Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

ukraine-nachrichten.de - 13.03.2016 - Von Jekaterina Jerusalimskaja (Lewyj Bereg), Übersetzung: Anja Blume

Ungefähr ein halbes Jahr verbrachte der Belarusse Alexej Skoblja an der Front im Osten der Ukraine. Zuerst in einem ukrainischen Bataillon und nach der Gründung der taktischen Gruppe „Belarus“ versuchte er Schulter an Schulter mit seinen Landsleuten die ukrainische Erde von den russischen Separatisten zu befreien. Für die Entscheidung dem Nachbarvolk im Kampf gegen den „gemeinsamen Feind“ drohen Alexej in seiner Heimat bis zu sieben Jahre Freiheitsstrafe. Aber das hat den jungen Menschen nicht abgeschreckt. Nur, hier in der Ukraine ging es auch nicht ohne Enttäuschung ab.

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rbth.com - 29.02.2016 - Von Igor Rosin

Höhere Zinssätze und ein besserer Schutz der Einlagen bringen immer mehr Russen dazu, ihr Geld in Weißrussland anzulegen. Ganz risikofrei ist diese Strategie aber nicht.

Die Tochterfilialen der russischen Banken in Weißrussland verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Aktivitäten von Anlegern aus Russland. Diese legten dort ihr Geld in US-Dollar oder Euro an, meldet die Zeitung „Kommersant“. Sowohl Filialen der Alpha-Bank, Gazprombank als auch Sberbank berichten davon.

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welt.de - 16.02.2016 - Von Julia Smirnova

Die EU lockert die Sanktionen gegen Weißrussland. Die Opposition in Minsk kritisiert das scharf – denn Präsident Lukaschenko hat kaum eine Gegenleistung erbracht. Hat der Westen das Land aufgegeben?

Alexander Lukaschenko, der letzte Diktator Europas? So wird der weißrussische Präsident immer seltener bezeichnet. Im Vergleich zu Wladimir Putin erscheint Lukaschenko im Westen im Angesicht der Ukraine-Krise nun halb so schlimm. Am Montag beschloss die Europäische Union, die Sanktionen gegen Lukaschenko und seine Umgebung aufzuheben. Bereits nach den Präsidentenwahlen im vergangenen Oktober wurden sie zur Probe ausgesetzt. Jetzt steht endgültig fest, dass 170 weißrussische Beamte wieder in die EU einreisen dürfen, die Vermögenssperren gegen sie gelten auch nicht mehr. Die EU setzt auf eine Annäherung mit Minsk.

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welt.de - 16.02.2016 - Von Frank Nienhuysen

Die EU-Sanktionen gegen den Präsidenten enden. Das sehen Oppositionelle und Menschenrechtler kritisch.

Die Präsidentschaft ist Alexander Lukaschenko vorerst nicht zu nehmen, einen Titel aber ist er jetzt los: Als "letzten Diktator Europas" bezeichnet ihn im Westen kaum noch jemand. US-Präsident Barack Obama ließ sich mit Lukaschenko bei der UN-Vollversammlung bereits fotografieren, nun hat auch die Europäische Union einen großen Schritt auf den weißrussischen Staatschef zu gemacht. Die bereits für einige Monate ausgesetzten Sanktionen gegen Lukaschenko sowie 169 weitere Vertreter des Regimes laufen Ende des Monats endgültig aus, wie die EU am Montag beschloss. Lukaschenko ist damit keine Persona non grata mehr, darf frei einreisen und Konten führen.

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zeit.de - 16.02.2016 - Von Maryna Rakhlei

Die EU lässt die Sanktionen gegen Belarus fallen. Und zeigt so, wie illusionslos ihre Entscheidungsträger sind. Denn Reformen wird es unter Lukaschenko kaum geben.

Es war überraschend und doch auch nicht. Die EU-Außenminister haben beschlossen, die Reise- und Vermögenssperren gegen insgesamt 170 belarussische Beamte auslaufen zu lassen. In Kraft bleiben das Waffenembargo sowie die Sanktionen gegen vier Amtsträger, die mit dem Verschwinden von Oppositionellen in Verbindung gebracht werden.

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spiegel.de - 15.02.2016

Die EU hebt die Sanktionen gegen Weißrussland weitgehend auf - zur Freude der Regierung in Minsk. Außenminister Steinmeier sagt aber: Er wisse nicht, ob es eine wirkliche Annäherung geben könne.

Weißrussland hat das Ende der EU-Sanktionen als wichtige Etappe für eine Normalisierung der Beziehungen begrüßt. Damit könne die Zusammenarbeit qualitativ auf eine neue Ebene gestellt werden, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Dmitri Mirontschik, in Minsk mit.

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huffingtonpost.de - 12.02.2016 - Von Dr. Wolfgang Sender

Belarus? Kennt man kaum in Deutschland. Klingt nach Osten? Ja, schon. Aber wo liegt es genau? Polen, dann weiter rechts, noch ein Stück nach oben. Zwischen Litauen, Polen und Russland.

Weit weg von Deutschland und nicht wichtig? Nein: Es ist EU-Nachbar und liegt in einer für Europa sicherheitspolitisch wichtigen Region. Die mit kriegerischen Auseinandersetzungen konfrontierte Ukraine ist südlicher Nachbar von Belarus.

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wienerzeitung.at - 31.01.2016 - Von Gerhard Lechner

  • Der weißrussische Politologe Arseni Sivitski hält ein Szenario wie in der Ukraine auch in Belarus für möglich.
  • Russland reagiere auf seinen schwindenden Einfluss mit militärpolitischen Interventionen.

"Wiener Zeitung":Herr Sivitski, die Sicherheitslage in Osteuropa ist fragil. Die Ukraine ist von einem Frieden immer noch weit entfernt. Auch Weißrussland ist ein Land, das zwischen Russland und der EU liegt - und das noch dazu "russifizierter" als die Ukraine ist. Ist ein Szenario wie in der Ukraine in Weißrussland möglich - oder ist das Panikmache?

Arseni Sivitski: Es gibt natürlich genug Analytiker in Weißrussland, die ein solches Szenario für reine Spekulation halten. Unser Institut gehört da aber nicht dazu. Wir halten ein russisches Eingreifen in Belarus in der Tat für realistisch. Warum?

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n-tv.de - 04.01.2016

Seit dem Abschuss eines Kampfjets ist das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei eisig. Weißrussland möchte den Streit zwischen den beiden Staaten nun schlichten. Ein Angebot, das nicht ganz uneigennützig ist.

Weißrussland will im Streit zwischen Russland und der Türkei vermitteln. "Wir gehen davon aus, dass gegenseitiger Druck und Sanktionen kein Weg sind, um Probleme in den internationalen Beziehungen zu lösen", sagte Außenminister Wladimir Makej dem weißrussischen Fernsehen. Konkrete Vorschläge machte er nicht.

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focus.de - 17.10.2015

Weißrussische Ermittler haben die seit mehreren Wochen verschwundene ehemalige Sprinterin Julia Balykina tot in einem Wald gefunden. Sie war in Plastikfolie eingewickelt, ein Verdächtiger ist bereits gefunden.

Seit mehreren Wochen war sie verschwunden, jetzt hat die weißrussische Polizei einen grausigen Fund gemacht: Die weißrussische Sprinterin Julia Balykina ist in einem Waldstück nahe Minsk tot aufgefunden worden. Das bestätigte die Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Ein 28 Jahre alter Russe, offenbar ihr Freund, wurde wegen Mordes angeklagt.

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