Aktuelles

Presseschau zu Belarus (Weißrussland) aus deutschsprachigen Medien mit Nachrichten, Bildern und Videos.

derstandard.de - 28.03.2019 - Von Gerald Schubert

In Maly Trostinec wurde ein Mahnmal für österreichische Shoah-Opfer eingeweiht. Beim Besuch von Kanzler Kurz ging es um historische Verantwortung und aktuelle Diplomatie.

Arthur Loschitz wäre am Donnerstag 90 geworden. Er starb jedoch bereits mit 13, am 9. Oktober 1942, nahe der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Vier Tage vorher war der jüdische Bub von den Nazis aus einem Lehrlingsheim in der Wiener Seegasse hierher verschleppt worden, in einem von insgesamt zehn Transporten aus Wien. Der Name von Arthur Loschitz steht auf einer gelben Erinnerungstafel, die Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag, dem Geburtstag des Toten, an einem Baum befestigt – eine inmitten anderer gelber Tafeln, die alle für die österreichischen Toten dieses Ortes stehen.

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heise.de - 28.03.2019 - Von Jens Mattern

Durch Polens Ringen um das Eigen- und Fremdbild seiner Geschichte bahnt sich derzeit auch ein Konflikt mit Weißrussland an.

In Minsk ist man wenig erbaut darüber, dass eine Person der Nachkriegsgeschichte durch das polnische "Institut für Nationales Gedenken" (IPN) eine Art Rehabilitierung erfährt. Es geht um Romuald Rajs, Kampfname "Bury" (Braungrau), ein Kommandant der polnischen Untergrundorganisation Heimatarmee, der sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs der Nationalen Militärunion anschloss, eine antikommunistischen Partisanengruppierung.

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diepresse.com - 14.03.2019 - Von Stefan Beig

Die EAWU kommt nicht vom Fleck. Das hat viel mit Russlands Rolle zu tun.

Dass die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) sämtliche ökonomischen Erwartungen nicht erfüllt hat, kann nicht nur mit der Wirtschaftskrise Russlands erklärt werden. Die Streitigkeiten unter den fünf Mitgliedsländern, ungenügende Wirtschaftsreformen und Russlands imperialistische Methoden beim Verfolgen seiner geopolitischen Interessen machten die Vision eines prosperierenden eurasischen Binnenmarkts zunichte. Nicht einmal der freie Warenverkehr konnte gedeihen.

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sueddeutsche.de - 01.03.2019 - Von Frank Nienhuysen

Die Beziehungen zum Westen waren lange schlecht. Seit es aber knirscht im Verhältnis zum großen Bruder Russland, verortet sich das Land neu - außenpolitisch, aber auch im Inneren.

Vier Präsidentenbeine baumelten neulich entspannt aus dem Sessellift, Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko waren in Sotschi beim Skifahren. Noch bevor der weißrussische Präsident in den russischen Winter abgereist war, hatte er bereits eine Botschaft gesandt, die versöhnlich und ewig klingen sollte: Weißrussland werde "niemals schlechten Wodka oder schlechte Snacks nach Russland schicken", was auch immer es für Konflikte gebe.

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welt.de - 28.02.2019 - Von Sven Felix Kellerhoff

Bei Bauarbeiten im weißrussischen Brest wurde ein Massengrab mit 790 Toten entdeckt. Es liegt auf dem Gelände des Gettos, das 1942 „aufgelöst“ wurde – und verdeutlicht die Mordmethoden der SS.

Auch mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Beginn des Holocaust werden in Ostmitteleuropa immer noch grausige Spuren dieses Menschheitsverbrechens entdeckt. Wie jetzt bekannt wurde, fanden im Januar 2019 Arbeiter auf einem bisher unbebauten Grundstück in der Stadt Brest (heute Weißrussland) die sterblichen Überreste von rund 790 Menschen.

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welt.de - 14.02.2019 - Von Matthias Kamann, Alexej Hock, Annelie Naumann

Nach zahlreichen Russland-Visiten trafen sich mehrere Abgeordnete in Minsk mit Vertretern einer dubiosen Kleinstpartei und sprachen über wirtschaftliche Perspektiven. Interessant sind diese vor allem für mitgereiste Unternehmer.

Die Gastgeber waren zufrieden. Man habe „über Investitionen gesprochen“ und „konkrete Projekte“ erörtert. Die Schaffung einer „weißrussisch-deutschen Plattform“ sei vereinbart worden, „mit einem Schwerpunkt bei kleinen und mittleren Unternehmen“. Einen Gegenbesuch in Deutschland werde es „in naher Zukunft“ geben.

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cointelegraph.com - 29.01.2019 - Von Helen Partz

Die Belarusbank, die größte Bank in Weißrussland, spielt mit dem Gedanken, eine Kryptobörse einzurichten, wie die lokale Informationsbehörde BelTA am 28. Januar berichtete. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Bank Viktor Ananich werde nun die mögliche Einrichtung einer Kryptowährungsbörse geprüft.

Ananich behauptete, dass die Digitalisierung einer der wichtigsten Schwerpunkte der Belarusbank für das Jahr 2019 sei und erklärte, dass die Bank auch mit Mobilfunkbetreibern zusammenarbeite, um ihre Dienstleistungen zu erweitern. Konkret plane die Belarusbank, in ein paar Monaten virtuelle Karten auszugeben. Diese werde es nur online und nicht als physische Kreditkarten geben, so Ananich.

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zeit.de - 22.11.2018 - Von Simone Brunner, Minsk

Auch Belarus will vom Geld aus China profitieren, Diktator Alexander Lukaschenko bemüht sich um gute Beziehungen. Doch die Unterstützung hat ihren Preis.

Keine bunte Werbung, keine schicken Firmenlogos – es ist des Präsidenten Wille, der in den neuen Industriepark unweit der belarussischen Hauptstadt Minsk führt: "Angestoßen, bekräftigt, ausgeführt und umgesetzt mit dem Ukas des Präsidenten der Republik Belarus vom 12. Mai 2017". Die große blaue Schrifttafel ist in Kyrillisch abgefasst – und in Chinesisch.

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n-tv.de - 06.11.2018

Polen fühlt sich von Russland bedroht und wünscht sich deshalb eine permanente US-Basis im eigenen Land. Das wiederum ruft Nachbar Weißrussland auf den Plan.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will sein Militär aufrüsten, sollten die USA im Nachbarland Polen einen dauerhaften Stützpunkt errichten. "Wenn die Nato uns weiterhin auf solche Weise einschüchtert, dann werden wir effektivere Waffen benötigen, vor allem Raketen", sagte er in Minsk nach Berichten russischer Medien. "Wir haben unsere eigene Raketenindustrie gegründet und Präzisionswaffen entwickelt."

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dw.com - 29.11.2018

Junge Russen, Ukrainer und Weißrussen wünschen sich in unterschiedlichem Maße Veränderungen in ihren Ländern. Viele wollen auswandern, so eine aktuelle Umfrage. Welche Probleme beklagen sie?

Russen, Ukrainer und Weißrussen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren schmieden für höchstens ein oder zwei Jahre im Voraus Zukunftspläne. Nur etwa ein Drittel plant längerfristig. Als Grund nennen sie vor allem die schlechte Wirtschaftslage in ihren Ländern. Ein weiteres Problem ist aus ihrer Sicht die Verletzung von Bürgerrechten. Außerdem wünschen sie sich mehr Stabilität und staatliche Förderung. Auf der Liste der Probleme steht bei den Weißrussen allerdings an zweiter Stelle die Suche nach einem Arbeitsplatz.

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