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Mit dem Auto oder dem Flugzeug anreisen?

  • Retlich
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2 Jahre 3 Monate her #4835 von Retlich
Guten Tag,

vielleicht vorab, ich war noch nie in Belarus, wollte aber schon immer mal dahin.
Ich habe wohl Vorfahren die von da kamen und möchte deshalb gerne mal das Land besuchen und besichtigen.
Wir würden gerne zusammen mit meiner Frau dahin und fragen uns nun womit wir günstiger reisen können.
Würdet ihr das Auto wählen oder doch das Flugzeug? Wie sieht es auch dort aus, wenn man dort reisen möchte?
Kann man sich problemlos ein Auto mieten und wie teuer ist es etwa?

 

  • MH
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2 Jahre 3 Monate her #4836 von MH
Es bleibt für jeden einzeln abzuwägen, was günstiger ist. Fliegen kann man nach Minsk schon für EUR 300,00 bis 400,00 pro Person, - je Angebot auch günstiger. Mit dem Kfz. haben wir immer ca. EUR 500,00 für Hin- und Rückfahrt einkalkuliert (von Wuppertal nach Assipowitschy).

Vom zeitlichen Aspekt ist die Reise mit dem Flugzeug günstiger.

Zum Thema Mietwagen gibt es hier einen Thread .

 

  • MiMo
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2 Jahre 3 Monate her - 2 Jahre 3 Monate her #4838 von MiMo

Retlich schrieb: womit wir günstiger reisen können. ?


Allein vom Preis her wird der eigene Wagen die Rechnung "gewinnen", selbst wenn man noch die Maut hinzurechnet. Mietwagenpreise starten z. B. über den ADAC bei knapp 250 Euro / Woche.

Entscheidend ist für mich die geplante Aufenthaltszeit. Die Tour durch Polen würde ich mir nur antun, wenn mindestens zehn Tage in Belarus folgen. Die Alternative über die Ostsee ist bequemer, aber natürlich auch teurer.

Zur Vorbereitung empfehle ich den Weißrussland-Reiseführer aus dem Trescher-Verlag und - falls genügend Englisch-Kenntnisse vorhanden - den Bradt Travel Guide Belarus. Die einzige Länderkarte vom ADAC ist zwar schon zehn Jahre alt aber leider alternativlos.

Kleiner Nachtrag: Beim "Blick ins Buch" auf Amazon sind die Belarus-Highlights des Bradt Guides mit übersichtlicher Karte kostenfrei (!) zu sehen.
Letzte Änderung: 2 Jahre 3 Monate her von MiMo.

 

  • Batushka
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2 Jahre 3 Monate her #4842 von Batushka
Meiner Meinung nach sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen (nicht böse gemeint).

Günstiger reisen ist immer so eine Sache. Wenn man jetzt wohl möglich einen günstigen Flug findet und
dadurch günstiger reisen kann, dann wird man dort für Verkehrsmittel wieder Geld ausgeben. Ich denke ihr
wollt ja etwas sehen und nicht nur an Ort und Stelle bleiben.

Ihr könnt zwar verschiedene Angebote vergleichen, eine mögliche Anlaufstelle wäre günstiger-reisen.de, aber
im Endeffekt müsst ihr dann schauen wie es auch zeitlich für euch besser passt.

Ich persönlich würde eine Pro- und Contra-Liste erstellen und schauen, welche Seite die besseren Argumente hat.
Pro Auto wäre, dass man flexibler ist. Contra hingegen wäre die Reisedauer zum Beispiel, dafür sieht man aber
auch mehr.

 

  • Haba
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2 Jahre 3 Monate her #4845 von Haba
Es kommt doch auf folgende Punkte drauf an:
Anzahl und Alter der reisenden Personen!
Dauer der Reise!
Bekommen die Reisenden ein Visum, oder sind andere Dokumente wie z.B. ein einmaliges Einreisedokument erforderlich?
Wo ist der Startort?
Wo ist der Zielort?
Welche Flughäfen sind in der Nähe vom Startort?
Wie ist der Zielort vom Zielflughafen erreichbar? (Bus/Bahn oder anders)
Wo wohne ich am Zielort?
Wie bin ich am Zielort mobil?
Möchte ich die Strapazen einer Autofahrt und der nicht zu kalkulierenden Zeit an der Grenze auf mich nehmen?
u.s.w.

 

  • Belarusofil
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2 Jahre 3 Monate her - 2 Jahre 3 Monate her #4846 von Belarusofil
Inzwischen bin ich persönlich schon ein paar Mal mit Zug nach Belarus gefahren, ein paar Mal bin ich geflogen, und letztendlich auch schon viermal mit dem eigenen Auto nach Belarus gefahren. Die Pros für sowohl Zug als Flugzeug sind natürlich, dass man sich selber die ganze Fahrt - als Fahrer - nicht antun muss. Man wird gereist, sozusagen... Dagegen spricht, dass man vor Ort nicht wirklich mobil ist. Habe zu wenig Erfahrung mit Mietautos - sowohl in Belarus als auch, z.B., Österreich, aber m.M.n. sind Mietautos immer schon von sich selbst eine Sache-für-sich.
Eine der Gründe, warum inzwischen wir bereits die letzten Reise (seit September 2013) mit dem Auto gemacht haben, trotz Fahrt von zirka 1.600km hin und 1.600km zurück? Mit dem eigenen Auto ist man flexibel - man fährt von zu Hause weg, wann's passt - und braucht sich wenig(er) Gedanken machen übers Gepäck. Bei uns ist das so: Zuhause müssen wir versuchen, das Gepäck ins Auto zu bekommen, und erst bei der SchwiMu kommt's wieder aus dem Auto. Zum Glück haben wir's beim Zoll noch nie aus dem Auto nehmen müssen. Persönlich habe ich dann in Wizebsk die Öffis kennengelernt - das möchte man sich nicht sehr oft antun. Jetzt brauchen wir vielleicht anderthalbe Stunde zum Evro-Opt und bringen das Eingekaufte bequem "nach Hause". Mit O-Bus, Straßenbahn und Bus hieße es, umsteigen müssen zum größeren Evro-Opt, und mit dem Eingekaufte den mühsameren Weg wieder "nach Hause". Über Fahrpläne werde ich nicht einmal reden...
Ein großes Minus aber zum Autofahren nach Belarus: Polen durchqueren müssen. Eigentlich braucht man in Belarus wenig Angst zum Fahren haben. Wer in einer Großstadt in z.B. Deutschland Angst zum Fahren hat, solle besser die Finger von einer Reise nach Belarus - durch Polen!! - lassen. Wenn man in Belarus nicht gerade durch Minsk fahren muss, so komme eine Fahrt bequem vor - auch die größere Städte (die ich kennengelernt habe - Brest, Wizebsk - lassen sich im Etwa genauso "ruhig" befahren wie mittelgroße Dörfer bis Kleinstädte in Deutschland). Außerhalb - da glaubt man, die Straße im Allgemeinen immer für sich alleine fast zu haben.
Wie erwähnt - Polen ist da das große Minus. Da die Polen leider fahren, als gäbe es keine Verkehrsregel...
Und, wie vorher bereits erwähnt: Es gibt mit dem Auto immer die kritische Phase, wenn man die Grenze nähert: Wie lange wird's jetzt dauern??
Letzte Änderung: 2 Jahre 3 Monate her von Belarusofil.

 

  • Hanie
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2 Jahre 3 Monate her - 2 Jahre 3 Monate her #4849 von Hanie
also das die Polen fahren als gäbe es keine Verkerhrsregeln ist mir noch nicht aufgefallen , die fahren ganz normal, vielleicht etwas aggressiver als wir,
wenn ich nach Minsk fahre zu meiner Unterkunft parke ich das Auto die ganze Zeit da nur und bewege es keinen meter,
denn mit der russischen Fahrweise komme ich nicht klar, denn da wird wirklich teilweise so gefahren als ob es keine Verkehrsregeln gibt,
abgestellte Autos werden einfach zugeparkt das man morgens nicht aus der Parklücke kommt,
andere Autos werden beim ein und ausparken einfach angeditscht,
selbst wenn das andere Auto einen Schaden dabei erleidet wird einfach weiter gefahren und keinerlei Nachricht hinterlassen,
das ist teilweise unterirdisch was ich da schon alles erlebt und beobachtet habe
und die Verursacher des Schadens werden noch aggressiv und versuchen dem anderen die Schuld unterzujubeln
Letzte Änderung: 2 Jahre 3 Monate her von Hanie.

 

  • MiMo
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2 Jahre 3 Monate her #4852 von MiMo

Belarusofil schrieb: Wenn man in Belarus nicht gerade durch Minsk fahren muss, so komme eine Fahrt bequem vor - auch die größere Städte (die ich kennengelernt habe - Brest, Wizebsk - lassen sich im Etwa genauso "ruhig" befahren wie mittelgroße Dörfer bis Kleinstädte in Deutschland).
Wie erwähnt - Polen ist da das große Minus. Da die Polen leider fahren, als gäbe es keine Verkehrsregel...


Okay, ich bin noch nicht durch Polen gefahren - aber dass Polen die Verkehrsregeln ernster nehmen als z. B. Weißrussen wage ich trotzdem zu bezweifeln.

Mit dem Kopf schütteln kann ich aber nur noch bei der Aussage, das Autofahren in Vitebsk sei vergleichbar mit einem "mittelgroßen Dorf bis Kleinstadt".
Die Nebenstraßen in den Wohngebieten sind übersät mit Schlaglöchern (besonders lustig nach heftigem Regenfall) und anderen "Fallen", z. B. fehlenden Kanaldeckeln. Auf den Hauptstraßen muss man auf der linken Spur ständig damit rechnen, dass jemand abrupt bremst und mittels U-Turn auf die Gegenfahrbahn fährt; rechts hält man gerne unvermittelt an um jemanden ein- oder aussteigen zu lassen. Der Wahnsinn aber sind die Kreuzungen (mein persönliches "Highlight" ist die am Siegesplatz): Links ne Ampel, rechts ne Ampel, über den Fahrspuren noch mehr Ampeln und dann noch welche auf der gegenüberliegenden Seite - das ganze garniert mit Lichtzeichen und Oberleitungen für die Trolley-Busse und Straßenbahnen, deren Schienen teilweise so hoch stehen, dass man beim Überfahren aufpassen muss, den Reifen nicht kaputt zu fahren.
Egal ob Leihwagen oder eigener PKW: Ich kann jedem nur raten, an derartigen Kreuzungen sehr gut zu überprüfen , welche Ampel für die eigene Fahrtrichtung gültig ist und sich auch nicht durch drängelnde PKW hinter einem nervös machen zu lassen.

 

  • MiMo
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2 Jahre 3 Monate her #4853 von MiMo

Hanie schrieb: abgestellte Autos werden einfach zugeparkt das man morgens nicht aus der Parklücke kommt,
andere Autos werden beim ein und ausparken einfach angeditscht,


Stimmt - deswegen mieten wir immer einen Platz im Parkhaus. Sind zwar jeweils zehn Minuten Fußweg bis zur Wohnung, dafür steht der Wagen sicher und wird garantiert nicht zugeparkt.

 

  • Belarusofil
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2 Jahre 3 Monate her #4856 von Belarusofil
Ich habe aber geschrieben, die Polen fahren als gäbe es keine Verkehrsregel!!

Bitte, Ihre Erfahrungen in Wizebsk sind angeblich anders als meine... Ich bin inzwischen seit September 2013 mehrere Male mit dem eigenen Auto in Wizebsk und Umgebung unterwegs gewesen, habe aber noch nie Angst ums Fahren haben müssen. Schlechte Straßen?? Sie sind vielleicht nicht "super", aber man kann in Wizebsk durchwegs fahren ohne jede Sekunde Angst haben zu müssen um die Aufhängung des Autos. Alleine wenn man Straßenbahnen kreuzt muss man aufpassen... Nebenstraßen sind immer nebensächlich - bei meiner SchwiMu kann man auch nur in Schritttempo fahren, ist aber auch gut so - weniger Chance, dass man auch Kinder anfährt!!

Und die, die den Verkehr vielleicht in Ihrer Optik gefährlich machen sind sehr wahrscheinlich nicht einmal Belarussen sondern Russen!!

War letzter Jänner in Wizebsk bei fast minus 30 und einiges an Schnee... Zu Hause in Wien wäre es Chaos gewesen und man hätte wahrscheinlich um Einsätze des Heeres geschrien weil das "Leben zusammenbrüche" - in Wizebsk geht alles normal weiter, und wir haben die zirka 1.700km wieder heil überstanden - wo die zirka 1.200km, die durch Polen gefahren werden müssen wie die Hölle anfühlen...

 

  • MiMo
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2 Jahre 3 Monate her #4868 von MiMo

Belarusofil schrieb: wo die zirka 1.200km, die durch Polen gefahren werden müssen wie die Hölle anfühlen...


Man, man, man - wenn Ihnen die polnischen Straßen, polnischen Autofahrer, polnischen Grenzbeamten, polnischen wer-weiß-noch-was derartige Höllenqualen verursachen fahren Sie doch über die Slowakei und die Ukraine. Sie "müssen" ja nicht durch Polen fahren.

 

  • Hanie
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2 Jahre 3 Monate her #4869 von Hanie
in Polen sind die Strassen besser als in Deutschland , die Autobahn von Frankfurt Oder bis Warschau is sehr gut,
und die sanitären Anlagen auf der Autobahn in Polen sind auch gepflegter als in Deutschland

 

  • Haba
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2 Jahre 3 Monate her - 2 Jahre 3 Monate her #4871 von Haba

Hanie schrieb: in Polen sind die Strassen besser als in Deutschland , die Autobahn von Frankfurt Oder bis Warschau is sehr gut,
und die sanitären Anlagen auf der Autobahn in Polen sind auch gepflegter als in Deutschland


So zu pauschalisieren ist Unsinn, es kommt immer auf die Betrachtungsweise, die benutzte Route und einen persönlichen Eindruck an.
Auch in Deutschland gibt es sehr gute und in Polen auch sehr schlechte Straßen / sanitäre Anlagen...
Z.B. ist die Route von der A2 vor Warschau nach Białystok / Kuznica Richtung Grodno nicht gut ausgebaut und macht absolut keinen Spaß...
Auch die Fahrweise der Polen auf der Strecke ist nicht schön, hab da schon einige unschöne Erlebnisse gehabt...

Daher nehmen wir mittlerweile lieber den Flieger als mir die ca. 1450Km anzutun. Ist viel entspannter mit Ryanair von Bremen nach Vilnius und dann mit Bus oder Zug weiter nach BY.
Auf dem Rückweg eine Übernachtung im AirInn in Vilnius am Flughafen, durch IKEA bummeln, dort essen und dann nach dem Frühstück am nächsten Tag stressfrei nach D weiter.
Letzte Änderung: 2 Jahre 3 Monate her von Haba.