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Heirat in Deutschland - Antrag auf Familienzusammenführung

  • krasnaje
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3 Jahre 8 Monate her #3471 von krasnaje
Hallo,

mein Bruder hat jetzt ebenfalls eine Weissrussin geheiratet. Sie haben hier in Deutschland geheiratet. Meine Schwägerin hat zur ´Zeit ein Jahresvisum.
Jetzt nach der Hochzeit fliegt Sie zurück nach Weißrussland und möchte einen neuen Pass beantragen und ein neues Visum für die Familienzusammenführung beantragen.

Meine Frage ist nun was meine Schwägerin für Papiere benötigt:

Für Ausweis mit dem neuen Familiennamen:
Heiratsurkunde mit Apostille + Übersetzung

Für Antrag auf Familienzusammenführung bei der Botschaft:
Heiratsurkunde (ohne Apostille + Übersetzung)
Nachweis das keine Straftaten in Weißrussland begangen wurden.
Nachweis das keine Schulden in Weißrussland bestehen ?
Gehaltsnachweise von meinem Bruder ?


Welche Dokumente benötigt meine Schwägerin ?
Ich weiß nicht mehr genau was meine Frau benötigte, außerdem bin ich seit 13 Jahren verheiratet und seitdem wird sich vielleicht etwas geändert haben.

 

  • MiMo
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3 Jahre 8 Monate her #3472 von MiMo

krasnaje schrieb: . Sie haben hier in Deutschland geheiratet. Meine Schwägerin hat zur ´Zeit ein Jahresvisum.
Jetzt nach der Hochzeit fliegt Sie zurück nach Weißrussland und möchte einen neuen Pass beantragen und ein neues Visum für die Familienzusammenführung beantragen.
.


Verstehe ich nicht: Wenn die Beiden in Deutschland geheiratet haben, kann Ihre Schwägerin doch einfach zur ABH gehen und einen Aufenthaltstitel beantragen. Bei einem JAHRESvisum entfällt ja auch der "Vorwurf" man habe mit einem "falschen" Visum geheiratet - schließlich sind die Hochzeitspläne doch sicher NACH Beantragung des Visums entstanden, oder? ;-)

 

  • Buntegmischt
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3 Jahre 8 Monate her #3485 von Buntegmischt
Hallo, ich mache die ganze Geschichte auch gerade durch...... gehe auf die Info Seite der deutschen Botschaft un Minsk, da geibt es für jedes Visum einen Vordruck, welche Unterlagen benötigt werden.
www.minsk.diplo.de/contentblob/4571302/D...nnachzug_2015_de.pdf .

 

  • hkbmichael
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8 Monate 1 Woche her #5726 von hkbmichael
Hallo
Ich bin der Michael und habe eine Frage.
Meine Verlobte kommt aus Horki und wir möchten gerne hier in Deutschland heiraten.
Dann wollen wir auch natürlich hier zusammen leben.Jetzt kommt das Problem.
Sie hat leider nicht die Sprachprüfung in Deutsch und muss noch viel lernen.
Ich habe aber einen guten Job und mein Lohn ist auch ok.
Würde es gehen wenn sie mit einem Besucher Visum her kommt und wir heiraten.
Natürlich mit den üblichen Unterlagen.
Nach der Hochzeit ist sie ja meine Ehefrau und bei mir mitversichert.
Ich möchte dann das sie hier einen Deutsch Kurs macht mit Prüfung.
Für den Unterhalt und andere Kosten komme ich natürlich als Ehemann auf.
Nach Bestandener Prüfung kann sie sich ja arbeit suchen und arbeiten gehen.
jetzt meine Frage.
Geht so etwas und was muss ich wo beantragen das es so funktioniert?

 

  • MH
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8 Monate 1 Woche her - 8 Monate 1 Woche her #5727 von MH
Die Ehe muss zunächst grundsätzlich nach dem Recht beider Partner zulässig sein. Das bedeutet, dass keine Ehehindernisse entgegenstehen dürfen. Ausländische Mitbürger dürfen eine Ehe auch nur dann eingehen, wenn sie ein Zeugnis der zuständigen Behörde ihres Heimatstaates vorgelegt haben, dass nach den Gesetzen des Heimatstaates kein begründetes Ehehindernis entgegensteht (Ehefähigkeitszeugnis). Das Ehefähigkeitszeugnis wird von einer Behörde des Heimatlandes oder auch von der Auslandsvertretung ausgestellt.

Die Einreise zwecks Heirat mit einem Schengen-Visum ist nicht erlaubt. Es ist ein nationales Visum zwecks Heirat in Deutschland bei der deutschen Auslandsvertretung zu beantragen.

Danach hat deine frisch Vermählte den Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis.

Hinsichtlich der Deutschkenntnisse:

Ausländer müssen zwecks Familienzusammenführung vor der Einreise nachweisen, dass Sie einfache Deutschkenntnisse haben. Damit soll sichergestellt werden, dass Sie sich in Deutschland von Anfang an auf einfache Art auf Deutsch verständigen können.

Einfache Deutschkenntnisse sind Kenntnisse der deutschen Sprache auf der „Kompetenzstufe A1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen“. Dazu gehört, dass vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstanden und verwendet werden können.

Einfache Deutschkenntnisse müssen vor der Einreise im Regelfall bei der Beantragung des Visums für den Ehegattennachzug in der deutschen Botschaft bzw. im Generalkonsulat nachgewiesen werden.

Sprachkurse bieten diverse Anbieter an.

In der Regel müssen keine Deutschkenntnisse nachgewiesen werden, wenn u.a. der Ehegatte oder die Ehegattin Staatsangehörige/r eines Mitgliedstaats der Europäischen Union ist.
Letzte Änderung: 8 Monate 1 Woche her von MH.

 

  • MrRossi
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8 Monate 1 Woche her #5728 von MrRossi
Hallo Namensvetter!

Also der A1-Test ist sowas von einfach, den muss sie können tun.
Sie muss dazu noch nicht mal deutsch können, 2-3 Wochen die Antworten auswendig lernen und nur etwas mehr als die Hälfte der Antworten später im Test richtig haben.
Und den Test kann sie beliebig oft wiederholen...

Die Visa-Thematik ist ansonsten ziemlich klar und von MH schon beschrieben worden.
Hochzeit in Dänemark ist zwar auch direkt möglich, aber auch dann muss Deine Frau zurück nach Belarus und anschließend ein Visum zur Familienzusammenführung beantragen.

Gruß

 

  • Marco
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8 Monate 1 Woche her - 8 Monate 1 Woche her #5737 von Marco

MH schrieb:
Die Einreise zwecks Heirat mit einem Schengen-Visum ist nicht erlaubt. Es ist ein nationales Visum zwecks Heirat in Deutschland bei der deutschen Auslandsvertretung zu beantragen.

Das ist nicht korrekt. Heiraten kann man auch mit Schengenvisum, da ist jedes Paar frei. Dem Standesamt ist es egal, ob Schengen oder Heiratsvisum. Das ist aber nicht der Ausländerbehörde egal. Die Ehefrau kriegt nur idR keine Aufenthaltserlaubnis und muss ausreisen, um ein Visum zur Familienzusammenführung zu beantragen
Letzte Änderung: 8 Monate 1 Woche her von Marco.

 

  • MrRossi
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8 Monate 1 Woche her - 8 Monate 1 Woche her #5738 von MrRossi
Von was sprichst Du denn??
Natürlich kann man heiraten, egal wen, wo und unter welchen Umständen - solange das Standesamt seinen Segen gibt.
Aber darum gehts doch gar nicht.

"DIE EINREISE... IST NICHT ERLAUBT" - das steht da.
Zum entsprechenden Grund der Einreise soll ein entpsrechendes Visum beantragt werden - nichts weiter.
Also zum Studieren, ein Studiums-Visum, zum Sprache erlernen ein SprachVisum, etc. etc.

Wenn Du also mit einem Touristenvisum einreist, kann natürlich keiner zum Zeitpunkt der Einreise kontrollieren, ob Du tatsächlich die historischen Gebäude Münchens betrachten möchtest, oder doch nur ganz einfach heiraten willst.

Die ABH wird dem aber keinen Segen geben (wie Du ja selber sagst) - und darum geht es doch bei der Fragestellung...

Gruß
Letzte Änderung: 8 Monate 1 Woche her von MrRossi.