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Tschernobyl: Schutzhülle droht Baustopp

Der Bau des neuen Stahl-Sarkophags über den 1986 zerstörten Atomreaktor in Tschernobyl droht wegen Geldmangels zu scheitern. Die bislang für den Bau bereitgestellten Mittel gehen offenbar schon bald zu Ende, es besteht der Nachrichtenagentur dpa zufolge ein Finanzierungsdefizit von 615 Millionen Euro.

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa und es kam zu beispiellosen Schäden bei Mensch und Umwelt. Fast ein Viertel des Territoriums der Republik Belarus wurde verseucht.

Im Jahr 1997 hatten die sieben führenden westlichen Industriestaaten den Aufbau eines Fonds vereinbart, um einen Sarkophag für den zerstörten Reaktorblock zu finanzieren. Da der bisherige Betonschutz brüchig ist, wird zum dauerhaften Schutz vor hoch radioaktiver Strahlung eine riesige neue Stahlhülle gebaut, die etwa zur Hälfte fertig ist. Die Schutzhülle soll am Ende 42.000 Quadratmeter groß sein. Allerdings werden die bisher zur Verfügung gestellten Mittel voraussichtlich Ende 2014 aufgebraucht sein.

Ohne finanzielle Hilfe der G7-Staaten droht ein Baustopp. Der Bundesregierung kommt im Rahmen ihrer G7-Präsidentschaft eine Schlüsselrolle zu. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace mahnte eine rasche Lösung an. Es wäre unverantwortlich, wenn der Bau abgebrochen werden müsste.

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Mosyr antwortete auf das Thema: #1987 4 Jahre 6 Monate her
Das ist keine gute Nachricht. Wo kommt diese Nachricht her wenn man fragen darf? Hat sich erledigt, hatte den Hinweis mehr lesen
übersehen. Ich habe im Hinterkopf, eine Französische sollte doch die Arbeiten ausführen? Gibt es ein statement der Bundesregierung zum Sachverhalt, hat da jemand eine Peilung?
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MH antwortete auf das Thema: #1988 4 Jahre 6 Monate her

Mosyr schrieb: Gibt es ein statement der Bundesregierung zum Sachverhalt, hat da jemand eine Peilung?


Ja, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte laut dpa: "Die Fertigstellung der neuen Schutzhülle für den Sarkophag ist unabdingbar, um den havarierten Reaktor sicher zu umschließen und seinen Abbau zu ermöglichen." Zugleich sei dies die Voraussetzung, um die Region Tschernobyl in einen ökologisch sicheren Zustand zu bringen. Die Bundesregierung werde sich im Rahmen ihrer G7-Präsidentschaft dafür einsetzen, "dass die Finanzierungslücke für dieses Projekt von den Geberländern gemeinsam geschlossen wird".
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Hanie antwortete auf das Thema: #1991 4 Jahre 6 Monate her
Na dann zahlen wir eben auch noch die über 600 Mio. € für die Fertigstellung des Sarkofaks im AKW Tschernobyl. Sarkofak kommt übrigens von griechisch σαρκοφάγος, „Fleisch verzehrend“.

Deutsches Geld verzehrend wäre auch passend.
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Nico antwortete auf das Thema: #1992 4 Jahre 6 Monate her
Genau Hanie, was kümmert uns so ein olles Kernkraftwerk irgendwo im Nirgendwo…..

Deine Sowjet.. äh Russland wird es schon richten, ist eh gerade aus humanitären Gründen in der Ukraine unterwegs.

Der Westen soll sich schließlich nicht überall einmischen, gelle?

:pinch:
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Hanie antwortete auf das Thema: #1993 4 Jahre 6 Monate her
meinetwegen können sie die Nazis aus Kiew da verheizen , aber bitte nicht Deutsche Steuergelder
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Nico antwortete auf das Thema: #1996 4 Jahre 6 Monate her
Hoffe deine Freunde bringen dir mal frisch gepflückte Pilze aus Gomel mit, würde passen. Приятного аппетита!
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Mosyr antwortete auf das Thema: #1999 4 Jahre 6 Monate her
Pilze aus BY gibt es in der Metro (Großhandelskette in D), habe ich jedenfalls gesehen. Ob nun aus Gomel, Narowlja, Elbsk oder anderswo, Stellen gibt es genug habe ich nicht geprüft! B) Lecker Austerlinge und Pfifferlinge sind zu haben.

Zum Ernst der Lage zurück, ohne Hilfe kann BY das Thema nicht stemmen und die Weltgemeinschaft zu der ich auch unser aller Heimatland hier zähle, kann und wird da sicher seinen Anteil tragen. Sicherheit in Tschernobyl geht uns alle an, auch wenn das seit einiger Zeit aus den Köpfen mehr und mehr verdrängt wird.
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Hanie antwortete auf das Thema: #2000 4 Jahre 6 Monate her
an den Sarkofak werden schon Reisegruppen mit Bussen hingefahren , ist nicht mehr weiter schädlich :laugh:
wer weiss woher die Blaubeeren kommen die in Minsk auf dem Kamerowka Markt angeboten werden ,
werden nicht mehr schädlich sein als das bestrahlte Gemüse aus der EU
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Hanie antwortete auf das Thema: #2001 4 Jahre 6 Monate her
Ein Glück: , Krimsekt wenigstens gehört nicht mehr zu den "ukrainischen" Waren , der wird jetzt aus Russland geliefert, und wenn man Sanktionen macht, geht er eben nach China oder Brasilien...
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Mosyr antwortete auf das Thema: #2002 4 Jahre 6 Monate her
Na ohne Krimsekt gehts auch, ich persönlich bevorzuge da sowie Sowjetskoje Champanskoje aus BY ;)
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MH antwortete auf das Thema: #2003 4 Jahre 6 Monate her

Mosyr schrieb: Na ohne Krimsekt gehts auch, ich persönlich bevorzuge da sowie Sowjetskoje Champanskoje aus BY ;)


Davon haben wir uns zuletzt auch drei Flaschen mitgenommen, da ich den ab und zu auch gerne trinke.

Ich bin übrigens froh und weiß jetzt scheinbar auch warum, keine Pilze zu mögen... ;)

Aber zurück zum Thema: Ich denke und hoffe, dass die G7 einen Weg finden wird, die restlichen Bauarbeiten zu finanzieren. Es wäre fatal und unverantwortlich, wenn der Bau tatsächlich abgebrochen werden müsste.