Ab 1. Januar: Mindestlöhne, Rentenalter und Leistungen. Was ändert sich?

Seit dem 1. Januar ist der Grundlohn auf 195 BYN angehoben worden. Dieser Basissatz gilt als Grundlage bei Einkommen im Öffentlichen Sektor sowie auch bei einigen Zuschüssen. Im zweiten Halbjahr können zudem etwa 800.000 Beschäftigte mit einer Lohnerhöhung rechnen.


Durch die Erhöhung der Basiseinheit auf 27 BYN werden Stipendien, Steuern, Strafen, soziale Leistungen und weitere Zuzahlungen steigen.


Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn wurde auf 400 BYN festgelegt. Damit sind Arbeitgeber verpflichtet seine Arbeitnehmer bei einer Vollzeitbeschäftigung das Existenzminimum zu gewährleisten.


Das Rentenalter wurde für alle Frauen und Männer am 1. Januar angehoben. Frauen dürfen sich mit 58 Jahren und Männer mit 63 Jahren in die Rente verabschieden. Die dazu erforderliche anrechenbare Dienstzeit beträgt 18 Jahre und die Versicherungszeit beläuft sich auf 20 Jahre.


Erleichterungen gibt es für Kinderreiche Mütter (Gesamtdienstalter 12 Jahre, Arbeitsrente mit mindestens 20 Jahren Dienstzeit und 10 Jahren Versicherungszeit), Frauen beim Verlust des Ernährers, Eltern von behinderten Kindern sowie für behinderte Personen.


Ehepaare von bis zu 40 Jahren welche aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können, erhalten von nun an vom Staat die Möglichkeit für eine kostenlose IVF-Behandlung.


Staatliche Organisationen und Betreuungsstellen werden zudem um einen freien Dienstleistungskatalog erweitert, welcher Familien mit behinderten Kindern und zu pflegenden Angehörigen zu gute kommen wird. Dabei wird die "soziale Atempause" von 28 auf 56 Tage im Jahr ausgeweitet.


Auch für Haftentlassene gelten laut der Nachrichtenagentur BelTA Erleichterungen bei der Arbeitssuche und Entlohnung insofern diese zuvor wichtige Vorbedingungen erfüllten.