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Medizinstudium in Minsk:Abschluss in Deutschland anerkannt?

  • Tessy
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4 Monate 2 Tage her #5909 von Tessy
Hallo,
nach einem Abschluss an der BSMU (Belarusian State Medical University) muss man, um in Deutschland als Arzt arbeiten zu können (Approbation), sein Abschlusszeugnis begutachten lassen oder es einer sog. Gleichwertigkeitsprüfung unterziehen. - So viel ist bekannt.

Aber ich weiß nicht, wie es "nachher" aussieht:
Hat jemand von Erfahrungen, wie das abläuft? WIe groß sind die Chancen, dass das Zeugnis anerkannt wird? Oder was kommt da auf einen zu?

Danke für Eure Nachrichten
LG
Tessy

 

  • MH
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4 Monate 1 Tag her #5910 von MH

Wer im Ausland ein Medizinstudium abschließt und danach den ärztlichen Beruf in Deutschland ausüben möchte, muss die Approbation als Arzt aus dem entsprechenden Land nachweisen.

Weitere Informationen

Ich habe vage in Erinnerung, dass eine Bekannte mit russischer Approbation noch eine Prüfung zwecks Anerkennung absolvieren musste. Mehr Informationen erhältst du bei den zuständigen Stellen in den einzelnen Bundesländern, die oben über den Link aufgeführt sind. In NRW ist die Bezirksregierung Düsseldorf zuständig.

 

  • Tessy
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4 Monate 1 Tag her #5911 von Tessy
Erst mal vielen Dank für deine Antwort. Den Link kannte ich noch nicht.

Dachte, es hat hier jemand konkrete Erfahrungen, auch zB mit dem Praktischen Jahr, das ja zum vollständigen Studienabschluss im Land (also Belarus) dazu gehört. Habe gehört, dass es diesbezüglich bei der Anerkennung Probleme gab, weil die Inhalte in Minsk nicht die gleichen waren wie hierzulande (also zB 3 Monate Innere Medizin, 2 Monate Chirurgie etc.).

Wie war das mit deiner russischen Bekannten mit dem Praktischen Jahr (heißt jetzt Internatur). Hatte sie Probleme hier? Würde vielleicht auch weiterhelfen, Russland ist ja wie Belarus ein "Drittland", also weder EU noch EWR.
Danke schon mal im voraus.
Tessy

 

  • MH
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4 Monate 1 Tag her #5912 von MH

Tessy schrieb: Dachte, es hat hier jemand konkrete Erfahrungen, auch zB mit dem Praktischen Jahr, das ja zum vollständigen Studienabschluss im Land (also Belarus) dazu gehört. Habe gehört, dass es diesbezüglich bei der Anerkennung Probleme gab, weil die Inhalte in Minsk nicht die gleichen waren wie hierzulande (also zB 3 Monate Innere Medizin, 2 Monate Chirurgie etc.).

Sobald du die Approbation in den Händen hältst ist es IMHO egal wie du dein PJ gestaltet hast. Aber hier habe ich keine Erfahrungswerte. Meine Frau ist zwar Ärztin, aber sie hat in Düsseldorf studiert.

Tessy schrieb: Wie war das mit deiner russischen Bekannten mit dem Praktischen Jahr (heißt jetzt Internatur). Hatte sie Probleme hier? Würde vielleicht auch weiterhelfen, Russland ist ja wie Belarus ein "Drittland", also weder EU noch EWR.

Ich weiß nur von der Prüfung hinsichtlich der Anerkennung. In Wuppertal arbeiten sehr viele Ärzte mit Approbation aus ihrem Heimatland. Ärzte werden wegen Fachkräftemangel gesucht, und denen wird man sicherlich derzeit keine großen Hürden auferlegen. Hilfreich ist, dich bei der zuständigen Stelle in deinem Bundesland zu erkundigen.

 

  • Tessy
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4 Monate 1 Tag her #5913 von Tessy
Danke dir, werde die zuständigen Stellen mal nerven ;-)

 

  • MH
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3 Monate 4 Wochen her #5916 von MH
Was ich noch nachtragen kann ist, dass die Anerkennung einer ausländischen Approbation ungefähr ein Jahr in Anspruch nimmt.

 

  • Tessy
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3 Monate 4 Wochen her #5917 von Tessy

MH schrieb: Was ich noch nachtragen kann ist, dass die Anerkennung einer ausländischen Approbation ungefähr ein Jahr in Anspruch nimmt.

Danke für den Nachtrag. Hört sich so an, als hättest du Erfahrungen mit dem Antrag auf Anerkennung (mit Abschlüssen aus Belarus) ?

Darf ich dich dann noch ein bisschen löchern?
Also:
Was ich nicht verstehe: Wenn das Landesprüfungsamt einen Abschluss der Uni X im Land Y geprüft hat, warum muss es dann alle anderen von der gleichen Uni auch noch mal prüfen?
Und: Gibt es auch Fälle, wo die Approbation verweigert wurde?

Dake für deine Antwort!
Tessy

 

  • MH
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3 Monate 3 Wochen her #5918 von MH

Tessy schrieb: Danke für den Nachtrag. Hört sich so an, als hättest du Erfahrungen mit dem Antrag auf Anerkennung (mit Abschlüssen aus Belarus) ?

Leider nein, ich beziehe mich noch immer auf meine Bekannte, die vor einigen Jahren ihre Approbation in NRW anerkennen lassen hat.

Tessy schrieb: Darf ich dich dann noch ein bisschen löchern?

Jederzeit. U+1F609

Tessy schrieb: Also:
Was ich nicht verstehe: Wenn das Landesprüfungsamt einen Abschluss der Uni X im Land Y geprüft hat, warum muss es dann alle anderen von der gleichen Uni auch noch mal prüfen?

Sorry, aber ich verstehe die Frage nicht.

Tessy schrieb: Und: Gibt es auch Fälle, wo die Approbation verweigert wurde?

Wird es bestimmt geben, aber ich kann die Frage ebenfalls nicht beantworten.

 

  • Tessy
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3 Monate 3 Wochen her #5919 von Tessy

Tessy schrieb: Also:
Was ich nicht verstehe: Wenn das Landesprüfungsamt einen Abschluss der Uni X im Land Y geprüft hat, warum muss es dann alle anderen von der gleichen Uni auch noch mal prüfen?


Sorry, aber ich verstehe die Frage nicht.



Ich meine, nach dem Abschluss in Minsk wird hier im Landesprüfungsamt im Zuge der Gleichwertigkeitsprüfung das Zeugnis geprüft, ob der Abschluss in Inhalt dem deutschen gleichwertig ist. Ich frage mich halt, wenn einmal ein Zeugnis aus dieser Uni geprüft wurde, weiß man doch, ob die Inhalte den deutschen Standards entsprechen. Denn es geht ja wohl nicht um die Noten des einzelnen Studenten, sondern darum, ob generell diese Uni bzw. die Abschlüsse der Uni die Anforderungen in Deutschland erfüllen. Und das sollte doch klar sein, nachdem einmal ein Abschlusszeignis von irgendeinem Studenten vorgelegt worden ist.
Und dann könnte man gleich die sog. Kenntnisprüfung machen und den Prozess der Gleichwertigkeitsprüfung überspringen, kostet ja nur Zeit.
Meine Nachfragen bei den zuständigen Stellen haben da leider auch keine Klarheit gebracht (Prüfungsstelle, Ärztekammer). Die reden alle nur davon, dass Belarus ein Drittland ist (nicht EU) und eben das Procedere durchlaufen werden muss.
Deshalb hoffte ich auf praktische Erfahrungen hier im Forum.

 

  • MH
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3 Monate 3 Wochen her #5920 von MH

Tessy schrieb: Ich meine, nach dem Abschluss in Minsk wird hier im Landesprüfungsamt im Zuge der Gleichwertigkeitsprüfung das Zeugnis geprüft, ob der Abschluss in Inhalt dem deutschen gleichwertig ist. Ich frage mich halt, wenn einmal ein Zeugnis aus dieser Uni geprüft wurde, weiß man doch, ob die Inhalte den deutschen Standards entsprechen. Denn es geht ja wohl nicht um die Noten des einzelnen Studenten, sondern darum, ob generell diese Uni bzw. die Abschlüsse der Uni die Anforderungen in Deutschland erfüllen. Und das sollte doch klar sein, nachdem einmal ein Abschlusszeignis von irgendeinem Studenten vorgelegt worden ist.

Ich kann nur vermuten, dass die Universitäten nicht in einer zentralen Datenbank gespeichert sind und deshalb die Abschlüsse stets neu geprüft werden müssen, selbst wenn bereits ein Abschluss dieser Uni geprüft wurde. Scheint ein Bürokratiemonster zu sein.

Tessy schrieb: Deshalb hoffte ich auf praktische Erfahrungen hier im Forum.

Ich drücke die Daumen, dass sich hier jemand findet, der entsprechende Erfahrungen gesammelt hat. In welchem Bundesland hast du die Anerkennung beantragt?

 

  • Tessy
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3 Monate 3 Wochen her #5921 von Tessy
Noch nicht. Wenn, dann in Hessen

 

  • Tessy
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3 Monate 3 Wochen her #5922 von Tessy