Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

diepresse.com - 14.03.2019 - Von Stefan Beig

Die EAWU kommt nicht vom Fleck. Das hat viel mit Russlands Rolle zu tun.

Dass die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) sämtliche ökonomischen Erwartungen nicht erfüllt hat, kann nicht nur mit der Wirtschaftskrise Russlands erklärt werden. Die Streitigkeiten unter den fünf Mitgliedsländern, ungenügende Wirtschaftsreformen und Russlands imperialistische Methoden beim Verfolgen seiner geopolitischen Interessen machten die Vision eines prosperierenden eurasischen Binnenmarkts zunichte. Nicht einmal der freie Warenverkehr konnte gedeihen.

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sueddeutsche.de - 01.03.2019 - Von Frank Nienhuysen

Die Beziehungen zum Westen waren lange schlecht. Seit es aber knirscht im Verhältnis zum großen Bruder Russland, verortet sich das Land neu - außenpolitisch, aber auch im Inneren.

Vier Präsidentenbeine baumelten neulich entspannt aus dem Sessellift, Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko waren in Sotschi beim Skifahren. Noch bevor der weißrussische Präsident in den russischen Winter abgereist war, hatte er bereits eine Botschaft gesandt, die versöhnlich und ewig klingen sollte: Weißrussland werde "niemals schlechten Wodka oder schlechte Snacks nach Russland schicken", was auch immer es für Konflikte gebe.

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welt.de - 28.02.2019 - Von Sven Felix Kellerhoff

Bei Bauarbeiten im weißrussischen Brest wurde ein Massengrab mit 790 Toten entdeckt. Es liegt auf dem Gelände des Gettos, das 1942 „aufgelöst“ wurde – und verdeutlicht die Mordmethoden der SS.

Auch mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Beginn des Holocaust werden in Ostmitteleuropa immer noch grausige Spuren dieses Menschheitsverbrechens entdeckt. Wie jetzt bekannt wurde, fanden im Januar 2019 Arbeiter auf einem bisher unbebauten Grundstück in der Stadt Brest (heute Weißrussland) die sterblichen Überreste von rund 790 Menschen.

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welt.de - 14.02.2019 - Von Matthias Kamann, Alexej Hock, Annelie Naumann

Nach zahlreichen Russland-Visiten trafen sich mehrere Abgeordnete in Minsk mit Vertretern einer dubiosen Kleinstpartei und sprachen über wirtschaftliche Perspektiven. Interessant sind diese vor allem für mitgereiste Unternehmer.

Die Gastgeber waren zufrieden. Man habe „über Investitionen gesprochen“ und „konkrete Projekte“ erörtert. Die Schaffung einer „weißrussisch-deutschen Plattform“ sei vereinbart worden, „mit einem Schwerpunkt bei kleinen und mittleren Unternehmen“. Einen Gegenbesuch in Deutschland werde es „in naher Zukunft“ geben.

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cointelegraph.com - 29.01.2019 - Von Helen Partz

Die Belarusbank, die größte Bank in Weißrussland, spielt mit dem Gedanken, eine Kryptobörse einzurichten, wie die lokale Informationsbehörde BelTA am 28. Januar berichtete. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Bank Viktor Ananich werde nun die mögliche Einrichtung einer Kryptowährungsbörse geprüft.

Ananich behauptete, dass die Digitalisierung einer der wichtigsten Schwerpunkte der Belarusbank für das Jahr 2019 sei und erklärte, dass die Bank auch mit Mobilfunkbetreibern zusammenarbeite, um ihre Dienstleistungen zu erweitern. Konkret plane die Belarusbank, in ein paar Monaten virtuelle Karten auszugeben. Diese werde es nur online und nicht als physische Kreditkarten geben, so Ananich.

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zeit.de - 22.11.2018 - Von Simone Brunner, Minsk

Auch Belarus will vom Geld aus China profitieren, Diktator Alexander Lukaschenko bemüht sich um gute Beziehungen. Doch die Unterstützung hat ihren Preis.

Keine bunte Werbung, keine schicken Firmenlogos – es ist des Präsidenten Wille, der in den neuen Industriepark unweit der belarussischen Hauptstadt Minsk führt: "Angestoßen, bekräftigt, ausgeführt und umgesetzt mit dem Ukas des Präsidenten der Republik Belarus vom 12. Mai 2017". Die große blaue Schrifttafel ist in Kyrillisch abgefasst – und in Chinesisch.

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n-tv.de - 06.11.2018

Polen fühlt sich von Russland bedroht und wünscht sich deshalb eine permanente US-Basis im eigenen Land. Das wiederum ruft Nachbar Weißrussland auf den Plan.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will sein Militär aufrüsten, sollten die USA im Nachbarland Polen einen dauerhaften Stützpunkt errichten. "Wenn die Nato uns weiterhin auf solche Weise einschüchtert, dann werden wir effektivere Waffen benötigen, vor allem Raketen", sagte er in Minsk nach Berichten russischer Medien. "Wir haben unsere eigene Raketenindustrie gegründet und Präzisionswaffen entwickelt."

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dw.com - 29.11.2018

Junge Russen, Ukrainer und Weißrussen wünschen sich in unterschiedlichem Maße Veränderungen in ihren Ländern. Viele wollen auswandern, so eine aktuelle Umfrage. Welche Probleme beklagen sie?

Russen, Ukrainer und Weißrussen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren schmieden für höchstens ein oder zwei Jahre im Voraus Zukunftspläne. Nur etwa ein Drittel plant längerfristig. Als Grund nennen sie vor allem die schlechte Wirtschaftslage in ihren Ländern. Ein weiteres Problem ist aus ihrer Sicht die Verletzung von Bürgerrechten. Außerdem wünschen sie sich mehr Stabilität und staatliche Förderung. Auf der Liste der Probleme steht bei den Weißrussen allerdings an zweiter Stelle die Suche nach einem Arbeitsplatz.

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tt.com - 11.11.2018 - Von Manuel Lutz

Minsk hat viel zu bieten, ist jedoch weitgehend unbekannt. Seit Juli kann man bis zu 30 Tage visafrei nach Weißrussland einreisen, kommendes Jahr finden dort die European Games statt.

Nach der Ankunft am Minsk International Airport muss sich das neugierige Besucherauge noch etwas gedulden, bevor die wohl unbekannteste Hauptstadt Europas erkundet werden kann. Das Zentrum der weißrussischen Metropole liegt rund 44 Kilometer entfernt. Vorerst muss man mit Wäldern, Feldern und Werbeplakaten, an denen die Hauptstraße vorbeiführt, vorliebnehmen.

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stern.de - 02.05.2018 - Von Niels Kruse

Warum nicht mal für ein paar Tage nach Minsk, Weißrussland? Nach einer Woche in dieser vergessenen Ecke Europas weiß ich, warum nicht. Besuch in einem Land, das einem fast schon etwas leidtun kann.

Ja, warum eigentlich Weißrussland? Darüber haben sie sich sogar in Minsk gewundert. Zwei Tage nach meiner Ankunft in diesem vergessenen Land stehe ich in einem winzigen Café am Unabhängigkeitsboulevard und bestelle einen Cappuccino zum Mitnehmen. Ein Typ spricht mich an und stellt sich fröhlich als Mikael vor. Wir plaudern kurz und dann fragt er mich, was ich denn hier mache an einem feuchtkalten Mittwochvormittag im März. Urlaub, sage ich, mir mal Minsk angucken. "Im Ernst? Urlaub hier?" Mikael prustet los vor Lachen. "Joa, warum nicht?", sage ich und blickte dann in ein Gesicht, dessen Ausdruck in Weißrussland vermutlich dasselbe bedeutet wie in Deutschland: Mitleid.

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