aufgabe oder ein Appell, das ist eine unbestrittene Tatsache und unsere Antwort an alle Kritiker: Belarussen waren und sind ein Volk."


Während den Feierlichkeiten zeichnete A. Lukaschenko einige Staatsbeamte, Schauspieler und Journalisten mit Orden, Medaillen und Dankschreiben aus.