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Wachstum: Region Mogiljow in der Kritik

Der weißrussischen Nachrichtenagentur BelTA zufolge hat sich Präsident Alexander Lukaschenko während einer Arbeitsreise durch das Gebiet Mogiljow deutlich unzufrieden mit dem Wachstumstempo in der Region gezeigt.

Die Lage in der Region sei laut dem Staatschef besorgniserregend und nicht erfreulich. Auf Warnzeichen, die aus staatlichen und unabhängigen Medien hervorgehen, müsse scharf reagiert werden, sagte Lukaschenko.

So habe das Bruttoregionalprodukt in den ersten neun Monaten im aktuellen Jahr BYR 39,3 Billionen betragen. Das sind 96,8 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Die Industriebetriebe stellten Erzeugnisse im Wert von BYR 44 Billionen her. Zum 1. Oktober haben Industriebetriebe Fertigproduktion im Wert von BYR 3 Billionen gelagert, das sind 72 Prozent des durchschnittlichen Produktionsvolumens. In den Monaten Januar bis September haben regionale Betriebe Waren im Wert von USD 1,757 Milliarden exportiert, das sind 94 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Die Prognose für Januar bis September 2014 lag bei 110%. „Das ist ein Rückschlag“, stellte der Präsident fest.

Auch haben die regionalen Betriebe in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 Waren im Wert von USD 1,237 Milliarden importiert. Das sind zehn Prozent weniger als 2013. Der positive Außenhandelssaldo machte 500.000 USD aus.

Aus diesem Grund hat Lukaschenko, der für das schwache Wachstum die mangelhafte Kaderpolitik des Gebietsgouverneurs verantwortlich macht, dem Gouverneur von Mogiljow Pjotr Rudnik bis zum 15. November die volle Entscheidungs- und Handlungsfreiheit über sämtliche Personalfragen überlassen. Rudnik dürfe alle Untergeordneten, Vizeleiter, Betriebsdirektoren, Leiter der Kolchosen und Landräte frei ersetzen.

„Im nächsten Jahr wird die Staatsführung eine Prüfung bestehen müssen. Und in Ihrer Region werden Menschen nicht bezahlt oder unterbezahlt. Alles ist verkrustet, die Ordnung fehlt, es gibt kein Vorwärtskommen. Mogiljow ist landesweit die schlechteste Gebietshauptstadt. Hier herrscht weitgehend Kaderflaute. Wir wollen nicht mehr von Prognosen hören. Wir wollen endlich Leistungen sehen“, sagte Lukaschenko in Richtung Gouverneur.

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