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Wohnimmobilien-Leasing: Einführung geplant

Wie die Nachrichtenagentur BelTA mitteilt, plant Belarus einen Gesetzesentwurf, in dem das Leasen von Wohnimmobilien erlaubt werden soll. Damit soll eine Alternative zum Kauf einer Wohnung eingeführt und insbesondere Bedürftigen eine eigene Wohnung ermöglicht werden.

Der Gesetzentwurf soll eine Norm enthalten, die es allen Bürgern der Republik Belarus erlaubt, neben Wohnräumen auch Autos, Haushaltsgeräte usw. in Leasing zu nehmen. Bisher ist dies nur natürlichen Personen mit Unternehmerstatus erlaubt.

Nun sollen Leasingnehmer eine Immobilie zur Nutzung über einen vertraglich festgelegten Zeitraum überlassen bekommen können. Während dieser Vertragslaufzeit zahlt der Leasingnehmer nach Zahlung einer Anfangsrate in Höhe von 25 bis 30 Prozent eine monatliche Leasingrate an den Leasinggeber, der für diese Dauer der Eigentümer der Immobilie bleibt. Nach Ablauf des Leasingvertrags und der Zahlung einer eventuell vereinbarten Schlussrate geht die Immobilie in das Eigentum des Leasingnehmers über. Der Leasinggeber darf als Eigentümer die Immobilie als Beleihungsobjekt bzw. als dingliche Sicherheit für eine Immobilienfinanzierung nutzen.

Als Leasinggeber dürfen laut Wladimir Schitko, Vizevorsitzender des Ständigen Ausschusses der Repräsentantenkammer der Nationalversammlung, lizenzierte Leasingorganisationen und Unternehmen auftreten, aber auch juristische Personen und Einzelunternehmer. Das Leasing-Modell soll auch die Banken entlasten, da mit dem Leasing eine Alternative zu Kredit-Verträgen geschaffen werde.

Der Gesetzentwurf wurde in Anlehnung an den Präsidialerlass Nr.99 vom 25. Februar 2014 „Über die Regelung der Leasingtätigkeit“ entwickelt und soll in der Herbstsitzung des Parlaments beraten werden.

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