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Präsidentschaftswahlen 2015 in Belarus

  • MH
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4 Jahre 10 Monate her #2381 von MH
Ich habe den Text mal ein wenig gekürzt, da Vollquotes zur Abmahnung führen können. Hier bitte immer einen Textbaustein nehmen und auf den entsprechenden Artikel verlinken. ;)

Ja, ist schon ne überraschend deutliche Aussage. Ich meine, ein wenig mehr Demokratie sollte Belarus schon wagen...

 

  • MH
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4 Jahre 5 Monate her #2868 von MH
Mögliche Kandidaten:

Unter den Oppositionsparteien wird die Frage diskutiert, Mikalai Statkevich als Präsidentschaftskandidat zu nominieren.

Auch die 38-jährige Psychologin Tatjana Korotkewitsch möchte im November antreten.

Die größte weißrussische Oppositionspartei "Belarussische Christliche Demokratie" (BCD) möchte unter ihren Vorsitzenden Heorhi Dmitruk, Vital Rymasheuski und Paval Seviarynets erneut versuchen, sich in Belarus offiziell registrieren zu lassen. Der Partei wurde die Registrierung in den letzten Jahren bereits schon insgesamt viermal verwehrt.

Aussichtsreichster Kandidat dürfte jedoch Amtsinhaber Alexander Lukaschenko sein…

 

  • MH
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4 Jahre 1 Monat her #3227 von MH
Die Wahl hat begonnen... U+1F609

 

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4 Jahre 1 Monat her #3228 von штефан
Ist das spannend.




U+1F604

 

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4 Jahre 1 Monat her - 4 Jahre 1 Monat her #3229 von MH
Aus Belta.by

Nach aktualisierten Angaben nehmen an der Wahlbeobachtung über 43,7 nationale Beobachter teil.


Ein Wahlbeobachter wurde offensichtlich ein wenig gekürzt. U+1F637 U+1F609
Letzte Änderung: 4 Jahre 1 Monat her von MH.

 

  • штефан
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4 Jahre 1 Monat her - 4 Jahre 1 Monat her #3230 von штефан
U+1F604

1. Hochrechnung gegen 19:30 unserer Zeit. Die gerade interviewte Tusse (angeblich rechte Hand von L.) faselt wohl gerade was von 89 %, aber das war wohl das Ergebnis ihrer eigenen Befragungen, ha ha.

Er wurde gerade als einer der Wahlbeobachter im Studio interviewt:
www.gs-oses.de/dr-martin-brusis.html
Letzte Änderung: 4 Jahre 1 Monat her von штефан.

 

  • MH
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4 Jahre 1 Monat her #3231 von MH
Es war spannend.

Laut Umfragen erhielt Alexander Lukaschenko 82,9 Prozent der Wählerstimmen. Für Sergej Gaidukewitsch stimmten 4,8 Prozent, für Tatjana Korotkewitsch 4,3 Prozent und für Nikolai Ulachowitsch 2,1 Prozent der Wähler ab. Gegen alle Kandidaten sprachen sich 5,9 Prozent der Wähler aus.

 

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4 Jahre 1 Monat her - 4 Jahre 1 Monat her #3232 von Mosyr
Meine bescheidene Meinung ohne mich politisch einmischen zu wollen, wenn das überhaupt absolut ginge und ich auch hinbekomme.

Man kann ja zu vielen Dingen stehen wie man will, die über 80% rechne ich dem Kandidaten fair zu, die kann er ganz realistisch erhalten, die meisten Stimmen kommen vom flachen Land. Hier ist Batka unangefochten. Die jungen Leute scheinen eher schon Wahl müde zu sein. Es sei denn er selbst korrigiert die Zahlen wie schon einmal gehabt U+1F60D U+1F628 nach unten um sich ausländischen Ergebnissen anzupassen.

Für mich ist wichtig, das die eigene Bevölkerung ihr Votum abgegeben hat und das Ergebnis nicht fremd (Ausland) organisiert war und wer hier warum wen wählt, wer weiß das schon besser als der Wähler selbst. Bei uns (EU) regieren die Wahlsieger mit weniger Prozenten und sicherlich weniger Wählern, allerdings sicher mit bekannten Gegenkandidaten die diesmal wohl gar nicht zugelassen waren.

Wenn es die Leute vor Ort so wollen, dann bitte! Wenn 180 USD zum Leben lt. eines Rentners im TV gezeigt, gut reichen, er wirds Wissen U+1F630
Letzte Änderung: 4 Jahre 1 Monat her von Mosyr. Begründung: G+K

 

  • Belarus.Andreas
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4 Jahre 1 Monat her #3233 von Belarus.Andreas
@MH

Es war spannend.

Ja, dass war es wohl durchaus. Aber das ...
  1. wenn auch nur mit ein wenig ironie
  2. und spannend auch nur in dem Sinne ob es ein Prozent, mehr oder weniger, als zuvor gewesen ist
  3. Denn ...
  4. wie wir alle wissen, gibt es ohnehin keinen anderen Wahlsieger und den wird es auch wohl nie geben.
  5. Es sei denn ...
  6. Papa hat den "kleinen Diktator" ausreichend gelehrt und er sein gewisses Alter erreicht um den großen abzulösen U+1F609 U+1F604

Laut Umfragen erhielt Alexander Lukaschenko 82,9 Prozent der Wählerstimmen

Hervorgehobene Worten dabei sind "laut Umfragen".
Ob dieses aber nun wirklich reale Zahlen sind, lassen wir einmal dahin gestellt U+1F609
Sicherlich ist es so, wie Mosyr schon geschrieben hat, dass die meißten Wahlstimmen vom Lande kommen
und die dortig lebenden Menschen (größtenteils ältere Menschen und/oder auch Pensionäre) dem Luka voll
und ganz beiseite stehen - sprich: Das Kreuzchen bei der Wahl dem Luka zukommen lassen.
Abgesehen davon, dass es für die Belarus-Auswanderer (ob mit oder ohne Aufenthaltsgenehmigung) nicht
möglich ist ein Wahlkreuz zu machen, muss ich jedoch eingestehen, dass wenn es möglich wäre, dass ich
dann mein Kreuzchen ebenfalls beim Luka machen würde. Lasst ihm ein Diktator sein und lasst z.T. allen
anderen sagen was sie möchten, aber m.E. finde ich ihn als Diktator gar nicht mal so schlecht. Sicher gibt
es auch bei ihm Vor- und Nachteile, aber ich denke, dass und die gibt es überall.

@Mosyr

Wenn es die Leute vor Ort so wollen, dann bitte! Wenn 180 USD zum Leben lt. eines Rentners im TV gezeigt, gut reichen, er wirds Wissen

Ja und Nein. Denn es gibt auch Menschen die mit weniger auskommen müssen, als 180$.
Kenne da den ein oder anderen Menschen aus dem Dorfe wo meine Ehefrau zuvor gewohnt hat
und diese müssen z.T. mit 1.200.000руб. (sprich sogar weniger als 100$) auskommen U+1F62E U+1F630

 

  • Belarusofil
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4 Jahre 1 Monat her #3235 von Belarusofil
Das, was man in Belarus - und nicht nur Belarus - bemängeln könnte wäre die Tatsache, dass ein Präsident auf Lebenszeit gewählt werden kann. In meiner jetzigen Heimat (Österreich) gibt's im Grundgesetz die Voraussetzung, ein Präsident kann maximal einmal wiedergewählt werden.
Auf niedriger Ebene gilt dies schon nicht mehr (der Wiener Bürgermeister ist auch seit 1994 im Amt).
In der ehem. UdSSR hat Aleksandr Grigorejewitsch jedoch andere Beispiele, die sogar schon länger Präsident sind (Kasakhstan!). Darüber redet die Welt aber nicht, denn in Kasakhstan gibt's Öl, und damit ließe sich gute Geschäfte machen. Übersetzt: Solange es (unsre) Politiker paßt, ist denen alles egal.
Und was ist an und für sich anders, als eine Königin Elisabeth II in Großbritannien, die bereits mehr als 50 Jahre regiert.
Es ist meine Meinung immer gewesen, sich so wenig wie möglich mit innerpolitischen Angelegenheiten zu mischen. Wenn es die Bevölkerung in Belarus paßt, so soll es sein. Mich ärgert auch immer mehr, dass eine EU und - vor allem - USA sich einmischen und alles so sehen möchten, wie es denen paßt. Es soll Unterschiede in die Welt geben. Und ein "Diktator" hat auch seine Vorteile - sogar meine Frau ist es manchmal ärgerlich, dass in Europa vor allem viel geredet wird, und nichts passiert, wo es in Belarus leichter sei, zu einem Entschluß zu kommen.
Was in Belarus auch noch momentan dazu kommt: Die Bevölkerung sieht auch die Situation in der Ukraine, und da wette ich drauf, dass die Mehrheit (wenn nicht fast 100%) denkt: So wie es jetzt bei uns ist, ist vielleicht nicht wie im Paradies, aber immer noch viel besser als bei unsren Nachbarn im Süden!!

 

  • Hanie
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4 Jahre 1 Monat her #3237 von Hanie
da brauch man sich doch nur die ganzen arabischen Scheichs anschauen die da ein Leben lang im Amt sind ,
wo täglich die Menschenrechte mit Füssen getreten werden und Todesstrafen an der Tagesordnung sind , gibt es da überhaupt eine Opposition ,
mit denen macht man aber glänzende Waffengeschäfte ,
BY ist aber Böse , die muss man sanktionieren ,
die ganze EU ist nur eine Befehlszentrale der USA ,

 

  • Mosyr
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4 Jahre 1 Monat her #3238 von Mosyr

Belarus.Andreas schrieb: @MH

Es war spannend.

Ja, dass war es wohl durchaus. Aber das ...
  1. wenn auch nur mit ein wenig ironie
  2. und spannend auch nur in dem Sinne ob es ein Prozent, mehr oder weniger, als zuvor gewesen ist
  3. Denn ...
  4. wie wir alle wissen, gibt es ohnehin keinen anderen Wahlsieger und den wird es auch wohl nie geben.
  5. Es sei denn ...
  6. Papa hat den "kleinen Diktator" ausreichend gelehrt und er sein gewisses Alter erreicht um den großen abzulösen U+1F609 U+1F604

Laut Umfragen erhielt Alexander Lukaschenko 82,9 Prozent der Wählerstimmen

Hervorgehobene Worten dabei sind "laut Umfragen".
Ob dieses aber nun wirklich reale Zahlen sind, lassen wir einmal dahin gestellt U+1F609
Sicherlich ist es so, wie Mosyr schon geschrieben hat, dass die meißten Wahlstimmen vom Lande kommen
und die dortig lebenden Menschen (größtenteils ältere Menschen und/oder auch Pensionäre) dem Luka voll
und ganz beiseite stehen - sprich: Das Kreuzchen bei der Wahl dem Luka zukommen lassen.
Abgesehen davon, dass es für die Belarus-Auswanderer (ob mit oder ohne Aufenthaltsgenehmigung) nicht
möglich ist ein Wahlkreuz zu machen, muss ich jedoch eingestehen, dass wenn es möglich wäre, dass ich
dann mein Kreuzchen ebenfalls beim Luka machen würde. Lasst ihm ein Diktator sein und lasst z.T. allen
anderen sagen was sie möchten, aber m.E. finde ich ihn als Diktator gar nicht mal so schlecht. Sicher gibt
es auch bei ihm Vor- und Nachteile, aber ich denke, dass und die gibt es überall.

@Mosyr

Wenn es die Leute vor Ort so wollen, dann bitte! Wenn 180 USD zum Leben lt. eines Rentners im TV gezeigt, gut reichen, er wirds Wissen

Ja und Nein. Denn es gibt auch Menschen die mit weniger auskommen müssen, als 180$.
Kenne da den ein oder anderen Menschen aus dem Dorfe wo meine Ehefrau zuvor gewohnt hat
und diese müssen z.T. mit 1.200.000руб. (sprich sogar weniger als 100$) auskommen U+1F62E U+1F630


Ja User Belarus Andreas ich bin da bei Dir, sie haben gewählt, hätten wählen können oder es auch lassen und sind scheinbar auch damit, weniger als 180 USD zufrieden. Das weder der eine noch der andere Betrag von den beiden genannten funktioniert oder ein altersgerechtes Leben damit gelebt werden kann ist mir klar. Nicht umsonst buttere ich jeden Monat unserem Gast/Patensohn etwas (einen Großteil seines Lohnes) zum Leben zu, sonst ginge so manches nicht!
Das alles ist hier nur schwer vorstellbar, der Mensch müsste es erst erleben um zu begreifen.

 

  • Hanie
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4 Jahre 3 Wochen her #3239 von Hanie
Programmbeschwerde gegen Tagesschau wegen tendenziöser und faktisch falscher Berichterstattung zur Wahl in Weißrussland

Die Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien hat erneut formale Programmbeschwerde gegen die Berichterstattung der Tagesschau eingereicht. Der Vorwurf lautet auf „falsche Tatsachenbehauptung sowie undifferenzierte und nicht-objektive Berichterstattung“ zu den Wahlen in Weißrussland. So spricht die ARD in ihrer Berichterstattung von „Wahlfälschung“ und behauptet, dass dies von unabhängigen Wahlbeobachtern und Experten bestätigt wird. Laut Informationen Publikumskonferenz teilen unabhänige Wahlbeobachter und selbst das Auswärtige Amt diese Einschätzung jedoch nicht. RT Deutsch dokumentiert die Programmbeschwerde im Wortlaut.

www.rtdeutsch.com/34531/headline/program...hl-in-weissrussland/


die ganze Russland Hetze und Amerika Verbrechens Verschönigung in den Qulaitätsmedien
ist kaum noch zu ertragen , beste Beispiel der aktuelle Spiegel

 

  • MiMo
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4 Jahre 3 Wochen her #3240 von MiMo

Hanie schrieb: Laut Informationen Publikumskonferenz teilen unabhänige Wahlbeobachter und selbst das Auswärtige Amt diese Einschätzung jedoch nicht.


Seltsam, dass dann ausgerechnet die UN zum Ergebnis "Weder frei noch fair" kommt - nachzulesen hier:
www.charter97.org/en/news/2015/10/14/173558/

UN Special Rapporteur About “Elections” In Belarus: “Neither Free Nor Fair”

No progress was made in serving the Belarusians’ right to free and fair election.


This conclusion has been made by the United Nations Special Rapporteur on human rights in Belarus, Miklós Haraszti,
“The election process was orchestrated, and the result was pre-ordained,” Mr. Haraszti said. “It could not be otherwise, given the 20 years of continuous suppression of the rights to freedom of expression, assembly, and association, which are the preconditions for any credible competition”.
The expert noted that neither international, nor local independent election observers could verify the official claims of 86 per cent voter turnout or 84 per cent endorsement of Lukashenka, tut.by writes.


Aber wahrscheinlich folgt die "Publikumskonferenz" lieber den Worten der Wahlbeobachter aus z. B. Kasachstan, weil sie von dort auch eine super Erfahrung mit demokratischen Wahlen mitbringen.

Im Übrigen kann man sich bei charter97 bereits seit Tagen über etliche Unregelmäßigkeiten beim Wahlablauf und der Stimmenauszählung informieren - wenn man denn will.
Aber es gibt ja sicher auch in Deutschland noch Menschen, die der Meinung sind, die letzten Kommunalwahlen der DDR seien "frei" gewesen und das Ergebnis "von unabhängigen Wahlbeobachtern bestätigt worden".
Folgende Benutzer bedankten sich: Durana

 

  • штефан
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4 Jahre 3 Wochen her - 4 Jahre 3 Wochen her #3241 von штефан
Man braucht weder Wahlbeobachter vor Ort noch die UN, diesen zahnlosen Tiger im US-Würgegriff, um festzustellen, dass die Wahlen dort nicht direkt mit unseren vergleichbar sind. Wir wissen alle, dass man dort besser lebt, wenn man keine Oppositionspartei gründet, dass die Opposition weder nennenswerte TV-Sendezeit für Wahlwerbung kriegt noch sonstige staatliche Unterstützung.
Allerdings messe ich das Funktionieren eines Staates unter wirtschaftlichen und menschlichen Aspekten auch nicht daran.
Hier wird man mit 18-20 % Zustimmung im Volk (nicht "Prozent der abgegebenen Stimmen") locker Bundeskanzler. Man lügt uns die Hucke voll, taktiert sich bis zur nächsten Wahl, ist völlig lobby- und US-hörig.
Und den Vorwurf unfairer Wahlen teilt man sehr selektiv aus. Würde Lukaschenko uns mit Öl versorgen und jährlich für Milliarden Euro Waffen bei uns kaufen, nie müsste er Sanktionen fürchten und sich dämliche Vorwürfe über unfaire Wahlen anhören.
Ob das das Maß für Demokratie sein soll? Ich kann das Wort echt nicht mehr hören.
Letzte Änderung: 4 Jahre 3 Wochen her von штефан.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanie, Belarusofil