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2 Monate 2 Wochen her #6090 von Bug

MrRossi schrieb: 2.1, 2.2, 2.3 jeweils Nein (vollkommen egal, wieviel Tüten oder Koffer ich dabei hatte)
3.1, 3.2 (Geld etc..) ebenso Nein.

Müsste bei 2.1 nicht eher ein "Ja" ? (das Gepäck wird ja mitgeführt) und bei 3.1 doch erst recht ein "Ja", weil weniger als 10.000,-US$ ?!


MrRossi schrieb: VIN ist in FIN :) und Chassi-Nr ist leer.

Ok.
Nach dem Unterschied zwischen dem Fahrgestell und Chassi frage ich lieber nicht.

 

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2 Monate 1 Woche her #6097 von Bug

MrRossi schrieb: Ich habe mal meine Zolldeklaration rausgesucht, die ich immer jahrelang vor-ausgefüllt abgegeben hatte.

2.1, 2.2, 2.3 jeweils Nein (vollkommen egal, wieviel Tüten oder Koffer ich dabei hatte)
3.1, 3.2 (Geld etc..) ebenso Nein.

Auch wenn mir so einiges nicht ganz plausiebel erscheint,

Du hattest Recht !

 

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2 Monate 1 Woche her #6099 von MrRossi
Willkommen in Belarus!

U+1F603 U+1F60E
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2 Monate 1 Woche her #6102 von Bug

MrRossi schrieb: Willkommen in Belarus!

U+1F603 U+1F60E


Habe meine Kreuze da gemacht wo ich es für richtig hilt - wurde des besseren belehrt* - musste sogar, obwohl ich sehr kooperativ war, in die Garage zum Scanner*(?) - bin denen wohl verdächtig vorgekommen U+1F62E .
Alle Prüfer, v.a. der Zöllner der den Wagen direkt inspeziert hat, waren sehr freundlich.

*eine neue Z-Erklärung musste ich dennoch nicht erstellen, nur die alte korrigieren und extra unterzeichnen.

 

  • Holländer
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2 Monate 1 Woche her #6122 von Holländer

Holländer schrieb: Hallo Gemeinde,

nun hat es sich ergeben, dass ich bereits am 12. oder 13.07. richtung Mogilev fahre. Und wenn alles klappt, tatsächlich mit Motorrad.


So, liebe Gemeinde,
ich verabschiede mich nun. Morgenfrüh fahre ich gen Belarus. Hoffentlich mit nicht allzuviel Regen. Bin Ende Juli wieder hier.
Bericht folgt.

Liebe Grüße U+1F60E

 

  • Hanie
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2 Monate 6 Tage her #6125 von Hanie
Gute Fahrt
und mach mal eine kleinen reisebericht mit paar Fotos
will ja auch mal mit Möp dahin
und freue mich übert Deine Erfahrungen

 

  • Holländer
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1 Monat 2 Wochen her - 1 Monat 2 Wochen her #6189 von Holländer
So, ich melde mich wieder zurück.

Ich werde mich in meinem Bericht, den ich versprochen hatte, nur den Sachen widmen, die ich als relevant erachte.

Ich habe diesesmal den Grenzübergang bei Bobrovniki angesteuert, in der Hoffnung, dass ich (mit Motorrad) dort schneller durchkomme als mit Auto in Terespol. Es wird nicht der Regelfall sein, bei mir hat es allerdings gefühlt lange gedauert. Es war am Vormittag, als ich die Grenze ansteuerte. Die Polen haben mich relativ schnell durchgelassen, aber mein Ärger fing bei der Einreise in BY an: Dem Grenzbeamten antwortete ich auf Englisch auf seine Fragen, wobei ich ebenfalls erwähnte, dass ich Deutscher bin. Dieses ignorierte er wohl. Ich sagte ihm, ich hätte alle notwendigen Formulare fertig ausgefüllt dabei. Ich zeigte sie ihm. Trotzdem holte er aus seinem Häuschen die gleichen Formulare in Englisch und forderte mich auf, diese auszufüllen. Mir schwoll dabei bereits der Kamm! Aber ich blieb ruhig und erledigte den Auftrag. Als er dieses denn akzeptierte, forderte er mich auf, genau die Tasche am Motorrad zu öffnen, die am Besten verzurrt war. Nicht etwa die Koffer, die frei zugängig waren! Ich musste quasi mein ganzes Gepäck lösen, um der Aufforderung nachzukommen. Nebenan stand ein Pärchen zu grinsen. Der Beamte schaute nur einmal in die Tasche, ohne darin herumzukramen, und akzeptierte auch dieses. Ich stand dann dort mit dem Chaos! Ich bin als einziger auf dieser Spur angekommen, als ich fertig war, standen etwa 7-8 Autos hinter mir.
Ich wurde das Gefühl nicht los, der Kerl hat eine Antipathie gegen Motorradfahrer und hat mich nur schikaniert!
Fazit: Es muss an der Grenze nicht unbedingt schneller sein, mit Motorrad zu kommen. Dieses war aber das Negativ-Highlight der gesamten Fahrt.

Achja: Auf der Rückfahrt war ich tatsächlich ein wenig frecher und bin an den wartenden Autos vorbeigefahren. Es hat sich niemand (!) darüber aufgeregt!

Natürlich habe ich auch mit regen zu kämpfen gehabt, sowohl hin als auch zurück. Aber ich war ja vorbereitet.
Ein Vorteil war zB auf der polnischen Autobahn, dass ich, nachdem ich es bei anderen Motorradfahrern beobachtet hatte, in einer langen Baustelle im Bereich Posen über die abgesperrte Fahrbahn etwa 5-7Km langsamer an einem Stau vorbeifahren konnte. Mit Auto undenkbar!

Im Allgemeinen kann ich sagen, dass ich auf der Strecke über Bialistok/Bobrovniki gut gefahren bin. Die Straßen waren sehr gut! Nur eine Großbaustelle bei Bialistok hat mich ein wenig ausgebremst. Die Strecke von Bialistok über die Grenze bis nach Baranawitschy (BY) war sehr reizvoll, weil stark bewaldet und kaum befahren. Nur sollte man als Motorradfahrer sehr auf einen vollen Tank achten. Ich habe dort fast meinen Tank leergefahren. Im Navi sind in D Tankstellen angegeben, in BY nicht! Also aufpassen!!!

Ob ich diese Fahrt noch einmal mit Motorrad machen würde, kann ich nicht beantworten. Diese Entscheidung würde ich dann wieder kurzfristig treffen. Es birgt halt alles seine Vor- und Nachteile. Hätte ich ein weniger geländegängiges und gut gefedertes Motorrad, wie meine Triumph Explorer, gehabt, würde mein Urteil wahrscheinlich zu Gunsten des Autos ausfallen. Dieses bezieht sich aber mehr auf die Reisetauglichkeit, als auf schlechte Straßen. Sowohl die polnischen, als auch die belarussischen Hauptstraßen/Autobahnen sind sehr gut - für mein Empfinden besser als in Deutschland. Ganz im Gegenteil die kommunalen Straßen: Sobald man von den Hauptstraßen runterkommt, fühlt man sich wie in Verdun im 1.Weltkrieg - Krater an Krater. Die reinsten Stoßdämpferkiller!

Da ich ja alleine unterwegs war und nicht wusste, wann ich die nächtliche Pause einlegen würde, habe ich auf der Hinfahrt, etwa 120km vor der Grenze zu BY, im Zelt übernachtet. Von den Vorurteilen, die sich um kriminelles Gesindel aus den bereisten Ländern ranken, halte ich überhaupt nichts. Ich habe in der Wildnis, weitab der Straßen, übernachtet und habe mir mehr Sorgen gemacht über wilde Tiere, wie Bären, Wölfe oder Wildschweine. Alles, was irgendwie nach Essbarem riechen könnte, habe ich weitab vom Zelt in einen Baum gehängt. Es ist nichts passiert.
Auf der Rückfahrt habe ich sogar inmitten von Kornfeldern ohne Zelt unterm Sternenhimmel geschlafen - morgens wurde ich von einem spielenden Fuchspärchen auf dem Stoppelfeld begrüßt. Unbezahlbar!

Wie man sieht: Es gibt auf solchen Reisen Dinge, auf die man gerne verzichten könnte, aber auch Dinge, die man positiv in Erinnerung behält!

In diesem Sinne!
Bis zum nächsten Abenteuer.
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Letzte Änderung: 1 Monat 2 Wochen her von Holländer.

 

  • Hanie
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1 Monat 2 Wochen her #6190 von Hanie
Danke für den Bericht und Deine Erfahrungen

an dem Bison Büffel fahre ich immer vorbei nach Minsk
hast Du da übernachtet im Feld
das der Grenzer das in englisch verlangt hat is ja ein Ding
dann sollte man das nächste mal in beiden Sprachen gleich ausdrucken
da haste vielleicht gerade einen launischen Grenzer erwischt
die Strecke hinter Warschau zur Grenze wird es kaum Probleme mit Diebstahl
geben
an Baustellen in Staus fahre ich auch immer vorbei mit dem Motorrad

Vielelicht kannste ja mal paar Fotos reinstellen


Vielen Dank

 

  • Belarusofil
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1 Monat 2 Wochen her #6191 von Belarusofil
Mit der Zoll (Belarus) sind unsre persönliche Erfahrungen eher Positiv. Unser Gefühl nach sind‘s eher die Polen mit ungastlichem Benehmen. Bei der vorletzten Reise (Jänner 2018) hatte ich zu Hause die damalige Migrationskarte ausgedruckt. Mir wurde von den Zöllnern freundlich darauf hingewiesen, dass ich ein Original benötige. Ja, hat den Aufenthalt an der Grenze um einige Minuten verlängert. Aber ich - als Ausländer - werde eigentlich immer ganz freundlich entgegengetreten, vor allem, weil die Zöllner „erstaunt“ sind, dass ich meiner Familie wegen (dazu zähle ich gewiss auch die ganze Verwandtschaft meiner Frau in Belarus, inkl. ihr Freundeskreis) mehr als ein paar Worte Russisch spreche. Ja, sehr zum Leidwesen meiner SchwiMu ;-)
Aber, zu Hause ist alles immer besser.

Das mit den Tankstellen... Vor vier und einer Woche sind wir die P99 noch gefahren. Gerechnet aus Polen kommend: Direkt nach der Grenze gibt es zwei Tankstellen. Dann zumindest in/bei Wolkowysk, in/bei Selwa, und in/bei Slonim. Wenn Sie zwischen den Städten, außerhalb der Autobahn M1, mit Tankstellen rechnen, dann kann‘s in Belarus knapp werden. Ist aber nicht nur in Belarus. Wir müssen in Österreich auch „immer“ aufpassen, und ich kenne auch Teile Deutschlands (Bayerwald), wo man auch die Tankfüllung im Auge behalten muss.