Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

nzz.ch - 04.05.2015

Die Lage Weissrusslands im Kreuzungsbereich fremder Mächte war immer schon prekär. 1991 unabhängig geworden, sucht man Halt im Autoritarismus. Liberale Reformen sind nicht in Sicht.

Der Streik in den Markthallen von Witebsk – das ist Abwesenheit, Leere. Das sind Gänge ohne Waren, ohne Händler, mit weissen Rollladen vor den Verkaufsständen. Das sind ein paar Streikbrecher, die sich schämen, und die Festangestellten der staatseigenen Geschäfte, die trotz dem Streik der Gewerbetreibenden weiterhin ihre Produkte feilbieten.

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sueddeutsche.de - 04.05.2015

Die Bundesregierung entschuldigt sich bei Weißrussland für die Morde von Wehrmacht und SS. Ihnen fielen im Land 2,5 Millionen Menschen zum Opfer.

Der für Weißrussland zuständige Koordinator der Bundesregierung, Gernot Erler, hat in Minsk offiziell um Entschuldigung für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg gebeten. Der SPD-Politiker sagte am Montag in der Hauptstadt: "Im Namen der Bundesregierung und auch persönlich bitte ich um Vergebung für die von Deutschen in Belarus begangenen Verbrechen und verneige mich vor den Opfern." In Weißrussland hätten die deutschen Besatzer etwa 2,5 Millionen Menschen und damit "mehr als ein Viertel" der Bevölkerung des Landes ermordet.

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tagesspiegel.de - 04.05.2015 - Von Birgit Rieger

Fremde Nähe: Die Ausstellung "Geniale Dilletanten" stellt die westdeutsche Subkultur der 80er Jahre vor - ausgerechnet in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

„Sonnenstadt der Träume“ nennt der Künstler Artur Klinau die belarussische Hauptstadt Minsk in seinem 2006 erschienen gleichnamigen Roman. Die meisten Westeuropäer haben Weißrussland allerdings eher als finstere Diktatur abgespeichert. Ende April jedenfalls hatten die Bewohner der Sonnenstadt zwei Tage frei, eine Art Allerheiligen-Fest, die Menschen tragen noch dicke Mäntel beim Besuch der Gräber ihrer Verstorbenen. Am nächsten Tag laufen die Minsker Frauen, die Orchideen, wie Klinau sie in seinem Buch nennt, mit Sonnenbrillen im Haar durch die breiten Straßen. In Minsk ist der Frühling ausgebrochen. Ganz plötzlich. Willkürliche Wechsel sind durchaus typisch für das Land, das seit 1994 von Präsident Alexander Lukaschenko regiert wird.

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kleinezeitung.at - 04.05.2015

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko ortet eine Verbesserung der Beziehungen seines Landes zum Westen - wörtlich sprach er von einer "Erwärmung". Er möchte, dass Österreich und der Westen "eine neue Sicht auf Weißrussland bekommen", ergänzte er am Montag bei einem Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) in Minsk. Den Besuch Kurz' nannte Lukaschenko einen "wichtigen Meilenstein".

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tt.com - 04.05.2015

Minsk/Wien (APA) - Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) will mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko über die Todesstrafe sprechen. Es gehe ihm um ein „klares Einfordern von Menschenrechten“ und ein „Ende der Todesstrafe“, sagte Kurz vor dem Treffen am Montag gegenüber Journalisten in Minsk. Weißrussland ist das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch vollstreckt wird.

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tt.com - 04.05.2015

Minsk/Wien (APA) - Weißrussland ist offenbar zu Zugeständnissen im Bereich der Menschenrechte bereit. Außenminister Wladimir Makej antwortete am Montag diplomatisch auf die Journalistenfrage, ob Minsk willens sei, die Forderungen der EU nach Freilassung politischer Gefangener und einem Ende der Todesstrafe zu erfüllen: „Wir sind bereit, konkrete Schritte zu setzen.“

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pesterlloyd.net - 29.04.2015

Weißrussland "zählt auf Ungarns Unterstützung beim Dialog mit der EU", sagte der weißrussiche Premier Andrej Kobjakow beim Treffen mit Ungarns Außenminister Péter Szijjártó am Mittwoch in Minsk. Ungarn habe schon klar gemacht, dass es Sanktionen nicht als geeignetes Instrument der Konfliktbewältigung sieht. Desweiteren solle das bisher bei jährlich 280 Mio. USD liegende Handelsvolumen massiv ausgeweitet werden. Dabei will sich Weißrussland die ungarische Strategie der "Ostöffnung" als Beispiel nehmen. Kobjakow begrüßte Premier Orbáns "Interesse an einem Besuch in unserem Land."

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noz.de - 30.04.2015

Salzbergen. Mit mehr als 13 Tonnen Hilfsgütern ist jetzt der vierte Hilfstransport des noch jungen Vereins, „Chance auf Leben“ aus Salzbergen nach Gomel in Weißrussland aufgebrochen.

Die Region um Gomel im südöstlichen Teil des Landes sei durch den Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahre 1986 sehr stark radioaktiv belastet worden, heißt es in einer Mitteilung.

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tagesspiegel.de - 28.04.2015 - Von Albrecht Meier

Bei den Verhandlungen in Minsk bereitete Weißrusslands Autokrat Lukaschenko eine Waffenruhe für die Ukraine vor. Jetzt käme er gerne zur EU. Doch Brüssel winkt ab.

Vom Alleinherrscher zum Friedensstifter – es war ein erstaunlicher Schritt, den Alexander Lukaschenko im vergangenen Februar vollzog. Im pompösen Präsidentenpalast von Minsk empfing „Europas letzter Diktator“ den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko, Kanzlerin Angela Merkel und den französischen Präsidenten François Hollande. Am Ende des Gesprächsmarathons wurde eine Waffenruhe für die Ukraine vereinbart. Beim Gruppenfoto auf dem spiegelnden Marmorboden des Minsker Palastes war auch Lukaschenko ganz selbstverständlich dabei.

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faz.net - 05.04.2015 - Von Felix Ackermann

Der Mathematiker Boris Kit, der am Montag 105 Jahre alt wird, ist der lebende Beweis dafür, wie kosmopolitisch Weißrussland einst war.

Das Altenzentrum der Jüdischen Gemeinde an der Bornheimer Landwehr in Frankfurt ist ein Stück Mitteleuropa. Nach dem Mittagessen plaudert die Warschauerin Zofia Skrzeszewska auf Polnisch mit Eliza Wysocka aus Lublin, während ihr Mann Romek, der 1920 in der Ukraine zur Welt kam, in der Zwischenzeit ein Nickerchen hält.

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