Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

zeit.de - 22.11.2018 - Von Simone Brunner, Minsk

Auch Belarus will vom Geld aus China profitieren, Diktator Alexander Lukaschenko bemüht sich um gute Beziehungen. Doch die Unterstützung hat ihren Preis.

Keine bunte Werbung, keine schicken Firmenlogos – es ist des Präsidenten Wille, der in den neuen Industriepark unweit der belarussischen Hauptstadt Minsk führt: "Angestoßen, bekräftigt, ausgeführt und umgesetzt mit dem Ukas des Präsidenten der Republik Belarus vom 12. Mai 2017". Die große blaue Schrifttafel ist in Kyrillisch abgefasst – und in Chinesisch.

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n-tv.de - 06.11.2018

Polen fühlt sich von Russland bedroht und wünscht sich deshalb eine permanente US-Basis im eigenen Land. Das wiederum ruft Nachbar Weißrussland auf den Plan.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will sein Militär aufrüsten, sollten die USA im Nachbarland Polen einen dauerhaften Stützpunkt errichten. "Wenn die Nato uns weiterhin auf solche Weise einschüchtert, dann werden wir effektivere Waffen benötigen, vor allem Raketen", sagte er in Minsk nach Berichten russischer Medien. "Wir haben unsere eigene Raketenindustrie gegründet und Präzisionswaffen entwickelt."

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dw.com - 29.11.2018

Junge Russen, Ukrainer und Weißrussen wünschen sich in unterschiedlichem Maße Veränderungen in ihren Ländern. Viele wollen auswandern, so eine aktuelle Umfrage. Welche Probleme beklagen sie?

Russen, Ukrainer und Weißrussen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren schmieden für höchstens ein oder zwei Jahre im Voraus Zukunftspläne. Nur etwa ein Drittel plant längerfristig. Als Grund nennen sie vor allem die schlechte Wirtschaftslage in ihren Ländern. Ein weiteres Problem ist aus ihrer Sicht die Verletzung von Bürgerrechten. Außerdem wünschen sie sich mehr Stabilität und staatliche Förderung. Auf der Liste der Probleme steht bei den Weißrussen allerdings an zweiter Stelle die Suche nach einem Arbeitsplatz.

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tt.com - 11.11.2018 - Von Manuel Lutz

Minsk hat viel zu bieten, ist jedoch weitgehend unbekannt. Seit Juli kann man bis zu 30 Tage visafrei nach Weißrussland einreisen, kommendes Jahr finden dort die European Games statt.

Nach der Ankunft am Minsk International Airport muss sich das neugierige Besucherauge noch etwas gedulden, bevor die wohl unbekannteste Hauptstadt Europas erkundet werden kann. Das Zentrum der weißrussischen Metropole liegt rund 44 Kilometer entfernt. Vorerst muss man mit Wäldern, Feldern und Werbeplakaten, an denen die Hauptstraße vorbeiführt, vorliebnehmen.

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stern.de - 02.05.2018 - Von Niels Kruse

Warum nicht mal für ein paar Tage nach Minsk, Weißrussland? Nach einer Woche in dieser vergessenen Ecke Europas weiß ich, warum nicht. Besuch in einem Land, das einem fast schon etwas leidtun kann.

Ja, warum eigentlich Weißrussland? Darüber haben sie sich sogar in Minsk gewundert. Zwei Tage nach meiner Ankunft in diesem vergessenen Land stehe ich in einem winzigen Café am Unabhängigkeitsboulevard und bestelle einen Cappuccino zum Mitnehmen. Ein Typ spricht mich an und stellt sich fröhlich als Mikael vor. Wir plaudern kurz und dann fragt er mich, was ich denn hier mache an einem feuchtkalten Mittwochvormittag im März. Urlaub, sage ich, mir mal Minsk angucken. "Im Ernst? Urlaub hier?" Mikael prustet los vor Lachen. "Joa, warum nicht?", sage ich und blickte dann in ein Gesicht, dessen Ausdruck in Weißrussland vermutlich dasselbe bedeutet wie in Deutschland: Mitleid.

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zeit.de - 11.05.2018 - Von Vera Dziadok

In Belarus wacht der Staat über jede Entbindung, sowjetische Ideale herrschen im Kreißsaal. Viele junge Frauen wollen sich dem Druck nicht mehr beugen.

Seit Februar bieten die Entbindungsstationen in Minsk etwas ganz Neues an: Die Wöchnerinnen dürfen von Familienangehörigen besucht werden. Bis vor kurzem waren die Verhältnisse dort alles andere als familiär. Was in anderen Ländern eine Selbstverständlichkeit ist, gilt in Belarus als Fortschritt.

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mdr.de - 25.04.2018 - Von Martin Hlady und Katrin Molnár

Belarus hat bis heute mit den Folgen von Tschernobyl zu kämpfen. Doch die Regierung ist bemüht, Normalität herzustellen. Deshalb werden immer mehr kontaminierte Böden für die landwirtschaftliche Nutzung freigegeben. Ein Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen.

Am 26. April 1986 explodierte Block vier des sowjetischen Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt. Ein erheblicher Teil ging im benachbarten Belarus nieder. Ein Viertel des weißrussischen Territoriums wurde verstrahlt - vor allem im Gebiet Gomel, im Südosten des Landes. Große Flächen mussten gesperrt, 140.000 Menschen umgesiedelt werden. Belarus verlor ein Viertel seines Wirtschaftswaldes, etliche Minerallagerstätten und viele Industriebetriebe. Am schlimmsten für das traditionell landwirtschaftlich geprägte Land war jedoch der Verlust von Ackerboden. Ein Fünftel der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Belarus wurde kontaminiert. Allein dadurch gehen dem Land nach Angaben der weißrussischen Botschaft mehr als 700 Millionen US-Dollar pro Jahr verloren.

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focus.de - 21.08.2017

Die Republik Belarus, oftmals im Deutschen „Weißrussland“ genannt, macht in der Presse meistens schlechte Schlagzeilen. „Tschernobyl“, „Diktatur“ und „Bündnistreue gegenüber Russland“ – diese drei Begriffe formen das westliche Belarus-Bild.

Das mit Sanktionen belegte Minsk wurde lange Zeit vom politischen Berlin vernachlässigt und überwiegend unter dem Blickwinkel der Beziehung zu Russland betrachtet. Dem Land wurde in den Augen der Brüsseler Elite das Autonomie-Recht als ein selbstständiger Akteur de facto aberkannt.

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faz.net - 24.04.2018

Ausgerechnet vom letzten Diktator Europas erhält Angela Merkel Rückendeckung für ihre Flüchtlingspolitik. Dennoch sucht Alexander Lukaschenko lieber das Gespräch mit Russland oder China.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik gelobt. Er sah für die Aufnahme von einer Million Flüchtlinge in Deutschland 2015 aber keine humanitären Gründe, sondern verknüpfte sie mit der demografischen Lage. „Sie (Merkel) hat als erste in Europa so gehandelt: Sie sah, dass es in Deutschland an Arbeitskräften mangelt, und hat Europa vorgeschlagen, die Türen zu öffnen“, sagte Lukaschenko am Dienstag bei seiner Jahresrede in Minsk.

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faz.net - 23.03.2013 - Von Felix Ackermann , Minsk

Die Rocklegende grüßt von fern: In Minsk feiern Regierung und Opposition erstmals gemeinsam hundert Jahre weißrussische Unabhängigkeit.

Die Hauptstadt der Republik Belarus bereitet sich auf das Jubiläum einer Volksrepublik vor, die im März 1918 unter deutscher Besatzung ausgerufen wurde, aber nie ein international anerkannter Staat wurde. Bisher war die Erinnerung an jenes historische Projekt namens Weißruthenien und das Schwenken der dazugehörigen weiß-rot-weißen Flagge allein Sache der Opposition. 2018 bemühen sich zum ersten Mal staatliche Stellen um eine Annäherung.

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