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erweiterte Meldebescheinigung

  • Fraenkisch
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8 Monate 2 Wochen her #5889 von Fraenkisch
Guten Abend liebe Belarus Freunde,

ich habe ein Frage und hoffe ihr koennt diese beantworten. Auf welchem Amt bekommt man in Weissrussland eine erweiterte Meldebescheinigung. Meine Lebensgefaehrtin benoetigt diese zur Anmeldung der Eheschliessung in Deutschland.

Danke im Voraus fuer Infos

 

  • Belarus.Andreas
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8 Monate 2 Wochen her #5890 von Belarus.Andreas
@Fraenkisch
zuerst einmal willkommen im Forum und unserer stets unterhaltsamen und gemütlichen Runde U+1F60E

Auf welchem Amt bekommt man in Weissrussland eine erweiterte Meldebescheinigung. Meine Lebensgefaehrtin benoetigt diese zur Anmeldung der Eheschliessung in Deutschland.

Persönlich habe ich von einer "Erweiterten Meldebescheinigung" (also in der Art wie in Deutschland) hier in Belarus noch nichts gehört bzw. gesehen (liegt aber daran, dass diese noch nie gebraucht wurde), aber wenn dann wird sie diese im Stadt- bzw. Dorfrathaus (Сельсовета) bekommen. Ggfls. gibt es aber auch Möglichkeiten ein solches bzw. ähnlich Wirksames Dokument vom Standesamt (Загс) in Belarus zu bekommen U+1F609

Gruss,
Andreas

 

  • Fraenkisch
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8 Monate 2 Wochen her #5892 von Fraenkisch
Guten Morgen Andreas, MH und all die netten Leute hier,

erstmal herzlichen Dank fuer die Infos. Werde es mit dem Ehefaehigkeitszeugnis probieren :-)
Sollte ich dieses Problemchen loesen, werde ich es euch berichten.

 

  • GeraldM
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3 Monate 3 Tage her #6243 von GeraldM
Hallo,
ich lese diese Posts mit einem Lachenden Auge und einem Weinenden. Im Dezember wollte ich vom Standesamt (Hannover) ein Ehefähigkeitszeugnis haben. Die Dame fragte wo ich den Heiraten wolle. Ich sagte in Belarus. Sie sagte:"Stand aktuell - Sie benötigen eine Geburtsurkunde, eine Personenstandsbescheinigung und eine Meldebescheinigung". Die Geburtsurkunde habe ich zwei Mal mitgenommen. Beim Bürgeramt fragte ich nach den beiden anderen Dokumenten. Der Herr sagte, das es diese nicht mehr gibt sodern eine erweiterte Meldebescheinigung. Auch diese nahm ich zwei Mal. Mit vier Apostillen versehen bin ich nach Minsk geflogen. Dort sagte mir die Dolmetscherin das Sie das nicht übersetzt. Sie sagte das sind die falschen Dokumente. So war meine Heirat zunächst geplatzt. Wieder zurück in Hannover erhielt ich auf meine Frage nach einem Ehefähigkeitszeugnis die gleiche Antwort wie im Dezember. Ich erklärte der Dame das die Info falsch ist. Dann hatte meine Verlobte für mein Ehefähigkeitszeunis viele Laufereien. Als ich dan die Dokumente bekam lies ich diese übersetzen. Dann ging es schnell. Im April bin ich erneut nach Minsk. Am 10.4.2019 waren wir in Brest beim Standesamt. Seit dem 13.4. bin ich glücklich verheiratet und warte das meine Frau das nationale Visa bekommt. Dann werde ich Sie abholen.

Freundliche Grüße

Gerald

 

  • MrRossi
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3 Monate 3 Tage her - 3 Monate 3 Tage her #6244 von MrRossi
Hallo Gerald,

dann nachträglich Glückwünsche und alles Gute für Eure Zukunft.
Wobei... das binationale Ehen sehr viel häufiger geschieden werden weißt Du, hehe ? :)
www.welt.de/politik/deutschland/article1...iger-zerbrechen.html

Wie bei so vielen anderen Dingen bin ich aber selbst eine glückliche Ausnahme der Statistik - bin selbst jetzt fast 14 Jahre mit einer Weißrussin verheiratet.

Wg. Deiner Dokumenten-Odyssee:
Wie kommt man denn auf die Idee, eine deutsche Behörde danach zu fragen, was ein weißrussisches Standesamt möglicherweise für Dokumente haben möchte?? ?! ?! ?!
Warum habt ihr nicht direkt beim für euch zuständigen Standesamt nachgefragt?

Ok, zugegeben, hatte ich damals auch nicht gemacht.
Aber ich hatte zumindest zum damaligen Zeitpunkt aktuelle Infos aus einem anderen Forum.

Wir brauchten damals nur die (deutsche) erweiterte Meldebescheingung, um in Mogilev zu heiraten.
Ist aber letztendlich auch wieder von Region und Standesamt hier verschieden.

Grüße aus Mogilev
Michael
Letzte Änderung: 3 Monate 3 Tage her von MrRossi.

 

  • Belarusofil
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3 Monate 3 Tage her #6245 von Belarusofil
Und das ist auch für meine Frau und mich den Grund letzten Endes gewesen, nicht in Wien sondern Wizebsk zu heiraten: Die (West)Europäische Bürokratie. Als Handikap gab's damals, dass ich Niederländer in Österreich bin. In Wien am Standesamt hat's geheißen, ich benötige auch dieses Ehefähigkeitszeugnis. Aus den Niederlanden für mich hat man das ohne Schwierigkeiten machen wollen - eine Frage eher von Stunden als von Tagen. Aber meine Zukünftige...
Als man gehört hat - in der Niederlanden - dass sie Weißrussin sei (also, nicht-EU, und auch ein ganz böses Land aus der ehem. UdSSR), hat man gemeint, man müsse alle ihre Unterlagen (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde der Eltern, Reisepass) zugesandt bekommen. Das würde von der Fremdenpolizei auf jeden Quadratmillimeter untersucht - so kam es uns zumindest vor, denn es hat geheißen, dass es leicht drei Monate dauern kann - und dann würde aus meinem niederländischen Geburtsort sehr wahrscheinlich das Ehefähigkeitszeugnis kommen.

Nach dem Aufenthalt (Besuch) in Österreich ist meine Zukünftige ins Wizebsker Standesamt, zuständig für ausländische Ehen, gegangen. Nebst Geburtsurkunde von mir (und Reisepass) benötigte man nur eine Bestätigung, dass ich nicht als Verheiratet gemeldet sei. Mitsamt Meldebestätigungen aus Wien und Scheidungsurkunde von März 2009 haben wir keinerlei Schwierigkeiten gehabt, beim Standesamt in Wizebsk die Trauung vollstrecken zu lassen.

Dann kam im Nachhinein auch aber noch das Gute der EU für meine Frau: Sie ist nach Moskau gefahren (es gibt keine österr. Botschaft leider in Belarus, Moskau ist da zuständig) mit Nachtzug - und mit dem nächsten Nachtzug, weniger als 20 Stunden nach Ankunft in Moskau, inkl. Einreisevisum nach Österreich im Reisepass zurück nach Wizebsk gefahren - da ich als EU-Bürger im EU-Ausland tätig bin. Gleichzeitig war nämlich meine Frau mit einer anderen Weißrussin in der Botschaft, die einem Österreicher geheiratet hatte - und sie hatte zirka drei Monate auf ihr Visum warten müssen.

Nebenbei noch: Das Gespräch auf dem Standesamt hat uns vor einem Dolmetscher bewahrt, als ich selbst - ohne Hilfe der Zukünftigen - die Dame habe erklären können, warum meine niederländische Nachname auf Geburtsurkunde als "W" statt "V" angegeben wird (habe eine Nachname, die 90% der niederländischen Variationen mit "V" am Anfang entspricht ;-)

 

  • GeraldM
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3 Monate 3 Tage her #6246 von GeraldM
Hallo,

gestern Abend hatte ich mich kurz gefasst weil ich keine Romane schreiben wollte. Ich hatte beim Standesamt nach einem Ehefähigkeitszeugnis gefragt. Die Frage wurde mit "Wo wollen Sie denn heiraten?" beantwortet. Ich sagte in Belarus. Sie sagte mir (leider nur mündlich) Stand aktuell, für Belarus benötigen Sie eine Geburtsurkunde etc. (siehe zuvor). Die Dolmetscherin die meine Dokumente übersetzen sollte verweigerte dies um Schaden abzuwenden mit dem Hinweis, dass Sie diese Tätigkeit seit 18 Jahren macht. Beim Standesamt in Brest haben wir uns ein Ehefähigkeitszeugnis zeigen lassen. Mit meinen noch 58 Jahren war ich nie verheiratet. Mitte Januar flog ich zurück nach Hannover und meine (damals) Verlobte musste viele Unterlagen (Geburtsurkunde, Meldebescheinigung, Heirats - und Trennungsurkunde, Urteil dazu, und anderes zusammen tragen und mit einer Apostille versehen. Als dann der Brief kam habe ich hier nach einem bei Gericht zugelassenen und vereidigten Dolmetscher gesucht. Manche habe ich nicht verstanden und frage mich wie diese übersetzen wollen. Wieder andere hatten Preise jenseits von gut und böse. Aber dann ging alles gut und schnell. Was mich aber wundert ist das ich bis Anfang April gedacht habe das es bei einem Ehefähigkeitszeugnis um meine Person geht. Aber ich brauchte lediglich eine Geburtsurkunde und die Meldebescheinigung. Warum die Dokumente meiner Frau aus dem weißrussischen erst ins deutsche übersetzt werden müssen um dann 5 Minuten in Augenschein genommen werden um dann in Belarus zu Heiraten ist sehr verwirrend. Wer ähnliche Probleme hat könnte auch in Dänemark heiraten. Aber Dänemark hat die Voraussetzungen verschärft. In jedem Fall muss der >Partner aus Belarus ein A1 Zertifikat haben, sonst gibt es kein OK der Ausländer Behörde. Auch wenn ich mich mit meiner Frau auf russisch unterhalten kann.

Liebe Grüße

Gerald

 

  • Marco
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3 Monate 12 Stunden her - 3 Monate 12 Stunden her #6249 von Marco
Naja du bist da halt ein wenig blauäugig rangegangen. Man muss sich halt die Infos von den entsprechenden Stellen holen, was die haben wollen und sich von Besserwissern bei anderen Stellen, die eigentlich nichts damit zu tun haben,nicht in Bockshorn jagen lassen. Internetrechereche hilft da ganz gut. Bei uns wollten auch die weißrussischen Übersetzer die Übersetzungen für das deutsche Standesamt machen nach dem MOtto die werden akzeptiert, wo ich schnell abgewunken habe, Zudem sind vereidigte Übersetzungen in Deutschland auch billig zu haben, wenn man nur entsprechend sucht. Übersetgzungbüro vor Ort wollte das 5-10 fache haben, was meine vereidigte Übersetzerin aus dem Internet haben wollte, die das als Nebenberuf wohl macht. Und die Dokumente müssen halt übersetzt werden, da Amtsprache Deutsch und nicht Russisch ist. Klar das Überprüfen der Dokumente dauert nicht lange, ist aber notwendig, um die Ehefähigkeit zu bescheinigen.

Und du wirfst auch einiges bei der Heirat in Dänemark durcheinander. Dänemark hat nicht die Voraussetzungen verschärft. Heiraten kann jeder wie er lustig ist, da quatscht der Staat einem nicht rein. Aber DEUTSCHLAND (und nicht Dänemark) verlangt einen Sprachnachweis A1, wenn der Ehepartner dauerhaft in Deutschland leben soll. Zudem muss man nach einer Heirat zurück ins Heimatland um dort ein Visum zur Familienzusammenführung zu beantragen. Das wurde so höchstrichterlich entschieden. Ausnahmen sind meist Kulanz der Ausländerbehörde oder der ausländische Ehepartner schon eine Aufenthaltserlaubnis aus einem anderen Grund hat oder er/sie kann visafrei nach D kommen.
Letzte Änderung: 3 Monate 12 Stunden her von Marco.

 

  • Belarus.Andreas
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3 Monate 3 Stunden her - 2 Monate 4 Wochen her #6250 von Belarus.Andreas
Nur mal kurz dazwischen geworfen ...
@Marco

Zudem sind vereidigte Übersetzungen in Deutschland auch billig zu haben, wenn man nur entsprechend sucht.

Bringt Dir und auch niemand anderen etwas, wenn Du dieses auch durch einen "staatlichen Deutschen Übersetzer" übersetzen lässt (sei auch mit Beglaubigung und Apostille) und Du in Belarus damit rein gar nichts anfangen kannst, außer es in die Tonne zu werfen! Kurzum: In Belarus werden nur Dokumente anerkannt die durch einen Belarussische Übersetzer übersetzt und durch einen Notar beglaubigt wurden!!! Nur ein Rat meinerseits ... U+1F609 U+1F60A

Zum Heiraten erforderliche Dokumente:
- Deutscher Reisepass
- Übersetzung des Deutschen Reisepasses (Übersetzung durch Belarussischen Übersetzer einschließlich Beglaubigung eines Notars)
- Ehefähigkeitszeugnis
- eine Frau U+1F604

Vor einigen Jahren (war bei mir so gewesen) konnte man das Ehefähigkeitszeugnis noch umgehen, aber dieses ist derweil selbst in kleineren Städten nicht mehr möglich, so dass explizit ein Ehefähigkeitszeugnis verlangt wird. Sollte man jedoch einen ständigen Wohnsitz in Belarus haben und kann mit seinen Reisepass beweisen, dass man seit der letzten Einreise nicht mehr ausgereist ist (würde ja vermerkt werden) und zudem mit einer "Erweiterten Meldebescheinigung" oder aber ein Schriftstück "Bescheinigung zur Vorlage beim Standesamt" (stellt ebenfalls die Meldebehörde aus), in welchen hervor geht, dass man selbst aktuell ledig ist, dann könnte (muss aber nicht) dies ebenfalls beim Standesamt ausreichen. Dies wäre bei mir hier in Pruzhany der Fall, aber bedeutet nicht, dass dies auch überall der Fall ist oder wäre!

Gruss,
Andreas
Letzte Änderung: 2 Monate 4 Wochen her von Belarus.Andreas.

 

  • Marco
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2 Monate 3 Wochen her - 2 Monate 3 Wochen her #6258 von Marco

Belarus.Andreas schrieb: Nur mal kurz dazwischen geworfen ...
@Marco

Zudem sind vereidigte Übersetzungen in Deutschland auch billig zu haben, wenn man nur entsprechend sucht.

Bringt Dir und auch niemand anderen etwas, wenn Du dieses auch durch einen "staatlichen Deutschen Übersetzer" übersetzen lässt (sei auch mit Beglaubigung und Apostille) und Du in Belarus damit rein gar nichts anfangen kannst, außer es in die Tonne zu werfen! Kurzum: In Belarus werden nur Dokumente anerkannt die durch einen Belarussische Übersetzer übersetzt und durch einen Notar beglaubigt wurden!!! Nur ein Rat meinerseits ... U+1F609 U+1F60A

Dann lies mal genau was ich geschreiben habe. Ich habe gesagt, dass ich eine vereidigte Übersetzerin in Deutschland angeheuert habe um die Dokumente zu übersetzen, die das Standesamt in D haben will, damit sie das Ehefähigkeitszeugnis ausstellt. Ich habe nicht von Übersetzungen für Belarus geredet. Mein Vorredner hat sich ja beklagt, dass die Übersetzungen RU --> D für das STandesamt in D zu teuer waren und darauf habe ich geantwortet.

Generell gilt, immer die Dokumente in dem Land übersetzen lassen, in dem eine Behörde ein entsprechendes Dokument haben will
Letzte Änderung: 2 Monate 3 Wochen her von Marco.