Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

tagesspiegel.de - 28.04.2015 - Von Albrecht Meier

Bei den Verhandlungen in Minsk bereitete Weißrusslands Autokrat Lukaschenko eine Waffenruhe für die Ukraine vor. Jetzt käme er gerne zur EU. Doch Brüssel winkt ab.

Vom Alleinherrscher zum Friedensstifter – es war ein erstaunlicher Schritt, den Alexander Lukaschenko im vergangenen Februar vollzog. Im pompösen Präsidentenpalast von Minsk empfing „Europas letzter Diktator“ den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko, Kanzlerin Angela Merkel und den französischen Präsidenten François Hollande. Am Ende des Gesprächsmarathons wurde eine Waffenruhe für die Ukraine vereinbart. Beim Gruppenfoto auf dem spiegelnden Marmorboden des Minsker Palastes war auch Lukaschenko ganz selbstverständlich dabei.

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faz.net - 05.04.2015 - Von Felix Ackermann

Der Mathematiker Boris Kit, der am Montag 105 Jahre alt wird, ist der lebende Beweis dafür, wie kosmopolitisch Weißrussland einst war.

Das Altenzentrum der Jüdischen Gemeinde an der Bornheimer Landwehr in Frankfurt ist ein Stück Mitteleuropa. Nach dem Mittagessen plaudert die Warschauerin Zofia Skrzeszewska auf Polnisch mit Eliza Wysocka aus Lublin, während ihr Mann Romek, der 1920 in der Ukraine zur Welt kam, in der Zwischenzeit ein Nickerchen hält.

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spiegel.de - 04.04.2015

Der weißrussische Präsident Lukaschenko geht auf Distanz zu Wladimir Putin. "Es gibt Diktatoren, die schlimmer sind als ich." Grund für den Sinneswandel: der Ukraine-Konflikt.

Sein autoritärer Regierungsstil hat dem weißrussischen Präsidenten den Beinamen "Europas letzter Diktator" eingebracht. Alexander Lukaschenko ist seit 1994 an der Macht und damit Europas am längsten regierendes Staatsoberhaupt. Wenn er wählen lässt, gewinnt er - offiziell - haushoch.

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wirtschaftsblatt.at - 03.04.2015 - Von André Kühnlenz

Diplomatisch distanziert sich Weißrusslands Präsident gerne einmal von seinem großen Nachbarn im Osten. Auf den Weltmärkten bestimmt die staatliche Belaruskali mittlerweile die Preise.

Minsk. In Weißrussland wachsen die Sorgen vor dem mächtigen Nachbarn im Osten. In einem Interview mit dem Nachrichtendienst Bloomberg hat der Präsident des Landes sich weit aus dem Fenster gelehnt. Alexander Lukaschenko, der im Westen Europas oft als letzter autoritärer Herrscher Europas bezeichnet wird, sagte nur halb ironisch: „Ich bin nicht mehr der letzte Diktator Europas. Es gibt Diktatoren, die ein bisschen schlechter sind als ich, nicht wahr? Ich bin jetzt schon das kleinere Übel.“

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kurier.at - 02.04.2015

Lukaschenko positioniert sich als Vermittler – der Ukraine-Krieg birgt für ihn aber Risiken.

Gespräche in Minsk, weißrussische Kämpfer in Schützengräben in der Ostukraine – der Krieg strahlt aus nach Weißrussland. Ein Land mit einer Führung, die kaum eines mehr fürchtet als Instabilität. In einem Interview mit Bloomberg sagte Präsident Alexander Lukaschenko jetzt: Ein Problem sei, dass die USA nicht offen involviert seien, er glaube, "ohne die Amerikaner kann es keine Stabilität in der Ukraine geben." Die kryptische Formel für eine Einladung? Der Krieg hat ihm, dem von EU und USA geächteten Autokraten, jedenfalls eine nie gewesene Bühne geboten – eine mit Risiken.

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derwesten.de - 31.03.2015 - Von Michael Alexander

Kreis Olpe. Seit vielen Jahren setzt er sich unermüdlich für Menschen in Weißrussland ein, die von der Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl betroffen sind: Gerhard Kramer aus Finnentrop. Dafür, aber auch für sein beispielhaftes Engagement auf anderen Gebieten, hat Bundespräsident Joachim Gauck dem 68-Jährigen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

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topagrar.com - 25.03.2015 - Von Regina Kremling

Weißrussland darf in diesem Jahr wieder mehr Fleisch und Milchprodukte nach Russland liefern. Die Leitungsgremien der Landwirtschaftsministerien beider Länder haben sich vergangene Woche in Minsk auf eine entsprechende Erhöhung der Exportkontingente geeinigt. Um die Aufstockung der Liefermengen habe Russland gebeten, berichtete Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorow nach der Sitzung.

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freitag.de - 25.03.2015 - Von Lutz Herden

Identitätskrise Die überstürzte Abwicklung der Sowjetunion Ende 1991 lässt die Nachfolgestaaten bis heute nicht zur Ruhe kommen

Handelte es sich bei der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) zuletzt nur noch um einen morbiden Anachronismus – war der Flug in Flamme das Beste, was ihr passieren konnte? Die seit 1985 regierenden Reformer um Michail Gorbatschow hielten den Sowjetstaat für reformbedürftig und reformwürdig zugleich. Ihnen schwebte eine erneuerte Union vor, die statt der zentralstaatlichen auf föderative Strukturen setzte, demokratisiert war, indem sie den 15 Sowjetrepubliken mehr Souveränität einräumte, und statt der Plan- eine sozialistische Marktwirtschaft förderte.

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welt.de - 20.03.2015

Nach der Ankündigung der EU, die Sanktionen zu verlängern, orientiert sich Russland wirtschaftlich gen Osten: Präsident Putin zieht eine gemeinsame Währung mit Weißrussland und Kasachstan in Erwägung.

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domradio.de - 19.03.2015

Weißrusslands Staatschef Lukaschenko, international isoliert, kann auf eine Audienz bei Papst Franziskus hoffen. Die weißrussische Opposition kritisiert das.

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