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Unterhaltsangelegenheit

  • Muench82
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1 Jahr 5 Monate her #5079 von Muench82
Hallo Community.

Ich bin neu hier und benötige dringend juristischen Rat und hoffe, dass mir unter den Mitgliedern jemand weiterhelfen kann.

Folgender Sachverhalt:

Nach einem mehrwöchigen Besuch in Deutschland ist meine weißrussische Freundin schwanger geworden und hat vor 6 Monaten einen Sohn zur Welt gebracht. Bereits während der Schwangerschaft und nach der Geburt habe ich ihr regelmäßig über westernunion Geld geschickt. Irgendwann flog diese Sache auf und sie hat eine Strafe wegen Steuerhinterziehung bekommen. Daher wollte ich einen Anwalt in Minsk beauftragen, der die Unterhaltsangelegenheit rechtswirksam regeln kann. Eine Kostenvoranschlag beläuft sich auf 3000€, was mir etwas viel vorkommt. Leider kann ich diese Summe in keinster Weise einordnen, kann mir aber vorstellen, dass man bei mir als Deutscher "Kasse" machen will.

Eine weitere Frage, die ich mir stelle, ist die Höhe des Unterhalts. Hier kann ich mich ganz klar an der Düsseldorfer Tabelle orientieren, allerdings wird die Unterhaltssumme von einem belarussischen Gericht festgelegt. Wer hat Erfahrungen, wie hoch diese Summen ausfallen? Es könnten im Grunde ja völlig willkürliche Summen festgelegt werden, die weit über der Düsseldorfer Tabelle liegen.

Wer hat Tipps für mich oder einen Anwalt für Familienrecht, der mir faire Preise macht?


Liebe Grüße,

Christian

 

  • MrRossi
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1 Jahr 5 Monate her #5080 von MrRossi
Hallo Christian,

mir ist nicht ganz klar worum es Dir eigentlich geht.
Darum, daß Deine Freundin steuerfrei den Unterhalt von Dir aus dem Ausland erhalten kann, weswegen Du (bzw. sie) möglicherweise irgendeinen Unterhaltstitel brauch(s)t?!

D.h. ihr seit noch zusammen? Oder doch nicht mehr?
Wenn doch gibt es ganz andere Möglichkeiten des Geldtransfers neben WU.

Wenn Du tatsächlich einen Anwalt brauchst, organisiere Dir eine Dolmetscherin, die einen Termin bei einem beliebigen Anwalt machen soll, und dann kommst Du mal kurz 'rüber.
Wie der Unterhalt hier berechnet wird, kann ich Dir nicht sagen (müsste ich auch erst erfragen/googeln) aber das dürfte eigentlich eine einfache Sache sein, die DIr jeder x-beliebige Anwalt erkären kann. (zu normalen weißrussischen Stundensätzen)

Falls ihr nicht mehr zusammen seit, würde ich auf all das verzichten und mir ihr einen Unterhalt direkt vereinbaren, den Du Ihr so transferierst, wie es für Dich am Einfachsten ist.
Kann auch weiterhin WU sein.
Wenn sie diese Transfers bei der Steuer nicht anmeldet, ist es ja nicht Dein Problem.
Steuersatz liegt bei nur 13%... und ob sie den tatsächlich zahlen muss, nun da das Kind ja da ist...

Gruß