Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

faz.net - 24.06.2016

Aus Versehen hat der weißrussische Präsident Lukaschenka seine Bürger aufgefordert, sich bei der Arbeit auszuziehen. Die kamen der Bitte nach – und zeigten das in den sozialen Netzwerken.

Zu Dutzenden halbnackter Menschen in Büros hat in Weißrussland ein Versprecher von Präsident Alexander Lukaschenka geführt. Der autoritär regierende Staatschef hatte die Bewohner des Landes in einer Rede aufgefordert, sich bei der Arbeit "auszuziehen" - gemeint hatte der 61-Jährige vermutlich "sich zu entwickeln".

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nzz.ch - 22.03.2016 - Von Paul Flückiger

Da die Beziehungen zum grossen Bruder Russland angespannt sind, setzt der Autokrat Lukaschenko auf China. Sein neues Lieblingsprojekt ist ein riesiger gemeinsamer Industriepark.

«Zeit ist Geld – Organisation ist Leben», steht auf einem roten Schild in meterhohen weissen Lettern, auf Russisch und Chinesisch. Dahinter beginnt ein Birkenwald, vor dem der Boden aufgewühlt ist und Bäume gefällt wurden. Ein paar hundert Meter weiter sind drei chinesische Bauarbeiter mit Erdarbeiten beschäftigt. Einer hat schon Feierabend und sitzt zufrieden auf einer Walze. «Foto machen, ja klar!», lächelt der Mann mit dem gemütlichen runden Gesicht. Zeichensprache versteht hier jeder. Dann schultern die Männer in den orange-grauen Overalls ihre Taschen, laden ihre Geräte in einen Handkarren und ziehen davon. «Essen», bedeutet der Fahrer der Walze.

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heise.de - 18.03.2016 - Von Jens Mattern

Die Wirtschaftslage des Landes ist desolat, der Druck auf die Oligarchen wächst

Der "Zeisig" musste in den Käfig: Juri Tschysch (Zeisig) zweitreichster Oligarch von Belarus, sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Wegen "schwerer Steuerhinterziehung" so die offizielle Verlautbarung des Geheimdiensts mit polizeilichen Vollmachten namens "KGB". Er soll im Begriff gewesen sein, Kapital ins Ausland zu transferieren.

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deutschlandradiokultur.de - 16.03.2016 - Von Inga Lizengevic

Nicht zurück in die Heimat! So entschied sich Inga Lizengevic 2006, nachdem Präsident Lukaschenka die Proteste in Weißrussland brutal niederschlagen ließ. Nun reiste sie wieder hin und traf den Regime-Kritiker und musikalischen Helden ihrer Jugend: Lavon Volski.

Es ist sechs Uhr früh auf dem Bahnsteig in Minsk. Gleich fährt der Zug Richtung Vilnius ab. Eine besondere Tour – die Fahrkarten sind seit Wochen ausverkauft. Die Fans des belarussischen Rockmusikers Lavon Volski wollen ihren Helden bei einem Konzert im benachbarten Litauen sehen. Das Visum gibt es zur Eintrittskarte kostenlos dazu. Und so kommt es, dass Vilnius an solchen Tagen belarussisch wird.

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ukraine-nachrichten.de - 13.03.2016 - Von Jekaterina Jerusalimskaja (Lewyj Bereg), Übersetzung: Anja Blume

Ungefähr ein halbes Jahr verbrachte der Belarusse Alexej Skoblja an der Front im Osten der Ukraine. Zuerst in einem ukrainischen Bataillon und nach der Gründung der taktischen Gruppe „Belarus“ versuchte er Schulter an Schulter mit seinen Landsleuten die ukrainische Erde von den russischen Separatisten zu befreien. Für die Entscheidung dem Nachbarvolk im Kampf gegen den „gemeinsamen Feind“ drohen Alexej in seiner Heimat bis zu sieben Jahre Freiheitsstrafe. Aber das hat den jungen Menschen nicht abgeschreckt. Nur, hier in der Ukraine ging es auch nicht ohne Enttäuschung ab.

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rbth.com - 29.02.2016 - Von Igor Rosin

Höhere Zinssätze und ein besserer Schutz der Einlagen bringen immer mehr Russen dazu, ihr Geld in Weißrussland anzulegen. Ganz risikofrei ist diese Strategie aber nicht.

Die Tochterfilialen der russischen Banken in Weißrussland verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Aktivitäten von Anlegern aus Russland. Diese legten dort ihr Geld in US-Dollar oder Euro an, meldet die Zeitung „Kommersant“. Sowohl Filialen der Alpha-Bank, Gazprombank als auch Sberbank berichten davon.

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welt.de - 16.02.2016 - Von Julia Smirnova

Die EU lockert die Sanktionen gegen Weißrussland. Die Opposition in Minsk kritisiert das scharf – denn Präsident Lukaschenko hat kaum eine Gegenleistung erbracht. Hat der Westen das Land aufgegeben?

Alexander Lukaschenko, der letzte Diktator Europas? So wird der weißrussische Präsident immer seltener bezeichnet. Im Vergleich zu Wladimir Putin erscheint Lukaschenko im Westen im Angesicht der Ukraine-Krise nun halb so schlimm. Am Montag beschloss die Europäische Union, die Sanktionen gegen Lukaschenko und seine Umgebung aufzuheben. Bereits nach den Präsidentenwahlen im vergangenen Oktober wurden sie zur Probe ausgesetzt. Jetzt steht endgültig fest, dass 170 weißrussische Beamte wieder in die EU einreisen dürfen, die Vermögenssperren gegen sie gelten auch nicht mehr. Die EU setzt auf eine Annäherung mit Minsk.

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welt.de - 16.02.2016 - Von Frank Nienhuysen

Die EU-Sanktionen gegen den Präsidenten enden. Das sehen Oppositionelle und Menschenrechtler kritisch.

Die Präsidentschaft ist Alexander Lukaschenko vorerst nicht zu nehmen, einen Titel aber ist er jetzt los: Als "letzten Diktator Europas" bezeichnet ihn im Westen kaum noch jemand. US-Präsident Barack Obama ließ sich mit Lukaschenko bei der UN-Vollversammlung bereits fotografieren, nun hat auch die Europäische Union einen großen Schritt auf den weißrussischen Staatschef zu gemacht. Die bereits für einige Monate ausgesetzten Sanktionen gegen Lukaschenko sowie 169 weitere Vertreter des Regimes laufen Ende des Monats endgültig aus, wie die EU am Montag beschloss. Lukaschenko ist damit keine Persona non grata mehr, darf frei einreisen und Konten führen.

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zeit.de - 16.02.2016 - Von Maryna Rakhlei

Die EU lässt die Sanktionen gegen Belarus fallen. Und zeigt so, wie illusionslos ihre Entscheidungsträger sind. Denn Reformen wird es unter Lukaschenko kaum geben.

Es war überraschend und doch auch nicht. Die EU-Außenminister haben beschlossen, die Reise- und Vermögenssperren gegen insgesamt 170 belarussische Beamte auslaufen zu lassen. In Kraft bleiben das Waffenembargo sowie die Sanktionen gegen vier Amtsträger, die mit dem Verschwinden von Oppositionellen in Verbindung gebracht werden.

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spiegel.de - 15.02.2016

Die EU hebt die Sanktionen gegen Weißrussland weitgehend auf - zur Freude der Regierung in Minsk. Außenminister Steinmeier sagt aber: Er wisse nicht, ob es eine wirkliche Annäherung geben könne.

Weißrussland hat das Ende der EU-Sanktionen als wichtige Etappe für eine Normalisierung der Beziehungen begrüßt. Damit könne die Zusammenarbeit qualitativ auf eine neue Ebene gestellt werden, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Dmitri Mirontschik, in Minsk mit.

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