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Wegen russischen Rubel: Belarus wertet Währung ab

Weißrussland hat als Folge des rasanten Wertverlusts des russischen Rubel seine Währung am Montag um sieben Prozent zum Dollar abgewertet.

Mit diesem Schritt erhofft sich die Zentralbank in Minsk, die Lage des weißrussischen Finanzsystems zu normalisieren. Für Belarus ist Russland der wichtigste Handelspartner. Immerhin gehen mehr als die Hälfte der weißrussischen Exporte nach Russland. Deshalb bekommt Weißrussland die Finanzturbulenzen in Russland besonders zu spüren.

Präsident Alexander Lukaschenko hat aus diesem Grund schon im Dezember gefordert gehabt, Handelsgeschäfte mit dem Nachbarstaat nicht mehr in der russischen Landeswährung, sondern in Euro oder Dollar abzurechnen. Als Präventivmaßnahme wurde eine Devisensteuer in Höhe von 30 Prozent eingeführt, die zunächst bis zum 1. Februar Bestand haben sollte, jedoch inzwischen auf zehn Prozent gesenkt wurde.

Die russische Währung hat 2014 zum Dollar 40 Prozent an Wert verloren. Russland leidet stark unter dem Preisverfall beim Erdöl sowie den vom Westen wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen.

Auch Turkmenistan musste reagieren und seine Währung um 19 Prozent zum Dollar abwerten.