Forum
Bitte melde dich an, um im Forum mitzureden, Tipps einzuholen oder über aktuelle Ereignisse zu diskutieren.

Ehevertrag

  • hoppel1986
  • hoppel1986s Avatar Autor
  • Registrierter Nutzer
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4598 von hoppel1986
Moin moin liebe gemeinde,

ich bracuhe dringend einen rat bezüglich des themas:ehevertrag.
ist sowas in belarus nicht üblich? wie wird gemeinsam erworbenes vermögen in belraus nach einer scheidung geteil?
haen die da echt eine solch andere vorstellung/erziehung zu dem thema?

meine verlobte und ich haben gerade ziemlichen krach bezüglich meines ehevertragentwurfes.
Ausgangssituation: meine familie ist sehr vermögend, die meiner verlobten nicht.

ich habe in meinen vertrag aufgenommen,
1. das es eine gütertrennug gibt, aber während der ehe erworbenes bei scheidung durch 50/50 geteilt wird. Die firmen die jeder besitzt werden jedoch nicht geteilt, auch nicht der zugewinn!!
2. während der ehe erworbene rentenanwartschaften werden bei scheidung 50/50 geteilt
3. kindesunterhalt nach deutschem recht
4. ehegattenunterhalt gestaffelt 2-5 jahre verheiratet 1 jahr untehalt
5-10 jahre verheiratet 2 jahre unterhalt
10- 15 jahre 3 jahr unterhalt
15-25 jahre 4 jahre unterhal
länger als 25 jahre 5 jahre unterhalt
gedeckelt auf 1200 euro im monat

ist das etwa echt so schlecht?

ich darf mir jetzt anhören, das die firmen für mich wichtiger sind als die familie, schließlich hilft die ehefrau ja auch beim aufbau der firma, in dem sie dem mann den rücken freihält, und freude gibt (sry aber das mache ich bei ihr doch auch, oder nicht? ich verdiene das geld und zahle seit jahren alles)

gebt mir mal bitte nen tip wie ich mich verhalten soll und erklärt mir die normale lage zu den oben genannten 4 punkten des ehevertrages in belarus, gern auch mit enstprechendem belarussischen gesetzestext.

Dankesagt ein sehr trauriger forenleser

 

  • MrRossi
  • MrRossis Avatar
  • Registrierter Nutzer
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4599 von MrRossi
Antwort auf Ehevertrag
Guten Morgen,

ich kann Dir da nicht viel helfen.
Im Bekanntenkreis war schonmal die eine oder andere Scheidung.
Aber irgendwas mit Ehevertrag wurde da nie erwähnt.
Ist hier nicht üblich. (bzw. gibt es dieses Konstrukt hier überhaupt?)

Bei uns privat haben wir eine einfache Rollenverteilung:
Ich verdiene alles (naja zu 90%), und meiner Frau gehört alles (auch zu 90%) :)

Spaß beiseite.
Also so wie ich das weiß, herrscht in Belarus Errungenschaftsgemeinschaft, d.h. alles was innerhalb der Ehe erworben wurde wird bei Scheidung 50/50 aufgeteilt.
Also auch wenn meine Frau alleinig in den Grundstückspapieren eingetragen ist, gehört mir die Hälfte bei Scheidung, da während der Ehe erworben.
(So hoffe ich doch, und wenn nicht - nunja...)
Was nun mit Firmenanteilen etc. ist - keine Ahnung.
(Firmengewinne sind ja erstmal Eigentum der Firma... bis es dann mal eine Ausschüttung in welcher Form auch immer gibt(Dividende, Bonus etc.))

Ob es Ehegattenunterhalt gibt, weiß ich nicht. Kindesunterhalt schon.

Was sagt denn Dein Rechtsanwalt - der hoffentlich auf binationale Ehen spezialisiert ist - zu dem Vertrag.
Vertrag abschließen und später anwenden wollen und Recht bekommen, ist ja gerade bei Eheverträgen nicht immer ganz einfach.

Ausgangssituation: meine familie ist sehr vermögend, die meiner verlobten nicht.


Hier ist halt der große Unterschied der Mentalitäten.
Aus russischer Sicht seit ihr nach der Ehe eine einzige große Familie.
In dieser hilft man sich gegenseitig und unterstützt sich. Und man denkt da doch nicht über eine mögliche Trennung...

Aus deutscher Sicht natürlich schwer verständlich, weil "der Deutsche" ja immer alles geregelt haben will :)

Du musst Deiner Zukünftigen Deine ehrlichen Gründe für diesen Vertrag erklären.
Und sie muss es auch verstehen (kann sie gut genug deutsch dafür?).
Und entweder stimmt sie dem dann zu oder nicht (weil sie sich vielleicht ansonsten benachteiligt fühlt gegenüber üblichen russischen Geflogenheiten).
Oder Du bestehst darauf oder nicht.
Dann gibt es eine Ehe oder nicht...


Gruß

 

  • Belarus.Andreas
  • Belarus.Andreass Avatar
  • Administrator
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4600 von Belarus.Andreas
Antwort auf Ehevertrag
@Hoppel1986
zuerst einmal "Willkommen im Forum" und in unserer stets gemütlichen, fröhlich und unterhaltsamen Runde U+1F60E

ich bracuhe dringend einen rat bezüglich des themas:ehevertrag.
ist sowas in belarus nicht üblich?

Prinzipiell kann man nicht sagen ob sowas hier üblich ist oder nicht. Das ist meiner Meinung nach hier nichts anders als in Deutschland. Die einen wollen einen Ehevertrag und die anderen nicht. Ich persönlich sehe es so, dass wenn man verliebt ist und heiraten will, dann will man auch zusammen sein und leben. In dieser Zeit (in der Hoffnung das es nie zu einer Trennung kommen wird, somit hier nur ein Beispielsfall) lebt man zusammen, arbeitet zusammen, baut gemeinsam etwas auf (gleichermaßen für wen - sondern viel mehr "zusammen") und erlebt höhen und tiefen wie in jeder Ehe. Aber wenn es dann zu einen Fall der Scheidung kommt, dann sollte man auch zurück denken, was "beide" innerhalb dieser Zeit getan haben. Ja, in Belarus ist die Vermögenssache eine andere Sache als die in Deutschland, aber dafür, wie Du selbst schon sagtest, helfen diese auch mit - sei es mit einer offiziellen Arbeit, im Hause, im Garten oder den Acker, etc. etc. und dies sollte mal aus beiden Sichten auf die Waage gestellt werden. Aber dies nicht einfach so, sondern im Verhältnis!!! Man kann nun nicht sagen, dass (als Beispiel): "Ich zahle alles und Frau oder Familie nichts oder weniger", denn wie jeder weiß gibt es da eben Unterschiede in dieser Vermögens-/Einnahmen-Angelegenheiten, so das dieses Ausgeglichen auf die Waage gestellt werden muss. Dies soll bedeuten, auch dass wenn die Frau zum Beispiel nur zu Hause den Haushalt macht und den Garten oder das Acker mit frischen Tomaten, Gurken und Kartoffeln, etc. pflegt, dann sollte man dieses auch zu schätzen wissen (ist u.a. auch Knochenarbeit - kenne das von hier zu gut) und entsprechend, wenn dann, auch so auf die Waage verglichen werden. Ich hoffe das ich meine Worte mit diesen Ansatz einigermaßen verständlich dar gestellt habe, da dieses mit der "Waage" auch ein wenig schwierig zu beschreiben ist.

wie wird gemeinsam erworbenes vermögen in belraus nach einer scheidung geteil?

Auch hier ist es prinzipiell gleichermaßen wie in Deutschland. Also entweder Du/Ihr macht ein Ehevertrag oder aber Ihr macht keinen. Das bleibt letztlich denjenigen selbst überlassen wie und was diese wollen. Ihr könnt es, dann wird es einen Ehevertrag geben oder aber ihr lasst es und dann wird es keinen Ehevertrag geben, aber es wird dann alles, im Falle eines Falles (was wir an dieser Stelle mal nicht hoffen werden) zu 50/50 geteilt.

haen die da echt eine solch andere vorstellung/erziehung zu dem thema?

Nein. Dies kann man auch nicht verallgemeinern, da es hier letztlich nichts anderes als in Deutschland oder aber auch anderen Ländern ist. Denn wie o.g. kann man einen Ehevertrag machen oder man lässt es eben. Sicherlich kann es sein das eher ältere Menschen (wie u.a. die Großeltern Deiner Frau) in diesen Falle eher sagen würden "Warum ein solchen Ehevertrag wenn ihr euch doch liebt und zusammen sein wollt?". Andererseits kann man es aber, wie u.a. in Deinen Fall auch verstehen wenn Du/Ihr ein solchen Ehevertrag abschließen wollt. Aber dazu kann wohl kaum einer sagen, dass Du/Ihr dieses besser machen sollt oder nicht - letztlich muss dies jeder selbst entscheiden! Persönlich sehe ich das aus meiner Sicht aber so, dass ein solcher Ehevertrag schon Theater und Diskussionen vor der eigentlichen Ehe herbeibringen kann (kann muss aber nicht). Sehe es so: Ihr liebt euch und habt euch entschlossen zu heiraten und alle sind glücklich und zufrieden. Dann kommt das Thema Ehevertrag auf den Tisch, in welchen ja logischerweise von einen Fall der Fälle gesprochen wird, welches an dieser Stelle des "Willst Du meine Frau werden" sowie das zuvor gesagten "alle glücklich und zufrieden sind", dann schon ins weitere zukünftliche gesehene in Frage gestellt wird - also eine so bezeichnete "Zwickmühle" in welchen Dir zwar jeder seine Meinung sagen kann, aber Du/Ihr selbst letztlich die Entscheidung treffen müsst.

meine verlobte und ich haben gerade ziemlichen krach bezüglich meines ehevertragentwurfes.
Ausgangssituation: meine familie ist sehr vermögend, die meiner verlobten nicht.

Das überwiegende habe ich ja bereits in den vorherigen Absatz beschrieben. Dies mit dem Vermögen hingegen im ersten Absatz des von Dir zitierten. Dennoch bleiben zu diesen Zitat noch ein paar Worte aus. Vermögen hin oder her, ist zwar sicherlich wichtig und das ob nun zum leben oder aber auch in einer solchen Situation in Falle eines Falles. Aber (und das soll nun nicht bedeuten das Du so denkst) ich würde niemals beide Familien in Punkto Vermögen miteinander vergleichen, denn anderfalls seit ihr wohl eher geschieden als verheiratet. Ein solches Thema ist ein heikles Thema welches man in aller Ruhe mit der Frau besprechen sollte und das ohne irgendwelche Zwänge, denn sonst wird der Schuss wohl nach hinten losgehen und jeder bleibt für sich. Bedenke einfach, so wie ich es oben schon genannt habe, dass was für Dich Dein Einkommen ist, ist für diese ein (fast) Reichtum und anderseits ist für Dich deren Einkommen eine (fast) Armut. So stelle dieses ausgeglichen auf die o.g. Waage und respektiere und akzeptiere immer deren Situation, so wie diese auch Deine Situation verstehen werden. Mit einen solchen gleichermaßen von beiden kommenden Respekt und der Akzeptanz werdet Ihr auch über ein solches Thema sprechen können U+1F609

ich habe in meinen vertrag aufgenommen,
... Zitat bezgl. der Übersicht gekürzt ...
ist das etwa echt so schlecht?

Schlecht oder Recht lasse ich mal dahin gestellt. In einen solchen Ehevertrag kann ein jener alles so Vertraglich festhalten wie er/sie oder beide wollen. Das obliegt aber an dem wie sich beide vor der Eheschließung einigen und ob ein solcher Vertag abgeschlossen werden soll oder eben nicht. Ob diese Deine aufgeführten Punkte "so schlecht" sind, darauf möchte ich ehrlich gesagt nicht antworten, da ich persönlich von "Eheverträgen genau so viel halte wie ein Spülkasten in einer Außentoilette (ja ich weiß, blöder Vergleich, aber mir fiel gerad nichts anderes ein). Dazu sei aber gesagt, dass was für den einen wie mich unwichtig oder irrelevant ist, dass dies für den anderen genau das Gegenteil ist. So das dass was in den Ehevertrag steht oder aber aufgenommen werden soll, gleichermaßen Deine/Eure Entscheidung ist, wie das ob die einzelnen Punkte gut oder schlecht sind.

ich darf mir jetzt anhören, das die firmen für mich wichtiger sind als die familie, schließlich hilft die ehefrau ja auch beim aufbau der firma, in dem sie dem mann den rücken freihält, und freude gibt (sry aber das mache ich bei ihr doch auch, oder nicht? ich verdiene das geld und zahle seit jahren alles)

Genau das ist das was ich vorher schon sagte. Erst kommt die Liebe, dann die Frage: "Willst Du meine Frau werden?" und dann wird der Frau der Ehevertrag auf den Tisch gelegt und dies bricht in einer gewissen Hinsicht das vertrauen, dass vertrauen was doch eigentlich in der Liebe und Ehe vorhanden sein sollte und auch wichtig ist. Verstehe es nicht falsch, aber wenn man sich liebt, dann vertraut man sich. Aber wenn dann folgend ein Ehevertrag gemacht werden soll, dann kann die Frau auch denken: "Sag mal vertraust Du mir nicht?" (also ins zukünftliche gesehen, falls der Fall der Fälle eintritt). Denn so "könnte" Deine Frau auch denken, dass Du denkst, Sie heiratet Dich nur um dann eines Tages "good bye" zu sagen um an das Vermögen zu kommen. Dies bedeutet nicht, dass sie das tut, aber so könnte sie denken und in diesen Punkt solltest Du Dich auch mal in Ihrer Lage versetzen, genau so, wie Sie sich in Deine Lage. Aber tue Dir selbst ein gefallen und erwähne nicht Worte wie: "Ich verdiene das Geld seit Jahren und zahle alles" ... denn erstens wird sie das selbst wissen und zum anderen würde dadurch eher noch eine Diskussion aufkommen, als das Du diese hier friedlich lösen wirst / kannst U+1F609

gebt mir mal bitte nen tip wie ich mich verhalten soll und erklärt mir die normale lage zu den oben genannten 4 punkten des ehevertrages in belarus, gern auch mit enstprechendem belarussischen gesetzestext.

Tips kann man geben, aber alle Tips sind von anderen Menschen wie z.B. von denen die bisher geantwortet haben oder aber noch werden. Aber diese Ehen kannst Du und solltest Du nicht mit Deiner vergleichen. Denn bei solchen Dingen ist es genauso wie mit verschiedenen Ländern bei denen man sagt: "Andere Länder andere Sitten", so dass man diese (nicht nur) Redensart auch so umformulieren kann: "Andere Ehen, andere Sitten". Meine Meinung habe ich Dir, so denke ich mitgeteilt, aber dies musst und solltest Du auch nicht genau so für Dich aufnehmen und/oder so verfolgen. Denn was bei den einen so gut ist, kann bei den anderen zwar auch so gut sein - aber .... es kann es auch nicht! Somit ein kleiner Rat meinerseits ...
Überlege Dir alles ganz genau, respektiere und akzeptiere die Situation Deiner Frau und das was sie tut, stell niemals Worte in die Mitte wie "Ich verdiene am meißten und zahle alles" und stelle beide Seiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Familien-Situationen und Lebensverhältnisse auf die o.g. Waage und dann zu guter letzt überdenke es noch einmal (lieber einmal zu viel als einmal zu wenig und alles ist für den ... naja) und spreche mit Deiner Frau gemeinsam am Abend bei ein Gläschen Rotwein alles in Ruhe und ... alles wird gut! Ich drück Dir/Euch die Daumen U+1F609
Weiteres dazu ...
Ehevertrag Vorlage (in Russisch)
Ehevertrag Infos (in Russisch)

@MrRossi

Also so wie ich das weiß, herrscht in Belarus Errungenschaftsgemeinschaft, d.h. alles was innerhalb der Ehe erworben wurde wird bei Scheidung 50/50 aufgeteilt.
Also auch wenn meine Frau alleinig in den Grundstückspapieren eingetragen ist, gehört mir die Hälfte bei Scheidung, da während der Ehe erworben.
(So hoffe ich doch, und wenn nicht - nunja...)

Richtig! Aufgeteilt wird, insofern kein Ehevertrag abgeschlossen wurde, hier im Lande prinzipiell genauso wie in Deutschland. Sollte es zu einer Trennung kommen, so wird 50/50 geteilt. Allerdings mit einen kleinen Nachtrag, denn wenn (wie ich zum Beispiel) erst ein Haus erworben habe und dann geheiratet habe, dann könnte man meinen das dieses Haus auch nach der Trennung "nur" mir zusteht und nur mir gehört. Aber dem ist nicht so! Wenn eine Ehe geschlossen wird, dann bezieht dieses auch Grundstücke, Häuser und andere Arten von Immobilien die vor der Eheschließung erworben wurden mit in die Ehe ein und werden in Falle eines Falles das kein Ehevertrag geschlossen wurde, auch diese 50/50 geteilt! Das dies aber so 50/50 geteilt wird, muss m.E. die Ehe eine gewisse Zeit bestanden haben (frag mich jetzt aber nicht wie lange). Sollte also (ich nehme mich mal als Beispiel) ich mich von meiner Frau trennen wollen, dann würden sowohl das eine als auch das andere Haus mit Ihr geteilt werden (Das eine vor der Ehe in welcher wir jetzt leben und das andere was danach gekauft wurde). Was nun aber mit der EW in Deutschland ist, dass kann ich nicht sagen. Sicherlich hätte Sie in diesem Fall auch einen Anspruch auf diesen, aber in wie weit dieses dann Rechtlich verläuft und/oder ob sie dies dann überhaupt nutzen kann ist eine andere Sache worauf ich nicht antworten kann (aufgrund Mangel an Erfahrung - Gott sei Dank!).

Was nun mit Firmenanteilen etc. ist - keine Ahnung.
(Firmengewinne sind ja erstmal Eigentum der Firma... bis es dann mal eine Ausschüttung in welcher Form auch immer gibt(Dividende, Bonus etc.))

Dazu mal ein kleines Beispiel vorweg. Wir wollten uns ein kleinen Pavillion (Imbiss) kaufen und der Inhaber lebte in Trennung und stand Zeitlich kurz davor die Scheidung mit seiner "noch" Frau per Gericht vorzunehmen um die Güterverteilung vorzunehmen. Dieser Verkäufer hat eine EW und diesen gesagte Pavillion (Imbiss) welches er verkaufen wollte. Verkaufen aber ohne großartige Worte per Telefon oder andere Kommunikationsmittel sondern nur vor Ort, da er befürchtet, dass seine Frau, Rechtsanwälte ggfls. dieses aus welchen Gründen auch immer mitbekommen würden. Sprich mit anderen Worten ... Erst still und heimlich für einen größeren Betrag verkaufen aber im Vertrag einen kleineren schreiben, so das letztlich die Frau weniger vom ganzen hat. Daraus ist nun mal zu schließen, dass auch Gewerbliches letztlich bei einer Ehetrennung 50/50 geteilt wird - es sei denn, es wurde vorher ein Ehevertrag geschlossen!

Ob es Ehegattenunterhalt gibt, weiß ich nicht. Kindesunterhalt schon.

Also Ehegattenunterhalt gibt es schon hier in Belarus. Allerdings ist es so, dass dieses mit einen Ehevertrag festgehalten werden muss! Wird kein Ehevertrag geschlossen oder aber dieses nicht mit in den Ehevertrag mit aufgenommen, bekommt auch die Frau nach einer Trennung kein Ehegattenunterhalt! Bei vorhandenen Kindern ist sicherlich verständlich und das wird immer der Fall sein (auch dann wenn man in Deutschland wohnt), dass man für diese Kinder den Kindesunterhalt zu zahlen hat!

Hier ist halt der große Unterschied der Mentalitäten.
Aus russischer Sicht seit ihr nach der Ehe eine einzige große Familie.
In dieser hilft man sich gegenseitig und unterstützt sich. Und man denkt da doch nicht über eine mögliche Trennung...
Aus deutscher Sicht natürlich schwer verständlich, weil "der Deutsche" ja immer alles geregelt haben will :)

Damit triffst Du den Nagel auf den Kopf! Aus diesen Grunde sollte man auch immer alles respektierend, akzeptierend und ausgeglichen auf die von mir o.g. Waage setzen und einen Mittelweg finden und aushandeln was letztlich für beide akzeptabel ist oder aber einfach auf einen Ehevertrag verzichten. Denn dann würde es 50/50 laufen und dies halte ich (aus meiner persönlichen Sicht) auch für am richtigsten als schon vor der Ehe zu sagen, das und das will ich aber für mich allein behalten. Aber dies muss ein jener selbst wissen ...

Oder Du bestehst darauf oder nicht.
Dann gibt es eine Ehe oder nicht...

Man könnte beinahe sagen, dass dies "das Wort zum Sonntag" war U+1F604
Aber schon richtige Worte, denn wie Du schon sagtest gibt es dazu nur folgende Situationen / Ausgänge ...
  • Es wird auf den Ehevertrag bestanden und Sie gibt sich einverstanden = alles gut
  • Es wird auf den Ehevertrag bestanden und Sie gibt sich nicht einverstanden = weitere diskussionen
  • Es wird auf den Ehevertrag bestanden und Sie gibt sich nicht einverstanden und geht = alles kaputt
  • Es wird kein Ehevertrag abgeschlossen und alle sind bis in Ewigkeit glücklich = alles gut!
  • Es wird kein Ehevertrag abgeschlossen und er gibt sich nicht einverstanden = weitere diskussionnen
  • Es wird kein Ehevertrag abgeschlossen und Sie nutzt es aus und geht im späteren = alles kaputt
Aber für welches sich ein jener entscheidet lasse ich mal dahin gestellt, denn ein jener ist genauso wie eine jene Ehe anders und alle gehen mit Themen wie solchen anders um und/oder verstehen, akzeptieren und respektieren diese. So das dazu ein niemand ein Tip geben kann was für den anderen oder die anderen besser ist. Demnach noch einmal an dieser Stelle, egal wie er/sie sich nun entscheiden - alles gute und Toi, Toi, Toi!!! U+1F609

Letztlich ...
Sollten aber noch Fragen aufkommen, so stehen wir Dir hier natürlich jederzeit gerne zur Verfügung. Nur entscheiden musst Du/Sie/Ihr es alleine U+1F609

 

  • hoppel1986
  • hoppel1986s Avatar Autor
  • Registrierter Nutzer
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4601 von hoppel1986
Antwort auf Ehevertrag
Moin, danke für die ersten antworten.
ich verstehe diese, aber ich habe vllt nicht genug infos gegeben.
meine verlobte arbeitet, ja aber nicht so wie sie könnte, sie hat ein diplom mit auszeichnung, macht aber lieber ihr hobby und *verbrennt* da unser geld, was ich mich solange wir zusammen sind auch nicht stört.
Haushaltsarbeiten muss sie nicht machen, da wir dafür jemanden haben.
Ja um die kinder müsste sie sich kümmern, wenn dann welche da sind. und ich lasse sie bei einer trennung ja nicht ohne etwas stehen, es wird alles geteilt, eben halt nur nicht die firmen. ich stehe hier auch in verantwortung für unsere mitarbeiter.

lg

 

  • MrRossi
  • MrRossis Avatar
  • Registrierter Nutzer
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4602 von MrRossi
Antwort auf Ehevertrag
Dann erklär' ihr das halt auch so:
Firmen für immer meins, und niemals Deins... weil...

Solange die Firmen gut laufen, profitiert sie während der Ehe ja auch ganz gut davon.
Ob sie sich aber damit zufrieden gibt?
Aus russischer Sicht hat sie aber auch Recht mit dem "Rücken freihalten" etc.
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht halt eine (kluge, starke, hübsche etc.) Frau :)

Ihr müsst euch darüber einigen...

Ansonsten gibt es ja noch - je nach Firmenkonstrukt - gewisse Möglichkeiten sie auch ohne Ehevertrag raushalten zu können...
Biete mich hiermit gerne als vertrauenswürdigen Geschäftspartner an, der gerne Deine Firmenanteile übernimmt ;)

Gruß

 

  • hoppel1986
  • hoppel1986s Avatar Autor
  • Registrierter Nutzer
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4603 von hoppel1986
Antwort auf Ehevertrag
die möglichkeit mit dem firmenkonstrukt erklär mir mal

 

  • MrRossi
  • MrRossis Avatar
  • Registrierter Nutzer
Mehr
2 Jahre 7 Monate her #4604 von MrRossi
Antwort auf Ehevertrag
Äh wie?!
Da gibt es doch nicht viel zu erklären.
Letztendlich geht es nur darum Dich als wahren Firmeninhaber zu verschleiern.

Also bei einer z.B. GmbH trittst Du Deine Gesellschaftsanteile an eine Vertrauensperson ab.
An Deine Mutter, Deinen besten Freund, Ex-Geliebte... oder einer Lichtensteiner-Stiftung oder Fa. in Panama oder... an mich.

So gehört die Firma offziell nicht mehr Dir.

Das sowas bei einem Einzelunternehmer oder GbR nur bedingt bzw. gar nicht geht sollte klar sein.