Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

zeit.de - 24.08.2015 - Von Simone Brunner

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am Wochenende sechs politische Gefangene freigelassen. Tauwetter oder Kalkül vor den Präsidentschaftswahlen?

Als der Kleinbus am Samstagabend kurz nach 22 Uhr auf dem Minsker Ost-Busbahnhof einbiegt, wird er sogleich von Jubelchören umschlossen. "Zhywe Belarus!" – "Es lebe Belarus!" Die Schlachtrufe der belarussischen Opposition hallen durch den Minsker Nachthimmel. "Es lebe Belarus!", gibt Nikolai Statkewitsch mit erhobener Faust zurück, kaum dem Kleinbus entstiegen.

mehr...

bernerzeitung.ch - 09.08.2015 - Von Andreas Saurer

Lenin vor dem Parlament und Stadler Rail auf der Schiene: Eine skurrile Zeitreise nach Weissrussland – in das unbekannte Land am Rande Europas, wo Aleksandr Lukaschenka seit 21 Jahren die Fäden zieht.

Wo ein Glas Wein 60'000 oder 90'000 kostet und ein anständiges Mahl zu zweit rasch 500'000, ist fast jeder Millionär. Für 100 Euro bekommt man derzeit in der weissrussischen Hauptstadt Minsk über 1,7 Millionen weissrussische Rubel. Doch weit kommt der einheimische Durchschnittsmillionär damit nicht. Das liegt an den Löhnen, die umgerechnet bei 200 bis 400 Euro liegen. Das reicht für die Wohnungsmiete oder für einen Mantel. Weit aber kommt er auch wegen der Isoliertheit seiner Heimat am Rande Europas nicht.

mehr...

deutschlandradiokultur.de - 05.08.2015 - Von Sabine Adler

In Weißrussland hat der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl am 11. Oktober begonnen. Doch was aussieht wie lebendiger Wahlkampf, ist eine Farce. Amtsinhaber Lukaschenko spielen die Ereignisse in der Ukraine in die Hände. Sie haben die Menschen in Weißrussland nicht ermutigt, selbst einen Wandel zu wagen.

Vor einem Supermarkt in einem Minsker Wohnviertel wehen die Fahnen verschiedener weißrussischer Parteien. An Klapptischen sollen Passanten ihre Unterschrift geben für den Bewerber ihrer Wahl. Die ehemalige Buchhalterin Berta Äppelbaum ist unentschieden, Lukaschenko soll es nicht mehr sein, aber noch wichtiger ist ihr, dass es keinen Maidan gibt. So etwas wolle niemand, sagt sie. Am Stand bricht ein kurzer Streit aus: Wofür Weißrussland überhaupt einen eigenen Präsidenten brauche. "Wenn sie keinen wollen, gehen sie doch gleich nach Russland!", lautete die Antwort. Die Architektin Olena hofft, dass sie in ihrem Leben noch einmal einen anderen Präsidenten als Alexander Lukaschenko erlebt, denn der sei ein Bandit. Sie ärgert, dass die Leute so passiv sind.

mehr...

deutschlandfunk.de - 04.08.2015 - Von Sabine Adler

Mikalaj Statkewitsch ist der prominenteste weißrussische Oppositionelle und Häftling. Seine Frau kämpft dafür, dass er bei den Präsidentschaftswahlen am 11. Oktober antreten kann. Bislang vergeblich. Und es gibt wenig Hoffnung, dass sich das unter der Herrschaft von Präsident Alexander Lukaschenko ändert. Für den ist die Opposition inzwischen das kleinere Problem.

"Wir bilden eine Verhandlungsgruppe, um mit der Regierung über faire Neuwahlen zu reden ohne Lukaschenko." Der 19. Dezember 2010 war der letzte Tag in Freiheit für Mikalaj [Russisch: Nikolai] Statkewitsch. Nach seinem Aufruf zu einer erneuten Abstimmung, allerdings ohne den Amtsinhaber Lukaschenko, wurde er verhaftet. Mit ihm alle anderen Oppositionskandidaten und weit über tausend Demonstranten. Statkewitsch hatte den autoritären Herrscher, der ein weiteres Mal das Resultat der Präsidentschaftswahl fälschen ließ, schon im Wahlkampf das Fürchten gelehrt. Zum Beispiel bei seinen Auftritten im Fernsehen: "Unser Volk wird nicht in Wohlstand und Würde leben, wenn es nicht die erniedrigende Situation beendet, wo ein Flegel an der Spitze alle anderen terrorisiert und alle einander terrorisieren."

mehr...

n-tv.de - 24.07.2015

Gérard Depardieu pflegt einen zweifelhaften Freundeskreis. Nun gesellt sich zu Kreml-Chef Putin auch Weißrusslands Präsident Lukaschenko. Der Diktator zeigt dem Schauspieler bei einem Besuch erstmal, wie man eine Wiese richtig beackert.

Der französische Schauspieler Gérard Depardieu ist neben seinen Filmen vor allem für seine umstrittene politische Einstellung bekannt. Zu seinen Freunden zählt er unter anderem den russischen Präsidenten Wladimir Putin und nun auch dessen weißrussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko, den Kritiker als "den letzten Dikator Europas" bezeichnen.

mehr...

neues-deutschland.de - 24.07.2015 - Von David X. Noack

Belarus versucht sich außenpolitisch neu zu orientieren

Angesichts derzeitiger (Wirtschafts-)Krisen erweist sich die enge Bindung Belarus an die Ukraine und Russland als problematisch. Entsprechend versucht die Regierung ihre Kontakte sowohl in Richtung EU/USA als auch China auszubauen.

mehr...

handelsblatt.com - 18.07.2015

20 Jahre an der Macht sind nicht genug: Amtsinhaber Alexander Lukaschenko tritt erneut als Kandidat zur Präsidentschaftswahl in Weißrussland an. Er gilt als der letzte Diktator Europas.

MinskEin Dutzend Bewerber haben ihre Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl in Weißrussland im November erklärt; darunter auch der autoritäre Amtsinhaber Alexander Lukaschenko. Zweifel, dass die Wahl mit rechten Dingen ablaufen wird, lässt die Erfahrung aus der Vergangenheit aufkommen.

mehr...

svz.de - 09.07.2015

Pauline Hegner aus Muchow sucht Förderer für ihre Teilnahme am Hilfsprojekt

Pauline Hegner ist 18, hat gerade ihr Abitur am Ludwigsluster Goethe-Gymnasium gemacht und schickt sich nun an, die Welt zu entdecken. Bevor die junge Frau ihr Studium antritt, geht sie ein Jahr nach Weißrussland. In der Hauptstadt Minsk wird Pauline Hegner in einem Kinderhospiz arbeiten. Das ist etwas anders ausgerichtet als in Deutschland. Dort werden schwer kranke Kinder zu Hause in deren Familien betreut. Besuchen und wo nötig Unterstützen ist angesagt. Das Minsker Kinderhospiz, gegründet 1994, betreut rund 90 Familien. Daneben nimmt die Muchowerin ein bis zwei Stunden pro Woche Russischunterricht. Die Sprache des großen östlichen Nachbarn beherrschen die meisten in der ehemaligen Sowjetrepublik. „Die weißrussische Sprache ist mehr wie ein Dialekt“, weiß Pauline Hegner bereits.

mehr...

dw.com - 01.07.2015 - Von Galina Petrowskaja / Markian Ostaptschuk

Als Reaktion auf eine Verstärkung der NATO-Präsenz in Osteuropa könnte Moskau seine Militärpräsenz in Weißrussland ausbauen. Doch im Fall einer Konfrontation hätte Minsk viel zu verlieren, warnen Experten.

Weißrussland wurde schon mehrmals von Vertretern des russischen Verteidigungsministeriums als militärischer Brückenkopf bezeichnet. Im Zusammenhang mit der Verlegung von schwerem Militärgerät durch die NATO nach Osteuropa und ins Baltikum erklärte General Juri Jakubow, dass es "wesentliche Änderungen bei der Gruppe der russischen Truppen in Weißrussland" geben werde. In einigen Berichten russischer Medien wurden sogar "russische Raketenteile" erwähnt, die sich angeblich auf weißrussischem Boden befinden.

mehr...

shz.de - 13.06.2015

Zum 25. Mal betreuen Geltinger Helfer Jugendliche aus Weißrussland.

Zwei Tage und eine Nacht hat die Busfahrt von Kalinkowitschi nach Gelting gedauert. Inzwischen haben die neun Kinder aus Weißrussland die Müdigkeit überwunden. Tanja Kowalenko aus dem Dorf Duditschi ist mit zehn Jahren die Jüngste der Gruppe, die jetzt fast einen Monat lang vom Ostangelner Verein „Kinder von Tschernobyl“ betreut wird. Zwei Jungen sind dabei: Kirill Vaskovzov (12) und Vlad Bibik (11). Am Begrüßungstag im evangelischen Gemeindehaus ließen sie nur ungern ihren Lederball aus der Hand.

mehr...