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Belarus als Brückenbauer und Vermittler zwischen EU/ NATO und Russland

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1 Monat 3 Wochen her #6017 von UwE
Schon bei Twitter u.a. Foren- Netzwerken habe ich darauf hingewiesen, dass für mich als normal denkender Mensch Belarus immer mehr Bedeutung gewinnt in Sachen Brückenbauer und Vermittler zwischen NATO / EU und Russland. Wer kann sonst zwischen dem Westen und Russland noch vermitteln, wer genießt das Vertrauen beider zerstrittener und verfeindeter Seiten? Das ist eine große Chance für Belarus in der Europa- und Weltpolitik, das hat sicher schon länger auch Präsident Lukaschenko erkannt. Vor Jahren wurde er auch vom Westen, von deren Medien immer wieder persönlich angegriffen in Sachen Menschenrechte, das ist nun eigenartigerweise vorbei. Der Westen hat die Bedeutung von Belarus erkannt und Putin wird das auch erkannt haben.
Wir leben in Europa auf einer Art Rasierklinge, der Frieden wackelt, vertrauensbildende Schritte zwischen Russland und dem westen fehlen fast vollständig, da hat Belarus eine wichtige Chance und Aufgabe mit zu meistern.

 

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2 Wochen 3 Tage her - 2 Wochen 3 Tage her #6096 von Mosyr
Lieber UWE, ich habe lange überlegt auf deinen Post zu antworten.
Es ist mein Prinzip mich aus der Politik von BY weitgehenst herauszu halten.
Nach wie vor spielt BY in der Weltpolitik in der unteren Liga.
Sieht man von den Verhandlungen Minsk 1-3 ab gibt es keine Annäherung an den Westen. Die Verhandlungen haben
erst wieder BY das Tor gen Westen und Weltgemeinschaft geöffnet.
Auch zu Russland bleibt man auf Zurückhaltung in den Maßen wie man sich es erlauben kann.
Soweit ich die Lage einschätze, sind Putin und Lukaschenko keine Freunde. Sie respektieren sich in einer gewissen Art
und Weise. BY ist nach wie vor von R abhängig, auch wenn das oft versucht wird anders darzustellen.
Im Punkt Menschenrechte hat sich sicher etwas getan wenn es nicht gerade um Wahlen geht. Das allgemeine Leben
ist, wenn man arbeiten geht, hinehmbar. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da lief die Miliz in Zweierreihen je zu 6-8
Mann durch die großen Städte. Das gibt es schön länger nicht mehr. Im Gegenteil, bei Bedarf muss man die Miliz suchen,
wer hätte das mal gedacht. Auch ist deren Auftreten deutlich verbessert worden, die beschleichende Angst vor der Uniform
ist nicht mehr so groß, zumindestens bei uns Reiseleuten.
Was sich eindeutig und nachhaltig verbessert hat ist das Verhalten im Straßenverkehr, in Mosyr, aus meiner Sicht vorbildlich.
Früher musste man um sein Leben laufen egal ob Zeprastreifen oder nicht. Heute wird angehalten und gewartet. Sicher hat das was mit den hohen finanziellen Strafen zu tun, da ist ja aber jeder der Herr seines tuns. Kann ich nur begrüßen!
Gerade wir westlichen Länder machen oft den Fehler, die andere Seite mit uns zu vergleichen. Das ist einfach nur falsch. Das
zu erkennen ist nicht leicht, da braucht man schon Jahre vor Ort, ja, ein Wandel hat stattgefunden-nach belorussischer Art!
Letzte Änderung: 2 Wochen 3 Tage her von Mosyr.

 

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1 Woche 6 Tage her #6117 von UwE
Danke, lieber Mosyr. Waren DDR- Sowjetunion damals wirkliche Freunde, war der Bruderbund wirklich ein Bruderbund? War vieles- fast alles nicht politisch befohlen, aber die einfachen Menschen hatten wenig davon, private Kontakte waren fast unerwünscht. Für mich auffällig, je mehr das Ansehen von Putin im westen gesunken ist, ist das Ansehen u.a. von Lukaschenko im Westen plötzlich gestiegen, als wenn das so gewollt- geplant war. Menschenrechtfragen wurden und werden leiser behandelt, da hat sich in Belarus einiges offensichtlich getan oder der Westen schaut bewusst mehr weg. Man möchte ja gerne Belarus einbinden in EU- NATO- Vorhaben, dafür wird man Lukaschenko alle möglichen Angebote machen. Ich war nie in Belarus, werde wohl auch nie hinkommen, aber ich finde das Land interessant, auch seine geopolitische Lage. Danke für Deine Antwort, ich suche ja gerade einfache menschliche Kontakte auch nach- mit Belarus, leider ist mein russisch miserabel geworden, darum der Versuch in deutscher Sprache. Ich bitte um Verständnis, wenn ich verrückte Themen und Gedanken, auch Fragen hier und da einbringe. Es ist nie böse gemeint.