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Alexander Lukaschenko

Alexander Lukaschenko erhielt bei den Präsidentschaftswahlen 83,49 Prozent der Wählerstimmen und bleibt damit Präsident der Republik Belarus.

Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei 87,2 Prozent. Laut der Wahlgesetzgebung von Belarus gelten die Präsidentschaftswahlen als erfolgt, wenn mehr als die Hälfte aller erfassten Wahlberechtigten daran teilgenommen haben. Der Staatschef gilt als gewählt, wenn er die Mehrheit aller Stimmen auf sich vereinen konnte. Damit blieben wie erwartet Überraschungen aus. Wahlbeobachter kritisieren die Wahl.

Für Tatjana Korotkewitsch stimmten 4,42 Prozent, für Sergej Gaidukewitsch 3,32 Prozent und für Nikolai Ulachowitsch 1,67 Prozent der Wähler ab. Gegen alle Kandidaten sprachen sich 6,4 Prozent der Wähler aus.

Die EU und die USA verhängten nach den letzten Wahlen 2010 wegen Lukaschenkos damaligen Vorgehen gegen die Opposition Einreiseverbote und sperrten Konten. Kurz nach der Wahl hat der EU-Rat beschlossen, die Sanktionen gegen Belarus um vier Monate auszusetzen. Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch äußert sich skeptisch zu der Aufhebung der EU-Sanktionen.