Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

tt.com - 11.11.2018 - Von Manuel Lutz

Minsk hat viel zu bieten, ist jedoch weitgehend unbekannt. Seit Juli kann man bis zu 30 Tage visafrei nach Weißrussland einreisen, kommendes Jahr finden dort die European Games statt.

Nach der Ankunft am Minsk International Airport muss sich das neugierige Besucherauge noch etwas gedulden, bevor die wohl unbekannteste Hauptstadt Europas erkundet werden kann. Das Zentrum der weißrussischen Metropole liegt rund 44 Kilometer entfernt. Vorerst muss man mit Wäldern, Feldern und Werbeplakaten, an denen die Hauptstraße vorbeiführt, vorliebnehmen.

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stern.de - 02.05.2018 - Von Niels Kruse

Warum nicht mal für ein paar Tage nach Minsk, Weißrussland? Nach einer Woche in dieser vergessenen Ecke Europas weiß ich, warum nicht. Besuch in einem Land, das einem fast schon etwas leidtun kann.

Ja, warum eigentlich Weißrussland? Darüber haben sie sich sogar in Minsk gewundert. Zwei Tage nach meiner Ankunft in diesem vergessenen Land stehe ich in einem winzigen Café am Unabhängigkeitsboulevard und bestelle einen Cappuccino zum Mitnehmen. Ein Typ spricht mich an und stellt sich fröhlich als Mikael vor. Wir plaudern kurz und dann fragt er mich, was ich denn hier mache an einem feuchtkalten Mittwochvormittag im März. Urlaub, sage ich, mir mal Minsk angucken. "Im Ernst? Urlaub hier?" Mikael prustet los vor Lachen. "Joa, warum nicht?", sage ich und blickte dann in ein Gesicht, dessen Ausdruck in Weißrussland vermutlich dasselbe bedeutet wie in Deutschland: Mitleid.

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zeit.de - 11.05.2018 - Von Vera Dziadok

In Belarus wacht der Staat über jede Entbindung, sowjetische Ideale herrschen im Kreißsaal. Viele junge Frauen wollen sich dem Druck nicht mehr beugen.

Seit Februar bieten die Entbindungsstationen in Minsk etwas ganz Neues an: Die Wöchnerinnen dürfen von Familienangehörigen besucht werden. Bis vor kurzem waren die Verhältnisse dort alles andere als familiär. Was in anderen Ländern eine Selbstverständlichkeit ist, gilt in Belarus als Fortschritt.

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mdr.de - 25.04.2018 - Von Martin Hlady und Katrin Molnár

Belarus hat bis heute mit den Folgen von Tschernobyl zu kämpfen. Doch die Regierung ist bemüht, Normalität herzustellen. Deshalb werden immer mehr kontaminierte Böden für die landwirtschaftliche Nutzung freigegeben. Ein Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen.

Am 26. April 1986 explodierte Block vier des sowjetischen Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt. Ein erheblicher Teil ging im benachbarten Belarus nieder. Ein Viertel des weißrussischen Territoriums wurde verstrahlt - vor allem im Gebiet Gomel, im Südosten des Landes. Große Flächen mussten gesperrt, 140.000 Menschen umgesiedelt werden. Belarus verlor ein Viertel seines Wirtschaftswaldes, etliche Minerallagerstätten und viele Industriebetriebe. Am schlimmsten für das traditionell landwirtschaftlich geprägte Land war jedoch der Verlust von Ackerboden. Ein Fünftel der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Belarus wurde kontaminiert. Allein dadurch gehen dem Land nach Angaben der weißrussischen Botschaft mehr als 700 Millionen US-Dollar pro Jahr verloren.

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focus.de - 21.08.2017

Die Republik Belarus, oftmals im Deutschen „Weißrussland“ genannt, macht in der Presse meistens schlechte Schlagzeilen. „Tschernobyl“, „Diktatur“ und „Bündnistreue gegenüber Russland“ – diese drei Begriffe formen das westliche Belarus-Bild.

Das mit Sanktionen belegte Minsk wurde lange Zeit vom politischen Berlin vernachlässigt und überwiegend unter dem Blickwinkel der Beziehung zu Russland betrachtet. Dem Land wurde in den Augen der Brüsseler Elite das Autonomie-Recht als ein selbstständiger Akteur de facto aberkannt.

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mdr.de - 25.04.2018 - Von Martin Hlady und Katrin Molnár

Belarus hat bis heute mit den Folgen von Tschernobyl zu kämpfen. Doch die Regierung ist bemüht, Normalität herzustellen. Deshalb werden immer mehr kontaminierte Böden für die landwirtschaftliche Nutzung freigegeben. Ein Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen.

Am 26. April 1986 explodierte Block vier des sowjetischen Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt. Ein erheblicher Teil ging im benachbarten Belarus nieder. Ein Viertel des weißrussischen Territoriums wurde verstrahlt - vor allem im Gebiet Gomel, im Südosten des Landes. Große Flächen mussten gesperrt, 140.000 Menschen umgesiedelt werden. Belarus verlor ein Viertel seines Wirtschaftswaldes, etliche Minerallagerstätten und viele Industriebetriebe. Am schlimmsten für das traditionell landwirtschaftlich geprägte Land war jedoch der Verlust von Ackerboden. Ein Fünftel der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Belarus wurde kontaminiert. Allein dadurch gehen dem Land nach Angaben der weißrussischen Botschaft mehr als 700 Millionen US-Dollar pro Jahr verloren.

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faz.net - 24.04.2018

Ausgerechnet vom letzten Diktator Europas erhält Angela Merkel Rückendeckung für ihre Flüchtlingspolitik. Dennoch sucht Alexander Lukaschenko lieber das Gespräch mit Russland oder China.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik gelobt. Er sah für die Aufnahme von einer Million Flüchtlinge in Deutschland 2015 aber keine humanitären Gründe, sondern verknüpfte sie mit der demografischen Lage. „Sie (Merkel) hat als erste in Europa so gehandelt: Sie sah, dass es in Deutschland an Arbeitskräften mangelt, und hat Europa vorgeschlagen, die Türen zu öffnen“, sagte Lukaschenko am Dienstag bei seiner Jahresrede in Minsk.

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faz.net - 23.03.2013 - Von Felix Ackermann , Minsk

Die Rocklegende grüßt von fern: In Minsk feiern Regierung und Opposition erstmals gemeinsam hundert Jahre weißrussische Unabhängigkeit.

Die Hauptstadt der Republik Belarus bereitet sich auf das Jubiläum einer Volksrepublik vor, die im März 1918 unter deutscher Besatzung ausgerufen wurde, aber nie ein international anerkannter Staat wurde. Bisher war die Erinnerung an jenes historische Projekt namens Weißruthenien und das Schwenken der dazugehörigen weiß-rot-weißen Flagge allein Sache der Opposition. 2018 bemühen sich zum ersten Mal staatliche Stellen um eine Annäherung.

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deutschlandfunk.de - 29.10.2017 - Von Stefan May

Weißrussland hat das Image einer düsteren, rückwärtsgewandten Diktatur. Das Land zwischen der Ukraine, Litauen, Russland und Polen ist aber keineswegs zurückgeblieben oder unansehnlich, sondern zeichnet sich durch eine eindrucksvolle, weite Landschaft, saubere Städte und freundliche Menschen aus.

Sonntag in der beschaulichen Kleinstadt Pinsk. Sie liegt im Bezirk Brest, der Grenzstadt zu Polen. Auf dem Zentralmarkt wird eifrig verkauft und gekauft: Kleidung, Küchengeräte, Artikel für den täglichen Bedarf. Am Eingang zum Marktgelände sitzen Bauern der Umgebung auf Obstkisten nebeneinander an der Straße. Sie haben vor sich ihr bescheidenes Sortiment aufgetürmt: Honig, Tomaten, Paprika und Pfifferlinge bieten sie an. Auch wenn das Gemüse verlockend aussieht, ist Vorsicht geboten. Belarus war 1986 die von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am Stärksten betroffene Sowjetrepublik, und noch heute gibt der Staat Strahlenwerte für bestimmte Gegenden bekannt, damit die Menschen wissen, welche Lebensmittel sie unbedenklich verzehren können.

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dw.com - 16.08.2017 - Von Gleb Gavrik

Die Vorbereitungen zu gemeinsamen Manövern des russischen und des weißrussischen Militärs sind in vollem Gang. Ihr Ausmaß bereitet Beobachtern Sorge. Ist die Souveränität des weißrussischen Staates in Gefahr?

Seit dem 14. August treffen in Weißrussland (Belarus) russische Truppen ein. Im September sollen sie dort an den gemeinsamen Manövern "Zapad-2017" ("Westen 2017") teilnehmen. Nach russischen Angaben werden es insgesamt 12.700 Soldaten sein. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bedankte sich höflich bei Moskau für diese Informationen, betonte aber, dass man sie überprüfen werde.

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